stifterpost-nr.-20-juli-2013


Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

Sie sind hoffentlich nicht grundlos vergnügt, wenn Sie wieder einmal die Stifterpost auf Ihrem Bildschirm haben. Diesmal mit einem langen Gedicht von Mascha Kaléko, das dazu einlädt, es mitsamt den Gedanken von Hans-Joachim Gelberg auszudrucken, im Urlaub hervorzuholen und zu staunen: „Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu! / Ich freu mich, dass ich … Dass ich mich freu.”
Die Redaktion hat es gefreut, dass sie wie im vergangenen Jahr Verstärkung durch eine Klasse des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums der Helen-Keller-Schule bekommen hat. Die Berichte über die Nachhilfe für Flüchtlingskinder, das dritte Denken-Seminar der Bürgerstiftung und die Gitarrenkurse an der Helen-Keller-Schule stammen von den Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten. Dem betreuenden Lehrer Markus Thielsch sei herzlich gedankt!
Und Ihnen natürlich auch, für die interessierte Lektüre und Offenheit!
Schöne Urlaubs- und Sommertage

Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Mascha Kaléko
Sozusagen grundlos vergnügtIch freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen
Und dass es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
– Dass Amseln flöten und dass Immen summen,
Dass Mücken stechen und dass Brummer brummen.
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht
Und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, dass ich bin.In mir ist alles aufgeräumt und heiter:
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchem Tag erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
– Weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!
Ich freu mich, dass ich … Dass ich mich freu.

(Aus: Mascha Kaléko, Mein Lied geht weiter. Hundert Gedichte, dtv 2007)

Ihre Gedichte muss man nicht erklären, sie sind von wunderbarer Einfachheit und haben etwas von einem zarten Lächeln. Hinzu kommen Wehmut wie Selbstironie, auch Humor und manche Schnoddrigkeit (Seltene Gaben in der deutschen Lyrik!). „Mein meistgesprochenes Wort als Kind war ‚nein’”, dichtet sie im Interview mit sich selbst. Es ist die besondere Tonlage, die anmutige Melodie ihrer Gedichte, die viele Leser bezaubert. Das vorliegende Gedicht ist Optimismus pur. Sicher keine große Lyrik, Gebrauchslyrik eben. Und Alltagsbewältigung – darum ging es ihr ein Leben lang. Man freut sich, liebt sich selbst und somit auch den Nächsten. Das ist gute Botschaft. Bei Matthias Claudius klingt es in „Täglich zu singen” (anno 1778) beinahe ähnlich: „Ich danke Gott und freue mich / … / Dass ich bin, bin! Und dass ich dich, / Schön menschlich Antlitz! habe.” Späterhin, in „Kurzes Gebet”, dichtet Mascha Kaléko demütig: „Herr, lass mich werden, der ich bin / In jedem Augenblick. / Und gib, dass ich von Anbeginn / Mich schick in mein Geschick.”
Das hier abgedruckte Gedicht aus dem Nachlass ist etwa 1930 entstanden. Mascha Kaléko hat es nie veröffentlicht. Es gab wohl auch wenig Anlass, grundlos vergnügt zu sein. Ihr Leben war voll furchtbarer Schwernis. Im fernen Westgalizien 1907 geboren (ihr Vater war Russe, die Mutter Österreicherin) gelangt sie 1918 nach Berlin und erlebt dort ihre einzige (allzu kurze) Glanzzeit. Als der Berliner Tagesspiegel allwöchentlich ein Gedicht von Mascha Kaléko vorstellt, ist sie gerade erst mal vierundzwanzig. Sie bekommt Kontakt zum Kreis der Kästner, Tucholsky, Ringelnatz. „Das lyrische Stenogrammheft”, ihr erstes Buch, erscheint 1933 im angesehenen Rowohlt Verlag. Alsbald gehört es dann zu den „verbrannten Büchern” der Nazis. Die Jüdin Mascha Kaléko kann 1938 gerade noch rechtzeitig nach New York entkommen und bleibt dort zwanzig Jahre. Spätere Lebensstation ist Jerusalem. Sie stirbt 1975 nach schwerer Krankheit in Zürich.

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Nachgefragt

Wie Babys die Welt betrachten

Drittes Elternseminar der Bürgerstiftung

Zum dritten Mal führt die Bürgerstiftung unter Federführung von Stiftungsrat Dr. Peter Schuster
ein Elternseminar in Zusammenarbeit mit der GRN-Klinik durch.
Das Seminar befasst sich mit der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren, die Vorträge greifen verschiedene Einzelthemen auf. Am 8. Mai ging es um die Wahrnehmungs- und Denkentwicklung bei Babys und Kleinkindern in den ersten drei Lebensjahren.
Zu Beginn erläuterte Stefanie Peykarjou die Meilensteine der Wahrnehmungs- und Denkentwicklung. Im weiteren Verlauf ging sie auf die Beobachtung der Entwicklung des Denkens ein, wobei sie die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in den Vortrag durch Diskussionen einbezog.
Um den Teilnehmenden den Einstieg in die Themen zu erleichtern, verwendete Stefanie Peykarjou zahlreiche Bilder, Kurzfilme und anschauliche Statistiken. Ein besonderer Aspekt ihres Vortrages war das Denken im Allgemeinen, worunter man das Darstellen sowie das Symbolisieren, das räumliche Ordnen und das Planen im Sinne des Problemlösens versteht.
Zusätzlich zu diesem Seminar bietet der von der Bürgerstiftung Weinheim herausgegebene Ratgeber „Denken von der ersten Minute an” eine Hilfe für Eltern und Angehörige.
Die Referentin Stefanie Peykarjou ist Entwicklungspsychologin, die nach einer Erzieherinnenausbildung ein Psychologiestudium an der Universität Heidelberg absolvierte.
Die Vielfältigkeit der Besucher des Elternseminars führte dazu, dass Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln gestellt wurden, wodurch es zu regen Diskussionen kam.
Der letzte Abend des Seminars findet am 24. Juli um 19:00 Uhr in der GRN-Klinik statt. Das Thema ist: „Zur Selbstregulation in den ersten drei Lebensjahren”.
Eine unverbindliche Anmeldung im Sekretariat Dr. Lelia Bauer, Telefon 06201 892701, ist erbeten.

Autorinnen: Vanessa Oberle, Elisabeth Koltes, Asena Isik, Sophie Rothe

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Geflohen – wie geht es weiter?

Lernen durch Lehren: Arbeitskreis Asyl ermöglicht Flüchtlingskindern Nachhilfe

Die in Weinheim lebenden Flüchtlinge kommen in der Mehrzahl aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus China. Einige stammen auch aus Nordkorea, aus dem Iran und dem Irak, neuerdings auch aus afrikanischen Ländern und Sri Lanka. Diesen Menschen eine Perspektive zu geben, ist das Ziel der täglichen Arbeit des Arbeitskreises Asyl Weinheim. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Flüchtlinge bei Behördengängen, unterstützen bei Arztbesuchen, helfen bei der Arbeitsuche oder haben einfach nur ein offenes Ohr für Probleme und Fragen. Sie helfen auch beim Erlernen der deutschen Sprache und bei schulischen Angelegenheiten.

Als 1985 die ersten Flüchtlinge nach Weinheim kamen, gründeten Pfarrerin Elfi Rentrop und Pfarrer Albrecht Lohrbächer als Beauftragte der Evangelischen Kirchengemeinde Weinheim und des Kirchenbezirks Ladenburg-Weinheim den Arbeitskreis Asyl.

Es stellte sich heraus, dass besonders Kinder unter der Flüchtlingssituation leiden. Meist haben sie große Probleme mit der deutschen Sprache und somit schulische Schwierigkeiten.
Zuerst wurden die Kinder in größeren Gruppen innerhalb der Flüchtlingssiedlungen unterrichtet.
Später konnte sich der Arbeitskreis die Unterstützung der Freudenberg Stiftung sichern, die das Projekt „Nachhilfe für Flüchtlingskinder” fünf Jahre lang gefördert hat. Das Projekt wird auch von der Bürgerstiftung Weinheim unterstützt.

So war es nun möglich, fast jedem Kind einen eigenen Nachhilfelehrer zur Verfügung zu stellen. Die Kinder, die die Nachhilfe in Anspruch nehmen, sind zwischen 6 und 15 Jahren und besuchen eine der Weinheimer Grund-, Haupt-, Werkreal- oder Förderschulen. Die Nachhilfelehrer sind vorwiegend Schüler oder Studenten, die den Flüchtlingskindern zu helfen, aber auch jeder andere kann seine Hilfe anbieten. Die Entlohnung erfolgt durch ein geringes Taschengeld, vor allem aber durch neue Erfahrungen und Erlebnisse. Das dafür ausgestellte Zertifikat wird an Universitäten und bei Arbeitgebern gerne gesehen. Die Nachhilfelehrer kommen gerne zu ihren Schützlingen, da Erfolge schnell zu erkennen sind. Besonders freuen sich Lernende und Lehrende, dass Kinder mit Hilfe des Nachhilfelehrers von der Haupt- auf die Realschule wechseln können und somit bessere Zukunftschancen haben. Der Unterricht besteht nicht nur aus dem systematischen Vermitteln von fachgebundenen Themen, sondern auch aus Gesprächen und Spielen. So wird den Kindern nicht nur die deutsche Sprache nähergebracht, sondern es entstehen auch neue Freundschaften mit den Flüchtlingen.

Das „Kollegium” der Nachhilfelehrer freut sich über Zuwachs und der Arbeitskreis Asyl über Sponsoren, die dieses Projekt als Nachhilfelehrer oder als Sponsor unterstützen möchten. Über einen Anruf freut sich Elfi Rentrop, Telefon 06201 15967.

Autorinnen: Julia Otto, Randi Schäufele, Mareike Henn, Eva-Maria Hofmann, Ilja Cistjakov

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Das World Music Festival 2013 in Innsbruck

Das World Music Festival in Innsbruck findet alle drei Jahre statt. Teilnehmen können Orchester, Ensembles und Kammermusiker in allen Stufen. Dieses Jahr ging es vom 13. bis 16. Mai, und es haben insgesamt 16 Nationen teilgenommen. Am letzten Tag fand die Preisverleihung im Olympiastadion statt, wo auch das Hohner- und Europaorchester gespielt hat. Gewonnen hat in diesem Jahr das AKUD Sonja Marincovic Orchester.
Am Montag, 13. Mai um 8:00 Uhr treffen wir, der Akkordeonclub Weinheim, uns am Rolf-Engelbrecht-Haus, um die Reise nach Innsbruck gemeinsam mit einer Gruppe aus Crumstadt anzutreten, die uns im Bus fröhlich begrüßt.

Nachdem wir, der Akkordeonclub Weinheim, freitags, gemeinsam mit dem Bus in die Innenstadt von Innsbruck gefahren sind, haben wir uns gleich in den Saal für die Wertungsspiele der Höchststufe begeben. Es war beeindruckend, wie geschickt die Techniken der Spieler sind und wie exakt sie auch in einem schnellen Tempo spielen können! Beim Zuschauen und Zuhören konnten wir neue Spielweisen und Techniken entdecken. Unser eigener Auftritt am Samstagmorgen lief laut unseres Dirigenten hervorragend. Wir waren sehr stolz!
Später konnten wir auch noch die spannende Darbietung eines Orchesters miterleben, das als einziges ohne Noten gespielt hat. Jeder konnte seine gesamte Stimme einwandfrei auswendig vorspielen. Auch dadurch haben wir viele Anregungen bekommen!
Zwischen den einzelnen Stücken, die wir uns anhören wollten, gab es im Kongresscenter sehr viel für uns zu sehen. Eine große Anzahl von Noten – für Solisten, Akkordeonduette oder auch Orchester – konnte von den Besuchern eingesehen und erworben werden. Besonders beeindruckt waren wir von der Vielzahl unterschiedlicher Akkordeons. Natürlich kennen wir einfarbige Instrumente in schwarz, weiß, blau und rot, doch dass es auch mehrfarbige Akkordeons mit komplett schwarzen Tasten, mit Farbverläufen und sogar mit Glitzer und Schimmer gibt, war uns neu.
Insgesamt ein gelungenes Festival für Crumstädter und Weinheimer, sodass wir beschlossen, 2016 wieder zusammen nach Innsbruck zu fahren.

Akkordeonclub

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Gitarrenunterricht für Erzieherinnen an der Helen-Keller-Schule Weinheim

Mitte März 2013 startete das Projekt „Gitarrenkurs an der Helen-Keller-Schule”.
Geleitet wird der Kurs von Jürgen Osuchowski, dem Leiter der Musikschule Badische Bergstraße.
Die Zusammenarbeit von Helen-Keller-Schule und Musikschule eröffent den angehenden Erzieherinen die wunderbare Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen. Die Kosten werden zum großen Teil von der Bürgerstiftung Weinheim getragen. Gitarren können sowohl von den Schülerinnen selbst mitgebracht werden oder sie werden leihweise von der Helen-Keller-Schule gestellt. Gerade für die angehenden Erzieher und Erzieherinnen liegt im Erlernen eines Instruments ein unschätzbarer Wert, da die musische Erziehung der Kinder einen großen Raum einnimmt und ein Instrument ein hervorragender Begleiter für Kinderstimmen ist. Deshalb liegt der Hauptschwerpunkt beim Singen und Begleiten von Liedern im Kinder- und Volksliederbereich.
Die Hoffnung ist begründet, dass diese Unterricht auch zukünftig angeboten werden.Autorinnen: Ida-Elin Waldschmidt, Micha Roessler, Sarah Theimer, Alexandra Lukyanchikova

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Siebte Musikfreizeit in Weikersheim

Bereits im siebten Jahr in Folge nutzten Ensembles der Musikschule ein verlängertes Wochenende im Frühsommer für Intensivproben: 25 Schülerinnen und Schüler und drei Lehrkräfte der Musikschule Badische Bergstraße waren zu Gast an der Musikakademie Schloss Weikersheim. Das Gitarrenensemble „Finger Tips” unter Leitung von Ralph Fändrich und die „Abi-Band 2014” unter Leitung von Jochen Pöhlert sind seit vielen Jahren dabei. Als „Frischlinge” waren in diesem Jahr die „MuKi‘s”, das Kinder-Musiktheater unter Leitung von Tanja Mathias-Heintz, mit an Bord. Alle Gruppen haben sich intensiv auf die kommenden Aufführungen wie z. B. das Konzert mit Alter Musik, den Weinheimer Herbst oder auf die Premiere des kommenden Theaterstücks vorbereitet. Die Ensembleleiter sind sich einig darüber, dass die Kombination aus konzentrierten Proben und gemeinsamer Freizeitgestaltung ideal ist für den Zusammenhalt in der Gruppe und die musikalische Weiterentwicklung der Ensembles. Ein Musizierwochenende entspricht etwa der Probenzeit eines halben Jahres. Entsprechend sind die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet auf die kommenden Aufgaben. Eine großzügige Spende der Bürgerstiftung Weinheim hatte das Musizierwochenende auch in diesem Jahr ermöglicht. Der Teilnehmerbeitrag für die mitreisenden Schülerinnen und Schüler konnte durch die Spende erfreulich niedrig gehalten werden, sodass kein Schüler aufgrund finanzieller Engpässe daheimbleiben musste.

Jürgen Osuchowski

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Fast wie ein Fürstengrab

Das sei für die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald fast wie die Entdeckung eines Fürstengrabes, meinte Ekkehard Rieder bei der Führung der Bürgerstiftler in der Grube Marie, dem seit der Erstverleihung im Jahr 1474 betriebenen Bergwerk an der Kohlbach bei Hohensachsen. Dank einer dendrochronologischen Untersuchung konnte man das Alter des Steigbretts auf das Jahr genau datieren, das die Bergleute der Arbeitsgemeinschaft im Jahr 2004 entdeckt haben. Der für das Steigbrett verwendete Baum wurde danach im Jahr 1774 gefällt.
In Jahrhunderten zu denken, gibt die Grube Marie auch in anderer Weise Anlass: Welchen Aufwand haben unsere Vorfahren getrieben, um an Roh- und Wertstoffe zu gelangen! Beim Blei- und Silberabbau waren es im Jahr 1781 gerade 3,2 Kilogramm Silber, die in einem Zeitraum von drei Jahren von durchschnittlich 15 Bergleuten einschließlich schwerst arbeitenden Kindern gefördert wurden. Es bringt unseren derzeitigen Umgang mit den in Jahrmillionen bzw. Jahrmilliarden entstandenen „Gütern” in einen geradezu philosophischen Zusammenhang.
Die heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, hatte offensichtlich bei ihrem Wetterkollegen Petrus ein gutes Wort eingelegt. Dr. Klaus Gründel konnte deshalb bei herrlichem Wetter zusammen mit Mitgliedern von Stiftungsrat und Vorstand der Bürgerstiftung Weinheim ein historisches Werkzeug präsentieren, das mit Mitteln der Bürgerstiftung restauriert worden war: Ein Kratzer, mit dem das Bohrmehl aus den Sprenglöchern entfernt wurde. An die winterlichen Bewohnerinnen der Grube erinnerten die liebevoll gebackenen Fledermäuse. Davon, wie Kinder und Jugendliche vor Jahren die Grube als Abenteuerspielplatz nutzen, berichtete Ortsvorsteherin Monika Springer.
Allen, die noch nicht da waren, sei gesagt: Ein Besuch lohnt sich!Die nächsten Möglichkeiten sind:
27. Juli 2013 – 14:00 Uhr
24. August 2013 – 14:00 Uhr
28. September 2013 – 14:00 UhrFührungen finden in Gruppen mit maximal 10 Teilnehmern statt. Voranmeldungen über die Verwaltungsstelle Weinheim-Hohensachsen, Telefon 06201 592823. Für Gruppen sind auch gesondert vereinbarte Führungen an anderen Wochentagen möglich.
Treffpunkt ist jeweils der Eingang des Bergwerks an der Kohlbach. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Wanderparkplatz oder am Sportgelände von Hohensachsen. Die Grube ist auch mit der OEG, Haltestelle Großsachsen, Entfernung ca. 2 km, oder mit dem Bus, z. B. Haltestelle Hohensachsen, erreichbar.Adalbert Knapp

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Blick über den Zaun

50 000 Euro für die Bürgerstiftung Hirschberg

Unsere Nachbarin, die Bürgerstiftung Hirschberg an der Bergstraße, hat eine Zuwendung von insgesamt 50 000 Euro erhalten. Sie stammt von der 89-jährigen Hirschbergerin Marianne Faulhaber. Die Hälfte der Summe steht als Spende zur Verfügung und soll zweckgebunden für Projekte an Kindergärten und Schulen eingesetzt werden, insbesondere für die Themen Gesundheit, Gewaltprävention und Naturwissenschaften. Die andere Hälfte fließt als Marianne-Faulhaber-Fonds in das Grundstockkapital der Bürgerstiftung. Faulhaber, die seit 40 Jahren in Hirschberg lebt, möchte damit die Stiftungserträge langfristig Hirschberger Kindern zugutekommen lassen. „Das ist ein herausragendes Beispiel, das hoffentlich Nachahmer findet”, sagte Dr. Klaus Westmann, Vorsitzender der Bürgerstiftung, in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 4. Mai 2013. Durch die Zustiftung verfügt die Bürgerstiftung in dem Ort mit knapp 10 000 Einwohnern nun über ein Kapital von 304 000 Euro. Herzlichen Glückwunsch!

Informationen zur Bürgerstiftung finden Sie hier

Aus: mitStiften – Der Rundbrief Bürgerstiftungen | 33. Ausgabe | Juni 2013

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Aktuell

Gudrun und Karl-Heinz Maiwald-Förderpreis erstmals vergeben

Der „Gudrun und Karl-Heinz Maiwald-Förderpreis” zur Erinnerung an das Stifterpaar Maiwald möchte die schöpferischen Kräfte von solchen Kindern und Jugendlichen wecken, für die der Weg zur Kunst nicht einfach und nicht selbstverständlich ist.
Fünf Vorschläge lagen der Jury des Preises am 3. Juli vor. Da zwei der Vorschläge gleich preiswürdig erschienen, wurden zwei Preise vergeben und die Preissumme geteilt:
Die eine Hälfte von 2 500 Euro ging an das Kooperationsvorhaben „Musik handgemacht trifft Hundertwasser. Ein Begegnungsprojekt für Schüler und Schülerinnen der Grundstufe der Johann-Sebastian-Bach-Schule.” Die Jury hält die Förderung der beteiligten Kinder für besonders wichtig; sie entspreche den Vorstellungen des Preises in besonderer Weise. Weiter erschien die Verbindung von Musik, bildender Kunst und Literatur/Deutschunterricht sehr gut. Zum Dritten zeige die Kooperation von Johann-Sebastian-Bach-Schule und Musikschule, welches Potenzial eine solche Zusammenarbeit biete.
Die zweite Hälfte des Preises ging an diesen Vorschlag: „Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich Berufsvorbereitung an der Hans-Freudenberg-Schule stellen mit dem Künstler Horst Busse eine Klangskulptur her.” Neben der Förderung dieser Jugendlichen erschienen die künstlerisch-pädagogische Konzeption und die Zusammenarbeit eines Künstlers mit einer Schule besonders förderungswürdig.
Mitglieder der Jury waren: Waltraut Bucher-Olehowski, Vorsitzende des Kunstfördervereins Weinheim, Angelika Bindert Konrektorin der Erich-Kästner-Schule Ladenburg,
Iris Rüsing, Referentin bei der Stiftungs- und Fördergemeinschaft Modellprojekte GmbH Weinheim, Uschi Heil, stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende derBürgerstiftung und Mitarbeiterin beim Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart, Johannes Pförtner, Stiftungsratsvorsitzender und Dr. Adalbert Knapp, Vorstandsvorsitzender.Der Maiwald-Preis soll am erstmals bundes- bzw. europaweit stattfindenden „Tag der Stiftungen” am 1. Oktober, 19:30 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses präsentiert werden. An diesem Abend wird auch das Buch „Gudrun und Karl-Heinz Maiwald – Ein Porträt” vorgestellt.Kn

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Singfest 2014

Im Sommer 2014 wird sich wiederholen, was bereits in den Jahren 2007 und 2011 für Teilnehmer, Zuschauer und Zuhörer ein sehr schönes und fröhliches Erlebnis war: Im kleinen Schlosspark, rund um die große Zeder, soll in der zweiten Juliwoche wieder ein gemeinsames Singfest mit Kindern der evangelischen, katholischen, kommunalen und privaten Weinheimer Kindergärten sowie dem Singkreis des Bodelschwingh-Heimes stattfinden.
Die Bürgerstiftung Weinheim wird wieder von Soroptimist International Weinheim und dem Verein der Freunde und Förderer der Kultur in Weinheim, unterstützt. Neu dabei sind Musikschule Badische Bergstraße, der Vereinigung der Freunde der Musikschule sowie die Helen-Keller-Schule.
Ab Frühjahr 2014 wird für die Erzieherinnen und die Pflegekräfte der teilnehmenden Einrichtungen eine musikalische Weiterqualifizierung durch die Musikschule angeboten.
Außerdem werden diesmal angehenden Erzieherinnen der Helen-Keller-Schule (HKS) dabei sein. Für sie finden bereits Gitarrenkurse an der Musikschule statt. Ab Herbst gibt es außerdem ein Instrumentenkarusell als Koopertaion von HKS und Musikschule.
Das Rahmenthema des Singfestes 2014, „Ritter und Burgen”, orientiert sich am Stadtjubiläum 2014.Margarete Ruoff

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Forum

Glückwunsch!

„Mich beeindruckt diese Mixtur von Kultur, Bürgeraktivität, Gutes-Tun, Forum-Schaffen ungemein!!!”
D. O.„Glückwunsch zur neuen Ausgabe der Stifterpost. Sie war wieder sehr lebendig und informativ.”
D. F.„… ein höchst lebendiges, geradezu pulsierendes Gemeinschaftsunternehmen …, das sich ohne bürokratische Blindheit für mannigfache soziale Belange einsetzt, diese würdigt oder auch einfach helfen kann.”
R. H.

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Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollen einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

Oder Sie schreiben erst einmal ein Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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Lust auf Schreiben?

Sie schreiben gerne Mails oder Briefe oder andere Texte und würden gerne einmal in der Gruppe mitarbeiten, die die Stifterpost der Bürgerstiftung Weinheim vorbereitet, Texte schreibt, redigiert und das Ganze in die richtige „technische” Form bringt, wie sie vor Ihnen auf dem Bildschirm erscheint?
Dann rufen Sie ohne Scheu an (06201 63254) oder schreiben Sie an uns. Alles Weitere klären wir bei einer Tasse Tee oder Kaffee!

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier

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Stifterpost abbestellen

Wir möchten die „Stifterpost” nur an Personen versenden, die wirklich interessiert sind. Wenn Sie die „Stifterpost” abbestellen wollen, klicken Sie bitte hier!

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 Weinheim
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 Weinheim
Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de
Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.Redaktion: Dr. Adalbert Knapp
Texte: Akkordeonclub Weinheim, Ilja Cistjakov, Hans-Joachim Gelberg, Mareike Henn, Eva-Maria Hofmann, Asena Isik, Adalbert Knapp, Elisabeth Koltes, Alexandra Lukyanchikova, Vanessa Oberle, Jürgen Osuchowski, Julia Otto, Micha Roessler, Sophie Rothe, Margarete Ruoff, Randi Schäufele, Sarah Theimer, Ida-Elin Waldschmidt
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Akkordeonclub Weinheim, Michael Endriß, Helen-Keller-Schule, Adalbert Knapp, Musikschule Badische Bergstraße, Christina Schäfer-Kristof, Karl-Hermann Schütz
Mitarbeit: Brigitte Burger, Gunter Faigle, Marcus Graf, und Claudia WernerLayout und Webdesign:
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