stifterpost-nr.14-januar-2012

Liebe Stifterinnen und Stifter,
liebe Leserinnen und Leser,

im neuen Jahr überbringt Ihnen ein neues Gesicht die Stifterpost der Bürgerstiftung Weinheim.
Nach sechs Jahren als Vorstandsmitglied und drei Jahren als dessen Vorsitzender hat sich Dr. Peter Schuster aus dem Vorstand zurückgezogen. Der Stiftungsrat hat ihn am 10. Januar in seine Reihen aufgenommen. Dazu gab es weitere personelle Veränderungen: Elisabeth Bettermann, Mitbegründerin und Gründungsvorsitzende der Bürgerstiftung, und Dr. Heinrich Hornef, ebenfalls Mitbegründer und Stiftungsratsmitglied des ersten Tages, sind mit dem Jahresende 2011 aus dem Stiftungsrat ausgeschieden.
Der Stiftungsrat hat Margarete Ruoff, Direktorin der Helen-Keller-Schule, in den Vorstand berufen. Sie wird nach ihrer Pensionierung im Sommer verstärkt im Vorstand mitarbeiten können. Als neuen Vorsitzenden hat der Vorstand den Autor dieser Zeilen gewählt, der sich Ihnen hiermit in einer neuen Rolle vorstellt.
Die Bürgerstiftung Weinheim wird beim nächsten Stifterforum die Verdienste ihrer langjährigen Mitstreiter dankbar würdigen.
An dieser Stelle sei im Auftrag des Stiftungsrates und des Vorstandes auf das herzlichste gedankt: für den fruchtbar-unermüdlich-freudigen Einsatz beim Erfüllen einer wichtigen Aufgabe, die nicht allein und in erster Linie materiell, sondern durch Personen erfüllt wird.

Und jetzt viel Freude bei der Lektüre der Stifterpost

Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Nachgefragt

Begegnung im Hermannshof

Es war vor elf Jahren im winterlichen Hermannshof. Zwei gesetzte Herren im Gespräch. Er habe gehört, dass es immer öfter vorkomme, dass Betriebe Auszubildende suchen, aber keine fänden. Andererseits gebe es nicht wenige Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen, möglicherweise mit dem einen oder anderen Handicap.

Da müsse doch etwas geschehen.
So begann der „Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart” (WUB) ein Jahr nach der Gründung der Jugendagentur „Job Central”. Er wollte sich darum kümmern, Jugendlichen mit Rat und Tat zu helfen, „ihre berufliche Perspektive zu entwickeln und umzusetzen”.

So steht es im aktuellen Informationsblatt des WUB, der heute nicht mehr aus der Weinheimer Bildungskette wegzudenken ist. Weitere Informationen

Die beiden Herren waren Hermann Freudenberg und Dr. Heinrich Hornef.

Eine Kapelle wird herausgeputzt

Im Herbst 2011 begann für eine BEJ-Klasse (Berufs-Einstiegs-Jahr) an der Hans-Freudenberg-Schule das Schuljahr, das sie auf einen künftigen Beruf vorbereiten sollte. Die neue Klasse und die betreuenden Paten sollten sich kennen lernen, eine gemeinsame Aufgabe sollte dies ermöglichen: In der Kapelle der GRN-Klinik für Geriatrische Rehabilitation stand eine Renovierung an. Als Teilprojekt sorgten einige Schüler für das leibliche Wohl.

Um dieses Projekt zu finanzieren, hatte die Bürgerstiftung im Rahmen ihres ersten Ideenwettbewerbs eine entsprechende Summe zur Verfügung gestellt. Im Gespräch mit der Stifterpost erläuterten Prof. Dr. Hansjörg Weitbrecht, Sprecher des WUB, Bernhard Fischer, Leiter des GRN-Projekts, und Dr. Eike Millermann, einer der Paten, die unterschiedlichen Funktionen. So werde im WUB zwischen Lernpaten (Nachhilfe, Sozialpädagogisches), Berufspaten (Berufsfindung) und Betriebskontakter im Netzwerk mit den Betrieben unterschieden.

Selbstvertrauen vermitteln

Dr. Millermann, seit gut eineinhalb Jahren dabei, versteht sich als Begleiter bei der Berufsorientierung und beim Kontakt zu Betrieben. Dabei geht es ihm zunächst darum, einem Jugendlichen dabei zu helfen, Selbstvertrauen zu gewinnen. Außerdem sieht er sich als Begleiter beim Finden des richtigen Berufs. Bisher hat er sich um drei Patenjugendliche gekümmert. Einer war als Chemikant gescheitert und strebt nun in einem zweijährigen Kurs des Technischen Berufskollegs an der Hans-Freudenberg-Schule die Fachhochschulreife an. Damit verbessert er seine zukünftigen beruflichen Möglichkeiten erheblich. Es war wichtig, dem jungen Menschen das Selbstvertrauen für diesen Weg zu geben, den er möglicherweise allein nicht gefunden hätte. Oder die junge Frau, die eine Friseurlehre abgebrochen hat und jetzt ein Praktikum in einer Arztpraxis absolviert und durch die gezeigten Leistungen gute Aussichten hat, eine Lehrstelle als medizinische Fachkraft angeboten zu bekommen. Und der dritte im Bunde, er kommt aus einem handwerklichen Betrieb, erweist sich in der Begleitung als zuverlässig, der Kontakt zu einem Ausbildungsbetrieb führt zur Auswahl des bevorzugten Ausbildungswegs. Was denn einen WUB-Paten von den Profis der Arbeitsagentur oder bei Job Central unterscheide?

Erfahrung und Persönlichkeit

Für die jungen Leute sind es der berufliche Hintergrund des Paten, die Erfahrung und die Persönlichkeit, die überzeugen; bei Betrieben ist es ganz ähnlich. Und natürlich ist das Zeitkontingent der Paten gelegentlich etwas größer. Warum er dabei sei? Im Grunde sehe er in dieser Aufgabe eine Zukunftsinvestition, auch im ureigenen Interesse. Es gelte, Wege zu öffnen, die sonst möglicherweise verschlossen blieben.

Was veranlasst jemanden wie Bernhard Fischer, den ehemaligen
Personalleiter bei BBC/Bombardier, Aufgaben beim WUB zu übernehmen?
Nach einer eher ernüchternden Erfahrung habe er die Professionalität des WUB kennen und schätzen gelernt, auch mit notwendigerweise zu erfahrenden Frustrationen sinnvoll umzugehen. Ihm gehe es darum, „etwas zurückzugeben” und dabei seine beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen zu nutzen, zumal er sich noch agil fühle und diese Energie sinnvoll nutzen möchte. Für die jungen Leute verkörpern sie die Generation der Großväter. Ob das auch eine Rolle spiele? Ganz sicher, das sei nicht sehr anders als in vielen verwandtschaftlich-familiären Zusammenhängen.


L. Klosa, Dr. Flothmann, Dr.Millermann, G. Steck, M. Volpp

Und die Aufgaben des Projektleiters bei der Renovierung der Kapelle? Das ist eigentlich so wie in Berufszeiten: Die Baustelle muss eingerichtet, die Schichten müssen eingeteilt und die Koordination mit dem Versorgungsteam geregelt werden. Es gilt die Identifikation mit dem Arbeitsauftrag zu schaffen. Dazu muss die Kommunikation untereinander, mit den Paten und mit den Patienten der GRN-Rehabilitationsklinik durch Spielregeln geklärt werden.
Wie war es denn in dieser Gruppe? Immerhin fanden bisher schon dreimal solche Projekte statt. Es hat sich gezeigt, wie wichtig die frühe Begleitung ist. Es werde auch mit dieser Klasse eine weiteres Projekt geben, für das die Mittel der Bürgerstiftung erfreulicherweise noch ausreichen würden.

Perspektiven

Abschließend geht es ums große Ganze: Wie denn die Zusammenarbeit mit Schule und Job Central organisiert sei? Professor Weitbrecht: Es ist, wie von dem Paten und dem


Prof. Weitbrecht , B. Weichert, Leiterin Job Central

Projektleiter schon umschrieben: Der WUB ergänzt die anderen Institutionen und Personen. Selbstverständlich liege die pädagogische Gesamtleitung des GRN-Vorhabens bei Gerhard Steck von Job Central, die Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin Marianne Volpp und dem Schulteam sei hervorragend, ebenso wie die mit der Arbeitsagentur.
Gibt es auch eine Qualifizierung für die Ehrenamtlichen? Nach dem ausführlichen Einführungsgespräch gebe es regelmäßig ein- bis zweitägige Kommunikationstrainings. Denn die zentrale Kompetenz im vielfach vernetzten Aufgabenfeld des WUB sei der Umgang mit Menschen unterschiedlichster Provenienz.
Eine Bilanz nach 11 Jahren? Es wurde für die Klientel viel erreicht, ein dichtes Netzwerk geknüpft, der WUB sei an vier Schulen mit jeweils einem Team präsent, voll in die Weinheimer Bildungskette integriert, derzeit seien 30 Paten tätig.
Wünsche, Ziele? Zum einen sei der WUB bestrebt, die Arbeitsstruktur immer weiter zu professionalisieren und außerdem würden ständig neue Paten gebraucht.

Alles in allem: Die Begegnung im Hermannshof war fruchtbar!

Bernhard Fischer
Jahrgang 1951, ehemaliger Personalleiter bei BBC/Bombardier

Prof. Dr. Hansjörg Weitbrecht
Jahrgang 1938, ehemaliger Personalleiter bei Boehringer Mannheim, Professor für Soziologie an der Universität Heidelberg

Dr. Eike Millermann
Jahrgang 1944, ehemaliger Vertriebsmanager bei Boehringer Mannheim und promovierter Naturwissenschaftler

Kn

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Banks Of The Ohio

„Die Weihnachtslieder begleite ich bei den Kindern noch nicht, aber alles andere, was wir bisher gelernt haben, bereitet den Kindern ebenso viel Freude wie mir”. So das Fazit von Heike Gund, einer der Erzieherinnen, die an diesem Abend ihr Können vorführen.

Begonnen hat das Klassenvorspiel der Gitarrenklasse Jürgen Osuchowski mit den beiden acht- bzw. neunjährigen Nils & Finn Gödeke, die „noch nie so ruhig waren”, wie Jürgen Osuchowski meint (und sofort Widerspruch erntet), als sie mit „Old MacDonald”, der Dont-you-cry-for-me-Susanna und „We Shall Overcome” reüssieren. Sehr ernst dann Sören Baege (Bild), der sich an die Beatles und „Yesterday” herangewagt hat, wo er doch fast alles noch vor sich hat.

Jetzt kommt gleich der Auftritt der Großen: Echte Erwachsene im Kreis der 8- bis 18-Jährigen. Christine Engelhardt, die im Bodelschwingh-Heim mit alten Menschen musiziert, und die Erzieherinnen Ann Gölz, Heike Gund, Jennifer Mohr, Urte Nienstedt, Christina Sanchez Duran, Marion Schyja und Muriel Titze. Ein wenig Lampenfieber sei schon dabei, meinen sie vor dem Auftritt. Es hat sich gelohnt: Selbstverständlich stimmt das Publikum gerne in das Regen-, das Piratenlied und die „Banks Of The Ohio” ein, ebenso wie es die vielen Kinder getan haben, mit denen die Musikantinnen in den Kindergärten die 40 Lieder gesungen und gespielt haben, die sie in 20 Kursstunden und ungezählten Übungsstunden zu begleiten gelernt haben.

Was das denn für ihre Arbeit bedeute? Natürlich singen wir von früh bis spät: Aber diese instrumentale Fortbildung war einmalig; so etwas gibt es auch nicht in unseren ansonsten guten Fortbildungsangeboten, und wie der Jürgen den Unterricht zwischen zielstrebigem Lernen und Motivation ausgeglichen habe, das war schon super. Was bedeutet das Musizieren für Sie persönlich? Einfach schön! Wenn ich konzentriert-entspannt zur Ruhe kommen will, nehme ich meine Gitarre … Für Christine Engelhardt ist die Gitarre das Zweitinstrument neben dem Akkordeon. „Die Gitarre ist zum einen ganz praktisch zum Transportieren; viel wichtiger aber ist, dass manche ‚meiner‘ älteren Menschen die Gitarre viel stärker einstimmt in die Musik als das Akkordeon; ja und deshalb herzlichen Dank an die Bürgerstiftung, dass sie uns dies ermöglicht hat; bitte geben Sie diesen Dank unbedingt weiter!”
Spätestens beim nächsten Advent und Weihnachten werden auch die Weihnachtslieder so begleitet sein, wie sie süßer niemals geklungen haben.

Kn

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Blick über den Zaun

Bürgerstiftung Ostfildern vor neuen Herausforderungen

Interview mit Dr. Peter Stapelberg
Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Ostfildern

Stifterpost: Herr Dr. Stapelberg, vor gut einem Jahr haben wir die Bürgerstiftung Ostfildern in unserer Stifterpost vorgestellt. Sie haben ein bemerkenswertes Jahr hinter sich. Welches war das wichtigste Ereignis?

Besonders wichtig für unsere künftige Arbeit waren beachtliche Zustiftungen, die unsere bisherige Arbeit in eine neue Dimension führen.
Der Mensaverein der Ostfilderner Gymnasien hat sich nach über dreißig Jahren aufgelöst, da die Schüler künftig in der gemeinsamen Großmensa des Schulzentrums/KUBINO versorgt werden. Das Vereinsvermögen von ca. 70.000 €, erkocht aus dem ehrenamtlichen Engagement der Mütter, wurde in einen Sonderfonds zur Stärkung des Wissens von Kindern über gesunde Ernährung in Jugendeinrichtungen/Schulen eingebracht, den wir verwalten.
Ein betagter Nellinger Bürger, der sein beachtliches Vermögen für einen guten Zweck stiften wollte und heute in Bremen wohnt, hat, nachdem er sich über unsere Arbeit im Internet informiert hatte und zu uns Kontakt aufgenommen hat, zunächst eine Stiftung von 174.000 € getätigt und dann sehr spontan der Stiftung drei bebaute Grundstücke von erheblichem Wert mit regelmäßigen Mieteinnahmen überschrieben. Das Gesamtgeldvermögen der Stiftung – ohne die Grundstücke zu berücksichtigen – wuchs auf eine halbe Million an.

Was bedeutet das für die Bürgerstiftung?

Konnte die Bürgerstiftung bisher Projekte im Umfang von ca. 14.000 € jährlich fördern, so können künftig Projekte im Umfang von mindestens 70.000 € jährlich unterstützt werden. Stiftungsrat und Vorstand haben daher beschlossen, die Förderstruktur der Bürgerstiftung zu überdenken. Kinder, Bildung, Teilhabe werden weiterhin wichtig bleiben, es besteht aber auch die Notwendigkeit, das Spektrum auszuweiten.
Wir werden unsere Arbeitsstruktur modifizieren sowie Förderbereiche und Einzelthemen langfristiger planen. Natürlich wächst durch diese außergewöhnlichen Zustiftungen das Begehren, für alle möglichen Themen und Probleme die Bürgerstiftung anzufragen und als „Notnagel” zu instrumentalisieren.

Sie haben in Ostfildern eine besondere Form der Tafel ins Leben gerufen?

Seit Jahren spendet die Familie Schäch Geld für wohltätige Zwecke, dafür gibt es an Weihnachten keine Geschenke für ihre Metzgerei-Kunden. Daraus entstand die Idee der Bürgerwurst. Mittlerweile gibt es außerdem das Bürgerbrot und Bürgerwein, immer in Partnerschaft mit einem örtlichen Betrieb.
Die Familie Schäch hatte als Förderin vor Weihnachten 2010 bei der Bürgerstiftung angefragt, ob es in Ostfildern Menschen gebe, die sie unterstützen könne. Schnell war die Idee eines „Tafelessens” geboren. Am 9. April 2011 fand das erste für 80 Bedürftige statt.
Auf Initiative des Vorstandskollegen Hans-Ullrich Steinhilber gelingt es, von Mitte Dezember 2011 bis Anfang April 2012 17 Wochen lang jeden Donnerstag um 12 Uhr im Bürgerhaus Ruit ein reichhaltiges, oft mehrgängiges Menü anzubieten. Eingeladen sind Bürgerinnen und Bürger Ostfilderns, die vom Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) der Stadt ausgesucht und angeschrieben worden sind.

Ostfildern kümmert sich intensiv um Demenzkranke. Ist die Bürgerstiftung daran beteiligt?

Ja, sie beteiligt sich ganz aktuell als „Anstifterin”. Im neuen Stadtteil Scharnhauser Park wird gegenwärtig durch die Gradmann-Stiftung ein Nachbarschaftshaus als Modellprojekt mit einem Volumen von 12 Millionen Euro gebaut, das Heimat für Menschen mit Demenz als Pflegeheim werden soll. Das Haus wird eine selbstverwaltete Wohngemeinschaft, eine Tagespflege, die Leitstelle für Ältere und einen Stadtteiltreffpunkt beherbergen. Teil des Projektes wird ein Demenzgarten im Innenhof sein. Hierfür hat die Bürgerstiftung einen Initialbetrag zur Verfügung gestellt. Neue gemeinsame Ideen zur weiteren Spendenbereitschaft, etwa als Pflanzpaten, wurden bereits geboren.

In der Bürgerstiftung Weinheim ist die Frage aufgetaucht, inwieweit sie sich auch um einzelne Menschen in akuten Notlagen kümmern sollte. Wie ist das bei Ihnen?

Diesen Part übernimmt die Klaus und Heidemarie Futterer Stiftung, die als unselbstständige Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Ostfildern tätig ist und jetzt im Dezember das Stiftungsvermögen weiter auf € 147.000 aufgestockt hat und mit den Erträgen und Spenden insbesondere Kindern und Familien in Notlagen geholfen werden kann.

Welche Arbeitsschwerpunkte hat sich die Bürgerstiftung für die nächsten Jahre vorgenommen?

Neben der Fortsetzung der öffentlichen Veranstaltungen werden wir die Themen Bildung, Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und den Familien langfristig weiterverfolgen, da in unserer reichen Stadt unverändert etwa 500 Kinder und ihre Eltern an der Armutsgrenze leben.
Die Hilfen für Menschen in schwierigen Lebenslagen werden wir verstärken, sei es durch das Tafelessen mit Hilfe der Gastronomie, seien es – in Zusammenarbeit mit dem Sozialen Dienst der Stadt – die Geschenkpakete für Bedürftige zur Weihnachtszeit. Auch Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, ihren Neuanfang etwa in der Berufsausbildung voll zu finanzieren, wollen wir durch kleine Überbrückungsdarlehen unterstützen.

Vielen Dank für das Interview!

Kn

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„Ein Platz im Tollhafen”

Unter diesem Titel berichtete die Süddeutsche Zeitung am 31. Dezember 2011 in ihrem Wirtschaftsteil über Bürgerstiftungen in Deutschland. Den Artikel finden Sie hier

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Aktuell

„Ich freue mich darauf!”

Marga Ruoff im Vorstand der Bürgerstiftung Weinheim

Freundlich-betriebsam die Atmosphäre im Sekretariat der Helen-Keller-Schule. Margarete Ruoff, Leiterin der Schule, kommt aus dem Unterricht. Religionspädagogik in der ErzieherInnenausbildung; es geht darum, den Schülerinnen und (noch wenigen) Schülern zu vermitteln, was Kinder von Religion wissen wollen und wie sie diese Fragen beantworten können. Die Lehrerin, der Lehrer an einer Berufsschule kann alles, hatte sie einmal gelernt und tatsächlich in 1001 bzw. 17 oder 18 Fächern schon unterrichtet. Examiniert ist sie allerdings in Hauswirtschaft/Ernährungslehre, Geschichte/Sozialkunde, Deutsch und Religionslehre.

Lehrerin, Personalrätin, Abteilungsleiterin, Schulleiterin

Lehrerin seit über 40 Jahren, Schulleiterin seit 2003, im Juli 2012 wird sie in Pension gehen: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler hat sich von knapp 700 auf inzwischen über 900 in 17 verschiedenen Schularten erhöht; neuester Zuwachs ist ein berufliches – sozialwissenschaftliches – Gymnasium, zunächst einzügig („ angesichts der Nachfrage hätten wir zum Start drei Klassen einrichten können”), seit 2011 ist der Neubau bezogen, es wird weiter im „Bestandsgebäude” umgebaut, Mitte des Jahres soll alles fertig sein.
„Wussten Sie, was auf Sie zukommt, als Sie die Leitung 2003 übernahmen?” „Die Alternative wäre gewesen, dass jemand von außen die Aufgabe übernimmt, der oder die angesichts der Herausforderungen eine zu lange Einlernzeit gebraucht hätte. Also habe ich mich beworben und es nicht bereut.” Die Erfahrung als Lehrerin, langjährige Personalrätin und Personalratsvorsitzende und Abteilungsleiterin, die damit verbundene Verankerung in Schule, Region und Rhein-Neckar-Kreis waren höchst hilfreich dabei, die Entwicklung der Schule zusammen mit Kolleginnen und Kollegen zu fördern.

Gesellschaftlicher Wandel erfordert Schulentwicklung

Demografischer Wandel und andere gesellschaftliche Veränderungen, wie die veränderte Rolle von Frau und Mann in Beruf und Gesellschaft, machten den Wandel und die Erweiterung der Schule zur Notwendigkeit.
Pädagogische Leitlinien, innerer Antrieb? Das klingt etwas hochgestochen: Es ging darum, in den vergangenen Jahrzehnten etwas für die Bildungschancen von Frauen zu tun, es ging und geht um die Entwicklung der Persönlichkeit von Frauen und Männern aus allen sozialen Schichten. Ja, und natürlich um eine bestmögliche fachliche Ausbildung in den Berufsfeldern, in denen es einen stark ansteigenden Bedarf an Fachkräften gibt: Pflege, Altenpflege, Sozialpädagogik.

„Ich freue mich auf die Mitarbeit in der Bürgerstiftung!“

Was interessiert Sie an der Bürgerstiftung Weinheim? „Nachdem Dr. Schuster mich gefragt hatte, ob ich bereit sei mitzuarbeiten, wurde mir noch klarer, wie sehr unsere Schule auch von der breiten Unterstützung der Weinheimer Bürgerinnen und Bürger profitiert hat und dass ich manches an Ideen und Verbindungen einbringen könnte.” Margarete Ruoff freut sich auf diese Aufgabe und die Möglichkeit, die Bürgerstiftung Weinheim auch von innen kennen zu lernen. Vorstellungen und Ideen? „Angesichts der Vielfalt und Fülle des gesellschaftlichen Engagements in Weinheim halte ich es für sinnvoll, zunächst genauer auszuloten, was ich in die Bürgerstiftung einbringen kann, ehe sich Ideen konkretisieren.”

Margarete Ruoff
Jahrgang 1948, verheiratet, zwei Töchter, ein Enkel, seit 1973 Lehrerin an der Helen-Keller-Schule, 1974 bis 1994 Personalrätin/Personalratsvorsitzende, 1995 bis 2003 Abteilungsleiterin, 2003 bis 2012 Schulleiterin, Oberstudiendirektorin.

Sie möchten mehr wissen über die Helen-Keller-Schule? Klicken Sie hier

Kn

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Neues und Gebrauchtes zu Superpreisen

Basar im Rolf-Engelbrecht-Haus

Samstag, 11. Februar 2012 von 10:00 bis 14:00 Uhr

Die Bürgerstiftung Weinheim öffnet einmal im Jahr im Rolf-Engelbrecht-Haus die Tore für ihren großen Basar mit attraktiven Angeboten „vom Kochtopf bis zum Ausgehrock” zu kleinsten Preisen.
Zugleich fördert jede Besucherin und jeder Besucher mit seinem Kauf ein wichtiges Projekt der Bürgerstiftung, denn der Verkaufserlös (im vergangenen Jahr waren es 2583 Euro) geht zu 100 Prozent in die Finanzierung gemeinnütziger Vorhaben in unserer Stadt.
Vorstand und Stiftungsrat werden bei der Vorbereitung und Durchführung des Basars unter Leitung von Iris Thomsen und Unschi Heil unterstützt von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, Stifterinnen und Stiftern mit ihren Familienmitgliedern und Freunden.
Sind auch Sie am 11. Februar im Rolf-Engelbrecht-Haus dabei?

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100 Wünsche erfüllt

Bei der zweiten Weihnachtsbaumaktion konnten dank der Spendenfreudigkeit noch mehr Wünsche von bedürftigen Kindern als im vergangenen Jahr erfüllt werden.
Binnen vier Tagen waren die Stiefelchen mit den Kinderwünschen von den Bäumen bei der Firma Amend, in der Weinheim Galerie, bei Marktkauf und in der Filiale der Volksbank in der Weststadt gepflückt und rechtzeitig zum Fest konnten 100 Kinderwünsche erfüllt werden.
Caritas, Diakonie, Kinderförderfonds, Bürgerbüro der Stadt Weinheim und die vielen Spenderinnen und Spender, von denen nicht wenige auch im vergangenen Jahr dabei gewesen waren, haben wieder einmal, koordiniert von Dr. Peter Schuster, die Geschenke mit dem Lächeln möglich gemacht.
Nach diesem erfreulichen Ergebnis ist sicher für 2012: Alle Jahre wieder …

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Kolumne

Owie lacht

von Adalbert Knapp

Weihnachten seit gefühlten zwei Jahren und Faschingsdienstag in realen vier Wochen vorbei.
Zwischenzeit für die Frage nach Religion und Humor, zumindest dann, wenn man annimmt, dass Weihnachten in unseren Breiten auch etwas mit Religion und Fasching etwas mit Humor zu tun haben.
Dies gesetzt, stellt sich die Frage, warum Religionsstifter so selten, eigentlich nie Humor zu haben scheinen. Selbst das Jesuskind lacht nur als O-wie in Josef Grubers und unser aller StillerHeiligerNachtWeltKulturerbe. Erwachsen geworden ist ihm das Lachen offensichtlich vergangen. Oder haben Sie Jesus, Mohammed, Buddha jemals lachen sehen, und auch Moses, Sokrates und all die anderen klugen Leute: War je homerisches oder sonstwie befreiendes Gelächter von ihnen zu hören? Die Sache ist wohl zu ernst und damit könnte es sein Bewenden haben.

Wenn, ja wenn nicht wir alle die Überlebensmedizin der fröhlichen Distanzierung in der Wiege gefunden hätten: Offensichtlich war den Stiftern klar, dass man und natürlich auch frau den Weg von Weihnachten bis Fasching, Fastenzeit und Sommerurlaub nur dann aushält, wenn gelegentlich der Schalk im eigenen oder dem Nacken des und natürlich auch der anderen sitzt. Und damit ist auch verständlich, warum der Dalai Lama immer lächelt und der Papst nicht weniger.
Fröhliche Tage!

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Forum

Lust auf Schreiben?

Sie schreiben gerne Mails oder Briefe oder andere Texte und würden gerne einmal in der Gruppe mitarbeiten, die die Stifterpost der Bürgerstiftung Weinheim vorbereitet, Texte schreibt, redigiert und das Ganze in die richtige „technische” Form bringt, wie sie vor Ihnen auf dem Bildschirm erscheint?
Dann rufen Sie doch einfach an (06201 63254) oder schreiben an uns . Alles weitere klären wir bei einer Tasse Tee oder Kaffee!

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Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollten einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!!!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254) oder …

Sie schreiben erst einmal ein Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 WeinheimKontakt: info@buergerstiftung-weinheim.deAnerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.Redaktion: Dr. Adalbert Knapp
Mitarbeit: Brigitte Burger, Gunter Faigle, Markus Graf

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Copyright

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