stifterpost-nr.-28-juli-2015

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

die Bürgerstiftung Weinheim wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Es waren Jahre des Entstehens, des Wachsens und Gedeihens und oftmals der Ernte. Über 130 Projekte – viele auf Dauer angelegt – waren und sind für viele Menschen in Weinheim hilfreich und bereichern das Leben in unserer Stadt.
Beim Stifterforum im Frühjahr haben wir kritisch und froh zurückgeblickt und uns Gedanken über die bisherige und die künftige Strategie gemacht. Wir sind guten Mutes, auf dem richtigen Weg zu sein. Inzwischen können wir jährlich rund 30 000 Euro für gute Zwecke verwenden, 2014 stellten Zeitstifter über 3500 Stunden zur Verfügung. Die inhaltlichen Schwerpunkte Kinder, Jugend, Familie, Bildung, musikalisch-künstlerische Förderung, Integration, Ehrenamt und nicht zuletzt die Unterstützung stadtgeschichtlicher Initiativen haben sich als gut und nützlich erwiesen. Darauf können wir aufbauen und sicher auch manches Neue entwickeln.
Wir wollen auch feiern, und zwar bei einer „Jubiläumsrevue – 10 Jahre Bürgerstiftung” am 5. November um 19:30 Uhr in der Stadthalle (siehe „aktuell”).
Die Revue bietet mit Markus Weber Kurpfälzisches, mit der Lehrer-Combo der Musikschule Jazziges, mit den Cheerleadern der TSG und einer Kunstradfahrpräsentation des AC Buntes und mit dem Frauenchor des Sängerbundes Oberflockenbach Spritziges. Die Erzählrunde „Ich erinnere mich” lässt Kurzweilig-Anekdotisches erwarten.
Wir freuen uns auf Sie!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Angst, leg dich schlafen

Angst, leg dich schlafen. Hoffnung, zieh dich an,
du musst mit mir gehn, schnür die Schuhe fester!
Ich hielt dich lang verborgen, kleine Schwester,
schön bist du worden, und ich freu mich dran.
Christine Lavant
(Aus: „Die Bettlerschale”, Salzburg 1956)

Nun wäre sie schon hundert Jahre alt, Christine Lavant. Heute wissen wir, dass sie zu den größten deutschen Dichterinnen gehört. Schon viele Jahre begleiten mich ihre Verse. Darin Wind, Atem und Hahnenschrei. Immer wieder befragt sie Gott, tief verbunden mit ihrer katholischen Kindheit, zornig über ihr Leidenmüssen. „Muss jetzt einen Singsang finden / für das bisschen Haut und Knochen…” Schon als Kind war sie furchtbar krank. Davon ist Schulzeit und Leben geprägt. „Das Leben ist so heilig, vielleicht wissen Gesunde das nicht. Ich weiß es ganz. (…) Ich hab ja auch Zeiten, wo ich grundlos glücklich bin”, schreibt sie 1962 in einem Brief. Eigentlich hieß sie Christine Thonhauser, nannte sich aber, als sie zu schreiben begann, Christine Lavant nach dem Kärntner Lavanttal, das ihr Lebensraum blieb.
Sie kam 1915 auf die Welt als 9. Kind eines Bergmanns und einer Flickschneiderin, blieb wie ihre Eltern ein Leben lang arm und starb mit 58 Jahren. Gedichte von Rilke und Trakl wurden ihr zum frühen Erlebnis. Das Schreiben hielt sie am Leben.
Diese vier Verszeilen sind der Anfang eines längeren Gedichts. Sie sind von suggestiv tröstlicher Kraft, gewachsen, abgerungen einer tiefen Verzweiflung. Und doch voll Zuversicht. Ich schrieb diese Hoffnungsverse auf eine Tafel in der Reha-Klinik in Freiburg.

Hans-Joachim Gelberg

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Nachgefragt

Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreis 2015 wird wieder geteilt

Kinder und Jugendliche, für die der Weg zur Kunst nicht einfach und nicht selbstverständlich ist, begegnen Kunst und erhalten die Möglichkeit, ihre Kreativität in den Bereichen Musik, bildende Kunst, Tanz und Theater zu entfalten. Mit diesen Worten ist die Zielsetzung des Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreises beschrieben.
2015 waren sechs sehr attraktive Projekte für den Preis eingegangen, und so fiel die Auswahl nicht leicht. Es war nicht nur die Hitze, die die Jury bei der Auswahl in ihrer Sitzung am 15. Juli ins Schwitzen brachte.
Angesichts dieser Situation entschied sich die Jury wie im Jahr 2013 wieder für zwei Projekte.

Rhythmus-Bodypercussion-Bewegungist ein Begegnungsprojekt für Schüler und Schülerinnen der Grund-/Mittelstufe der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule, das in bewährter Zusammenarbeit mit der Musikschule stattfinden wird. Die Schüler und Schülerinnen erleben, erlernen und erfahren Bewegungs- und Rhythmusvergnügen, elementare rhythmische Fähigkeiten, Klangerzeugung mit dem eigenen Körper und kleine Aufführungsstücke, verpackt mit witzigen Texten, kleinen Geschichten und Liedern.
Die Jury hat vor allem überzeugt, dass Konzept und Zielgruppe besonders gut zusammenpassen. Dabei war von besonderer Bedeutung das Einbeziehen der Körperlichkeit und der dadurch angestrebte positive Umgang mit dem eigenen Körper zur Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder. Der Förderumfang liegt bei 2.300 Euro.

Das andere prämierte Projekt reichte die Hans-Freudenberg-Schule unter dem Titel ein
Handwerk und Musik verbinden.
Schülerinnen und Schüler aus den sogenannten Berufsvorbereitungsklassen und einer neu eingerichteten „Flüchtlingsklasse” bauen im Rahmen des Werkstattunterrichts eigene Cajones (gelegentlich auch Kistentrommel genannt). Nach der Fertigstellung der Instrumente üben die Jugendlichen mit einem externen Musikpädagogen gemeinsame Rhythmen ein.
Das Projekt fördert handwerkliches Geschick, das Musikerlebnis stärkt die Gemeinsamkeit und Teamfähigkeit. Der kulturelle Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Ländern und mit der „Flüchtlingsklasse” unterstützen die Integration in das Schulleben.
Auch hier hat die Jury überzeugt, dass Konzept und Zielgruppe besonders gut zusammenpassen. Der interkulturelle Ansatz und das Einbeziehen von Flüchtlingskindern waren ebenfalls von großer Bedeutung. Der Förderumfang liegt bei 2.700 Euro.
Mitglieder der Jury
Waltraut Bucher-Olehowski, Vorsitzende des Kunstfördervereins Weinheim
Uschi Heil, stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende, Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart (WUB)
Dr. Adalbert Knapp, Vorsitzender der Jury
Johannes Pförtner, Stiftungsratsvorsitzender
Iris Rüsing, Referentin bei der Stiftungs- und Fördergemeinschaft Modellprojekte GmbH WeinheimDie Maiwald-Preisträger werden bei der „Jubiläumsrevue – 10 Jahre Bürgerstiftung Weinheim” am 5. November um 19:30 Uhr in der Stadthalle vorgestellt.Kn

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„Wir haben die Nase voll von Athen, wir hauen ab!”

Zweite Theatertage für Grundschulen

„Sie haben uns mitgerissen in eine Traum- und Wunderwelt”, erinnert sich die Schulleiterin der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Gudrun Aisenbrey an die ersten Theatertage letztes Jahr – und dieses Jahr war es wieder so weit: Vom 25. bis 27. Februar probten Grundschüler in Weinheim intensiv und stellten am Abend des letzten Tages ihr Ergebnis vor. Mit einer Verbeugung den jungen Schauspielern im Publikum gegenüber begrüßte Moderatorin Iris Rüsing die erste Gruppe.
In Form eines Schattenspiels präsentierte die zweite Klasse der Hans-Joachim-Gelberg-Grundschule ihre Fantasien vom nächtlichen Sandmann, von Walen, Zombies, Dieben, vermissten Katzen und Piraten unter dem Titel „In meinem Traum …”

Eine theatralische Reise in die Antike ermöglichte die dritte Klasse der Theodor-Heuss-Grundschule durch ihr Stück „Wolkenkuckucksheim” in Anlehnung an „Die Vögel” von Aristophanes. „Wir haben die Nase voll von Athen, wir hauen ab!” war das Motto der kleinen Vögel, die munter pfeifend auf der Bühne hin und her flogen.
Die dritte Klasse der Friedrich-Grundschule spielte Stereotype: genervte Jugendliche an ihren Gameboys, verdrossene Erwachsene – Alltagssituationen und der Umgang mit Vorurteilen bildeten die Basis der Handlung.
Nach der Pause spielte die Klasse 4.2 der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule ein Stück zum Thema „Fremd sein”. Wie wird ein Fremder im arabischsprachigen Fantasieland Schascha behandelt? Was muss man tun, wenn man einen Jungen sieht, der sich verlaufen hat und weint?
Den Abschluss bildeten die Viertklässler der Waldschule mit dem Thema „Froh zu sein bedarf es wenig – was ist Glück?” Begleitet durch traurige Musik inszenierten sie den Tod und die Wiederauferstehung eines Jungen, dem ignorante Menschen in seiner Umgebung nicht helfen wollten. In Zeitungspapierschnipseln begraben regt der Junge am Boden das Publikum zur Reflexion an; die abgespielten Tonaufnahmen, in denen sich die Grundschüler darüber äußern, was sie glücklich macht, beenden die gelungene Vorstellung.
„Liebe Kinder, liebe Eltern, keine Angst, ich werde keine lange Rede halten!”, beendete Schirmherrin Ingrid Noll den Abend: Wie man aus vielen einzelnen Legosteinen etwas Großes bauen könne, so hätten auch die Kinder zusammen Großartiges geleistet.
Diesen Eindruck bestätigten die Mitwirkenden: „Das waren tolle Theatertage, die mir interessante Einblicke in meine Klasse gegeben haben”, meinte eine Lehrerin. Das Theaterfest sei deshalb ein ganz besonderes Ereignis gewesen, weil es schulübergreifend Gemeinsamkeit ermöglicht habe, formulierte eine andere Mitwirkende.
Der herzliche Dank des Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung Dr. Adalbert Knapp galt Monika Endriß, der Initiatorin und Leiterin der Theatertage, Schirmherrin Ingrid Noll, Moderatorin Iris Rüsing, den Künstlerinnen und Künstlern Maria Winter-Wolters, Florian Kaiser, Rob Dorboos, Susanne Hennberger und Felicitas Vajna, den Lehrkräften Sandra Heimisch, Ursula Glock, Esther Roß, Käthe Richter, Ute von Hirschheydt sowie zuallererst und zuletzt den mehr als hundert kleinen Schauspielerinnen und Schauspielern.
Ein besonderer Dank von Dr. Knapp galt den Sponsoren der Theatertage: der Schirmherrin Ingrid Noll, der Volksbank Weinheim Stiftung, den „Freunden und Förderern der Kultur in Weinheim” und den privaten Unterstützern.Mikail Öztürk

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Kunst traf Bildung

Freudenberg Stiftung, Bürgerstiftung und Stadt inszenierten ein „Gastmahl” als kommunikative Kunstform

Die Redewendung, nach der sich Menschen „an einen Tisch setzen”, bedeutet, dass sie gemeinsam etwas anpacken wollen, etwas erreichen und umsetzen – damit es, wieder eine Redewendung, „vom Tisch ist”. In dieser Bedeutung organisierte jetzt die Freudenberg Stiftung, unterstützt von der Bürgerstiftung Weinheim und der Stadt, ein „Gastmahl” inmitten des Schlossparks; es war ein lauer Sommerabend, angefüllt mit kreativen Gesprächen.
Das „Gastmahl” ist ein inszenierter Dialog des Künstlerduos „Illig&Illig”. In einem kommunikativen Dinner, das selbst eine Kunstform darstellt, traf sich Kunst mit Bildung in Form ihrer Akteure. Eingeladen unter einen weißen im Abendwind wehenden Baldachin waren Weinheimer Kunstschaffende und Pädagogen aus Einrichtungen wie Kitas und Schulen, aber auch aus dem Bildungsbüro, der Schulsozialarbeit, der Volkshochschule, der Musikschule und der Bürgerstiftung; aber auch Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard und die Kulturorganisatoren der Stadtverwaltung waren gekommen und nahmen an der Tafel Platz.
Das „Gastmahl” des Künstlerduos bestand aus gekühltem Gazpacho, Gemüsespieß und Bulgur mit pikanter Gemüsesoße, dazwischen gab es „Gedankengänge” und „Fußgänge”, um den Austausch zu verbessern. Kulturschaffende und Bildungsleute tauchten in den Dialog ein, diskutierten über die schönen und mühsamen Seiten ihrer aktuellen Projekte und suchten Gemeinsamkeiten.
Einmal durften die Gedanken sich von Ballast befreien, in dem die Ärgernisse auf ein Papier verbannt wurden, um sogleich als Kompost für neue Gedankenblüten zu dienen. Dann pflanzten die Teilnehmer eigene mit Ideen gedüngte Papierblumen in die Wiese und ließen mit Wortspielen beschriebene Papierflieger über die Schlossparkwiese segeln.
Der Kontakt wuchs geradezu spielerisch, man kennt sich nun besser und das eine oder andere künftige Projekt kam zum Keimen.
Lea Hoffmann, Mitarbeiterin der Freudenberg Stiftung, wird die aufgeschriebenen Gedanken und Dialoge dokumentieren. Es geht weiter.

Roland Kern

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1.000 Euro für den Seniorenfonds Neckar-Bergstraße


Bärbel Morsch – Margarete Ruoff – Ulrike Herrmann – Dr. Adalbert Knapp

Es gibt Situationen, in denen es notwendig ist, schnell und unbürokratisch zu helfen, wenn ältere Menschen in Not geraten sind. Hierfür und zur Unterstützung von Menschen, deren Lebensbedürfnisse aus staatlichen oder anderen gesetzlichen Mitteln nicht befriedigt werden können, wurde vor einem Jahr der „Seniorenfonds Neckar-Bergstraße” aus der Taufe gehoben. Gründer waren das Diakonische Werk Weinheim und der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. mit dem Förderpartner „Zonta International”. Bei der Übergabe einer Spende von 1.000 Euro durch die Bürgerstiftung informierten Ulrike Herrmann (Caritas) und Bärbel Morsch (Diakonisches Werk) über die Arbeit im ersten Jahr.
Der Fonds bietet Unterstützung an für Kultur, Bewegung, Teilhabe, Mobilität ebenso wie für Gesundheit oder für Anschaffungen und notwendige Reparaturen. Immerhin 6.000 Euro konnte der Fonds bisher an bedürftige Menschen weitergeben. Sei es für den unbedingt notwendigen Kühlschrank, den Herd oder die Waschmaschine, sei es zur Übernahme von Gebühren, um z. B. einen Personalausweis zu beschaffen. 27 Menschen wurde auf unterschiedliche Art geholfen. Die meisten davon sind solche, deren Rente durch Mittel der Sozialhilfe aufgestockt werden muss. Deutlich mehr Frauen als Männer konnten Unterstützung erhalten, die meisten davon alleinstehend. Unwissenheit, Verzweiflung, Scham bringen Menschen dazu, sich nicht um die mögliche Hilfe kümmern zu können. Hier ist der Fonds besonders wichtig. Allerdings fördert er nur dann, wenn alle gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Bei der Hilfe wird in ganz besonderer Weise die
Empathie, die Kompetenz, die Erfahrung und das Netzwerk von Diakonie und Caritas wirksam.
Wer den Fonds unterstützen will, findet hier die Bankverbindung:
Seniorenfonds Neckar-Bergstraße
Volksbank Weinheim
IBAN: DE58 6709 2300 0005 4066 17
BIC: GENODE61WNM

Kn

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Elternseminar war wieder ein großer Erfolg

Zum fünften Mal bot die Bürgerstiftung unter Federführung von Stiftungsrat Dr. Peter Schuster von Februar bis Juni ein Elternseminar in Zusammenarbeit mit der gynäkologischen Abteilung der GRN-Klinik und dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg an.
An fünf Abenden haben sich Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Tagesmütter mit der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren theoretisch und praxisnah auseinandergesetzt. Referent war wie im vergangenen Jahr der Entwicklungspsychologe Matthias Beringer. Diesmal war das Seminar noch dialogischer angelegt als bisher. Nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich konnten die Teilnehmenden ihre besonderen Fragen und Probleme formulieren.
Grundlage der Vortragsreihe ist das Programm MONDEY von Entwicklungspsychologen der Universität Heidelberg, das seit Jahren mit großem Erfolg im Rhein-Neckar-Kreis eingesetzt wird und bei Krippen-Fachkräften, Tagesmüttern und Eltern gleichermaßen beliebt ist.
Alle Beteiligten waren sich einig: Im nächsten Jahr wird es wieder ein Elternseminar geben!Kn

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Veggie-Team in der Waldschule: Ein gelungener Start

Bericht im Facebook-Format:
Besuch in der Waldschule, 3. Klasse, Schulleiterin Katja Hoger, Klassenlehrerin Annette Dietrich. Katja Görtz und Wolfgang Zotz vom Veggie-Team Weinheim berichten, wie Ernährung, Fleisch, Gesundheit, Klima, Umwelt, Tierschutz und Genuss zusammenhängen. 18 Schülerinnen und Schüler machen aufmerksam, begeistert und erfreulich interessiert mit. Am Schluss gibt’s Kostproben von fleischlosen Würsten und schmackhafte vitaminreiche Smoothies – und alle erleben, wie Küchenkräuter aussehen, riechen, schmecken. Im Schaukasten stellen wir weniger bekannte Vollwert-Nahrungsmittel vor, zum Beispiel Buchweizen, Hirse, Linsen, Amaranth, Quinoa.

Ergebnis der Manöverkritik : Im Wesentlichen ist der Probelauf gelungen. An ein paar Stellschrauben werden wir noch zur Feineinstellung drehen.

Wolfgang Zotz

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Ein anerkennendes „Wow” für die Bürgerstiftung

Stifterforum 2015
„Donnerstagabend, 20:00 Uhr. Strategische Planung. Ein Vortrag eines Professors. Danke, dass Sie trotzdem bleiben”, leitete Professor Wolfgang Anders sein Referat am 23. April beim Stifterforum im Bürgersaal des Alten Rathauses ein. Über Bierregen erfindende Studenten, Leuchtturmprojekte und andere Phänomene informierte er im Rahmen der Leitfrage: Inwiefern sollten Bürgerstiftungen Strategien verfolgen, die langfristig zum Erfolg führen? Das Grundgerüst sei sehr einfach: ein klar definiertes Wertesystem, angemessene Entscheidungen und das zielgerichtete Umsetzen in Handlungen. Dabei sollte eine Bürgerstiftung sich drei Fragen stellen: „Was wollen wir? Was können wir? Was müssen bzw. was sollten wir?” Das Wichtigste dabei: „Es kommt darauf an, dass die richtigen Leute zusammenarbeiten!”
Prof. Dr. Wolfgang Anders, Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen prognostizierte in der von Hans Füller geleiteten Diskussion, dass die „Bürgerstiftungen 2030” über mehr Geld verfügen und noch deutlich professioneller arbeiten würden. Seine Empfehlung an die Bürgerstiftung Weinheim war, die lobenswerte Balance zwischen lebendiger und unbürokratischer Arbeit und der notwendigen klaren Organisationsstruktur zu erhalten. Dr. Knapp und Michael Ender hatten zuvor einen Überblick über die Entwicklung in den vergangenen 10 Jahren gegeben. Inzwischen stünden der Bürgerstiftung jährlich rund 30.000 Euro für die Projektarbeit zur Verfügung, 2014 arbeiteten Zeitstifter mit über 3500 Stunden mit. Die inhaltlichen Schwerpunkte Kinder, Jugend, Familie, Bildung, musikalisch-künstlerische Förderung, Integration,
Ehrenamt und nicht zuletzt die Unterstützung stadtgeschichtlicher Initiativen haben sich als gut und hilfreich erwiesen.
Zu Beginn des Forums hatte Erster Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner unterstrichen, dass die Bürgerstiftung bei ihrem Jubiläum stolz auf 10 Jahre höchst erfolgreicher Arbeit von Bürgern für Bürger zurückblicken könne.
Hans Füller, Moderator des Abends, fasste den Abend in einem Satz zusammen: „Ich möchte ein anerkennendes ‚Wow‘ für die Bürgerstiftung aussprechen.”Mikail Öztürk

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Blick über den Zaun

Bürgerstiftung Wiesloch: Netzwerk Asyl in neuem Landesförderprogramm

Die Bürgerstiftung Wiesloch hatte sich Ende 2014 um eine finanzielle und konzeptionelle Förderung im Rahmen des Programms „Gemeinsam sind wir bunt” des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg beworben. Gegenstand der Bewerbung war das Netzwerk Asyl, mit dem breites Engagement für und mit Flüchtlingen und Asylbewerbern in Wiesloch entwickelt werden soll. Dieser Tage erhielt die Bürgerstiftung Nachricht, dass sie für das Netzwerk die beantragten 8.000 Euro erhält.
Dieses Geld wird dazu verwendet, in einem geplanten Beteiligungsprozess die Angehörigen der vielen Kulturkreise, die bereits in Wiesloch leben, beim Aufbau einer Willkommenskultur ganz gezielt zu aktivieren und zu integrieren, denn sie haben selbst erfahren, wie es in der Fremde ist. Sie können z. B. als Dolmetscher und in der Interpretation deutschen Verhaltens wertvolle Beiträge leisten. Laut Annegret Sonnenberg, Vorsitzende der Bürgerstiftung, „wird die Bürgerstiftung zusammen mit ihren Partnern im Netzwerk Asyl den Prozess begleiten und versuchen, möglichst viele Potentiale zu aktivieren.”
Bürgerstiftung Wiesloch im Juni 2015

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Aktuell

10 Jahre Bürgerstiftung Weinheim

Jubiläumsrevue
Donnerstag, 5. November 2015, 19:30 Uhr, StadthalleMitwirkende:
– Markus Weber mit Auszügen aus seinem Kabarettprogramm „Hiwwe und driwwe”
– Lehrer-Jazzcombo der Musikschule Badische Bergstraße
– Frauenchor des Sängerbundes Oberflockenbach 1889 e.V.
– Jugend-Kunstradfahrgruppe des AC 1892 Weinheim
– Cheerleaders der TSG 1862 WeinheimAußerdem gibt es, moderiert von Cornelia Buchta-Noack, eine kurzweilige Erzählrunde „Ich erinnere mich an 10 Jahre Bürgerstiftung”.
Weiter werden die Preisträger des Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreises 2015 vorgestellt.
Durch den Abend führt Katja Hoger.
Das ausführliche Programm finden Sie auf unserer WebsiteEintritt: 12 Euro
Karten gibt es ab Mitte September beim Kartenshop der DiesbachMedien, Friedrichstraße 24 in Weinheim. Tel. 06201 81345
Öffnungszeiten: Mo – Fr durchgehend von 8 – 18 Uhr, Sa von 9 – 12 Uhr.

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Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollen einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

Oder Sie schreiben erst einmal eine Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier.

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 Weinheim
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 Weinheim
Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de
Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen RechtsRedaktion: Adalbert Knapp
Texte: Bürgerstiftung Wiesloch, Hans-Joachim Gelberg, Roland Kern, Adalbert Knapp, Mikail Öztürk, Wolfgang Zotz
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Michael Endriß, Gunnar Fuchs, Adalbert Knapp, Wolfgang Zotz
Mitarbeit: Brigitte Burger, Monika Endriß, Gunter Faigle, Marcus Graf und Claudia WernerLayout und Webdesign:
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