Stifterpost Nr. 49 /Juni 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

Knappvor 20 Jahren, Sie werden es gleich lesen, stand Christine Nöstlingers Gedicht im „Großen Ozean“.Ob es darin versunken ist? Es scheint, als ob es wieder ans Tagelicht geholt wurde, auch von Kindern. Was sagt uns dieses? Dass es wichtig ist, den Sprösslingen früh den wachen Geist zu stärken, zum Beispiel dadurch, dass man mit Ihnen bespricht, warum ein Känguruh fliegen will, oder, wie man verborgene Dinge sucht, auch handgemachte: „Oh! Wo? Da!“ Genau, so ist der Titel des Kindertheaters, über das sich die ganz Kleinen auf der Kuhweid freuen konnten. Wenn es dann tierisch zugeht in der Albert-Schweitzer-Schule und die Frage auftaucht, ob es auch da etwas zu lernen gibt, dann wird klar, wir Oldies sollten, nicht nur, aber auch, von Kindern lernen. Unter der Rubrik „Nachgefragt“ erfahren Sie mehr.

In diesem Sinn

Ihr

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Letzte Warnung
Werte Erwachsene,
die Maikäfer und die Frösche habt ihr umgebracht,
die Libellen und die Schlangen habt ihr totgemacht.
Um jedes Stückchen Wiese legt ihr einen Zaun,
jedes verwilderte Grundstück müsst ihr verbaun.
Die Eidechsen und die Fischotter sterben aus,
keine Maus, kein Wiesel, keine Ratte, keine Laus
dürfte, wenn es nach euch geht, überleben.
Nur Beton, Stahl und Plastik soll es geben!
Die Luft ist voll Blei, die Wolken sind giftig,
die Vögel verrecken, euch ist das nicht wichtig.
Der Regen ist sauer, im Bach schwimmt Chemie,
die Falter krepieren, so schlimm war’s noch nie!
Und ihr seufzt bloß: Es ist alles sehr schwierig!
Ist es aber nicht! Ihr seid bloß unheimlich gierig!
Und hört ihr nicht auf, euch gegen das Leben zu versündigen,
so müssen wir euch leider demnächst entmündigen!
Eure Kinder

Christine Nöstlinger

gelberghansjoachim 160

Dieser gereimte Mahnbrief an die Erwachsenen ist wahrlich nicht von schlechten Eltern und aktueller denn je. Hier wird Wort für Wort geklagt über unseren Umgang mit der Natur. Ein Gedicht, das im besten Sinn wirken sollte. In meiner Lyrik-Anthologie „Großer Ozean“ veröffentlicht (vor knapp zwanzig Jahren), ist es begleitet von einer Zeichnung. Klaus Ensikat hat einen großen, sich auflösenden Fisch gemalt, darunter ein merkwürdiges Zitat von Friedrich Schiller geschrieben: „Oh, ich möchte den Ozean vergiften!“

Christine Nöstlinger, geboren 1936 in Wien. Mit ihren sozialkritischen, phantastischen, realistischen wie humorvollen Kinderbüchern hat sie die Kinder- und Jugendliteratur verändert. Auch in ihren Gedichten kommt die Sicht der Kinder zu Wort. Hinzu kommen ihre Gedichte im Wiener Dialekt, so zum Beispiel „Iba de gaunz oaman Fraun“ (1982). Christine Nöstlinger ist am 28. Juni 2018 gestorben.


Aktuell

Stifterforum 2019: Bürgerstiftungen in Deutschland


Das diesjährige Stifterforum findet am 1. Oktober 2019, dem europaweiten Tag der Stiftungen, um 19:00 Uhr in der Aula der Hans-Joachim-Gelberg-Schule in Lützelsachsen statt.

Nach dem Jahresbericht und der Vorstellung der Maiwaldförderpreisträger 2019 geht es diesmal um „Bürgerstiftungen in Deutschland – Zahlen – Projekte – Entwicklungen“. Dabei wird auch vom Deutschen Stiftungstag in Mannheim zu berichten sein, wo die Bürgerstiftungen den diesjährigen Deutschen Stiftungspreis verliehen bekamen, auch unter dem Motto: „Bürgerstiftungen machen sich stark für eine vielfältige, tolerante und demokratische Gesellschaft“.

 

Führungen im Alten Friedhof

mit Dr. Alexander Boguslawski

11. Juli und 17. Oktober, jeweils um 17:00 Uhr, Treffpunkt Peterskirche

Anmeldung bitte bei der Touristinformation, Telefon 06201 / 87 44 50

Szenen einer Revolution

14. Juli 2019 18:00 Uhr und 19:30 Uhr, Alter Friedhof

Die Besucherinnen und Besucher erleben den Vormärz, die Situation von Handwerkern, Bauern und Taglöhner in diesen Tagen. Es ist Aufregung im ganzen Land, die Leute deklamieren „Gott segne das liebe Vaterland! Wie ist die Zeitung doch interessant“! 20 Schauspielerinnen und Schauspieler der Holzwurmtruppe übernehmen die Rollen von Bäuerinnen, Gerbern und Lehrern, Pfarrern, Juristen und Künstlern, die Pressefreiheit und mehr Beteiligung an der Lenkung ihre Geschicke fordern. Bei der Inszenierung des Attentats wird es ernst: „Das haben sie sich verdient, die hohen Herren. Uns kann man nicht länger mit preußischen Soldaten drohen.“ Nun denn, die waren allerdings schon durch und so waren die Folgen des Attentats für die preußischen Truppen nicht ganz so dramatisch, wie von vielen erhofft.
Freilich, die Revolutionäre von damals, sie traf die Härte der Obrigkeit, Friedrich Härter und viele andere mussten jahrelang ins Gefängnis oder, wie der Sohn Härters, in die USA fliehen. Härter hat sich davon nicht mehr erholt. So wird der Pfarrer Julius Zäringer alias Holger Mattenklott seine Rede am Grab mit den Worten schließen:

„Und wer wie er geliebt / Volk, Vaterland, die Seinen / Der hat ein Recht darauf / Dass alle ihn beweinen“.
Neben den Schauspielerinnen und Schauspielern des Theatervereins Holzwurm spielt ein Bläserensemble der Musikschule unter der Leitung von Martina Heimes auf und Erster Bürgermeister Dr. Fetzner tritt in der Rolle des Barden in Erscheinung, der vom Traum der deutschen Republik singt. Der Eintritt ist frei. Über Spenden zur Deckung der Kosten und zugunsten des Alten Friedhofs freuen sich die Veranstalter.

red

Alter Friedhof: Sanierung der Grabdenkmäler schreitet voran

Die Firma „Restaurierung Legner- Stein – Keramik – Glas“ aus Bad Mergentheim beginnt im Auftrag der Stadt Weinheim mit der professionellen Restaurierung. Für für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gibt es eine Einweisung in einfache Reinigungsarbeiter durch die Firma Legner im Juli 2019.

Tag des offenen Denkmals

Sonntag, 8. September
„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“

14:00 Uhr und 16:00 Uhr: Führungen mit Dr. Alexander Boguslawski

15:15 Uhr: Die Kunsthistorikerin Aloisia Föllmer führt in die Klangskulptur III von Horst Busse ein

5. großer Freiwilligentag im Alten Friedhof

Samstag 14. September von 10:00 bis 14:00 Uhr

Neben gärtnerischen Pflegearbeiten geht es diesmal auch um die Reinigung von Grabmälern.

Anmeldung bei der Bürgerstiftung Weinheim, Telefon: 06201 389 2025 info@buergerstiftung-weinheim.de

Meilensteine der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren

Letzter Termin des Seminars zu Erziehungsfragen


Beim letzten Termin des Seminars am 24 Juli um 19:00 Uhr in der Cafeteria der GRN-Klinik Weinheim, Röntgenstraße 1 geht es um „Weinen, Schlafen, Pipi machen – alles unter Kontrolle?“ Referentin ist die Psychologin Sabine Grätz. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Wir bitten um eine unverbindliche telefonische Anmeldung (Sekretariat Dr. Lelia Bauer, GRN-Klinik Weinheim, Tel. 06201 892701).
Die einzelnen Themen und Termine finden Sie hier.

 

Der Beat des Planeten

Sommertheaterprojekt für Jugendliche
In den Sommerferien veranstaltet die Bürgerstiftung Weinheim das Rap-, Musik- Zirkus- und Theaterprojekt „Der Beat des Planeten“. Schon zum vierten Mal findet das erfolgreiche Sommerprojekt statt, welches den Teilnehmenden ein kreatives und außergewöhnliches Ferienprogramm bietet. Mitmachen können alle Interessierten im Alter von 10 bis 18 Jahren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Drei Wochen lang werden die Jugendlichen Rap-Songs erfinden, Zirkustricks trainieren, einen Bollywood Tanz erlernen und Theaterszenen entwickeln – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Mit Blick auf die Erzählung „Der kleine Prinz“ schlüpfen sie selbst in die Rolle kleiner Prinzessinnen und Prinzen und erleben gemeinsame Abenteuer auf den verrücktesten Planeten und begegnen dessen Bewohner*innen. Zum Abschluss gibt es eine spannende Zirkus-Rap-Theater-Show.

Die Theaterpädagogin Miriam Lemdjadi, die tunesische Regisseurin und Theaterautorin Meriam Bousselmi, die Zirkus-und Theaterpädagogin Julia Bulmer, der Logopäde und Rapagoge Simeon (Simon?) Klein und die Bollywood-Tänzerin und Theaterpädagogin Lamira Faro leiten das Projekt. Am Samstag 29. Juni und am Sonntag 30. Juni 2019 jeweils von 14 -18 Uhr gibt es in Räumen des Stadtjugendrings, Bahnhofstr. 19 in Weinheim ein Schnupperwochenende. Das Projekt findet von 05. August bis 23. August 2019, Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr mit gemeinsamen Mittagessen auf dem Gelände des Texas Clubs in Weinheim statt. Aufführungen sind am 23. und 24. August jeweils um 18 Uhr.

Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch für die gesamte Dauer verpflichtend.
Anmeldung und weitere Informationen per E-Mail gibt es bei entre.nous@gmx.de oder unter der Mobilfunknummer 0151 40304802. Für das Schnupperwochenende ist eine Anmeldung bis 28. Juni nötig, für das Gesamtprojekt bis 15. Juli möglich. Veranstalter ist die Bürgerstiftung Weinheim in Kooperation mit dem Stadtjugendring e.V., dem Holzwurm Film und Theater e.V. und dem Bildungsbüro unter Förderung von KULTUR MACHT STARK beim Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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red

Viel-F-Alter – Vielfalt im Alter leben

Kultursensible Altenpflege in Weinheim

In Deutschland hat knapp jede vierte Person einen Migrationshintergrund. Mittelfristig wird sich der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund weiter erhöhen: 2017 hatten 39,1 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund. Von diesen 19,3 Millionen Personen waren 9,8 Millionen Deutsche und 9,4 Millionen Ausländer (51,1 bzw. 48,9 Prozent).
Hinter diesen nüchternen Zahlen verbirgt sich auch die Realität, dass immer mehr Menschen, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind, pflegebedürftig werden und angesichts ihres besonderen kulturellen Hintergrunds auch einer besonderen Begleitung und Betreuung im Alter bedürfen, eben der kultursensiblen Altenpflege. Zu desem von der Bürgerstiftung geförderten Projekt an der Helen-Keller-Schule ist inzwischen ein Informationsblatt erschienen.


Nachgefragt

Die Nordstadtsingers mit Dr. Fetzner auf dem Alten Friedhof

„Der schönste Platz an unserm Ort/ist natürlich Weinheim Nord“ Damit schließt, wie es sich gehört, die regelmäßige Sangesrunde der Nordstadtsingers, die sich an einem sonnigen Juniabend auf dem Alten Friedhof versammelt hatte.
Zuvor, wie könnte es anders sein, hatte das Badener Lied das „Wunschkonzert“ abgerundet. Seit 2016 gibt es die Nordstadtsingers und das „Nordstadtliederbuch“, aus den 50 darin aufgezeichneten Liedern erklingt das eine oder das andere, je nach Zuruf und je nach Genre vom singenden Bürgermeister Dr. Fetzner auf der Ziehharmonika oder der Gitarre begleitet: Volks- und Seemannslieder, Schlager von Freddys Sehnsucht nach der Heimat bis zu der Liebe, die ein seltsames Spiel sei, aber auch Marmor Stein und Eisen bricht, oder so.
Hans-Jörg Klump, Chef der „Weinheimer Nordstadtfreunde 2014“ meinte, es sei hohe Zeit, dem Nordstadtlied eine Strophe über den Alten Friedhof hinzuzufügen. Recht hat er!
red

Kindertheater mal drei

Im vergangen Jahr hatte der Verein der „Freunde und Förderer der Kultur in Weinheim e.V.“ beschlossen, sich unter das Dach der Bürgerstiftung zu begeben. Da dieses Procedere seine Zeit braucht, ist das Ehepaar Ingrid und Dr. Hans-Joachim Hüchting zwischenzeitlich in die Rolle der persönlichen Mäzene geschlüpft und hat über die Bürgerstiftung drei Theateraufführungen gesponsert. Über die erste konnten sich am 4. April um 11 Uhr die Kinder in der Kindertagesstätte Kuhwaid freuen.

Oh! Wo? Na da!

Ein vergnügliches theatralisches Memory-Spiel des Theater PassParTu stand auf dem Programm.
Die Jury der Kaleidoskop-Theatertage in Hessen urteilte über das Stück: „Ja, das ist ein Theater für die Allerkleinsten, wie man es sich wünscht. Der erste Schritt ins Theater wird geebnet und die Erinnerung an dieses erste Theatererlebnis wird so zu einer guten und bleibenden Erinnerung.“ Worum es geht?

Luise hat gerade den linken Schuh gehäkelt. Nur noch den Wollfaden abschneiden und fertig! Der linke Schuh passt perfekt. Jetzt den rechten Schuh anziehen, den sie schon längst fertig gehäkelt hat. Oh! Luise wundert sich. Wo ist denn der rechte Schuh? Sie sieht ihn nirgends. Hat sie ihn aus Versehen in die erdbeerrote Tasche gesteckt? Nein, dort ist er nicht. Luise hat viele Taschen! Irgendwo muss er sein… In ihrer kuschligen, gestrickten und gehäkelten Fantasiewelt beginnt eine verspielte Suche nach ihrem zweiten Schuh. Entdeckt werden
viele Dinge und alle sind doppelt! Nur wo ist der zweite Schuh! Eine Traumstunde – Handarbeit im doppelten Sinn von und mit Heidi Callewaert – und die Kinder immer mittendrin dabei.
Klar, die Kinder und ihre Erzieherinnen in der Kita Kuhweid hatten nach diesem Ereignis ihr Wochengespräch.

Am 2. Mai gastierte das das Theater PassParTu für die zweiten Klassen in der Albert-Schweitzer-Schule mit dem zweisprachigen Stück

„Wenn Kängurus fliegen könnten – If kangaroos could fly“

Daniela Freudensprung, Lehrerin an der Schule, schreibt uns dazu:
In der Schülerbücherei der Schule kamen fast 60 Kinder zusammen und bestaunten zunächst Bühne samt Bühnenbild. Innerhalb kürzester Zeit zogen die beiden Schauspieler – Heide Callewaert und Thomas Zotz – die Kinder in einen magischen Bann. Mit minimalem Requisiteneinsatz erstand ein eindrucksvolles Bühnenbild das die Großen wie die Kleinen begeisterte. Als ein unbekanntes Instrument, das Didgeridoo, neuartige Klänge ertönen ließ und dazu fremdsprachiger Gesang den Raum erfüllte, waren alle Zuhörer in einer fernen Welt angekommen.

Die zweisprachig und liebevoll erzählte Geschichte handelt von einem kleinen Känguru, das Schritt für Schritt die Welt außerhalb des mütterlichen Beutels erkundet. Da es unglaublich stur ist, hält es an seinem Traum vom Fliegen fest…
Ein Abenteuer folgt dem anderen, die Kinder waren gefesselt von Gefühlen und Charakteren. Gelebte Kameradschaft und außergewöhnliche Hilfsbereitschaft unter den Tieren waren ein vorbildhaftes Ende: Die glückliche Stimmung übertrug sich unversehens auf das Kinderpublikum.
Im Anschluss konnten die Kinder noch Fragen an Thomas Zotz stellen, sein Instrument sollte er noch mehrmals vorführen, weil die Kinder von Atemtechnik und Klang unglaublich beeindruckt waren. Als sich am Ende herausstellte, dass Herr Zotz als Kind selbst einmal als Schüler die Albert-Schweitzer-Schule besuchte, waren die Kinder verblüfft – und haben jetzt eine Berufsidee dazu gewonnen.
Für uns als Team der Schule ist es ein ganz besonderes Erlebnis zu sehen, wie sich die Schule verwandeln kann und was hier alles möglich ist. Der kurze Weg (in die Schülerbücherei) ist von großem Vorteil und organisatorisch eine große Erleichterung.
Wir möchten uns hiermit herzlich bei Ihnen, Frau Hüchting,
sowie der Bürgerstiftung für die großzügige Unterstützung bedanken!
In Vertretung für die Lehrkräfte
Daniela Freudensprung.“

Einen Monat später erlebten 270 Kinder in der Albert-Schweitzer-Schule Tierisches. Die

„9. Sinfonie der Tiere“

kam zur Aufführung. Der Dirigent Herbert Karavan sollte in Berlin eine Sinfonie von Beethoven dirigieren. Das Problem: Er hatte weder Musikerinnen noch Musiker. Endlich nimmt er Kontakt zu einer Gruppe von, naja, schwer vermittelbaren Musikerinnen und Musikern auf. Ja, und dann stellt sich heraus, dass das alles Tiere sind, die sich, wie das in Musikerkreisen vorkommen soll, zum Fressen gernhaben. Corinna Jakobeit, Schauspielerin der Nimmerland Theaterproduktion aus ­Kon­stanz, schafft es spielend, wie sonst, in die unterschiedlichen Rollen zu schlüpfen. Ein Löwe mit Kesselpauke steht als Erster vor der Tür. Silke, das Fagott spielende Schaf, Schildkröte Frieda als Klarinettistin und Mike Maus, der allergisch auf Verwechslungen mit Micky Maus reagiert und die Querflöte beherrscht, kamen dazu. Freilich hatte Karavan alle Hände voll zu tun, damit sich seine ungewöhnlichen Gäste nicht gegenseitig an die Gurgel gingen.
Mit unglaublicher Vielseitigkeit stellte Corinna Jakobeit die verschiedenen Charaktere im schnell wechselnden Rollenspiel dar. Kein Problem hatten die Kinder dabei, das Geschehen zu verfolgen, denn die junge Schauspielerin beherrschte nicht nur diverse Dialekte und Stimmlagen, sie stellte die unterschiedlichen Charaktere auch durch ihre Körpersprache unverwechselbar dar: coole amerikanischen Jungs als Geigen-, Bratschen- und Cello-Hörnchen, den Bär mit Kontrabass und Handicap, Liesel, die Oboen-Gans oder Kurt Wolf den Bayern, der weder mit seiner Tuba noch mit der Mundharmonika ankam, denn „diese Instrumente gibt es bei Beethoven nicht“.
Dass die Kinder nach einem donnernden Applaus in der unteren Turnhalle, auch so eine Art Weinheimer Philharmonie, auch noch die einzelnen Instrumente ausprobieren konnten, setzte dem tierischen Vergnügen die Krone auf.

Übrigens …
Fast pünktlich zum Schuljahresbeginn kommt am 21. Oktober in die Albert-Schweitzer-Schule mit dem Theater PassParTu „Der ABC-Express“.

Weinheim singt und leuchtet für Europa

Einen Bericht über das große Chorfestival „Stimmen für Europa“ mit musikalischen Einlagen finden Sie hier und die leuchtende Windeck hier und die Bilder der Sieger des Fotowettbewerbs hier:

Bild: Philpp Pflästerer

Bild: Joachim Gutjahr

Wie es weitergehen soll…

… können Sie in dieser Mail der Initiatoren der Kampagne „Doch Europa!“ an die Mitstreiterinnen und Mitstreiter entnehmen:

Sepp Herberger und „Doch Europa!

„Einer der ganz großen Weinheimer, eigentlich Hohensachsener, Sepp Herberger, ist bekannt für seine überzeitlich wahren Aussagen. „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ ist eine dieser Weisheiten. In der Anwendung für uns bedeutet dies: Nach den Europawahlen geht es weiter mit „Doch Europa!“.
Aus unserer Sicht können wir zufrieden sein mit der Kampagne und ihrem Ergebnis, wiewohl wir uns die im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich höhere Wahlbeteiligung an der Bergstraße nur, sagen wir, irgendwie, an den Hut stecken können. Höchst erfreulich ist sie sowieso.Der beigefügte Artikel in der Weinheimer Woche beschreibt diese unsere Einschätzung ganz gut.

Pläne und Überlegungen …

Wir haben uns also gefragt, ob und wie es weitergehen soll. Das ‚Ob‘ haben wir sozusagen als gesetzt übergangen, zum ‚Wie‘ gibt es Planungen und Überlegungen. Derzeit schon festgelegt ist eine literarisch-musikalische Revue mit der Sängerin Susanne Bohn und dem Autor und Verleger Ulrich Wellhöfer am 23. Oktober um 19:30 Uhr in der Stadtbibliothek in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Schäffner. Für den Mai des nächsten Jahres planen wir ein Podium „Zwischen den Wahlen“ mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments, wir stehen in Verbindung mit einem aus Weinheim stammenden Diplomaten, der in der Botschaft in Athen arbeitet und bereit ist, von dort zu berichten. Weiter möchten wir uns dem Thema ‚Kommunen und EU‘ widmen und z. B. die Frage stellen, wie viele EU-Gelder in Weinheim wirken, vom ESF bis zum Agrarfond. Auch den ‚Woinemer Euroletter‘ wollen wir weiterführen. Für die nächste Ausgabe, die Anfang Juli erscheinen soll, erbitten wir z. B. kurze Einschätzungen des Wahlergebnisses von denjenigen, die als Referenten oder Schreibende an der Initiative beteiligt waren. Wir sind gespannt.
Die vielfach gestellte Frage, wann es das nächste Chorfestival gibt, werden wir in absehbarer Zeit klären….Wir sind auch für jegliche Anregung dankbar. Schön wäre es, wenn der Euroletter eine höhere ‚Auflage‘ als derzeit rund 200 Adressaten bekäme….
Unsere Frage an Sie ist, ob Sie im bisherigen Rahmen in jeweils unterschiedlicher Weise als Unterstützer bzw. Unterstützerin dabei sein können und wollen, sei es inhaltlich, organisatorisch bzw. durch das Zurverfügungstellen von Infrastruktur.

Kurz und gut: Mit Ihrer Unterstützung würden wir gerne weiter frisch voranschreiten, damit aus ‚Doch Europa!‘ ‚Europa!‘ werden kann.

Freundliche Grüße

Alexander Boguslawski Adalbert Knapp Norbert Kramer“

Inzwischen haben wir von allen Beteiligten positive Rückmeldungen erhalten. Es geht weiter!

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Das Porträt

Miriam Lemdjadi

„Fröhlich, gemütlich und entspannt“ preist sich das Weinheimer „Mildner’s“, der richtige Ort im Bahnhof, um sich mit Miriam Lemdjadi für ein Interview zu treffen. Die junge Frau achtet nicht erst seit fridays for future strikt auf den, wie heißt das, ökologischen Fußabdruck und deshalb nur die Beine, das Fahrrad, für die beiden Kinder den Kinderwagen, und ansonsten den ÖPNV nutzt. Cappuccino und weiße heiße Schokolade sind gleich bestellt, das Gespräch ist noch schneller im Gang. Schon drei Mal hat die Theatermacherin Sommertheaterprojekte in Weinheim konzipiert und geleitet, „Musik! Dringend! Jetzt!“ 2018 erstmals unter dem Dach der Bürgerstiftung. Diesmal gilt es auf den Spuren des kleinen Prinzen den „Beat der Planeten“ zu entdecken, bemerkenswerterweise auf dem Gelände des Texas Clubs Weinheim.

Südbaden und Algerien

Miriam, sie hat die deutsche und vom Vater die algerische Staatsbürgerschaft, wächst in beschaulichen Offenburg auf, besucht, das ist jetzt fast wieder ein Zeichen, das dortige Grimmelshausen-Gynasium, um nach dem Umweg eines PH-Studiums auf Theaterpädagogik umzusteigen und an der Hochschule Osnabrück mit dem Bachelor Theaterpädagogik abschließt. Freilich, es geht mehr um Gott und die Welt in dem gelegentlich heißen Dialog, heißer als Cappuccino und Schokolade, die warten müssen. Es entwickelt sich eine dramatische Geschichte von Flucht und Migration und auch badischer Beschaulichkeit. Der Vater erlebte als Kind einer einfachen Familie aus einem kleinen Dorf mitten im Tellatlas Gebirge den algerischen Unabhängigkeitskrieg und desertierte mit Anfang 20, als er zum Militärdienst gezwungen wurde, aus Algerien nach Frankreich. Dort lernt er die ehemals fränkische Badenerin kenne und die Familie bekommt zwei Töchter, die maghrebinische Großmutter ist für Miriam wichtig, überhaupt, die Thematik „zwischen den Kulturen“ bestimmt ihr Leben. So findet sich im Curriculum vitae die Tagung „Interventionen – refugees in arts&education“, das Freiburger interkulturelle Theater denkt mit ihr an Deutschland in der Nacht und natürlich kann die Regieassistenz, ein wenig Revolution muss sein, beim Räuber Hotzenplotz in Berlin, ausgerechnet, der Räuber aus dem Hotzenwald in Berlin! kann das gut gehen? Die Puppenspielkompanie „Handmaids“ kennt da nichts. Also: Sozusagen Hotzenplotz „Zwischen Kolonisierung und Islamisierung, der Untertitel ihrer Bachelorarbeit „Theater im arabischen Raum am Beispiel Algeriens“ (2013).

Theater über Parisreise und Jedermann

Das ganze Theater hatte schon in der Schule begonnen, als ein Ausflug nach Paris als Theaterstück mit der seinerzeit Zwölfjährigen abschloss oder Miriam den Teufel im „Jedermann“ im Schultheater spielte. „Jedermann“, ob in Salzburg oder sonstwo findet sie viel zu wenig, sagen wir, performativ und überghaupt, dieser Genie- und Einzelpersonenkult. Der Hofmannsthal-Leser schluckt, but „why not“?
Break: „Erfahrungsschatz des Körpers“, also Theater und überhaupt alles nicht nur im Kopf und Emotion, die Frage nach der Einheit von Ich und dem Körper gleiten ins Philosophische, umkurven SHOW DES LEBENS (in Offenburg), es taucht „Theater als Ventil und Waffe – Theaterpädagogik in Krisengebieten am Beispiel Palästina“ auf (ein Aufsatz in der Zeitschrift FIKRUN WA FANN des Goethe Instituts), und in der Vita findet sich ein Aufenthalt im Dar al Kalima College in Bethlehem.
Es sind viele Planeten, die um Miriam kreisen und die sie kreisen lässt. In Weinheim sind es, wir wissen es schon, die von Antoine de Exupérys Kleinem Prinzen entdeckten.
Jetzt wird es aber höchste Zeit, die Kinder in Heidelberg vom Kindergarten abzuholen, der Zug fährt um 13:13 Uhr. Vielen Dank für dieses außerordentliche Gespräch, Miriam Lemdjadi.
Mehr über den „Beat des Planeten“ finden Sie hier.

Miriam Lemdajadi, 1987 in Gengenbach geboren, B. A. der Theaterpädagogik ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von fünf und zwei Jahren, wohnt seit 2018 in Heidelberg, hat in den letzten neun Jahren inzwischen in Palästina, Berlin, Freiburg, Heidelberg und Weinheim Regie geführt, Artikel geschrieben, getagt, war, u.a. in Weinheim bei Theatertagen als Workshopleiterin tätig und wird, save the date, unter dem Titel HEIMAT WORT am 3. August 2019 in Heidelberg im Karlstorbahnhof „eine performative Auseinandersetzung mit der Poesie und mehr“ präsentieren.

Adalbert Knapp

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Blick über den Zaun

Zeit für Gespräche

Sie möchten gerne für andere Menschen da sein und pflegebedürftigen, körperlich eingeschränkte oder psychisch erkrankte junge oder alte Menschen unterstützen?

Dazu gibt Ihnen die Klinikseelsorge an der GRN-Klinik Weinheim die Gelegenheit. Sie begleiten Bewohnerinnen oder Bewohner, Patientinnen oder Patienten des GRN-Gesundheitszentrums und erfüllen so eine sinnvolle Aufgabe, indem Sie Menschen Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben ermöglichen. Dabei bringen Sie Ihre Fähigkeiten ein, erweitern Ihren Horizont und machen Erfahrungen, bei denen Sie sich selbst und Gott in anderen Menschen neu begegnen.
Wenn Sie neugierig geworden sind, dann finden Sie hier nähere Informationen.

Deutscher Stiftungstag in Mannheim

„Im April 1948 trafen sich in Würzburg der Administrator der Fuggerschen Stiftungen in Augsburg, Professor Dr. Götz Freiherr von Pölnitz, und die Verwaltungsleiter der Würzburger Stiftungen Juliusspital und Bürgerspital zum Heiligen Geist, Direktor Ludwig Kastner und Stadtrat Professor Dr. Albert Franz, zum Gedankenaustausch über die Zukunft des Stiftungswesens. Nach weiteren Vorgesprächen fand am 20. September 1948 die Gründungsversammlung der „Arbeitsgemeinschaft bayerischer Wohltätigkeits-, Erziehungs- und Kultus-Stiftungen“ statt. Der Deutsche Stiftungstag war geboren. Im Juni fand das Ereignis erstmals ganz in der Nähe, in Mannheim statt, Grund genug, beim größten Stiftungskongress in Europa vorbei zu schauen – zumal in diesem Jahr der Deutsche Stiftungspreis an die Deutschen Bürgerstiftungen verliehen wurde, doch dazu später.

Metroploregion Rhein-Neckar unter den drei Ersten

Beim abendlichen Empfang der Metropolregion verwies der Erste Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht, darauf hin, dass Mannheim auch irgendwie Ergebnis einer Stiftung sei und Michael Heinz, Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. und Vorstandsmitglied der BASF SE verweist darauf, dass die Metropolregion mit einer Marktkapitalisierung von insgesamt rund 196 Milliarden Euro zu den drei wertvollsten Industriestandorten Deutschlands nach Rhein-Ruhr und München gehöre. Damit war neben dem hohen Lied auf die Philanthropie schon einmal eine Marke gesetzt: Die deutschen Stiftungen verfügen über ein Kapital von 68 Milliarden Euro, immerhin. Zum Verhältnis öffentlicher Haushalte und Stiftungswirken gab Christian Specht für Mannheim das Verhältnis von unter einem Prozent für Stiftungsaktivitäten an.
Also hinein ins Tagungsvergnügen mit über hundert Workshops, Meetings mit und ohne Lunch, informellen Treffen und, natürlich der Kongress tanzte auch.

Ohne Freude geht es nicht

Es ging im perfekt funktionierenden Congress Center Rosengarten z. B. um die Frage, ob die Republik der Philanthropen ein Irr- oder ein Ausweg sei (mit dem Politologen Peter Graf Kielmannsegg und Dr. Christina Deckwirth von Lobbycontrol). Über die Freude an der Verfassung diskutierten bei der Theodor-Heuss-Stiftung sehr gescheit Gesine Schwan und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. „Ohne Freude geht nichts“, meinte Schwan, nach ihrer Partei, der SPD, gefragt, und das gilt sicher nicht nur für die SPD. Über „Veränderungen in der Asset-Allokation von Stiftungen“ tauschten sich „kommerzielle Partner“ aus, der Zufall wollte es, dass der Beobachter beim Lunchmeeting der BW-Bank einem höchst lebendigen Vortrag der ersten, sehr sympathischen, deutschen Frau im All, der Meteorologin Insa Thiele-Eich lauschen konnte. Was die Demokratie von den Bienen lernen könnten, erläuterte der Vorstand der höchst verdienstvollen „Stiftung Aurelia“, Thomas Radecki.


Jetzt aber ist es höchste Zeit sich den Preisträgerinnen des Stiftungspreises zuzuwenden, den 30 000 Bürgerstifterinnen und Bürgerstiftern in den 307 mit Gütesiegel ausgezeichneten Bürgerstiftungen in Deutschland. Von und für sie gab es vielfältige Möglichkeiten des Austauschs und der Information, von Jugendbeiräten in Hamburg war die Rede und davon, wie Bürgerstiftungen Demokratie denken, gestalten, leben. Damit sind wir endgültig angekommen beim Motto des Kongresses „Unsere Demokratie“, und es ist nicht weit zur Festrede von Dr. Eckardt von Hirschhausen auf die Bürgerstiftungen, es ging auch um den Klimawandel. Nicht unerwartet höchst klug die Laudatio des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Bürgerstiftungen machten die Demokratie im Land stärker, sie seien ein Rückgrat der Zivilgesellschaft und stifteten Zuversicht, dass die großen Probleme bewältigt werden könnten. Entsprechend stolz sitzt der Beobachter im Parkett als einer der wenigen von den 30 000. Lust auf mehr Infos? Bitte!

Der deutsche Stifterpreis gilt als höchste Auszeichnung im Stifterwesen und wird seit 1994 verliehen. Bislang ging der Preis ausschließlich an Einzelpersonen – darunter z. B. an die SAP-Mitgründer Kaus Tschira und Dietmar Hopp. In diesem Jahr hat der Bundesverband Deutscher Stiftungen die Auszeichnung erstmals an eine Gemeinschaft vergeben. Alla!

Adalbert Knapp

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Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Weinheim

Bu¨rgerstiftung Weinheim Logo
69469 Weinheim, Hauptstraße 128, Telefon 06201 3892025, gleich neben dem Marktplatz.

Jung, frisch, dynamisch, in direkter Nachbarschaft zu den Weinheimer Jugendmedien.

 



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Herausgeberin: Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Müllheimer Talstraße 66
69469 Weinheim

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Jürgen Osuchowski
c/o Musikschule Badische Bergstraße, Weststraße 12
69469 Weinheim

Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de. Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

Redaktion: Adalbert Knapp und Jürgen Osuchowski

Texte: Alexander Boguslawski, Daniela Freudensprung, Hans-Joachim Gelberg, Adalbert Knapp
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Albert-Schweitzer-Schule, DiesbachMedien, Michael Endriß, Michael Gerlach, Joachim Gutjahr, Adalbert Knapp, Philipp Pflästerer, Daniel Sieler, Theater PassParTu.
Mitarbeit: Ulrich Becker, Alexander Boguslawski, Gunter Faigle, Jürgen Osuchowski und Claudia Werner

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