stifterpost-nr.-24-juli-2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

soll ich Ihnen diesmal, kurz vor der Urlaub-Sommer-Reise-Ferien-Zeit, ernsthaft mit a little bit Philosphischem kommen? Ich versuche es einmal so: „Wort an Wort” ist das Gedicht aus 13 Wörtern von Rose Ausländer überschrieben. Ihr liebstes ist das DU. Hat es nicht sehr viel mit Rose Ausländers Vorliebe zu tun, dass in fast all den Berichten, die Sie heute lesen können, dieses DU vorkommt? Wenn beim Singfest Alt und Jung miteinander singen, Hundertwasser in der Johann-Sebastian-Bach-Schule Musik handgemacht trifft, in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Kinder einander durch Lernen besser verstehen können, Kinder psychisch kranker Eltern lernen, die Trommel zu schlagen ohne sich zu fürchten, und seit 1987 Weinheimer Schulen mit Jugendlichen aus Ramat Gan den Austausch pflegen?
So hoch ist das gar nicht! Oder? Und wenn dann in zwei Monaten noch zwei runde Geburtstage eine höchst erfreulichen Spendensumme ergeben: Wer wollte leugnen, dass das DU etwas ganz Besonderes ist?
Gute Sommertage und
herzliche Grüße
Ihr

Dr. Adalbert Knapp

Übriges: Unter der Rubrik „Forum” finden Sie diesmal wieder Fan-Mails, auch eine von Ingrid Noll, die ihren Gingko neu euntdeckt hat.

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Wort an Wort

Wir wohnen
Wort an Wort

Sag mir
dein liebstes
Freund
meines heißt
DU

Rose Ausländer

Sooft ich diese wenigen Du-Worte lese (und ich habe sie oft gesprochen in meinem Leben), kommt mir der Gedanke, dass es tatsächlich das liebste Wort ist. Mir fällt ein, was ein Freund erzählte von seinem kleinen Sohn, der im Supermarkt, den Einkaufswagen schiebend, den Vater plötzlich fragt: Was ist das allererste Wort auf der Welt? Der Vater, etwas irritiert, überlegt. Der Sohn, nach einer Weile, ich weiß es: Das allererste Wort heißt du.
Einmal gesprochen, von Herzen kommend, umarmt uns dieses Wort.
Rose Ausländer hat in ihren Gedichten zu erfahren versucht, wie unser Leben, unsere Erinnerung und alles andere von Worten abhängt, die wir sprechen, denken, vielleicht auch verschweigen. In ihren Gedichten wird deutlich, wie wortgetreu unser Leben verläuft. So dichtet sie: „Die großen Worte / sind verlorengegangen / Es heißt / mit winzigen Wörtern / werben / um Frieden und Liebe / im Namen der Religionen / im Namen der Ermordeten / im Namen der Lebenden / die leben wollen / im Gold und Grün / unserer Erde”.

Ich bin der Lyrik von Rose Ausländer spät begegnet. Sie gehört zu den bedeutendsten Lyrikerinnen deutscher Sprache. Geboren 1901 in Czernowitz in der Bukowina als Rosalie Scherzer haben die Zeitläufte ihr Leben und das der vielen andern verändert oder zerstört. Czernowitz, die Stadt am Fluss Pruth, war nacheinander österreichisch, rumänisch, deutsch, sowjetisch. Heute gehört sie zur Ukraine. Unter dem Joch der SS im Getto lebten die jüdischen Menschen in Angst und Schrecken. Es gelang die Emigration, es begann ein Nomadendasein zwischen Europa und Amerika. Für zwei Jahrzehnte lebte sie als Übersetzerin in New York. Zuletzt, im Krankenbett im Altersheim der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, blieb ihr noch die Erinnerung, erschaffte sie sich Welt, Wort für Wort: „Ich lebe / in meinem Mutterland / Wort”. Anfang 1988 ist Rose Ausländer gestorben.

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Nachgefragt

Von klappernden Rittern und tanzenden Edelleuten

Festlich ging es am Morgen des 9. Juli in der TSG-Halle in Weinheim zu. Da saßen rund 150 Kinder aus acht Weinheimer Kindergärten auf mitgebrachten Decken auf dem Boden und erwarteten mit Spannung den Beginn des diesjährigen Singfestes der Bürgerstiftung. Mit selbst gestalteten Kostümen hatten sich die Kinder und ihre Erzieherinnen als Knappen, Ritter und Burgfräulein verkleidet und sich auch bei schlechtem Wetter auf den Weg gemacht. Die liebevoll bemalten Banner, auf denen der Name jedes Ritterordens stand, sorgten für zusätzlichen Glanz in der Halle. Mit großen Augen bestaunten die Kinder die Instrumente des Burgorchesters unter der Leitung von Jürgen Osuchowski. Die Instrumentalisten waren angehende Erzieherinnen der Helen-Keller-Schule sowie Erzieherinnen, die einen durch die Bürgerstiftung finanzierten Gitarrenkurs an der Musikschule Badische Bergstraße besucht hatten. Unterstützt wurden sie durch Lehrkräfte der Musikschule. Außerdem saß da noch der Seniorenchor des Bodelschwingh-Heims, mit eigenem Banner und in freudiger Erwartung der Ereignisse.

Dann ging es endlich los. Die Moderatorinnen Monika Preiß und Sabine Endrich betraten im festlichen Gewand die Bühne. Nach der offiziellen Begrüßung der Ehrengäste übten sie mit den Kindern einen Ritterschlachtruf ein. Dann wurden die angereisten Ritterorden mit einem Tusch des Burgorchesters begrüßt, woran sich gleich das erste Lied „Ja so warn’s, ja so warn’s, die alten Rittersleut” anschloss. Nun wurden alle Banner von Fahnenträgern nach vorne gebracht. Die Moderatorinnen begrüßten jede Kindergruppe mit Namen und die Anwesenden winkten sich mit bunten Tüchern zu. Dies war der Auftakt zu einem herrlichen Ritterfest. Es wurde vom „Ritter Giselher” gesungen, ein höfischer Tanz mit Tüchern gestaltet, geklatscht und gepatscht, ganz wie früher eben, als die Burgherren noch echte Feste veranstalteten auf ihren Burgen.
Als Ritter Giselher Klipp von Klapperbach, vom Burggrabenorchester und dem Chor des Bodelschwingh-Heims mit Instrumenten scheppernd begleitet, auf die Bühne geritten kam und sich beklagte, dass alle ihn immer auslachten, weil seine Rüstung so viel Krach mache, war das Fest auf seinem Höhepunkt. Klipp von Klapperbach freute sich sehr darüber, dass die Kinder ein Lied nur für ihn gelernt hatten und seinen Ausritt musikalisch begleiteten.

Ausruhen konnten sich die Anwesenden beim Minnelied „Sie gleicht wohl einem Rosenstock”, das gefühlvoll vom Bodelschwingh-Chor unter Leitung von Christine Engelhardt vorgetragen wurde. Im Anschluss betrat Margarete Ruoff die Bühne, um sich im Namen der Bürgerstiftung bei den Organisatoren und Mitwirkenden zu bedanken und jedem eine Rose zu überreichen. Außerdem lud sie die angereisten Kinder und ihre Begleitpersonen zu Brezeln und Getränken ein und überraschte die Erzieherinnen mit der Information, dass sie die Tücher als Geschenk mit in die Einrichtungen nehmen dürfen. Noch einmal ertönte der Schlachtruf. Dann sangen alle gemeinsam das letzte Lied „Alle Leut‘ geh’n jetzt nach Haus”.
Für die Kinder wird dieses Ritterfest mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben.Sabine Endrich

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Maiwald-Förderpreisträger präsentieren Hundertwassers verrückt-schöne Welt

Anstelle eines Berichts, werte Leserinnen und Leser der Stifterpost, stellt Ihnen Jennifer Drum, die Koordinatorin des Projekts „Hundertwasser trifft Musik handgemacht”, in ihrer Dankesrede das wunderbare Ergebnis einer fast einjährigen Arbeit vor:

„Liebe Gäste,
schön, dass Sie hier sind und uns damit Ihr Interesse an unserer Schule und unserem Projekt zeigen. Das freut uns alle sehr. Besonders freut sich die Klasse 3 und 4, die mit viel Mühe, Ausdauer, Einsatz und Engagement dieses Projekt ermöglichte. Heute ist Euer Großer Abend, Euer Großer Auftritt.

Liebe Schülerinnen und Schüler der Klasse 3 und 4,
seit Oktober habt ihr euch mit dem Künstler Hundertwasser beschäftigt, ja manchmal vielleicht von ihm geträumt und seid zu kleinen Hundertwasser-Experten geworden. Ihr habt durchgehalten, wart stets mit viel Freude und Motivation dabei, habt eifrig Bilder gestaltet, fast im Akkord gemalt und Musikstücke, Tänze und Texte eingeübt. Ihr könnt stolz auf euch sein und ich bin es auch! Ihr habt das richtig toll gemacht. Dafür ein riesiges Lob und einen lang anhaltenden Applaus, denn der Applaus ist das Brot der Künstler, und zu Künstlern habt ihr euch in den letzten Monaten entwickelt.
Zum Gelingen eines solchen Projektes gehört immer eine große Gemeinschaft, die mit anpackt, mit finanziert und mit organisiert.

Herzlich danken möchte ich der Bürgerstiftung Weinheim, die mit dem Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreis solche Projekte fördert und damit auch fordert.

Vielen Dank auch unserem Kooperationspartner, der Musikschule Badische Bergstraße, vor allem Frau Kohler, die mit den Schülern die Musikstücke eingeübt und geprobt hat.

Danke an den Förderverein unserer Schule, der das Projekt mitfinanziert hat.

Danke an die Band, die den Abend auch weiterhin musikalisch begleiten wird.

Danke an alle Schülerinnen und Schüler, die mitgeholfen haben, den Tänzerinnen für ihre gelungene Tanzeinlage, der Klasse 6 und 7 für die Bewirtung und die selbstgemachten Teilchen, die wir später auch noch kosten dürfen, der Klasse 5, die ?das Boot‘ geschaffen hat und der Klasse 9 für die Mitgestaltung der Dekoration.

Vielen Dank an die gesamte Schulgemeinschaft, das Hausmeisterteam und unsere Sekretärin.

Ein Schulprojekt kann nur funktionieren, wenn die ganze Schule sich daran beteiligt.
Daher ein herzliches Dankeschön an meine Schulleiterinnen, meine Kolleginnen und Kollegen für die tolle Unterstützung. Ihr habt mir zur Seite gestanden und hattet immer ein offenes Ohr. Ohne eure Hilfe wäre die Durchführung kaum möglich gewesen.

Viel Freude und einen schönen Abend!

Jennifer Drum”

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Bürgerstiftung ermöglicht schnelle Integration:

Deutsch-Intensivkurse an der Bonhoeffer-Schule
Dank der schnellen und unkomplizierten Zusammenarbeit der Schulleitung der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule, des Weinheimer Unterstützerkreises WUB, der Bürgerstiftung Weinheim und der Volkshochschule Badische Bergstraße wurde zu Schuljahresbeginn 2013 im Handumdrehen durch die Initiative der Schule ein Intensivkurs für Deutsch als Fremdsprache ins Leben gerufen, der den Jungen und Mädchen eine erfolgreiche Teilnahme am Regelunterricht ermöglichen sollte.
Die Notwendigkeit eines solchen Kurses liegt auf der Hand. Die Kinder, die aus allen möglichen Ländern der Welt nach Deutschland kommen, unterliegen hier, wie jedes deutsche Kind, der Schulpflicht. Wenn sie aber die deutsche Sprache nicht verstehen und anwenden können, ist es ihnen nicht möglich, am Regelunterricht erfolgreich teilzunehmen. Darunter leiden nicht nur die schulischen Leistungen sondern in der Folge auch spätere Berufs- und Lebenschancen.

Das Pilotprojekt verlief überaus erfolgreich, gesetzte Ziele wurden dank des großen Engagements der VHS-Sprachlehrerinnen und der Begeisterung, mit der die Schülerinnen und Schüler bei der Sache waren, erreicht.
Neben dem regulären Unterricht besuchten die Schüler zwei bis drei Stunden täglich den Deutschkurs, der nach den ersten 80 Stunden durch die erneute finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung im Januar mit weiteren 80 Stunden fortgesetzt werde konnte. Nach insgesamt 160 Unterrichtsstunden kamen die Schüler und Schülerinnen in unterschiedlichem Alter aus acht Nationen und ohne jegliche Deutschkenntnisse auf ein beachtliches sprachliches Niveau. Die erzielten Erfolge bestätigen die Maßnahme und sprechen für sich selbst.
So kann beispielsweise Rita, 14 Jahre alt, aus Rumänien (unser Bild) nach zwei Deutsch-Intensivkursen dem Regelunterricht nicht nur folgen, sondern sich auch aktiv beteiligen. Ihre Leistungskurve geht seither steil nach oben. Ähnlich wie Rita geht es auch den anderen Teilnehmern der 2 x 80 Deutschstunden.

Die Bilanz der beiden Kurse verlangt nach einer Fortsetzung, zumal längst wieder neue Kinder, die kein Wort Deutsch sprechen, die Bonhoeffer-Werkrealschule besuchen. „Es ist ein Segen für die Kinder”, so WRS-Konrektor Thomas Lammer, „dass wir noch in diesem Schuljahr einen weiteren Intensivkurs anbieten konnten”. Das Engagement der Bürgerstiftung für das Pilotprojekt findet durch den Rotary-Club Weinheim seine Fortsetzung. Frank Bausch, Rektor der DBS-Werkrealschule, dankt allen Beteiligten für ihr vorbildliches Engagement zugunsten der Kinder und Jugendlichen: „Jeder, der die Entwicklung der Kinder beobachten kann, sieht, wie gewinnbringend das Angebot für die Kinder ist. Herzlichen Dank an alle, die dies ermöglicht haben!”
Im Rahmen des Regelunterrichts erfahren die Schülerinnen und Schüler jetzt eine enge pädagogische Betreuung und nehmen an weiteren Projekten zum Erwerb sozialer Kompetenzen teil. Dafür steht der Profil-Bereich der DBS-Werkrealschule „Soziales Miteinander – Akzeptanz, Rücksicht und Toleranz” (S.M.A.R.T.) Im Paten-Programm des WUB geht es anschließend um Kompetenzen für Ausbildung und Beruf.TL

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„Schlage die Trommel und fürchte dich nicht!”

Vom 13. Juni bis zum 18. Juli fand in den Räumlichkeiten der AWO Rhein-Neckar, Burggasse 23 in Weinheim die Ausstellung „Schlage die Trommel und fürchte Dich nicht!” statt. Organisiert von der Sozialpädagogischen Familienhilfe der AWO wurden Bilder gezeigt, die Kinder gemalt haben, die mit einem psychisch erkrankten Elternteil leben oder gelebt haben. Da seelische Probleme und psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch sind, wächst in Deutschland mittlerweile eines von 30 Kindern mit mindestens einem psychisch kranken Elternteil auf. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Entwicklung und die seelische Gesundheit der betroffenen Kinder. Die Sozialpädagogische Familienhilfe der AWO widmet sich speziell diesem Personenkreis mit pädagogisch und psychiatrisch ausgebildeten Fachkräften.
Im Rahmenprogramm zur Ausstellung konnten interessierte Laien und Fachleute verschiedene Vorträge zum Thema hören, an einem Fachtag teilnehmen und in einer Sondervorstellung des örtlichen Kinos einen Film anschauen, der sich mit der Thematik des Aufwachsens mit einem psychisch kranken Elternteil befasste.
Mit der Ausstellung und dem Rahmenprogramm sollte für die Lebenssituation der Kinder und Eltern sensibilisiert und zur Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen beigetragen werden. Die Resonanz auf die verschiedenen Veranstaltungen machte deutlich, wie wichtig diese Thematik ist.
Möglich wurden die Ausstellung und das umfangreiche Rahmenprogramm unter anderem durch die Unterstützung der Bürgerstiftung Weinheim, bei der wir uns ausdrücklich und sehr herzlich bedanken möchten! Sie hat durch ihre Unterstützung maßgeblich dazu beigetragen, auf eine lange Zeit vernachlässigte Problematik der Kinder psychisch kranker Eltern aufmerksam zu machen und entsprechende Hilfsangebote einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Harald Haag

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Schüleraustausch zwischen Weinheim und Ramat Gan seit 1987

Bürgerstiftung unterstützt Nachhaltigkeitsfonds

Die intensive Begegnung junger Menschen stellt die zentrale Säule der Städtepartnerschaft zwischen Weinheim und dem israelischen Ramat Gan dar. Die ersten Schüler aus den beiden Gymnasien Bonhoeffer und Heisenberg beteiligten sich 1987 am Jugendaustausch der beiden Städte. Inzwischen sind es Hunderte, die dabei waren, unzählige Verbindungen von Familien und jungen Leuten sind daraus entstanden. Was aus einem Austausch werden kann, haben uns gerade wieder zwei 16- bzw. 17-jährige Weinheimer bestätigt:

„Mir gefällt sehr, wie offen und gastfreundlich die Israelis gegenüber Deutschen sind und wie herzlich sie einen aufnehmen.”

Zukunftsorientiert

„Ich fühle mich als ein positiver und zukunftsorientierter Teil der Freundschaft zwischen Israel und Deutschland. Die Menschen, die ich in Israel kennengelernt habe, sind unbeschreiblich und es besteht eine sehr starke Verbindung zwischen uns. Ich plane jetzt schon meinen nächsten Aufenthalt, denn Israel ist wie mein zweites Zuhause geworden.”

Das Besondere am Austausch ist, dass viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich nicht mit den Erfahrungen des einen Jahres begnügen, sondern sich in großer Zahl erneut auf den Weg machen, um baldmöglichst ihre Gastgeberfamilien, aber auch das Land wieder zu besuchen. Übers Jahr gerechnet kann man davon ausgehen, dass es kaum einen Monat gibt, in dem sich nicht Israelis in Weinheim und Weinheimer in Ramat Gan aufhalten.

Nachhaltig

Da es sich immer um Schüler oder um Studenten handelte, wandten sich viele von ihnen an den Freundeskreis Weinheim-Ramat Gan mit der Frage, ob er sie finanziell unterstützen könnte. Deshalb entwickelten wir im Verein die Idee, einen Nachhaltigkeitsfonds zu gründen. Ziel war und ist, die Begegnung junger Menschen aus beiden Städten zu fördern. Den finanziellen Impuls dazu gaben unsere leider inzwischen verstorbenen Mitglieder Hermann Freudenberg und Dieter Freudenberg, ebenfalls die Ehrenvorsitzende Dr. Gisela Freudenberg. Sie und weitere Bürger halfen uns mit namhaften Beträgen.
Auf Antrag erstatten wir aus dem inzwischen eingerichteten Fonds den jungen Leuten die Hälfte des Flugpreises.

Unvergessliche Erinnerungen

Dass es nun dank der Zuwendung der Bürgerstiftung auch 2014 weitergehen kann, fördert nachhaltig die seit 1999 bestehende Städtepartnerschaft, vermittelt jungen Weinheimern unvergessliche Erfahrungen mit einer unvergleichlichen Gastfreundschaft und dient in hervorragender Weise den Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, wie es ein 17-Jähriger zum Ausdruck bringt:

„In den öffentlichen Bussen wurde ich oft angesprochen, ob ich aus Deutschland bin und die Israelis haben sich riesig gefreut, dass ich in Israel bin und haben sich viel mit mir unterhalten.”

Albrecht Lohrbächer

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Das Porträt

Nicole von der Brüggen

Stifterpost: Frau von der Brüggen, wann hatten Sie zum ersten Mal mit der Bürgerstiftung Weinheim zu tun?
Nicole von der Brüggen: Es fing mit der Website für das „Bündnis für Familie” und der Gestaltung des Teddybären als Logo an, aber auch mit der Eingabe von 1001 Adressen.
Wie ging es weiter?
Ich bekam eine tolle Chance, als ich im gleichen Jahr 2008 die Möglichkeit bekam, in der Broschüre „Denken von der ersten Minute an” die Grafiken zu gestalten.
Was war für Sie das Besondere dabei?
Ich hatte zum ersten Mal die Möglichkeit, an der Entwicklung so eines Projekts von Anfang bis zum Ende beteiligt zu sein. Das bedeutete Redaktions- und inhaltliche Gespräche mit der Autorin, dem Herausgeber Dr. Schuster für die Bürgerstiftung und Abstimmung bei der technischen Umsetzung von Text und Bildern. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir bei jeder Grafik sehr intensiv auch darüber gesprochen, warum eine Situation genau so und nicht anders dargestellt sein sollte. Es war natürlich auch superinteressant, Leute zu treffen, mit denen ich sonst nie in Verbindung gekommen wäre.
Damals lebten Sie noch in Frankfurt und waren über Ihre Schwester Iris Thomsen zur Bürgerstiftung Weinheim gekommen. Wie ging es für Sie bei uns weiter?
Vor vier Jahren zog ich nach Weinheim und konnte dann gleich beim Basar dabei sein, was Freude bereitet, weil das Team total nett ist, die Kundschaft zufrieden und ich mit Leuten in Verbindung komme.
Was kam dann noch dazu?
Einfach, weil Not am Mann bzw. der Frau war, habe ich auch einmal bei einem Stifterforum geholfen mit Stand-by-Diensten. Deutlich ernster wurde es bei der Weihnachtsbaumaktion. Da musste die ganze Familie meiner Schwester ran, wenn es um dass Füllen der Pantöffelchen und sonstige Arbeiten ging. Das ist allerdings ganz besonders befriedigend, bei so einer Aktion für Kinder dabei sein zu können.
Sie waren Garten- und Landschaftsbauerin, sind Buchhalterin und Grafikerin: Wie passt das alles zusammen?
Zunächst habe ich den von Ihnen zuerst genannten Beruf erlernt und viele Jahre selbstständig ausgeübt; dabei habe ich immer auch die Verwaltungsaufgaben erledigt. Die Arbeit wurde körperlich nicht leichter, sodass sich die buchhalterische Nebentätigkeit zu einer Hauptbeschäftigung entwickelte, die ich mit der Bilanzbuchhalterprüfung untermauert habe. Malen, Zeichnen und grafisches Gestalten haben mich schon immer sehr interessiert. Mehr und mehr wurde daraus ein semiprofessionelles Hobby.

Wie das zusammenpasst? Ganz genau weiß ich das auch nicht. Das Kaufmännisch-Buchhalterische liegt in der Familie und die dabei notwendige Präzision fasziniert mich und deshalb bin ich gerne in einer Halbtagsstelle tätig. Wie der Landschaftsbau hat die Grafik sehr viele kreative Möglichkeiten und beides hat auch etwas Handwerkliches. Das scheint die andere Seite meiner Person zu sein. Und außerdem ist das ein wunderbarer Ausgleich! Meinen Sie nicht auch?
Gibt es etwas, was Sie uns nicht verraten wollen?
Ja, ich plane eine Ausstellung! Wenn Sie es nicht weitersagen: 2015 soll es sein.
Frau von der Brüggen, vielen Dank für das Interview.

Nicole von der Brüggen, 1972 in Frankfurt geboren, lebt seit vier Jahren in Weinheim.

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Blick über den Zaun

Aktive Bürgerschaft startet Kampagne mit Bürgerstiftern

Was hinter dieser Kampagne steckt und warum auch unser Stifterpaar Maiwald darin vorgestellt wird, das erfahren Sie, wenn Sie hier klicken

Aktuell

Bürgerstiftung Weinheim kümmert sich um Grab von Ehrenbürger Adam von Karrillon

Am diesjährigen Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar hat sich die Bürgerstiftung Weinheim die Verschönerung des Grabes von Ehrenbürger Adam von Karrillon auf dem Alten Friedhof bei der Peterskirche vorgenommen. Die Bürgerstiftung will sich in Partnerschaft mit der Stadt Weinheim in Zukunft der Erhaltung und Gestaltung des Alten Friedhofs in besonderer Weise widmen. Eine erste Aktion im Rahmen des Projekts ist dieses Vorhaben am Freiwilligentag.
Alle, die sich an dieser Aktion beteiligen wollen, sind herzlich willkommen. Bitte wenden Sie sich an Dr. Ditmar Flothmann, Telefon 06201 61582 oder an Dr. Traute Schneider, KontaktPunkt der Bürgerstiftung Weinheim, Telefon 06201 12651

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Stifterforum der Bürgerstiftung Weinheim am Tag der Stiftungen

Das diesjährige Stifterforum wird am 1. Oktober, dem Tag der Stiftungen, stattfinden.
Es steht unter dem Motto „Schulen und Bürgerstiftung”. Eine Gesprächsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern von Weinheimer Schulen wird überlegen, in welchen unterschiedlichen Beziehungen die Bürgerstiftung zu Schulen steht und was Schulen von der Bürgerstiftung erwarten. Als Höhepunkt werden die Preisträger des Maiwald-Förderpreises 2013 gemeinsam das Ergebnis ihrer Arbeit vorstellen: Hundertwasser traf Musik handgemacht an der Johann-Sebastian-Bach-Schule (siehe Bericht weiter oben) und präsentiert an diesem Abend gemeinsam mit der Hans-Freudenberg-Schule die „Klangskulptur”. Anders ausgedrückt: Kultur trifft Bildung!

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Veggie-Brunch

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Forum

Fanmails

„… wie immer lesenswert und erstaunlich, was da alles so läuft!“

MK

„Wouw!!!! Bin absolut platt!!! Das nimmt ja FORMEN an!!“
„… ganz toll und absolut wunderbar, was die Bürgerstiftung wieder alles angeleiert hat!! Mich beeindruckt diese Mixtur zwischen Kultur, Bürgeraktivität , „Gutes-Tun“, Forum-Schaffen ungemein!!!“
DO

„Die heutige Stifterpost ist wieder besonders gut gelungen. Meine Gratulation.“
KHS

„Die Stifterpost ist für mich stets eine interessante und willkommene Lektüre. Ich lerne immer etwas dazu und freue mich über Anregungen. Besonders gut gefallen hat mir das Gedicht von Friederike Mayröcker, das von Jochen Gelberg ausgesucht und einfühlsam kommentiert wurde. Ja, ich verstehe jetzt endlich, warum mir mein selbst gesäter Ginkgo so wichtig ist.

Ingrid Noll

Das Mayröcker-Gedicht finden Sie in hier

Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollen einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

Oder Sie schreiben erst einmal eine Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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Lust auf Schreiben?

Sie schreiben gerne Mails oder Briefe oder andere Texte und würden gerne einmal in der Gruppe mitarbeiten, die die Stifterpost der Bürgerstiftung Weinheim vorbereitet, Texte schreibt, redigiert und das Ganze in die richtige „technische” Form bringt, wie sie vor Ihnen auf dem Bildschirm erscheint?
Dann rufen Sie ohne Scheu an (Telefon 06201 63254) oder schreiben Sie an uns. Alles Weitere klären wir bei einer Tasse Tee oder Kaffee!

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier.

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Stifterpost abbestellen

Wir möchten die „Stifterpost” nur an Personen versenden, die wirklich interessiert sind. Wenn Sie die „Stifterpost” abbestellen wollen, klicken Sie bitte hier!

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 Weinheim
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 Weinheim
Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de
Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen RechtsRedaktion: Adalbert Knapp
Texte: Jennifer Drum, Sabine Endrich, Hans-Joachim Gelberg, Harald Haag, Adalbert Knapp, Thomas Lammer, Albrecht Lohrbächer
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Nicole von der Brüggen, Dietrich-Bonhoffer-Schule, Johann-Sebastian-Bach-Schule, Adalbert Knapp, Gernot Ruoff
Mitarbeit: Brigitte Burger, Monika Endriss, Gunter Faigle, Marcus Graf und Claudia WernerLayout und Webdesign:
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hans-jürgen fuchs
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