stifterpost-nr-37-juli-2017


Liebe Leserin, lieber Leser,

Knappein kleiner Schritt neben den Marktplatz, ein großer Schritt für die Bürgerstiftung: Ab 1. August verfügt die Bürgerstiftung Weinheim über eine Geschäftsstelle. Kurz vor Vollendung des runden Dutzend und dem Eintritt in die Pubertät bekommen wir eine „eigene“ Adresse und Telefonnummer. Das ist fast so wie vor sechzig Jahren mit 12 ein Fahrrad oder heute mit 18 ein Auto. Jung, frisch, dynamisch, in direkter Nachbarschaft zu den Weinheimer Jugendmedien. Hauptstraße 128 in Weinheim, Telefon 3892025 .

hat es möglich gemacht.

Neu ist auch, dass künftig in der Stifterpost die Rubrik „Aktuell“ vor „Nachgefragt“ erscheinen wird. Wie das so ist bei derart grundsätzlichen Fragestellungen, nämlich ob das Aktuelle wichtiger ist als das Vergangene, kann man sie so oder so beantworten. Wir haben uns nach reiflichen Überlegungen und nach sieben Jahren so entschieden. Wenn Sie mögen, nehmen Sie diese Frage des Verhältnisses von Innovation und Tradition mit in die Sommerfrische, in die Sie Hans-Joachim Gelberg mit Joachim Ringelnatz begleitet.

Viel Freude beim Lesen

Ihr

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Mit freundlicher Unterstützung von
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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil’s wohltut, weil’s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen, als ein Grashüpferhupf.

Joachim Ringelnatz

(1883-1934)

gelberghansjoachim 160

In jedem Gedicht ein ich! Und Wyslawa Szymborska, die große polnische Lyrikerin, dichtet: „Eigentlich könnte jedes Gedicht den Titel ‚Augenblick’ tragen.“ Hier nun ist so ein unvergesslicher Augenblick mit Wolkengezupf. Fühl dich frei und unbeschwert. Vergiss dich. Und vergiss den Uhrenblick, den Handyblick, denke nicht weiter als einen Grashüpferhupf. Gedichte von Ringelnatz haben immer wieder den augenblicklichen Reiz und sind Herzstücke der Lyrik. „Es sind leichte, heitere Gedichte über die Schwere und Ernsthaftigkeit des Lebens, Blitzlichter aus dem Weltdunkel“, so Ludwig Harig. Unvergesslich für mich die Verszeilen, die Ringelnatz seiner geliebten Frau (er nannte sie Muschelkalk) widmet: „Wenn ich tot bin, darfst du gar nicht trauern. / Meine Liebe wird mich überdauern / Und in fremden Kleidern dir begegnen / Und dich segnen.“

Er hieß Hans Bötticher und erfand für sich den windigen Namen Joachim Ringelnatz. Mit 18 ging er zur See. Über viele Stationen war er Schiffsjunge, Matrose, Offizier, Lehrling, dann Maler und schließlich Kabarettist und Bänkelsänger, der eigene Gedichte vortrug. Und wie! Er wurde 1883 im sächsischen Wurzen geboren und starb, viel zu früh, 1934 in Berlin. Und es klingt nach sein: „Nie bist du ohne Nebendir.“


Aktuell

Redivivi

Seit dem Jahr 2014 kümmert sich die Bürgerstiftung Weinheim zusammen mit der Stadt Weinheim darum, den Alten Friedhof in Weinheim als einen Park der Erinnerung wieder und neu lebendig werden zu lassen. Mit einem im Frühjahr 2016 erschienenen Buch trat die Geschichte dieser ältesten in Weinheim bestehenden Ruhestätte und der dort Ruhenden ins Bewusstsein vieler Bürgerinnen und Bürger. So lag es nicht fern, solche Persönlichkeiten als „Redivivi“, Wiedererstandene, vorzustellen.

Gedacht, getan: Erster Gast der von Bürgerstiftung Weinheim, Volkshochschule Badische Bergstraße, Musikschule Badische Bergstraße und Volksbank Weinheim veranstalteten Reihe wird sein

Friedrich Härter (1802-1867)

Weinheimer Revolutionär und Gastwirt,
alias Dr. Alexander Boguslawski – im Gespräch mit Dr. Adalbert Knapp

Musikalische Begleitung: Dr. Torsten Fetzner und Jürgen Osuchowski

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19:30 Uhr – Volkshochschule

 


Pflege- und Pflanztag auf dem Alten Friedhof

Samstag, 16. September 2017, 10:00 Uhr

Am Freiwilligentag der Metropolregion im September 2014 kümmerte sich die Bürgerstiftung Weinheim mit einer Gruppe von 12 Freiwilligen um das Grab des Ehrenbürgers Adam Karillon, beseitigten Sträucher sowie wucherndes Unkraut und bepflanzten es neu.

Zwei Jahre später waren es über 40 Helferinnen und Helfer, die sich am Freiwilligentag der Metropolregion um diesen Park der Erinnerung gekümmert haben. Im Herbst 2016 und im Frühjahr 2017 waren auch noch kleinere Gruppen sowie die Gärtnerei Pressler pflanzend und pflegerisch zugange.

Für Samstag, 16. September von 10:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr

ruft die Bürgerstiftung Weinheim wieder zu einen

Pflege- und Pflanztag

mit (möglichst vielen) freiwilligen Helferinnen und Helfern auf.

Alle, die Lust haben, unter fachkundiger Anleitung zu gärtnern oder auch einen Grabstein zu reinigen, sind eingeladen. Erfreulicherweise beteiligen sich auch die Zweiburgenhelden an der Aktion.

Die Helferinnen und Helfer sollten, wenn möglich, als Gerätschaft eine Gartenschere, einen Garten- oder Laubrechen, einen Straßenbesen, eine Schaufel, falls vorhanden, eine Gießkanne und natürlich Arbeitshandschuhe mitbringen. Treffpunkt ist am 16. September um 10 Uhr der untere Eingang des Alten Friedhof hinter der Peterskirche.

Nähere Information und Anmeldung entweder über info@buergerstiftung-weinheim.de (Tel. 06201 63254 oder 06201 12651).


Besuchshunde in Alten- und Pflegeheimen

In den letzten Jahren haben sich an verschiedenen Orten Gruppen von Hundebesitzern gebildet, die mit ihren Hunden regelmäßig Alten- und Pflegeheime besuchen. Der Grund hierfür ist, dass sich der Kontakt mit Tieren wohltuend auf ältere Menschen auswirken kann. Gerade Bewohner in Seniorenheimen fühlen sich oft einsam, Kontaktarmut und Sprachunsicherheit stellen sich ein. Da können „Besuchshunde“ hilfreich sein.

In Weinheim gibt es eine solche Besuchergruppe am Bodelschwingh-Heim. Das GRN-Betreuungszentrum und die Seniorenresidenz St. Barbara zeigen großes Interesse daran, einen solchen Besuchsdienst einzurichten.

Karin Graf, leidenschaftliche Tier- und damit auch Hundefreundin, ist bereit, im Rahmen der Bürgerstiftung so einen Besuchsdienst aufzubauen.

Inzwischen fanden erste Gespräche mit der Leitung des Bodelschwingh-Heims, der Leitung des GRN-Betreuungszentrums und Dieter Gerstner vom Förderverein Alzheimer und dem Runden Tisch Demenz statt.

Zunächst möchten wir im GRN-Betreuungszentrum beginnen, einen Besuchsdienst aufzubauen.

Wenn Sie Interesse haben, mit Ihrem Hund Menschen in einem Alten- oder Pflege heim regelmäßig zu besuchen, wenden Sie sich bitte an

info@buergerstiftung-weinheim.de

Telefon 06201 63254

oder ab 1. August an

Karin Graf
karin.graf.weinheim@t-online.de

Telefon 06201 2 35 54

Inzwischen haben sich schon interessierte Menschen mit Besuchshunden gefunden. Im Herbst werden wir zu einem Informationstermin mit einer Fachperson einladen. Außerdem wird das Treffen dem Kennenlernen und organisatorischen Absprachen dienen.

Wir freuen uns auf Sie!
Karin Graf


Führung über den Alten Friedhof mit Dr. Alexander Boguslawski

Erlös an Bürgerstiftung

Der Alte Friedhof „St. Peter“ oberhalb der Peterskirche in Weinheim, nahe der Weschnitz an der Stelle der ersten bekannten Besiedelung, ist der älteste noch vorhandene Friedhof Weinheims. Seit 1893 nicht mehr für Bestattungen genutzt, war er über viele Jahrhunderte der einzige Friedhof Weinheims, mit einer wechselvollen Geschichte.

Das Stadt- und Tourismusmarketing konnte den Heimatforscher, Buchautor und Bergstraßen-Literat Dr. Alexander Boguslawski, für zwei Führungen im Juli gewinnen, deren zweite am Dienstag, 25. Juli, um 19.30 Uhr stattfindet. Bei einem rund einstündigen Gang über den Friedhof, der sich malerisch den Hang hinter der Peterskirche hinaufzieht, kann die Vergangenheit wieder lebendig werden.

Anmeldung beim Stadt- und Tourismusmarketing Weinheim, Telefon 06201/874450, Teilnahmebeitrag 4 Euro pro Person zugunsten der Bürgerstiftung Weinheim.


 

Bläserserenade im Alten Friedhof

Mit dem dem Posaunenchor der Peterskirche

Donnerstag, 28. September, 19:00 Uhr

Alter Friedhof, unterer Eingang

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über Spenden.

 


Nachgefragt

Der Augenblick ist da!

Fünf Jahre lang hat Hans-Joachim Gelberg Gedichte für die Stifterpost ausgewählt und sie für die Leserinnen und Leser kenntnisreich kommentiert. Jetzt ist die kleine Anthologie als Büchlein mit dem Titel „Augenblick“ erschienen. Am 22. Juni fand die Buchvorstellung im Alten Rathaus statt. Unter den Anwesenden waren auch viele Schülerinnen und Schüler, vor allem diejenigen, die mit ihren Bildern den Gedichtband bereichert haben. Es war nämlich eine Besonderheit des Buchprojekts, dass zwei Kunstkurse des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in freier Improvisation das in Bilder gefasst haben, was sie in den Gedichten gesehen haben. Entstanden ist ein wirklich schönes Bändchen, das die Leiterin des Verlags Regionalkultur dem Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Dr. Knapp, überreichte. Dieser bedankte sich beim Verlag, bei Herrn Gelberg und vor allem bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Mitwirkung. Im Mittelpunkt des Abends stand die Lesung von Hans-Joachim Gelberg, der alle 20 Gedichte vortrug, der sie regelrecht zelebrierte und in Szene setzte. Es war ein gefühlvoller, großartiger Vortrag, der alle Besucher sehr beeindruckte. Musikalisch elegant umrahmt wurde der Abend von Bernhard und Birgit Rummel. Das Büchlein ist für 11,90€ bei allen Weinheimer Buchhandlungen erhältlich, in größeren Mengen auch bei der Bürgerstiftung direkt.

Alexander Boguslawski

Wer bei der Präsentation nicht dabei sein konnte, der sei herzlich eingeladen zu diesem Abend:

Hans-Joachim Gelberg liest Gedichte und Texte aus

Augenblick

Mittwoch, 27. September 2017, 20:00 Uhr

Buchhandlung Beltz, Atrium

An diesem Abend sind die Originale der Bilder ausgestellt.


Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreis 2017

geht an „Skulpturengarten“ – Entscheidung fiel nicht leicht

Den diesjährigen Preis verlieh die Jury an ein Projekt, in dem Schülerinne und Schüler eine AV- dual-Klasse (ArbeitsVorbereitung) den Innenhof ihrer Schule mit Skulpturen bevölkern. Unterstützt werden sie dabei von der renommierten Heidelberger WERKstattSCHULE e.V.. AV dual bietet den Schülerinnen und Schülern Berufsorientierung, Berufsfindung, Berufsvorbereitung und berufliches Grundwissen.

Für diese Schülerinnen und Schüler ist es besonders wichtig, ihre kreativ-künstlerischen Fähigkeiten kennen und erkennen zu lernen. Außerdem bietet das Projekt außerhalb des „normalen“ Schulbetriebs zu Anfang des Schuljahres die Möglichkeit, sich in der Gruppe zu orientieren. Am Ergebnis dieser Kunstaktion werden sich nicht nur alle direkt Beteiligten, sondern die ganze Schulfamilie durch die Auseinabdersetzung mit der Kunst in Ihrem Innenhof erfreuen können.

Der Jury fiel die Entscheidung nicht leicht, da eine weitere Bewerbung gleichauf im Rennen lag: „Kreativ im Jahres-Lauf“ für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. Hier geht es darum, die Welt mit allen Sinnen zu begreifen und zu erfassen und dies künstlerisch umzusetzen.

An der Albert–Schweitzer–Schule sollen Schülerinnen und Schüler , die eine besondere Zuwendung und Förderung bedürfen, mit Kopf, Herz und Hand den Jahreslauf in möglichst vielen Facetten erleben. Der kreative und wertschätzende Umgang mit Naturmaterialien und die Auseinandersetzung mit der Ästhetik in unserer Umgebung soll gefördert werden. Ziel ist es auch, von der Digitalisierung der modernen Medien abzulenken und neue Impulse zu geben.

Da es nicht möglich war, den Preis zu teilen, wird sich die Bürgerstiftung bemühen, das Projekt aus allgemeinen Mitteln und einer Geburtstagsspende zu finanzieren. Auch dieses Projekt, das Anita Grütter, Verena Herget-Zimnik und Felicitas Vajna leiten, wird beim Stifterforum vorgestellt.

red


Klassische Oper trifft auf Weinheimer Berufsfachschule

Vier Erzieherklassen der Helen-Keller-Schule Weinheim beschäftigten sich vom 3. bis 6. Juli mit klassischer Musik und Schauspiel. Unter der Leitung der Profis der TourneeOper Mannheim konnten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Workshops Erfahrungen mit klassischer Musik und Schauspiel sammeln und Einblicke in die Welt der Oper bekommen.

Der erste Tag begann nach einem gemeinsamen Aufwärmen direkt mit den Schauspielproben für die Aufführung einer eigenen Inszenierung der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Zeitgleich wurden in Workshops Ideen für Bühnenbild und Kostüme gesammelt und geplant. Auch Requisiten wurden hergestellt und der Chor probte fleißig die bekannten Stücke. Nicht nur Papagenos Vogelfängerlied, sondern auch die Arie der Königin der Nacht waren bald in allen Köpfen und als Ohrwurm überall präsent. Nachdem die Workshops in den nächsten beiden Tage weiter gearbeitet hatten, konnte am Mittwochmorgen die Generalprobe stattfinden. Um 15.15 Uhr begann in der Aula des beruflichen Schulzentrums die Aufführung vor Hortkindern des Pestalozzi- und des Rolf-Engelbrecht-Horts. Hierbei standen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Mitarbeitern der Tourneeoper auf der Bühne. Auch die Hortkinder waren beteiligt und mit Requisiten aktiv in die Aufführung mit eingebunden.

Schüler der Helen-Keller-Schule

Belohnt wurde die viele Arbeit mit großem Jubel und anhaltendem Applaus. Zwei Schülerinnen bedankten sich in der Rolle des Intendanten bei Musiklehrerin Sabine Nick, die das Projekt geplant und geleitet hatte sowie bei den Sponsoren. Ermöglicht wurde das Projekt maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung. Außerdem förderten Volksbank Stiftung Weinheim und der Club Soroptimist das Unternehmen.

Die Schüler und Schülerinnen, die sich in der Mitte ihrer Ausbildung zum Erzieher befinden, erhielten durch die Projekttage wertvolle Einblicke in die theaterpädagogische Arbeit und lernten Methoden kennen, um sowohl klassische Musik als auch Schauspiel den Kindern näherzubringen. Am Donnerstag reflektierten sie ihre Erfahrungen und dokumentierten in Arbeitsgruppen das Projekt.

Philip Straßer, Leon Mossmann, Manuel Ortiz, Alexander Petschull

 


Kleine Schauspieler ganz groß auf der Bühne

Bonhoefferkinder machen Theater

Während der Projekttage Ende Mai hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 1-4 neben der Anleitung ihrer Lehrerinnen und Lehrer auch die Unterstützung ausgebildeter Theaterpädagogen durch das Tourneetheater Mannheim. Mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen wurde das Theaterstück: „Papageno und die Zauberflöte“ erarbeitet. Für das Märchen schrieben die Mannheimer Sopranistin Tanja Hamleh und der Wiesbadener Regisseur Klaus-Dieter Köhler eine kindgerechte, authentische, fröhliche und spannende Version der Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. In der Abschlusspräsentation im vollbesetzten Musiktheater fanden die Projekttage ihren Höhepunkt. Dabei beeindruckten viele Kinder durch Ausdrucksstärke sowie gezieltem Einsatz von Mimik und Gestik. Gerade auch zurückhaltende Kinder konnten so in Rollen schlüpfen und ihre Talente zur Geltung bringen. Rektorin Birgit Schmahl war begeistert. Es ist toll, wie die Kinder aus sich herausgehen. In zahlreichen Unterrichtsstunden hatten sich die Kinder gemeinsam mit dem Kollegium sowie den Profis intensiv vorbereitet und die Rollen geprobt und die Liedbeiträge einstudiert. Sogar die Requisiten für die Aufführung wurden selbst hergestellt. Die Schülerinnen und Schüler machten eifrig mit und stellten am Ende fest: Das macht total Spaß, ist aber auch richtig anstrengend. Auf diese Art und Weise konnten die Kinder erfahren, was Theaterarbeit bedeutet und wie mühevoll es ist, Rollen und Texte einzustudieren.

Am Ende der Vorstellung zeigte sich das Publikum begeistert und spendete tosenden Applaus, welcher ja bekanntlich der wahre Lohn jedes Künstlers darstellt.

Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule


Denken von der ersten Minute an

Zum sechsten Mal seit 2012 veranstaltete die Bürgerstiftung zusammen mit der Gynäkologischen Abteilung der GRN-Krinik Weinheim in Zusammenarbeit mit der

Abteilung für Entwicklungs- und Biologische Psychlogie der Universität Heidelberg fünf Abende mit der Psxchologien Dr. Sabrina Bechtel-Kühne. Der Kurs, der zur Vertiefung der Broschüre „Denken lernen von der ersten Minute an“ betragen soll, war wieder einmal bestens besucht. Zunächst vor allem für junge Eltern gedacht, hat sich das Angebot mehr und mehr zu eine Informations- und Diskussionsforum für Erziehungspersonen ganz allgemein entwickelt: Tagespflegepersonen, denen das Semiar als Fortbildung dient, Großeltern, die sich anhören möchten, wie das mit der Erziehung heutzutage geht (du dabei lernen, dass die Liebe und Zuwendung damals wie heute das A und O jeder Erziehung) sind.

Und, dies sei verraten, wenn Frau Dr. Bechtel-Kühne das Seminar im nächsten Jahr wieder halten wird, kann sie auf eigene Erfahrungen mit einem ganz jungen Leben berichten.


Nach dem Fest ist vor dem Fest

Nach dem erfolgreichen Singfest im vergangenen Jahr hat sich die Planungsgruppe für das kommende Singfest 2018 erstmals wieder in Weinheim getroffen. Die Bürgerstiftung Weinheim mit ihrem 1. Vorsitzenden Dr. Adalbert Knapp nahm das Treffen der Arbeitsgruppe zum Anlass, die Akteure mit Urkunden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit auszuzeichnen. Seit der ersten Ausgabe des Singfestes im Jahr 2007 ist Monika Preiß dabei. Die Laudatio von Dr. Knapp lobt ihren Einsatz angemessen. „Sie hat sich seit 2007 ideenreich, mit herausragendem musikalischen Elan, großem Organisationsgeschick und einer einfühlsam- begeisternden Moderation an der Vorbereitung und Durchführung der Feste beteiligt und so maßgeblich dazu beigetragen, dass die Singfeste so erfolgreich und für alle Beteiligten zu einem besonderen Ereignis werden konnten.“ Frau Preiß ist innerhalb der Planungsgruppe das Bindeglied zu den evangelischen Kindergärten. Auch Sabine Nick, die seit 2013 als Moderatorin, Ideengeberin, und gemeinsam mit Monika Preiß für die Konzeption, Libretto und Durchführung federführend ist, bekommt in ihrer Urkunde der Bürgerstiftung einen besonderen Dank ausgesprochen. Als Lehrerin an der Helen-Keller-Schule ist sie maßgeblich an der Fortbildung der kommenden Generationen an Erzieherinnen zuständig und stellt bei den Fortbildungsangeboten der Bürgerstiftung das Bindeglied zwischen den Schülerinnen und der Musikschule Badische Bergstraße, die die Musikkurse durchführt, dar. Neben Frau Preiß und Frau Nick wählen Christine Engelhardt, Leiterin des Bodelschwingh-Chors, und Jürgen Osuchowski, Leiter der Musikschule Badische Bergstraße, in der „Musikplanungsgruppe“ die Lieder und Zwischenmusiken aus, die dann von über 200 Kindern gesungen bzw. vom Singfestorchester gespielt werden. Sarah Kinkel von der Stadt Weinheim als Koordinatorin der städtischen Kindergärten, Jolanta Porwolik, als Koordinatorin der katholischen Kindergärten sowie die beiden Erzieherinnen Enza Caruso und Birgit Ströhlein vervollständigen das Team.

V.l.n.r.: Adalbert Knapp, Christine Engelhardt, Birgit Ströhlein, Jolanta Porwolik, Sabine NIck, Enza Caruso, Monika Preiß, Margarete Ruoff, Jürgen Osuchowski.

„Bei ihnen bedankt sich die Bürgerstiftung Weinheim sehr, sehr herzlich, auch in der Form dieser Urkunde.“, so der Wortlaut der Urkunde der Bürgerstiftung. Als Vertreter der Bürgerstiftung Weinheim sind Dr. Adalbert Knapp und Margarete Ruoff in der Organisationsgruppe. Das gesamte Team arbeitet sehr verlässlich, harmonisch und effektiv. Die vielen Ideen werden stets einvernehmlich gebündelt und zu der großen Singfestgeschichte gebündelt. Damit trägt jeder der Planungsgruppe zum Gelingen des Singfestes bei. Für 2018 stehen die Eckpunkte schon fest. Im Herbst werden die Details geklärt, damit das bislang größte Singfest im Sommer 2018 in der Stadthalle in Weinheim wieder ein großer Erfolg wird. Man darf gespannt sein.

Jürgen Osuchowski


„ Wir sind groß“

„Die Schülerinnen waren mit solch großem Eifer dabei, dass man neben den Akkorden sogar noch mit Melodienspielen beginnen konnte.“ So schreibt Jürgen Osuchowski, Leiter der Musikschule, über den Gitarrenkurs, in dem er ein halben Jahr mit den werdenden Erzieherinnen an der Helen-Keller-Schule gelernt hatte. Zur Belohnung durfte die Gruppe bei der Abschlussfeier 2017 für 74 Erzieherinnen und drei Erzieher zur Eröffnung spielen: „Applaus, Applaus“ und „Wir sind groß“ waren die Titel, die sie passend zum Anlass ausgesucht hatten: Denn natürlich fühlt man und frau sich an einem solchen Tag genau so: Die „Welt ist klein und wir sind groß“ und der Applaus war nach vier Ausbildungsjahren für alle wohl verdient.

Erntezeit, dachte Adalbert Knapp von der Bürgerstiftung, die den Kurs finanziell unterstützt hat, als er den frisch gebackenen Musikerinnen ihre Bescheinigungen überreichte: Anita Falkenstein, Daniela Mader, Jaqueline Fehres, Adaiklamary Innaciyar bzw. Schwester Maria (eine Nonne aus Chennai, Indien, die mit ihrer Mitschwester Fatima die Erzieherinnenausbildung durchläuft), Nadine Lerchl und Stephanie Winterfeld.


Die Stadt Weinheim sagt Dankeschön

Zum zweiten Mal fand zu Beginn des Theatersaison am Teich, am TaT also, der Ehrenamtstag der Stadt Weinheim statt. Das „TaT“-Donnerstagprogramm begann um 18 Uhr mit dem Schulchor der Theodor-Heuss-Grundschule Oberflockenbach, der auf der Teichbühne ein Singstück über Afrika aufführt: „Tuishi pamoja – Eine Freundschaft in der Savanne“. Ab 18 Uhr wurden die Ehrenamtlichen an einem Stand vor der Schlossterrasse begrüßt und mit Verzehrbons versorgt.

Ab 19 Uhr boten „Los Filonautas“ Artistik mit besonderem Humor bei einen Seiltanz über den Schlosspark-Teich. Um 20 Uhr war wieder der Kabarettist und Sprachkünstler Dr. Markus Weber auf der Bühne am Blauen Hut mit Ausschnitten aus seinem Programm „Iwwerleije se mol!“. Bevor dann um 20.30 Uhr das Blue Sky Orchestra mit Swing am Blauen Hut zum gemeinsamen Schwingen des Tanzbeins anregte, begrüßte Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner die Gäste und bedanke sich sehr persönlich bei den Ehrenamtlichen für ihren „herausragenden Beitrag“ zum Leben in Weinheim.

Dann ließ das „Blue Sky Orchestra“ mit dem Programm „Tribute to the masters of swing“ am Blauen Hut die „goldenen Zeiten“ der Swing-Ära wieder aufleben. Und das Tanzbein wurde munter geschwungen.


Neu: Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Weinheim

Ab 1. August verfügt die Bürgerstiftung Weinheim über eine Geschäftsstelle. Kurz vor Vollendung des runden Dutzend und dem Eintritt in die Pubertät bekommen wir eine „eigene“ Adresse und Telefonnummer.

Bu¨rgerstiftung Weinheim Logo
Hauptstraße 128 in Weinheim, Telefon 3892025 geich neben dem Marktplatz.

Jung, frisch, dynamisch, in direkter Nachbarschaft zu den Weinhheimer Jugendmedien.

hat es möglich gemacht.

 


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Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

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Herausgeberin: Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 Weinheim

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 Weinheim

Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts

Redaktion: Adalbert Knapp

Texte: Hans-Joachim Gelberg, Adalbert Knapp,
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Mitarbeit: Ulrich Becker, Dr. Alexander Boguslawski, Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule, Gunter Faigle, Roland Kern, Jürgen Osuchowski und Claudia Werner

Bilder: Ralf Fabian, Roland Kern, Adalbert Knapp, Bernhard Kreutzer, Gemeinde an der Peterskirche, Musikschule,

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