stifterpost-nr.-18-januar-2013

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

mit Dankbarkeit geht die Bürgerstiftung ins nicht mehr ganz neue Jahr.
Das Vermächtnis des Ehepaars Gudrun und Karl-Heinz Maiwald erfüllt mit Freude angesichts der hohen materiellen Zuwendung, aber auch deshalb, weil es großes Vertrauen ausdrückt.
Die Spendenaktion im Novenber vergangenen Jahres erbrachte über 8 000 Euro: Herzlichen Dank den Stifterinnen und Stiftern! Ebensolcher Dank gilt den vielen Zeitstifterinnen und Zeitstiftern. Sie werden im Mittelpunkt unsers Stiftungsforums im April stehen. Ein großes Dankeschön auch den Trägern der vielen Projekte, über die wir in der Stifterpost immer wieder berichten können.
Dank wieder einmal Hans-Joachim Gelberg dafür, dass er – jahreszeitgemäß – ein ganz besonderes Gedicht ausgewählt hat.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen

Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht,
die etwa möchten kommen;
Der Augenblick ist mein,
und nehm’ ich den in acht,
So ist der mein,
der Jahr und Ewigkeit gemacht.

Andreas Gryphius

Dieses kleine Versgebilde von Andreas Gryphius schenkte mir eine Mitarbeiterin zum Geburtstag, schon vor langer Zeit. Seither begleitet mich „Der Augenblick ist mein”, und fürsorglich beachte ich ihn. Ein Gedicht über irdisches Vergehen, das dennoch tröstet; denn es vermittelt tiefes Einverständnis mit allem, was geschehen mag und nicht in unseren Händen liegt. Auch einverstanden sein mit dem, das wir uns nicht vorstellen können.

Andreas Gryphius (1616-1664), geboren als lutherischer Pastorensohn in Glogau (Schlesien), wurde ein bedeutender und ein gläubiger Dichter seiner Zeit, die von Chaos und furchtbaren Kriegsfolgen, mit Feuer und Pest, geprägt ist. „Was frag ich nach der welt! Sie wird in flammen stehn.” Immer wieder beschwört er die Vergänglichkeit und beklagt die falschen Lebensweisen: „Das Leben kömmt mir vor als eine Rennebahn.” Und geradezu biblisch wie ein Haschen nach Wind dichtet er: „Was sag ich? Wir vergehn gleich als ein rauch von winden.” – Ganz anders nun dieses leise, fast zärtliche: „Mein sind die Jahre nicht.” Und wir sind daran erinnert, wie kostbar solch ein Jahr für uns werden kann.

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Nachgefragt

Ein Veggietag für Weinheim

Wolfgang Zotz ist der Initiator und Leiter der Gruppe, die in Weinheim als Projektgruppe der Bürgerstiftung Weinheim einen Veggietag etablieren will.
Wir wollten von Wolfgang Zotz wissen, was ein Veggietag ist und wie sich das Vorhaben umsetzen lässt.

Stifterpost: Was ist das, ein Veggietag?
Wolfgang Zotz: 2009 führte die belgische Stadt Gent einen Veggie-Dag ein. Die Idee griff über auf Deutschland. Donnerstag ist Veggietag: kein Fleisch, kein Fisch, keine Wurst. Am Veggietag bieten Restaurants, Betriebskantinen, Uni- und Schul-Mensen und Kindergärten vorwiegend oder ausschließlich fleischlose Gerichte an.

Gibt es ähnliche Initiativen auch in andern Städten?
Ja, in Deutschland bereits in knapp dreißig Städten: Frankfurt, Wiesbaden, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg – in Freiburg gefördert von der Freiburger Bürgerstiftung. Kürzlich haben sich viele Bundestagsabgeordnete für einen Veggietag in der Kantine des Bundestags ausgesprochen.

Welche Leute sind das, die in der Weinheimer Projektgruppe mitarbeiten?
Es sind verantwortungsbewusste Menschen aus verschiedenen Umfeldern und Berufen, lebenserfahren, Fleischesser und Vegetarier gemischt – alle ohne missionarischen Eifer.

Was wollen Sie erreichen?
Wir wollen einen Veggietag für Weinheim. Das ist gut für Menschen, Tiere, Klima und Umwelt. Wir werben nicht für eine ausschließlich fleischlose Ernährung – auch der Sonntagsbraten kann bleiben! Aber wir wollen, dass Weinheimer Bürgerinnen und Bürger nicht nur oder überwiegend täglich Fleisch verzehren, sondern wenigstens einmal pro Woche fleischlos essen. Richtig zubereitet schmecken vegetarische Gerichte vorzüglich. Der Veggietag lädt ein, den eigenen Fleischkonsum zu überdenken, sich von professionellen Köchen der Weinheimer Gastronomie köstliches vegetarisches Essen zubereiten zu lassen – oder es selbst zu kochen.

Wen stellen Sie sich als Kooperationspartner vor?
Die Weinheimer Restaurants, Gaststätten, Betriebskantinen, Schulen, Kindergärten, Altenheime, aber auch Privathaushalte.

Warum sollten wir weniger Fleisch konsumieren?
Der Gesundheit, der Umwelt und dem Tierschutz zuliebe:
Übermäßiger Fleischkonsum begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, manche Krebsarten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als zweimal pro Woche Fleisch und Wurst zu essen.
Die globale Tierhaltung verursacht mehr treibhauswirksame Gase als weltweit alle Autos, Schiffe und Flugzeuge zusammen!
Jeder Tag ohne Fleisch hilft, Tierleben vor der Qual durch Massentierhaltung und Tiertransporte zu bewahren. Allein in Deutschland werden täglich rund 150 000 Schweine geschlachtet.

Welches sind die nächsten Schritte?
Wir werben weiterhin bei den genannten Kooperationspartnern für unser Projekt. Je mehr und je früher sie mitmachen, umso besser für alle.

Herr Zotz, wir wünschen Ihnen und der Gruppe viel Erfolg und bedanken uns für das Gespräch.

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Ein anmutiges Ergebnis

„Sie sind grazil und zugleich voller Anmut” beschrieben die Weinheimer Nachrichten das Kunstprojekt, das Schüler der Hans-Freudenberg-Schule mit dem Künstler Horst Busse am Nikolaustag des vorigen Jahres im Schlosspark präsentierten.
Über zwei Wochen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am „Vorqualifizierungsjahr Arbeit Beruf”, angeleitet und begleitet von Horst Busse und den Lehrkräften Torsten Nesselhauf und Peter Bohrmann, an den Stämmen gearbeitet, die zuvor am Hirschkopf geschlagen und geschält worden waren.
Ohne äußeren Druck und ganz frei konnten die jungen Leute etwas ausprobieren und dabei auch noch, ziemlich hautnah, den Beitel und die Fräse und Gesichtspunkte der Farbenlehre kennenlernen.
In die Kunstwerke sind biografische Reminiszenzen eines Jungen ägyptischer Herkunft ebenso eingeflossen wie ganz spontane Ideen: die Bohrmaschine auszuprobieren und den Stamm mit Anbohrlöchern zu übersäen.
Ida Schildhauer, Schirmherrin der Schule, und Schulleiterin Kreszentia Amann freuten sich über das Ergebnis ebenso wie die Künstler Helena Cardano, Fatima Cetinkaya, Sabrina Eckard, Patrik Eder, Christina Goldiakowski, Angela Heilmann, Anita Helmeck, Pascal Hofmann, Alexander Konstantinov, Kerstin Machowski, Tatjana Rehberger, Julian Riesinger, Marc Scheller, Aycan Taktak, El-Sebail Walid und Lisa Wolf.
Bilder von der Vorstellung der Naturstämme am 6. Dezember, die das Kulturbüro der Stadt Weinheim zusammengestellt hat, finden Sie hier.

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„Blühende Bergstraße” am Pilgerhaus

Das Gartenprojekt am Pilgerhaus wächst und gedeiht – und das bereits im zweiten Jahr. Förderschüler der Peter-Koch-Schule am Pilgerhaus werden im Rahmen dieses Projektes mit Unterstützung ihrer Erzieher und Lehrer an die Gartenarbeit herangeführt. Ziel ist, ihr Interesse an der Natur zu fördern sowie durch selbständiges Arbeiten eigene Stärken kennen zu lernen und zu entwickeln. So können sie im Hinblick auf ihre spätere Berufsfindung zum Beispiel den Umgang mit unterschiedlichen Werkzeugen erproben und lernen, Verantwortung für ein Projekt zu übernehmen.
Aktuelle Aufgabe des Gartenteams ist die Pflege und Bewirtschaftung von Obstbäumen. Im Rahmen der „Blühenden Bergstraße” hat die Schafsweide an der OEG-Linie am Pilgerhaus im November 2012 neue Obstbäume erhalten, deren Pflege die Stadt in die Hände der jungen Pilgerhaus-Gärtner gelegt hat.

Unterstützt wird dieses Projekt auch durch die Bürgerstiftung Weinheim. Damit die jungen Obstbäume – darunter neben zahlreichen Apfelsorten auch Pflaumen, Kirschen und Mirabellen – gut wachsen können, haben die Jugendlichen im Vorfeld unter fachmännischer Anleitung eines Försters im Wald Pfosten geschlagen. Diese stützen nicht nur die Bäume, an ihnen ist auch ein Zaun zum Schutz vor gierigen Schafsmäulern befestigt.

Professionelle Pflege brauchen die Obstbäume das ganze Jahr über. So belegen die Jugendlichen im Frühjahr einen Baumschneidekurs, um den Bäumchen den richtigen Schnitt zu verpassen, im Sommer müssen die Bäume gewässert und abgeerntet und im Herbst wieder fit für den Winter gemacht werden.

Darüber hinaus kümmern sich die Kinder und Jugendlichen zusammen mit ihren Betreuern um Apfelbäume auf den Streuobstwiesen am Rande Weinheims. Der mit der Stadt Weinheim ausgehandelte Nutzungsvertrag umfasst neben der Ernte vor allem die Pflege der zurzeit rund 20 Bäume – eine Ausweitung ist geplant. Aus den geernteten Äpfeln pressen die Gärtner mit einer eigens dafür angeschafften Saftpresse frischen Apfelsaft, kochen Marmelade und versorgen die Pilgerhaus-Küche mit frischem Obst. Doch damit nicht genug, die Freude an der Apfelernte hat bereits weitere Kreise gezogen. So wurden einige Körbe Äpfel und auch Apfelsaft an einen Seniorentreff in Mannheim Feudenheim geliefert. „Es war einfach schön zu sehen, wie sehr sich die Senioren darüber gefreut haben und auf welch unkomplizierte Art Jung und Alt über die Äpfel ins Gespräch kamen“, berichtet ein Erzieher aus dem Gartenteam. Im nächsten Sommer soll die Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim ausgeweitet werden: Schüler und Senioren wollen dann gemeinsam frischen Apfelsaft pressen und genießen, vielleicht können sie dabei auch einige nützliche Erfahrungen austauschen.

Kontakt: Karin Wilke, Telefon 06201 5005-61 Mail: wilke@pilgerhaus.de

Herz und Gemüt der Integration

„Sie ist Herz und Gemüt der Integration in Weinheim” überschrieben die Weinheimer Nachrichten den Bericht über die Verleihung des neuen Rolf-Engelbrecht-Preises für Engagement und Integration an Maria Guerrero Gallego im November des vergangenen Jahres.
Bürgerstiftung Weinheim, Freudenberg Stiftung und Stadt Weinheim haben den Preis zur Erinnerung an den herausragenden Weinheimer Oberbürgermeister (1948 – 1966) gestiftet.
Maria Guerrero Gallego ist die erste Trägerin dieses Preises. „Ich bin mir sicher”, formulierte OB Heiner Bernhard in seiner Rede, „dass Sie alle mit mir einig sind: Sie ist eine würdige erste Preisträgerin”.
Die heute 76-jährige Spanierin, die vor 46 Jahren mit ihrem Mann nach Deutschland kam, hat viele Jahre das Spanische Zentrum geleitet, war zwischen 1979 und 2011 Mitarbeiterin und „das Herz und das Gemüt” des Projektes Weinheim e.V., wie es Christian Petry, der ehemalige Geschäftsführer der Freudenberg Stiftung und Mitbegründer des Projektes, formulierte. Maria Guerrero Gallego habe in ihrem Leben ungezählten Einwanderern geholfen, in Weinheim Fuß zu fassen. „Ich freue mich”, bekannte sie sichtlich gerührt, „dass ich meinem Leben diesen Sinn geben konnte”.
Einige Wegbegleiter erzählten aus dem Wirken von Maria Guerrero, die „auf alle Fragen immer eine Antwort” hatte, wie ihr Christina Mendez de Vigo, selbst Spanierin und heute Leiterin des Caritas-Sozialdienstes in Weinheim, bescheinigte. Mehmet Düveyki, langjähriger Kollege im Projekt Weinheim, bezeichnete die Preisträgerin als „kämpferische Menschenrechtlerin”, und Dr. Helga Reindel, die Vorsitzende des Projektes Weinheim, kennzeichnete den Tagesablauf der geschätzten Partnerin so: „Maria ist immer im Dienst.”
Tochter Teresa, in Weinheim aufgewachsen, heute Professorin für Soziologie in Madrid, berichtete davon, dass das Spanische Zentrum ihre zweite Heimat war, in und mit dem sie aufgewachsen sei. Sie dankte der Mutter vor allem für ihren Humor, den sie leider nicht geerbt habe, und dem gerührten Vater „für alles”.
Christoph Engelbrecht, Sohn Rolf Engelbrechts, übergab den Preis, der den Namen seines Vater trägt, an Maria Guerrero Gallego: „Mein Vater wäre heute ein sehr stolzer Mann.”
Für den musikalischen Rahmen sorgte unter der Leitung von Barbara Pfliegensdorfer exzellent wie immer das Querflötenquartett der Musikschule mit Isabell Hückelheim, Sophie Richter, Julia Schmidt und Claudia Warth. Natürlich war es kein Zufall, dass sie zu Beginn den „Einzug der Königin von Saba” von Georg Friedrich Händel spielten.

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Wieder einmal ein ganz besonderes Fest

„Die Spendenbereitschaft der Weinheimerinnen und Weinheimer war bei der Weihnachtsbaumaktion der Bürgerstiftung Weinheim wieder einmal überwältigend”, so die diesjährige Koordinatorin der Aktion, Marga Ruoff vom Vorstand der Bürgerstiftung. Besonders berührt haben sie die Anrufe von Spenderinnen, die sich im Gespräch mit ihr versichern wollten, das „richtige” Geschenk zu besorgen, weil sie vermeiden wollten, ein Kind zu enttäuschen.

Die Möglichkeit, konkrete Wünsche von Weinheimer Kindern und Jugendlichen zu erfüllen, die sonst unerfüllt bleiben würden, fand wieder so großen Anklang, dass über hundert Geschenkwünsche innerhalb von drei Tagen von den vier Weihnachtsbäumen abgepflückt waren. Deshalb ist jetzt schon klar, dass im nächsten Jahr eine größere Zahl von Kindern und Jugendlichen beschenkt werden soll.
Die Bürgerstiftung dankt den Spenderinnen und Spendern im Namen aller beschenkten Kinder von ganzem Herzen. Wieder einmal kam nur dank der optimalen Zusammenarbeit mit Caritas, Diakonie und dem Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren unter der Koordination von Beate Schneider vom Diakonischen Werk Weihnachtsstimmung im Helferteam auf.

Mitarbeiter der Caritas, der Diakonie und des Amtes für Soziales, Jugend, Familie und Senioren haben die Päckchen zu den Familien gebracht, damit sie am Weihnachtsabend Freude bereiten konnten.

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Blick über den Zaun

Neues aus Bürgerstiftungen

Vorbildliche Unterstützung von Zeitstiftern

Die Bürgerstiftung Wiesloch hat den mit 10 000 Euro dotierten Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2013 erhalten, weil in ihr „über 150 Jugendliche und Senioren, Frauen und Männer, Alteingesessene und Neubürger als Zeitstifter aktiv sind und vorbildlich in ihrem Einsatz unterstützt werden”. Und weil doppelt genäht besser hält, bekamen die Wieslocher auch für den „Pluspunkt Alter” einen Preis beim Ideenwettbewerb „Brücken bauen zwischen den Generationen” der „Initiative Bürgerstiftungen”. Herzlichen Glückwunsch!

Marlen-Westmann-Stiftung gegründet

Die Bürgerstiftung Hirschberg in unserer Nachbarschaft hat besonders Kinder, Jugendliche und Schulen im Auge. Ganz neu ist neben der „Walter-Maier-Stiftung” die Einrichtung einer weiteren Unterstiftung: Die „Marlen-Westmann-Stiftung” hat das Ziel, die Musikausbildung von Kindern zu fördern.

Privilegierte Partnerschaften

„Als gute Partnerin der Stadt” will die Bürgerstiftung Ostfildern künftig „zusammen mit anderen Gruppierungen aktiv Themen besetzen”, wie ihr Stiftungsratsvorsitzender Prof. Dr. Ernst Hagenmeyer formuliert. Unter dem Titel „Brücke ins Leben” wird die Ausbildung junger Menschen gefördert. „Ostfildern lebt gesund” fasst Initiativen zur besseren Ernährung zusammen, und mit der „Chancenverbesserung für Migrantenkinder” sollen Initiativen zur Integration und Bildung angeregt werden. Außerdem will die Bürgerstiftung mit örtlichen Institutionen privilegierte Partnerschaften eingehen, die eine kontinuierliche und langfristige Arbeit ermöglichen.

Aktuell

Vermächtnis und Ideen

„Beiliegend erhalten Sie eine Kopie des Testaments, aus dem das für Sie bestimmte Vermächtnis ersichtlich ist”: Mit diesem Satz beginnt das Schreiben des Testamentsvollstreckers vom 26.09.2012, das der Bürgerstiftung ankündigt, dass Gudrun und Karl-Heinz Maiwald ihr die Summe von 700 000 Euro aus ihrem Nachlass anvertrauen.
Große Freude erfüllt die Verantwortlichen angesichts dieses Geschenks, die Erinnerung an „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland”, Fontanes Ballade, taucht auf, große Dankbarkeit angesichts der hohen materiellen Zuwendung, vor allem aber Dankbarkeit für das große Vertrauen, das Gudrun und Karl-Heinz Maiwald diesem jungen Gebilde von Weinheimer bürgerschaftlichem Geist entgegenbringen.
Offensichtlich ist es der Bürgerstiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2005 gelungen, Grundlagen für dieses Vertrauen zu legen: durch die Auswahl der von ihr geförderten Projekte, durch die Art ihres Wirkens und durch die in ihr Tätigen.Ist es nur äußerer Zufall oder gibt es einen inneren Zusammenhang, wenn wenige Tage nach dem Eingang des Vermächtnisses Weinheimer Bürgerinnen und Bürger in der zweiten Ausgabe der Ideenwerkstatt dokumentieren, dass sie die Bürgerstiftung Weinheim als die ihrige betrachten? Von den 15 vorgestellten und bewerteten Ideen ist die Hälfte dabei, umgesetzt zu werden, andere sind in Vorbereitung.Die Bürgerstiftung Weinheim wird versuchen, dem Vertrauen gerecht zu werden, indem sie mit einem Teil der Zinserträge alle zwei Jahre einen „Gudrun und Dr. Karl-Heinz Maiwald-Förderpreis” ausloben wird. Dieser Preis, erstmalig ausgeschrieben 2013, soll Projekte unterstützen, in denen Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sind, Musik oder Bildender Kunst oder Bewegung/Tanz oder Theater begegnen können.
Außerdem wird ein Porträt des Ehepaars dessen Leben und die in beiden Persönlichkeiten wirkenden Kräfte zu zeichnen versuchen.Kn

Das Stifterpaar

Das Ehepaar Maiwald lebte seit Ende der 1980er Jahre in Weinheim, hatte allerdings schon zuvor seit über 40 Jahren Freude an einem Garten unter der Wachenburg.
Gudrun Maiwald, im August 2012 verstorben, war im Jahr 1921 in Ilmenau zur Welt gekommen. Die Ausbildung zur Schneiderin und die daraus resultierenden Fertigkeiten haben sie ein Leben lang begleitet, und sie konnte sie an unzählige „Schülerinnen”, ob im Deutsch-Amerikanischen FrauenClub, in der Volkshochschule Mannheim oder im privaten Umfeld durch Tat und Rat weitergeben. Überaus tätiges Mitglied in den Deutsch-Amerikanischen FrauenClubs Heidelberg und Mannheim war sie langjährige Leiterin des Frauenarbeitskreises Lindenhof in der Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule.
Dr. Karl-Heinz Maiwald, ein Jahr vor seiner Frau verstorben, wurde 1924 in Görlitz geboren. Als Soldat im Krieg und in US-Gefangenschaft, studierte er nach Abschluss seiner Schulausbildung von 1948-52 Philosophie, Naturwissenschaften und Medizin an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Bamberg und an der Universität Würzburg.
Seit 1957 arbeitete er ununterbrochen als Mitarbeiter des chemisch-pharmazeutischen Unternehmens Boehringer Mannheim GmbH. Von der Leitung der klinischen Forschungsabteilung stieg er in die der Geschäftsführung mit der Zuständigkeit für den gesamten pharmazeutischen Bereich auf und wurde 1985 Vorsitzender der Geschäftsführung der Boehringer Mannheim GmbH.
Seit 1957 verheiratet, feierte das Paar im Oktober 2007 Goldene Hochzeit.

Neues und Gebrauchtes zu Superpreisen

Basar im Rolf-Engelbrecht-Haus
Samstag, 9. März 2013 von
10:00 bis 13:00 Uhr

Die Bürgerstiftung Weinheim öffnet einmal im Jahr die Tore des Rolf-Engelbrecht-Hauses für ihren großen Basar mit attraktiven Angeboten „vom Kochtopf bis zum Ausgehrock” zu kleinsten Preisen.
Zugleich fördert jede Besucherin und jeder Besucher mit seinem Kauf ein wichtiges Projekt der Bürgerstiftung, denn der Verkaufserlös geht zu 100 Prozent in die Finanzierung gemeinnütziger Vorhaben in unserer Stadt.
Vorstand und Stifterrat werden bei der Vorbereitung und Durchführung des Basars unterstützt von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, Stifterinnen und Stiftern mit ihren Familienmitgliedern und Freunden.
Sind Sie auch am 9. März im Rolf-Engelbrecht-Haus dabei?!

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Stiftungsforum 2013

Beim Stiftungsforum 2012 warf die Bürgerstiftung einen Blick über den Zaun und hatte dazu die Bürgerstiftungen Hirschberg, Ostfildern und Wiesloch eingeladen.
Diesmal wenden wir uns all den vielen Zeitstifterinnen und Zeitstiftern zu, die in der Bürgerstiftung tätig sind, seien es die Basarhelferinnen, die Frauen des Kontaktpunktes, die Veggietag-Gruppe, die Projektleiterin der „Weinheimer Theatertage für Grundschulen“, das Stifterpost- und Websiteteam und manche andere mehr.
Außerdem haben wir Bernadette Hellmann eingeladen. Sie ist bei der „Aktiven Bürgerschaft e. V.”, dem „Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken” verantwortlich für die Bürgerstiftungen.
Das Thema wird sein: „Bürgerstiftungen: Was sie sind und was sie wollen.” Dabei geht es natürlich auch darum, welche Rolle die Zeitstifterinnen und Zeitstifter in den Bürgerstiftungen spielen.
Wir freuen uns auf Sie am
Donnerstag, 18. April 2013 um 19:30 Uhr im
Rolf-Engelbrecht-Haus.

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Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollten einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

oder Sie schreiben erst einmal ein Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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Lust auf Schreiben?

Sie schreiben gerne Mails oder Briefe oder andere Texte und würden gerne einmal in der Gruppe mitarbeiten, die die Stifterpost der Bürgerstiftung Weinheim vorbereitet, Texte schreibt, redigiert und das Ganze in die richtige „technische” Form bringt, wie sie vor Ihnen auf dem Bildschirm erscheint?
Dann rufen Sie ohne Scheu an (06201 63254) oder schreiben an uns. Alles Weitere klären wir bei einer Tasse Tee oder Kaffee!

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier

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Wir möchten die „Stifterpost” nur an Personen versenden, die wirklich interessiert sind. Wenn Sie die „Stifterpost” abbestellen wollen, klicken Sie bitte hier!

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 WeinheimStellvertretender Vorstandsvorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 WeinheimKontakt: info@buergerstiftung-weinheim.deAnerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

Redaktion: Dr. Adalbert Knapp
Texte: Hans-Joachim Gelberg und Adalbert Knapp
Bilder:
Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg

Mitarbeit: Brigitte Burger, Gunter Faigle, Markus Graf und Claudia Werner

Layout und Webdesign:
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