stifterpost-nr.-22-januar-2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

„Sieben Kinder und sechs Sprachen”, ein „Hammer-Typ” und ein Gesundheitstag für Lehrkräfte, 1100 Euro für die Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder und die Erinnerung an ein Weihnachtsfest in grauer Vorzeit, der Blick auf das Jubeljahr „100 Jahre Community Foundations in den USA” (noch sind die uns nicht nur an Jahren voraus), Theatertage für Grundschulen und das abschließende Theaterfest mit Ingrid Noll als Schirmherrin: Einen bunten Strauß des Förderns und Gestaltens hat diese Stifterpost wieder einmal gebunden. Dass das auch mit „Strategischer Planung mit Bodenhaftung – einem Thema auch für Bürgerstiftungen” zu tun hat, das wird Professor Wolfgang Anders, Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen, beim Stifterforum am 3. April erläutern.
Viel Freude bei der Lektüre (Termine Basar am 15. März und Stifterforum am 3. April notieren!) und
herzliche Grüße
Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Versöhnung

Wieder ein Morgen
ohne Gespenster
im Tau funkelt der Regenbogen
als Zeichen der Versöhnung

Du darfst dich freuen
über den vollkommenen Bau der Rose
darfst dich im grünen Labyrinth
verlieren und wiederfinden
in klarer Gestalt

Du darfst Mensch sein
arglos

Der Morgentraum erzählt dir
Märchen du darfst
die Dinge neu ordnen
Farben verteilen
und wieder
schön sagen

an diesem Morgen
du Schöpfer und Geschöpf

Rose Ausländer
(Aus: Im Aschenregen die Spur deines Namens, S. Fischer, Frankfurt 1984)

Foto: Alexa Gelberg

Rose Ausländer gehört zu den großen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. In ihren Gedichten beschreibt, beschwört sie, was sie erlebt. Zum Beispiel einen schönen Morgen, ohne die Schmerzgespenster der Nacht. Immer wieder prüft und fragt sie sich: „Wer bin ich / wenn ich nicht schreibe?” Schreiben war für sie überlebenswichtig. So sind ihre Gedichte Lebensboten. Man muss sie nicht erklären. Sie sprechen für sich, klar und eindringlich, Wort für Wort offen und schön. „Lautlose Worte, Fischworte”, sagt Marie Luise Kaschnitz in einem Gedicht über Rose Ausländers Lyrik. Was wirklich zählt: „Wirf deine Angst / in die Luft (…) Sei was du bist / Gib was du hast”. Sie hat an die 3000 Gedichte geschrieben. „Versöhnung” entstand 1976. Ab 1965 lebte Rose Ausländer, zuletzt krank und bettlägerig, im Jüdischen Altersheim Düsseldorf, wo sie 1988 starb.
Ihr Leben war nicht leicht. 1901 geboren (als Rosalie Scherzer) in Czernowitz /Bukowina, damals noch ein Ort voller Poesie (in vier Sprachen). Sie studierte, wanderte 1921 in die USA aus, arbeitete dort in einer Bank. Die Ehe mit Ignaz Ausländer wurde nach drei Jahren geschieden. 1931 kehrte sie nach Czernowitz zurück, um ihre kranke Mutter zu pflegen. Die furchtbare deutsche Besatzungszeit 1941 – 1944 mit der Judenverfolgung überlebte sie (wie auch Paul Celan) im Getto. 1946 übersiedelte sie erneut nach New York, arbeitete wieder in einer Bank und schrieb Gedichte in englischer Sprache. Über Israel und Wien kam sie dann nach Deutschland, ihre Sprachheimat. „Wir wohnen / Wort an Wort / Sag mir / dein liebstes / Freund / meines heißt / DU”.
Hans-Joachim Gelberg

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Nachgefragt

Sieben Kinder und sechs Sprachen oder Ich heiße Alexandra und komme aus …

Mehr als sieben Millionen Menschen mit ausländischem Pass leben in Deutschland, viele von ihnen sind Kinder. Um für solche Kinder ohne jede Deutschkenntnisse das Leben und Lernen in der Schule und im Privaten zu erleichtern, hat die Bürgerstiftung Weinheim in Kooperation mit der Volkshochschule Badische Bergstraße auf Antrag der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule das Pilotprojekt „Deutsch intensiv” gestartet.
Eine Gruppe von sieben Kindern und Jugendlichen aus Korea, Rumänien, Bosnien, Bulgarien, Polen und der Türkei ohne jegliche Kenntnis der deutschen Sprache bekommen in ca. 80 Schulstunden die nötigen Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermittelt.
Ulrike Bührer und Karin Mead unterrichten die 11- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen. Beide Lehrkräfte an der Volkshochschule verfügen über langjährige Erfahrung im Unterricht mit Deutsch als Fremdsprache.
Um die Kinder nicht zu überfordern und sie so früh wie möglich in ihre Stammklassen zu integrieren, erhalten sie in drei Stunden pro Tag Intensivunterricht. Die Kurszeiten sind so flexibel, dass die Kinder an allen Unternehmungen ihrer Klassen teilnehmen können.
Die Lehrerinnen und die Schulleitung der Werkrealschule sind begeistert vom Engagement und Lernwillen der Schülerinnen und Schüler, die sich jeden Tag auf den Deutschunterricht freuen. Sie sind nach vier Wochen Intensivkurs schon in der Lage, flüssig ihre Biografie zu erzählen und Fragen zu beantworten. Für die sieben Schülerinnen und Schüler wie auch für deren Eltern steht fest, dass dieser Deutsch-Intensivkurs ein richtiger und wichtiger Schritt auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Leben in Deutschland ist.
Rektor Frank Bausch und Konrektor Thomas Lammer, der Initiator des Projekts, bedankten sich sehr herzlich bei der Bürgerstiftung Weinheim, dem Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart (WUB) und der Volkshochschule (vhs) für die fruchtbare Zusammenarbeit. Sie war durch die Fusion der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule mit der Karillonschule wichtig: durch das erhöhte Schüleraufkommen stehen nicht genügend schuleigene Lehrkräfte für ein solches Projekt zur Verfügung. Besonders wichtig sind die kurzen Wege und engen Verbindungen von Werkrealschule, vhs, WUB und Bürgerstiftung.
Auch nach Abschluss des Kurses sollen die Kinder nicht alleine gelassen werden. Eine enge pädagogische Betreuung, Projekte zu sozialer Kompetenz und später das Paten-Programm des WUB zum Erwerb von vorbereitenden Kompetenzen für Ausbildung und Beruf ermöglichen gute Zukunftschancen. Nicht zuletzt ist die enge Kooperation der einzelnen Schularten der Dietrich-Bonhoeffer-Schule untereinander von Vorteil. Schulartübergreifende Arbeitsgemeinschaften und Veranstaltungen fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und die soziale Kompetenz aller Schülerinnen und Schüler.
Aufgrund des Erfolgs des Pilotprojekts „Deutsch intensiv” geht es im Februar mit weiteren 80 Unterrichtsstunden weiter.

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„Der Typ ist ein Hammer”: Thorsten Gellings präsentiert Klangskulptur

Am Donnerstag, den 12. Dezember 2013 wurde in der Hans-Freudenberg-Schule in Weinheim ein prämiertes Projekt des „Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreises” der Bürgerstiftung vorgestellt: eine Klangskulptur, die Schüler der Hans-Freudenberg-Schule unter Leitung von Horst Busse und einem Lehrerteam geschaffen haben und die Thorsten Gellings fulminant zum Klingen brachte.
In dem Projekt hatten die Schüler des Lehrgangs „Vorqualifizierung Arbeit und Beruf” ihre handwerklichen Fähigkeiten verbessern und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können und dadurch ein wunderbares Kunstwerk geschaffen.
Drei Schüler, die am Projekt mitgearbeitet haben, stellten die Objekte vor, die sie selbst gefertigt hatten. Man merkte allen an, wie viel Freude die Arbeit bereitet hatte. Die 14-tägige Zusammenarbeit war für alle Beteiligten ein bereicherndes Erlebnis. Auch die beteiligten Lehrer kamen zu Wort, die die Schüler vor allem auch für ihr Durchhaltevermögen lobten. Daraufhin spielte Thorsten Gellings, ein bekannter Weinheimer Schlagzeuger, zwei Stücke auf der großen Klangskulptur.

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Im Gespräch mit Dr. Adalbert Knapp betonte Gellings, dass die Verwendung von natürlichen Materialien wie Holz oder Metall sehr ursprüngliche Klangfarben ermöglicht. Mit der unterschiedlichsten Art von Schlägeln, einem Geigenbogen und den bloßen Händen präsentierte er ein breites Klangspektrum. Er hob hervor, dass jedes einzelne Objekt der Klangskulptur auch für sich alleine stark und besonders sei. Gellings begeisterte das Publikum mit seinen Improvisationen, die allerdings auch vorstrukturiert seien. Er beschäftige sich schon seit Langem intensiv mit Neuer Musik und halte es nicht für sinnvoll, in Schubladen von „ernster” oder Jazz- oder Popmusik zu denken. Wichtig sei, sich auf die beim Musizieren entstehende Energie zu konzentrieren und diese möglichst auf das Publikum zu übertragen. Schon seit seinem sechsten Lebensjahr spielt der Lehrer an der Musikschule Schlagzeug. Inspirationen bekomme er auch durch Begegnungen mit fremden Musikkulturen auf seinen Weltreisen, insbesondere in Asien und Lateinamerika. Er wünscht sich, dass Jugendliche ihren Horizont über die MP3-Player-Musik hinaus durch eigenes Gestalten erweitern, sich also selbst an das Musizieren herantrauen.
Das Publikum konnte dieses eigene Musizieren gleich in die Tat umsetzen: Die Interessierten stellten unter Anleitung von Gellings ihr Können unter Beweis und spielten unter dem Titel „Geburtstagspartitur” ihren je individuellen Rhythmus, der durch die vorgegebene Struktur „zusammengehalten” wurde und so durch besonderen Charme überzeugte.
„Der Typ ist ein Hammer”, meinte einer der verantwortlichen Lehrer über Thorsten Gellings und traf damit sicher die Einschätzung der gesamten Zuhörerschaft.
An der Klangskulptur haben diese Schüler mitgewirkt: Samuel Yaman, Enoer Sabani, Timo Kammermeyer, Tugay Dunuk, Mike Rettig, Lars Hoffmann, Erdonis Gasi, Patrick Heufe, Murat Yildiz, Ann-Kathrin Cardano, Sabrina Eckard, Lara Gerber und Natascha Cannert.

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Eine gelungene Veranstaltung: Gesundheitstag für die Lehrkräfte der Hans-Freudenberg-Schule

Am Montag, den 16. Dezember 2013 stand für das gesamte Kollegium der Hans-Freudenberg-Schule ein Thema im Mittelpunkt: Wie gestalten wir unseren Schulalltag so, dass Begeisterungsfähigkeit, Initiative, Kreativität und die Arbeitsfreude erhalten und neu gewonnen werden können. Im Rahmen eines schulinternen Gesundheitstages standen verschiedene Vorträge und Workshops zu diesem Thema auf dem Programm.
So befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem mit den Themen Resilienz (laut Wiki ist das die Fähigkeit eines Systems, mit Veränderungen umgehen zu können), Brainflow („Wir bauen die Erholungsfähigkeit auf und Energiefresser im Alltag ab”), Stimmbildung, Stressbewältigung und Rückengesundheit. Verschiedene Experten und Trainer standen bei diesen Vorhaben zur Verfügung. Dr. Maximilian Fischer, Leitender Werksarzt der Unternehmensgruppe Freudenberg, und Dr. Heiko Pult, Optik Riede, informierten das Kollegium darüber, wie man sich schützen kann vor psychischen Erkrankungen, verspannten Schultern, Nackenschmerzen und müden Augen. Auch die AOK war mit ihrem Programm „Lebe Balance” beteiligt.
„Eine gelungene Veranstaltung”, so das Fazit des gesamten Kollegiums, die auch dank der finanziellen Unterstützung der Bürgerstiftung möglich war.

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1100 Euro für die Hausaufgabenhilfe für Weinheimer Flüchtlingskinder

Erkennbar zufrieden sind die Mitwirkenden bei einer Aktion zugunsten der Hausaufgabenhilfe für Weinheimer Flüchtlingskinder, als sie der Vorsitzenden Elfi Rentrop für die Flüchlingshilfe e.V. 1100 Euro übergeben konnten.
Schüler des Technischen Berufskollegs mit dem Schwerpunkt Kommunikation und Gestaltung hatten auf Initiative der Bürgerstiftung Weinheim Weihnachtskarten gestaltet, die die Bürgerstiftung seit Ende November vertrieben hat.
20 Verkaufsstellen waren bereit, die Karten für einen guten Zweck anzubieten: von A wie Apotheken über B wie Buchhandlungen und Blumengeschäft oder C wie Copythek, K wie Krankengymnastik, M wie Mode, N wie Naturkost, O wie Optik, R wie Reformhaus bis T wie Tourismusmarketing. Außerdem gaben Institutionen wie die Musikschule, eine Anwaltskanzlei, eine Abteilung der BASF und ein Förderverein „Großaufträge”, und die Bürgerstiftung konnte ihren Stifterinnen und Stiftern von Zeit und Geld mit „eigenen” Karten ein frohes Fest wünschen.
Allen, die gerne und großzügig bereit waren, mit dabei zu sein, danken die Initiatoren sehr herzlich und freuen sich darauf, im nächsten Jahr vor allem für Großkunden etwas früher auf den Markt zu kommen und so den „Gewinn” deutlich zu steigern.Im Bild v.l.n.r.:Price Bryan, Max Lauinger, Sahien Rabeehy, Nicklas Riehl, Jonas Ziemmerschied, Marc Keller, Schulleiterin Kreszentia Amann, Jason Colin, Swantje Göschel, Elfi Rentrop, Marlies Drissler, Monika Endriß und Adalbert Knapp.

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50 Päckchen mehr

„Die Spendenbereitschaft der Weinheimerinnen und Weinheimer war bei der Weihnachtsbaumaktion der Bürgerstiftung Weinheim wieder einmal überwältigend”, so die Koordinatorin der Aktion Marga Ruoff vom Vorstand der Bürgerstiftung. Obwohl es diesmal 50 Kinder mehr waren, deren Wünsche erfüllt werden konnten, waren die 151 Geschenkwünsche innerhalb von wenigen Tagen von den vier Weihnachtsbäumen abgepflückt.
Die Bürgerstiftung dankt den Spenderinnen und Spendern im Namen aller beschenkten Kinder von ganzem Herzen. Wieder einmal kam dank der optimalen Zusammenarbeit mit Caritas, Diakonie und dem Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren unter der Koordination von Simone Müller nur Weihnachtsstimmung im Helferteam auf. Wieder war es gelungen, Familien am Weihnachtsabend eine Extrafreude zu bereiten.

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Das Porträt

„Tut allen Kindern gut”

Ein Besuch bei Ingrid Noll, der Schirmherrin der Ersten Weinheimer Theatertage für Grundschulen
„Das ist doch selbstverständlich und tut allen Kindern gut”, antwortete Ingrid Noll auf die eher rhetorische Frage, warum sie gerne die Schirmherrschaft für die Ersten Weinheimer Theatertage für Grundschulen übernommen hat. Die Kinder machen beim Theaterspielen ganz neue Erfahrungen mit sich, erleben, dass sie in einer Rolle ganz anders sein können und dürfen als im Alltag, und die Bestätigung durch die anderen Kinder ist auch ganz anders. Wir sind ganz schnell bei den Enkeln, die am wöchentlichen Großelterntag das Wohnzimmer zur Bühne werden lassen und in aller Freiheit ihr Theater spielen. Deshalb wird Ingrid Noll gerne in ihrer alten Wirkungsstätte (als vormalige Elternvertreterin) beim Theaterfest am 14. Februar im Musiktheater der Dietrich-Bonhoeffer-Schule als Schirmherrin den Applaus verstärken.

Unprätentiös und selbstverständlich plauderte Ingrid Noll im Gespräch mit der Initiatorin und Leiterin der Theatertage, Monika Endriß, und Adalbert Knapp von der Bürgerstiftung über ihr neues Buch, alte Multschulzeiten, ihren wunderbaren Verlag und die Rolle von Lektorinnen. Auch die katholische Schule kam noch dran, die Ingrid Noll in ihrer Jugend besucht hat. Ob es ihrer späteren Profession genutzt hat, dass die Deutschlehrerin sie angehalten hat, den Schulaufsatz nicht nur zügig und schnell zu schreiben, sondern die dadurch gewonnene Zeit zu nutzen, um die Fehler zu korrigieren und so die Note um zwei Stufen zu verbessern?

„Hab und Gier”, der soeben erschienene neue Roman, spielt in Weinheim und ist dennoch kein Heimatroman. Allerdings sind Weinheim und die Region irgendwie doch Heimat: Immerhin leben alle drei Kinder des Ehepaars Gullatz nach Ausflügen in die weite Welt wieder an der Bergstraße. Wegen der Eltern und Großeltern, natürlich, wegen der alten Freunde, natürlich auch deshalb, weil es hier besonders schön ist …

Ingrid Noll lebt seit den 60er Jahren in Weinheim. Als Schirmherrin der Theatertage für Grundschulen spendete sie für dieses Projekt der Bürgerstiftung eine namhafte Summe.
Sie gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Krimi-Autorinnen der Gegenwart. Ihre Bücher wurden bislang in 21 Sprachen übersetzt. Fünf der Romane wurden verfilmt.

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Blick über den Zaun

100 Jahre Community Foundations in den USA – Bürgerstiftungen seit 1996 auch bei uns

Frederick Goff, Gründer der Cleveland Foundation, formulierte vor 100 Jahren:
„Es wäre schön, wenn jemand, der sein Testament aufsetzt, zu einer dauerhaft bestehenden Organisation gehen und sagen könnte: Hier ist eine große Geldsumme. Ich möchte sie hinterlassen, um das Gemeinwohl vor Ort zu fördern. Da ich nicht weiß, was in 50 Jahren die größten Bedürfnisse sein werden, gebe ich sie in Ihre Hände, um zu entscheiden, was getan werden soll.”
1914 entstand so die erste „Community Foundation” in Cleveland, Ohio, 1921 ging es mit dem Obolus einer Witwe weiter.
1976 wurde in Großbritannien die erste Bürgerstiftung in Europa gegründet, 1996/97 entstanden Bürgerstiftungen in Gütersloh und Hannover und 2005 wurde die Bürgerstiftung Weinheim gegründet.
Deutschland hat nach den USA weltweit inzwischen die meisten Bürgerstiftungen.
Wir informieren Sie über weitere Aktionen der Kampagne zur Unterstützung einer wunderbaren Idee, der Bürgerstiftung.

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Aktuell

Erste Weinheimer Theatertage für Grundschulen starten

Vom 12. bis 14. Februar führen erfahrene Schauspieler und Theaterpädagogen an fünf Weinheimer Grundschulen Theater-Workshops durch.
Stefanie Jerg arbeitet mit der zweiten Klasse der Friedrich-Grundschule zum Thema „Türen, Tore, Träume”, ebenfalls mit einer zweiten Klasse geht es mit Florian Kaiser in Lützelsachsen um „Grimmige Märchen”, in Oberflockenbach ist es die dritte Klasse, die mit Fee Vajna „Mensch ärgere dich nicht” erspielt, in Rippenweier überlegt eine jahrgangsübergreifende dritte und vierte Klasse mit Corinna Preisberg, ob der Satz stimmt: „Mut tut gut”. Rob Doornbos wird mit einer vierten Klasse der Waldschule dafür sorgen, dass „Der große Umzug” klappt, obwohl „alles neu” ist.
Bei einem Theaterfest im Musiktheater der Dietrich-Bonhoeffer-Schule am Freitag, 14. Februar um 16:30 Uhr geben alle Gruppen Einblick in das Ergebnis ihrer Arbeit.Ingrid Noll hat die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen, „weil so etwas allen Kindern guttut” (siehe „Im Porträt”). Der Schirmherrin, der Volksbank Weinheim Stiftung und privaten Spendern dankt die Bürgerstiftung für die großzügige Unterstützung sehr herzlich, nicht zuletzt aber Monika Endriß, der Erfinderin und Projektleiterin der „Ersten Weinheimer Theatertage für Grundschulen”.

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Neues und Gebrauchtes zu Superpreisen

Basar im Rolf-Engelbrecht-Haus am Samstag, 15. März 2014 von 10:00 bis 13:00 Uhr

Die Bürgerstiftung Weinheim öffnet einmal im Jahr die Tore des Rolf-Engelbrecht-Hauses für ihren großen Basar mit attraktiven Angeboten „vom Kochtopf bis zum Ausgehrock” zu kleinsten Preisen.
Zugleich fördert jede Besucherin und jeder Besucher mit dem Kauf, mag er noch so klein sein, ein wichtiges Projekt der Bürgerstiftung, denn der Verkaufserlös geht zu 100 Prozent in die Finanzierung gemeinnütziger Vorhaben in unserer Stadt.
Vorstand und Stifterrat werden bei der Vorbereitung und Durchführung des Basars unterstützt von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, Stifterinnen und Stiftern mit ihren Familienmitgliedern und Freunden.
Sind Sie auch am 15. März im Rolf-Engelbrecht-Haus dabei?

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Stifterforum 2014

Auch für das Stifterforum 2014 haben wir uns wie im letzten Jahr zwei Themen vorgenommen.
Professor Dr. Wolfgang Anders, Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen, wird sprechen über „Strategische Planung mit Bodenhaftung – auch für Bürgerstiftungen ein Thema!”
Wolfgang Anders ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Management an der Fachhochschule Ludwigshafen.
Außerdem wollen wir uns unter dem Titel „Schulen und Bürgerstiftungen” mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulen austauschen, mit denen die Bürgerstiftung Weinheim zusammenarbeitet.
Wir freuen uns auf Sie am
Donnerstag, 3. April 2014 um 19:30 Uhr im Saal der ehemaligen Mission, Bergstraße 45

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Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollen einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

Oder Sie schreiben erst einmal ein Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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Lust auf Schreiben?

Sie schreiben gerne Mails oder Briefe oder andere Texte und würden gerne einmal in der Gruppe mitarbeiten, die die Stifterpost der Bürgerstiftung Weinheim vorbereitet, Texte schreibt, redigiert und das Ganze in die richtige „technische” Form bringt, wie sie vor Ihnen auf dem Bildschirm erscheint?
Dann rufen Sie ohne Scheu an (Telefon 06201 63254) oder schreiben Sie an uns. Alles Weitere klären wir bei einer Tasse Tee oder Kaffee!

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier.

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Stifterpost abbestellen

Wir möchten die „Stifterpost” nur an Personen versenden, die wirklich interessiert sind. Wenn Sie die „Stifterpost” abbestellen wollen, klicken Sie bitte hier!

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 Weinheim
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 Weinheim
Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de
Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.Redaktion: Adalbert Knapp
Texte: Aktive Bürgerschaft, Johanna Danz, Christiane Ernst, Hans-Joachim Gelberg, Adalbert Knapp, Max Müller, Michail Öztürk.
Bilder:
Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Michael Endriß, Adalbert Knapp
Mitarbeit: Brigitte Burger, Monika Endriß, Gunter Faigle, Marcus Graf und Claudia WernerLayout und Webdesign:
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