stifterpost-nr.17-oktober-2012

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

„Wir schaffen was!” ist doch eine wunderbare Aussage, und wenn daraus „Wir schaffen das!” wird, sind wir ganz schnell bei Wolfdietrich Schnurres Wunder von dem Samen und dem Holunderstrauch, das Ihnen Hans-Joachim Gelberg diesmal vorstellt. Wenn wir jetzt ein Kirchenblatt wären, fiele uns natürlich sofort Mt 13, 31-32 ein: Sie kennen das Gleichnis? Wir belassen es bei dem Holundersamen, das Senfkorn an seinem Ort und führen als Belege für die Schnurresche Weisheit die Berichte und Hinweise in dieser Stifterpost an:
Denkmalpflege einmal anders, Denken lernen von der ersten Minute an „wie gehabt”, erstmals Netzwerkertreffen in Weinheim, Ideenwerkstatt zum zweiten Mal und das Christkind kommt als Weihnachtsbaumaktion noch nicht alle, aber doch im dritten Jahr wieder!
Wir schaffen das?
Mit Ihrer Hilfe immer wieder!

Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Wahrheit

Ich war vierzehn, da sah ich,
im Holunder aß eine Amsel
von den Beeren der Dolde.

Gesättigt, flog sie zur Mauer
und strich sich an dem Gestein
einen Samen vom Schnabel.

Ich war vierzig, da sah ich,
auf der geborstnen Betonschicht
wuchs ein Holunder. Die Wurzeln

hatten die Mauer gesprengt;
ein Riss klaffte in ihr,
bequem zu durchschreiten.

Mit splitterndem Mörtel
schrieb ich daneben: „Die Tat
einer Amsel.”

(Aus Wolfdietrich Schnurre, Kassiber, München 1979)

Was wir erfahren, was wir erleben, immer betrifft es auch uns auf besondere Weise. Dabei können uns auch unscheinbare Dinge beeindrucken, falls wir sie sehen. Und manchmal wird daraus eine lebenslange Geschichte. Davon erzählt Wolfdietrich Schnurre in seinem Gedicht mit dem anspruchsvollen Titel. Es ist ja auch eine wahre Geschichte, die das Leben schrieb. Was er als Vierzehnjähriger beobachtet, wird ihm mit vierzig zum gewaltigen Erlebnis – und ist doch nur die Tat einer Amsel.
Ich habe dieses in seiner spröden Form reimlose Gedicht in meiner Sammlung „Großer Ozean” für Kinder und Erwachsene veröffentlicht, obwohl es kein Kindergedicht ist. Es lässt uns aber in unserer technisierten Alltagswelt ein Stück Natur erleben.
Wolfdietrich Schnurre, 1920 in Frankfurt am Main geboren, starb 1989 nach schwerer Krankheit. Er war „sechseinhalb Jahre unfreiwillig Soldat”. Nach dem Krieg wurde er Mitbegründer der legendären Gruppe 47, veröffentlichte Erzählungen, auch Gedichte (für mein Programm schrieb er Kinderbücher). Schnurre, ein stets kritischer Geist, liebte die Natur und grotesken Humor. Seine autobiografischen und zeitkritischen Aufzeichnungen „Der Schattenfotograf” sind von herausragender Bedeutung.

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Nachgefragt

Denkmalpflege

„Wir schaffen was!” könnte das Motto des 1868 in Weinheim gegründeten „Verschönerungsvereins” gewesen sein, der mit dem 1896 entstandenen „Verein zur Hebung und Förderung des Fremdenverkehrs” ein Jahr vor der Jahrhundertwende zum „Gemeinnützigen Verein” fusionierte. Seine Aufgabenstellung war „die Förderung gemeinnütziger Interessen zum Aufschwung der Stadt in jede Richtung hin”, was irgendwie so wie Bürgerstiftung Weinheim klingt. „Wir schaffen das!” dachten sich Dr. Traute Schneider, Hildegard Hinz und Dr. Ditmar Flothmann von der Bürgerstiftung Weinheim, als sie sich am Freiwilligentag der Metropolregion daranmachten, zusammen mit Kurt Öhlenschläger, einem langjährigen Gärtner bei der Firma Freudenberg, und David Lee das Denkmal für Adam Platz, den seinerzeitigen Vorsitzenden des Gemeinnützigen Vereins, und die Erinnerungsstätte an den „tapferen General von Werder” von Unrat und wuchernden Pflanzen zu befreien.

Was den beiden melancholisch blickenden Löwen, die den General seit 1911 bewachen, wohl durch die mächtigen Köpfe ging, als David Lee, ein aus Kanada stammender Maschinenbauingenieur und spontan engagierter Volunteer, ihnen das Fell mit der Wurzelbürste säuberte?
Alles frisch und wieder fast wie früher: Schauen Sie vorbei in der Werderstraße bei Adam Platz und an der Weschnitzbrücke beim General und seinen Löwen!Kn

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Netzwerker tun was und sind dabei

Netzwerker tun was, die Metropolregion schafft was, und ohne Ehrenamt hat das Land keine Zukunft: Das hörten die von der Freudenberg-Initiative „Wir tun was!” in den Pavillon des Industrieparks eingeladenen Weinheimer Ehrenamtlichen einschließlich Bürgerstiftung Weinheim mit KontaktPunkt gerne und schritten unverzagt ans Werken und Austauschen.
Cornelia Buchta-Noack, Leiterin der Freudenberg & Co-Unternehmenskommunikation begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter auch Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard und Dr. Ernst Schön, früher Mitglied der Unternehmensleitung.
Der OB nahm gerne die von Cornelia Buchta-Noack in den virtuellen Raum gestellten 23 Millionen in Deutschland ehrenamtlich Tätigen auf und sang das Hohelied der Unverzichtbarkeit dieser Menschen. „Ehrenamtliches Engagement – Bedeutung für unsere Gesellschaft” war das lebendige Referat von Dr. Schön überschrieben. Er skizzierte in wenigen Strichen die Geschichte der Nächstenliebe, dabei durfte Johann Hinrich Wichern und das 1832 von ihm gegründete Rauhe Haus nicht fehlen: Dort verbanden sich Ehren- und Hauptamt, und es wurde ein Grundstein der heute vielfältig tätigen Diakonie gelegt, für die der Referent jahrzehntelang ehrenamtlich engagiert war und es immer noch ist.
In der folgenden Diskussion erhielt das Hohelied ein paar Untertöne, als es um Versicherungsfragen, die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen mit Institutionen oder darum ging, wie man neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden könnte.
Aus dem hohen wurde nach Vorträgen und Diskussion wieder ein ordentliches Volkslied: Im Pavillon summte es netzwerklich wie in einem Bienenkorb.Kn

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Delegation aus dem Kosovo in Weinheim

Auf Wunsch der Verantwortlichen für den Austausch zwischen der Dituria-Schule in Orloviq/Pristina und dem Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) lud die Bürgerstiftung Weinheim im Rahmen des Besuchs einer Delegation aus dem Kosovo zu einem Informationsabend ein.
Jacqueline Fünkner, Schülerin am WHG, war dabei und berichtet.Am Montag, den 1. Oktober ging der dreitägige Besuch einer Delegation aus Orloviq/Pristina in Weinheim mit einem Informationsabend im Bürgersaal des Alten Rathauses zu Ende. Seit 2009 besteht der von Wilfried Althammer initiierte Austausch des Werner-Heisenberg-Gymnasiums mit der Dituria-Schule in Orloviq. Es war bereits der zweite Besuch einer kosovarischen Delegation in Weinheim.
Anwesend waren neben dem Bürgermeister von Orloviq, Bajram Borovci, der Staatssekretär des Bildungsministeriums, Mehdi Ademi, einige Lehrer, darunter Zejnullah Halili, ein Mathematiklehrer, und auch die Verbindungsperson im Kosovo, Fatmir Nimani.
Mehdi Ademi gab zunächst einen Einblick in die schulische Bildung vor und nach dem Krieg 1998. Albanische Schüler und Lehrer wurden unter der serbischen Hoheit aus den Schulen ausgeschlossen, die albanische Sprache wurde unterdrückt. Doch diese gaben nicht auf und unterrichteten in Häusern, die von Privatpersonen zur Verfügung gestellt wurden.
Inzwischen findet der Unterricht in der Regel in albanischer Sprache statt, da mehr als 92 % der Einwohner Kosovos Albaner sind. Minderheiten lernen jedoch in ihrer eigenen Sprache. Dies wird gesteuert vom Bildungsministerium, das sich an internationalen Standards orientiert. Dabei ist auch der Austausch mit dem WHG und anderen Schulen hilfreich. So erfahren die Schulen Kosovos eine Weiterentwicklung durch deren Methoden und Möglichkeiten. Allerdings ist noch sehr viel Arbeit zu leisten, um die Schulen auf den europäischen Stand zu bringen. Trotzdem hat sich die Infrastruktur im Vergleich zur Zeit vor dem Krieg deutlich verbessert.
Kosovo ist der jüngste Staat Europas, wobei Deutschland zu dessen Anerkennung sehr viel beigetragen hat. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung 1913 geteilt, herrscht in Kosovo ein großer Wille zur Unabhängigkeit. Nachdem 1989 der Höhepunkt der Gewalt der Serben an den Kosovoalbanern erreicht war, trennte sich der Kosovo vollständig von Serbien. Mit Hilfe der NATO war der serbische Einfluss am 12. Juni 1999 aus Kosovo weitgehend zurückgedrängt. Kosovo wurde als parlamentarische Republik ein souveräner Staat.
Jeweils im Anschluss an die Referate von Mehdi Ademi und Bajram Borovci über Bildungswesen und Politik beteiligten sie die Besucher, darunter viele Schülerinnen und Schüler, intensiv an der Diskussion. Abschließend berichtete Zejnullah Halili über Sport und Kultur. Durch die Politik werde leider die sportliche internationale Zusammenarbeit stark behindert, da Serbien die Föderation von kosovarischen Sportverbänden nicht anerkennt. Dadurch ist keine Teilnahme an Wettkämpfen außerhalb Kosovos möglich. Immerhin seien vier Verbände – Boxen, Karate, Tischtennis und Schach – inzwischen anerkannt.
Im kulturellen Bereich hingegen wird mit zwei großen Theatern, einer Philharmonie, verschiedenen kulturellen Vereinen und musikalischen Verbänden in Pristina sehr viel geboten und die kulturelle Tradition des Landes somit gut aufrechterhalten.Der Abend schloss mit dem allseitigen Wunsch, den Austausch zum Nutzen beider Partner fortzusetzen und auszubauen.
Zusammenfassend stellte Moderator Dr. Adalbert Knapp von der Bürgerstiftung fest, dass der Kosovo in der Bildungspolitik und kulturell auf einem guten Weg sei. Allerdings gebe es noch viel zu tun, vor allem bei der materiellen Ausstattung.
Sein besonderer Dank galt der Dolmetscherin Viollca Bytyqi, die eine für sie ungewohnte Aufgabe souverän gemeistert habe.

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Am wichtigsten ist die Liebe zu Ihrem Kind!

„Ich und du, Müllers Kuh …”, nein, um die Art sozialer Beziehungen wie in diesem Abzählreim ging es in dem Elternkurs zur kindlichen Entwicklung nicht. Allerdings sehr wohl darum, dass die Grundlage der kindlichen Entwicklung die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist, und wenn diese stimmt, alles andere einfacher wird.
Gerne hörten dies Eltern, Großeltern und andere Interessierte, die sich unter dem Motto „Ich und du” zunächst mit dem Thema „Soziale Beziehungen und Sprachentwicklung” auseinandersetzten. Anschließend behandelten sie die Fragen, ob Babys denken, wie das denn mit Schlafen, Essen und Weinen sei und wie man sich am besten verhalten solle, wenn der oder die Kleine nicht so will, wie man selbst.

An vier Abenden erläuterte Diplom-Psychologin Stefanie Peykarjou Stufen der kindlichen Entwicklung, und wieder waren wie im Vorjahr viele Interessierte der Einladung der Bürgerstiftung zu diesem Elternkurs gefolgt. Sowenig es Rezepte für das richtige Verhalten gibt, so sehr war es für die Teilnehmerinnen (die Herren der Schöpfung waren in der Minderheit) sehr hilfreich, theoretisch fundierte Ratschläge zu hören und dabei zu erfahren, wie sie im Alltag besser zurecht kommen können.
So freute sich die Referentin am letzten Abend über durchweg positive Rückmeldungen zu der guten Präsentation. Dabei hoben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die leichte Verständlichkeit ebenso hervor wie die vielen Denkanstöße, die es gegeben habe. Die Beispiele in Bild und Ton fanden großes Gefallen, das Eingehen auf die Bedürfnisse der Gruppe und die Gelegenheit, neue Sichtweisen zu erlangen.
Dem Reporter gefiel besonders die Bestätigung einer Teilnehmerin, es sei super, dass die Bürgerstiftung Weinheim die Reihe ermöglicht habe. Auf ein Neues!

Kn

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Blick über den Zaun

Länderspiegel Bürgerstiftungen. Fakten und Trends

Am 1. Oktober veröffentlichte die „Aktive Bürgerschaft e.V.” die neusten Fakten und Trends bei Bürgerstiftungen.
Für Schnellleserinnen und –leser hier ein Überblick

326 Bürgerstiftungen gibt es bundesweit. Insgesamt mehr als 37 Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet einer Bürgerstiftung und können sich als Stifter, Spender und Ehrenamtliche engagieren.
Die größte Bürgerstiftungsdichte hat Baden-Württemberg mit 7,4 Bürgerstiftungen pro eine Million Einwohner. Es folgen Niedersachsen (6,7) und Nordrhein-Westfalen (5,1).

Das Stiftungsvermögen wächst weiter im zweistelligen Millionenbereich.Mehr als 20,4 Millionen Euro vertrauten Stifter den Bürgerstiftungen im Jahr 2011 an Zustiftungen an. Auf insgesamt 208,2 Millionen Euro erhöhte sich das Gesamtkapital der Bürgerstiftungen zum 31.12.2011.
Bürgerstiftungen schütten mehr denn je für gemeinnützige Zwecke aus. Insgesamt 12,3 Millionen Euro haben sie im Jahr 2011 in das lokale Gemeinwohl investiert. Nahezu 56 Millionen Euro haben Bürgerstiftungen seit 2005 für Bildung, Soziales, Kultur und andere Zwecke ausgeschüttet.
Bürger spenden so viel wie noch nie an Bürgerstiftungen. Mehr als 9,6 Millionen Euro haben Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und andere Institutionen 2011 an die Bürgerstiftungen gespendet. Das ist die höchste Summe an Spendeneinnahmen innerhalb eines Jahres, die Bürgerstiftungen je verzeichnet haben.
Stifter wählen verstärkt Bürgerstiftungen als Partner für ihre eigene Stiftung. Der Trend, dass Stifter ihre eigene Stiftung als Fonds oder Treuhandstiftung der Bürgerstiftung anvertrauen, hält an. 35 Prozent des gesamten Stiftungskapitals der Bürgerstiftungen im Jahr 2011 lag in zweckgebundenen Fonds oder Treuhandstiftungen. Das entspricht 72,9 Millionen Euro.
Bürgerstiftungen setzen sich für Zukunftsthemen ein. Fast die Hälfte ihrer Mittel für gemeinnützige Zwecke investieren sie in Bildung und Erziehung (47 Prozent), gefolgt von Kunst und Kultur (17 Prozent) und Sozialem (15 Prozent).
12 000 Ehrenamtliche insgesamt engagieren sich mit Zeit und Ideen. 8 000 sind ehrenamtlich in Projekten oder Geschäftsstellen der Bürgerstiftungen aktiv, weitere 4 000 in den Gremien. Damit engagieren sich durchschnittlich 40 Menschen ehrenamtlich in einer Bürgerstiftung.
Bürgerstiftungen sind ein etabliertes Stiftungsmodell für private und privatwirtschaftliche Stifter und Spender.Rund 90 Prozent des im Jahr 2008 zugestifteten Kapitals kamen von Privatpersonen und Unternehmen. Der Bürgerstiftungs-Benchmark bietet den Gremienmitgliedern Orientierung für die Entwicklung ihrer Bürgerstiftung und das strategische Management. Potenziellen Stiftern, Spendern und Projektpartnern verdeutlicht er die Leistungsfähigkeit einzelner Bürgerstiftungen.
Methodik: Der „Länderspiegel Bürgerstiftungen 2012” basiert auf einer Vollerhebung aller Bürgerstiftungen, die den „Zehn Merkmalen einer Bürgerstiftung” entsprechen. Der Rücklauf lag bei 85 Prozent.
Ausführliche Daten und Fakten finden Sie hier

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Aktuell

Rolf-Engelbrecht-Preis für Maria Guerrero

Am 24. November verleihen Stadt Weinheim, Bürgerstiftung Weinheim und Freudenberg Stiftung erstmals den vom Gemeinderat im November vergangenen Jahres beschlossenen Rolf-Engelbrecht-Preis „für die aktive Förderung eines kulturell vielfältigen und demokratischen Miteinanders in Weinheim”.

In der Beschreibung der Verleihungsgrundlage ist eingangs formuliert: „Der Rolf-Engelbrecht-Preis zeichnet Weinheimer Einzelpersonen und Initiativen aus, die sich vorbildlich für eine demokratische Stadtgesellschaft einsetzen, in der Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ihrer kulturellen und weltanschaulichen Vielfalt gleichberechtigt zusammenleben können.”

Die Jury, bestehend aus Oberbürgermeister Heiner Bernhard für die Stadt Weinheim, Dr. Pia Gerber für die Freudenberg Stiftung, Dr. Adalbert Knapp für die Bürgerstiftung Weinheim und Christoph Engelbrecht sowie Kadhja Huber (Integration Central) und Dr. Helga Reindel (Projekt Weinheim), entschied in ihrer Sitzung am 18. September, den Preis an Maria Guerrero Gallego zu verleihen.
Mit dieser Wahl dokumentiert die Jury beispielhaft die Merkmale dieses Preises: Vorbildlicher langjähriger beruflicher und ehrenamtlicher Einsatz für ein gedeihliches Zusammenleben in der Stadt Weinheim.
Maria Guerrero, seit 1979 Mitarbeiterin des Projekts Weinheim, seit ihrem 65. Lebensjahr ehrenamtlich, war und ist der gute Geist dieser Einrichtung zur Integration von Migrantinnen und Migranten. Seit über vierzig Jahren an führender Stelle beim Spanischen Zentrum, einem langjährigen wichtigen Kristallisationspunkt für die spanische Gemeinde in Weinheim, arbeitete sie bis vor wenigen Jahren im Vorbereitungskomitee für das Internationale Kulturfest mit. Für viele Menschen im Milieu war und ist sie einfach „Maria”.
2002 wurde Maria Guerrero mit der Ehrennadel der Stadt Weinheim ausgezeichnet.

Kn

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2. Ideenwerkstatt der Bürgerstiftung

Im Herbst 2010 lud die Bürgerstiftung Stifterinnen und Stifter, bisherige und potenzielle Projektträger und weitere Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich in einer Ideenwerkstatt Gedanken darüber zu machen, was ihnen in Weinheim zu fördern besonders wichtig erschien.
Aus dieser Werkstatt gingen drei Projekte hervor: Bei „Musik handgemacht” förderte die Musikschule ein Jahr lang Schülerinnen und Schüler der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule. Job Central und der Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart (WUB) konnten ein vierzehntägiges Berufspraktikum durch ein eintägiges Seminar für Jugendliche vorbereiten und die Volkshochschule einen „Interkulturellen Gesprächskreis” einrichten. Angesichts dieser guten Erfahrung veranstaltet die Bürgerstiftung Weinheim unter dem Motto „Fördern und gestalten” die
2. Ideenwerkstatt am Dienstag, 23. Oktober 2012 von 19:30 bis ca. 21:30 Uhr im Haus der Arbeiterwohlfahrt Rhein-Neckar, Burggasse 23 in Weinheim.
Auch diesmal sind alle bisherigen Stifterinnen und Stifter, Verantwortliche aller bisher geförderten Projekte und die Öffentlichkeit eingeladen. Die Teilnehmenden überlegen an diesem Abend, welche aus der jeweiligen Sicht künftige Aufgaben und Projekte der Bürgerstiftung sein könnten, die dann gemeinsam bewertet werden.
Sie haben eine Idee oder wollen einfach wissen, was bei so einer Ideenwerkstatt passiert: Nichts wie hin! Sie sind herzlich eingeladen!

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Stiftungsrat genehmigt neue Projekte

In seiner Sitzung vom 25. Juli genehmigte der Stiftungsrat aus den Bereichen Völkerverständigung, Ehrenamt, Unterstützung Jugendlicher bei der Berufswahl und Interkulturalität folgende Projektanträge:

Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder durch Schülerinnen und Schüler als Lernbegleiterinnen und -begleiter, die vorwiegend ehrenamtlich tätig sind. Träger des Projekts ist der Verein Flüchtlingshilfe e.V., Vorsitzende: Elfi Rentrop.
Berufeparcours im Februar 2013: Der Berufeparcours fördert die Erweiterung des Berufswahlspektrums von Schülerinnen und Schülern an Hauptschulen. Dabei werden typische Tätigkeiten aus überwiegend technischen Berufen durch aktives Erproben kennengelernt. Trägerin: Regionale Jugendagentur Badische Bergstraße e.V. Job Central.
Interkultureller Gesprächskreis: „ Miteinander leben – voneinander lernen” durch sprachlichen und kulturellen Austausch, das ist das Motto dieses Gesprächskreises. In einer zweiten Runde sind nach dem erfolgreichen Start im Herbst 2011 neben dem inhaltlichen Austausch gemeinsame Termine mit und in der Stadtbibliothek, mit der Migrationsberatung für Erwachsene, dem Amt für Jugend und Soziales, dem Gesprächskreis in der Moschee u. a. in Planung. Trägerin: Volkshochschule Badische Bergstraße.
Projekt „Naturstämme” mit dem Künstler Horst Busse: Anteilige Unterstützung (zusammen mit der Forschungsgruppe Modellprojekte e. V.) im Rahmen des „Vorqualifizierungsjahres Arbeit und Beruf” der Hans-Freudenberg-Schule.
Kosovoaustausch: Einen Bericht über das ebenfalls in dieser Sitzung genehmigte Projekt finden Sie unter „Nachgefragt”.

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Weihnachtsbaumaktion 2012

Zum dritten Mal wird die Bürgerstiftung Weinheim im Advent dieses Jahres die Aktion „Weihnachtsbaum” durchführen. Diese Aktion hilft, Kindern aus bedürftigen Familien durch Sachspenden aus der Bürgerschaft einen Weihnachtswunsch zu erfüllen.
In der Innenstadt (Weinheim Galerie), in der Südstadt (Marktkauf), in der Nordstadt (Amend) und diesmal auch in der Weststadt (Filiale der Volksbank) werden zum ersten Advent Weihnachtsbäume aufgestellt, an denen Wünsche von Weinheimer Kindern hängen. Diese Wünsche wurden zuvor von Diakonie, Caritas und Jugendamt ermittelt. Selbstverständlich ist die Aktion so angelegt, dass die Anonymität der Kinder und ihrer Familien gewahrt bleibt. Wer einen dieser Wünsche erfüllen möchte, nimmt den Wunschanhänger ab, besorgt das Geschenk und gibt es verpackt im Bürgerbüro der Stadt Weinheim ab. Caritas, Diakonie und Jugendamt sorgen dafür, dass diese Geschenke den Kindern rechtzeitig zum Fest übergeben werden.
Was kompliziert klingt, ist ganz einfach: Sie oder Sie oder Sie beschenken ein bedürftiges Kind und bereiten ihm dadurch nicht allein und nicht in erster Linie eine materiell begründete Freude.
Wenn sie Fragen haben, rufen Sie einfach Margarete Ruoff an: Telefon 06204 73290.

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Forum

Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollten einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

oder Sie schreiben erst einmal ein Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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Lust auf Schreiben?

Sie schreiben gerne Mails oder Briefe oder andere Texte und würden gerne einmal in der Gruppe mitarbeiten, die die Stifterpost der Bürgerstiftung Weinheim vorbereitet, Texte schreibt, redigiert und das Ganze in die richtige „technische” Form bringt, wie sie vor Ihnen auf dem Bildschirm erscheint?
Dann rufen Sie ohne Scheu an (06201 63254) oder schreiben an uns. Alles Weitere klären wir bei einer Tasse Tee oder Kaffee!

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier

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Stifterpost abbestellen

Wir möchten die „Stifterpost” nur an Personen versenden, die wirklich interessiert sind. Wenn Sie die „Stifterpost” abbestellen wollen, klicken Sie bitte hier!

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 WeinheimStellvertretender Vorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 WeinheimKontakt: info@buergerstiftung-weinheim.deAnerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

Redaktion: Dr. Adalbert Knapp
Texte: Hans-Joachim Gelberg, Jacqueline Fünkner und Adalbert Knapp
Bilder:
Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Netzwerker: Fritz Kopetzki
Kosovo: Rosemarie Reusche

Mitarbeit: Brigitte Burger, Gunter Faigle, Markus Graf und Claudia Werner

Layout und Webdesign:
grafux | grafische dienstleistungen
hans-jürgen fuchs

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