Stifterpost-nr.-33/ Oktober-2016

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

nur „eine Hand voll Wörter” meint Rainer Malkowski, sei sein Gedicht, das Hans-Joachim Gelberg für diese Ausgabe der Stifterpost ausgewählt hat. Die Stifterpost ist diesmal erkennbar mehr als eine Hand voll: Herbstzeit, Erntezeit und eigentlich sollte doch alles Erwähnung finden, was sich in der Bürgerstiftung tut, dann wird es gelegentlich etwas mehr, und mit dem Textekürzen ist das auch so eine Sache.
Vorschlag: Wenn es zu lang und zuviel wird, skrollen Sie einfach weiter. Hauptsache, Sie kommen am Ende der Lektüre zu dem Schluss eines Lesers der letzten Stifterpost: „Was soll ich sagen – wie immer ausgezeichnet.”
Mit dem Dank an alle Mitwirkenden in aller Bescheidenheit

Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Mit freundlicher Unterstützung

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Die Hand

I
Du musst sie nicht beschäftigen.
Sie vertreibt sich die Zeit ganz allein:
wühlt im Haar,
streckt den Zeigefinger vor
gegen den Wangenknochen,
ballt sich unter dem Kinn.
Entfernt sich, wenn dein Gespräch
zu lange dauert,
öffnet und schließt
eine Schublade.
Kehrt zurück, rechtzeitig,
wenn dein Besucher geht.
Auf Wiedersehen, selbstverständlich.
Und dann wieder weiter
auf eigene Faust.

II
Unsere Stimme,
wenn wir sprachlos sind.

Rainer Malkowski (1939-2003)

Foto: Alexa Gelberg

Es klingt für ein Gedicht so bestürzend einfach und kommt zudem im freien Rhythmus und reimlos daher, ohne Pathos und Wörterglanz. Nur „eine Hand voll Wörter“ (Malkowski), und doch können wir staunen. Seine Gedichte sind voll Lebenserfahrung. Malkowski nimmt Dinge wahr, die wir oftmals übersehen. Es sind Gedichte des Augenblicks. Nach Tätigkeit in Verlagen war er bis 1972 Geschäftsführer einer Werbeagentur. Dann stieg er aus und wagte den Sprung in seine Dichtung. Sein erster Gedichtband „Was für ein Morgen” erschien 1975.
Zu einem schweren Augenleiden kam eine Krebserkrankung hinzu. 1939 in Berlin geboren, starb er 2003 mit 64 Jahren. In seinem Gedicht über die gestürzte Linde erfahren wir: „Meine Hand auf dem alten Leib / der Linde – / da fällt mir ein: / ich habe nicht bemerkt, / wie meine Jahre vergingen. / Immer noch bin ich versucht,
/ zu denken: morgen / beginnt das Leben.”

Hans-Joachim Gelberg

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Nachgefragt

Viva la Musica – Stifterforum 2016

Beim Stifterforum am 6. Oktober konnte Stiftungsratsvorsitzender Johannes Pförtner im Bürgersaal des Alten Rathauses eine große Zahl von Stiftern, Förderern, Kooperationspartnern und Projektbeteiligten begrüßen. Als neues Vorstandsmitglied stellte er Katja Hoger vor, Schulleiterin der Waldschule und Geschäftsführende Rektorin der Weinheimer Grund-, Haupt-, Real und Förderschulen.
Oberbürgermeister Heiner Bernhard wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die elf Jahre des Bestehens der Bürgerstiftung in Anbetracht des Alters einer Stadt keine sehr lange Zeit sei, nichtsdestoweniger habe die Stiftung schon viel Gutes bewirkt. Eine Kommune benötige Mithilfe und Engagement, die Mitverantwortung der Bürger. Hier sei die Bürgerstiftung inzwischen eine wichtige weitere Akteurin geworden.
Vorstandsvorsitzender Dr. Adalbert Knapp und Stellvertreter Michael Ender berichteten anschließend über die Arbeit im vergangenen Jahr, in dem der Höhepunkt die Jubiläumsrevue im November gewesen war.
Michael Ender wies in seinem Finanzbericht darauf hin, dass seit der Gründung über 200.000 Euro Förderung in Weinheim vergeben werden konnten. Angesichts der Niedrigzinssituation werde es in Zukunft noch mehr als bisher notwendig sein, sich um Spenden zu bemühen.

Schwerpunktthema des Abends war die musikalische Förderung durch die Bürgerstiftung: 42 000 Euro für 2000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten seit dem Jahre 2006 zur Verfügung gestellt werden. Alles fing eigentlich schon groß an: 2006 spendete Dr. Hornef, damals Stiftungsrat der Bürgerstiftung, 8000 Euro für die Musikschule Badische Bergstraße, damit diese Musikinstrumente beschaffen konnte. Ein Jahr später fand, ebenfalls aus diesen Mitteln finanziert, das erste Probenwochenende in der Musikakademie Schloss Weikersheim statt. Es stellte sich heraus, dass diese Wochenenden so ertragreich waren wie ein halbes Jahr Proben. Vier Mal war das Gitarrenensemble „Finger-Tips” unter Leitung von Ralph Fändrich dabei, welches das diesjährige Stifterforum höchst qualifiziert musikalisch umrahmte.
Ein weiter Bereich der musikalischen Arbeit sind seit 2007 die Singfeste der Kindergärten und des Bodelschwingh-Chores unter der großen Zeder, die von Anfang an mit musikalischen Fortbildungen der Erzieherinnen und Pflegekräfte verbunden sind. Seit 2013 besteht auch eine noch engere Zusammenarbeit mit der Helen-Keller-Schule und der Musikschule. Werdende Erzieherinnen erhalten ebenfalls das Angebot von musikalischen Fortbildungen und beteiligen sich am Singfest.
Auch der „Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreis” der Bürgerstiftung ging zwei Mal an musikalische Projekte: die „Klangskulptur” (2013) und „Handwerk und Musik verbinden” (2015) an die Hans-Freudenberg-Schule. In beiden Projekten bauten Schülerinnen und Schüler, beim zweiten auch eine Klasse mit Flüchtlingen, eine Klangskulptur beziehungsweise Instrumente, auf denen sie dann, von einer Lehrkraft der Musikschule, Torsten Gellings, angeleitet, musizierten. Der Abschluss mit 40 Cajonspielern aus 20 Ländern ging unter die Haut, meinten stellvertretender Schulleiter Torsten Nesselhauf und Kollegin Marianne Volpp. Weitere Preisträgerin des Maiwaldpreises war die Johann-Sebastian-Bach-Förderschule mit „Musik handgemacht trifft Hundertwasser” und „Rhythmus-Bodypercussion-Bewegung”, einem Begegnungsprojekt für Schüler und Schülerinnen der
Grund- und Mittelstufe. Beide fanden in Zusammenarbeit mit der Musikschule statt. „Bei den Kindern war immer wieder zu sehen, dass sie durch die körperliche Beteiligung ganz bei sich waren – eine wunderbare Mischung aus Selbstvergessenheit und Konzentration” freuten sich Lehrerin Jennifer Drum und Musikpädagogin Antje Kohler.Um das Klangbild zu vervollständigen, berichtete Vorstandsvorsitzender Dr. Adalbert Knapp von zwei geförderten Projekten des Vereins CreActiv: Das eine waren Madagaskar-Tage an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, ein Konzert mit Künstlern aus Madagaskar, sowie in diesem Jahr der Auftritt einer Weinheimer Band beim Kulturfestival „Imola in Musica” in der Partnerstadt.Zum Abschluss bedankte sich Dr. Knapp bei den Sponsoren und Partnern der Bürgerstiftung: den Freunden und Förderern der Kultur in Weinheim, Soroptimist International, Ortsgruppe Weinheim, Mayer Floristik und der TSG Weinheim, der Musikschule Badische Bergstraße, der Helen-Keller-Schule und der Vereinigung der Freunde der Musikschule.

Fred End

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Probenwochenende in der Musikakademie Schloss Weikersheim 2016

Mit der diesjährigen Fahrt hat die Musikschule Badische Bergstraße bereits zum zehnten Mal ein Probewochenende in der Musikakademie Schloss Weikersheim durchgeführt. Jedes Jahr können die interessierten Gruppen mit ihren jeweiligen Gruppenleitern intensiv neue Stücke einstudieren und am bestehenden Programm feilen. Dieses Angebot wird gerne wahrgenommen. Bei Lehrkräften wie Pöhlert, Fändrich, Weinmann und Pfliegensdörfer kann man schon von einer Tradition sprechen, an den Musizierwochenenden teilzunehmen.Begonnen hatte alles vor 10 Jahren mit einer Spende von Dr. Heinrich Hornef. Seitdem fördert Herr Dr. Hornef regelmäßig das Probenwochenende. Auch die Bürgerstiftung Weinheim unterstützt die Weikersheim-Fahrt seit vielen Jahren. Zum Jubiläum erfolgte eine Spende von Dr. Hornef über die Bürgerstiftung für das Probenwochenende.
Dadurch war es möglich, den Beitragssatz von mindestens 100,- € je Teilnehmer auf 60,- € zu senken und das Probenwochenende war für alle erschwinglich. In diesem Jahr nahmen 42 Schülerinnen und Schüler sowie 7 Lehrkräfte teil.
Die Musikschule ist sehr dankbar für diese Unterstützung!

Jürgen Osuchowski

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Bürgerstiftung leistet Anschub-Finanzierung für Auftritt in Imola

„Europa der Künste!” Dies war einst der programmatische Slogan des EU-Projektes „Europa der Regionen”. Junge Musiker aus Weinheim und Imola sind seit über 20 Jahren fleißige Baumeister an dieser kulturellen Brücke. Der Stadtjugendring Weinheim und sein Mitgliedsverband „CreActiv” haben mit ihren italienischen Partnern von der Comune Di Imola eine nachhaltige Begegnungs-Kultur aufgebaut. Diese führte letztendlich zur offiziellen Städtepartnerschaft.

In diesem Jahr wurde nun zum ersten Mal eine Band aus Weinheim für das Festival „Imola in Musica” eingeladen. Das einwöchige Festival wurde 1996 gegründet. 2015 besuchten über 90.000 begeisterte Kulturliebhaber den kulturellen Höhepunkt in der Partnerstadt. An zahlreichen Orten im Zentrum werden ganz verschiedene Kulturbeiträge vorgestellt: Straßenmusik, Klassik, Rock, Pop, Hip Hop, Jazz & Blues, Tanz.

2016 erhielt das Festival den EFFE Award der Europäischen Union. EFFE steht für „Europäische Festivals – Festivals für Europa”. Der Kulturpreis krönt die 700 besten Kulturveranstaltungen in Europa. Speziell für diese Ehrung präsentierte „Imola in Musica” am Samstag, 4. Juni 2016, auf der Piazza Medaglia d’Oro vor rund 3000 Menschen „Gemelaggio Europeo in Musica”. Der Abend präsentierte Bands aus den Partnerstädten. Aus Pula in Kroatien kamen Elis Lovri & Bika Blasko. Die Liedermacherin Elis Lovri und ihre Band sind in Kroatien Folkstars. Gennevilliers in Frankreich hat „Tango Carbòn” entsandt. Und aus Weinheim wurden „BlueSteady” zu dem Stelldichein der guten Töne beim „Formula Imola” ausgewählt

Ben Schmidt und David Hilkert von „CreActiv” haben speziell für diese Auszeichnung „BlueSteady” zusammengestellt. Die Band repräsentiert auch die Musikstile, welche für die Zweiburgenstadt besonders typisch sind: Blues, Jazz und Off Beat. Der Gitarrist David Hilkert und der Saxofonist Fabian Zentner stammen von der Skaband „SACKsophon”. Die Schlagzeugerin Theresa Körnig und der Bassist Oliver Zientarski spielten in der Kultband „ Miss Dixon”. Der Trompeter Maic Mayer und der Bariton – Saxophonist Michael Bitzel gehören der New – Swing Band „Dirty Mac” an. Komplettiert wurde die Delegation mit der Sängerin Silke Hauck und dem Blueser Sebastian Strodtbeck. Als Roady war Christian Föhr dabei.

Für das Projekt leistete die Bürgerstiftung die wichtige Anschubfinanzierung. Hierdurch konnte eine intensive Vorbereitung geleistet werden. Die Musiker mussten u. a. von Brüssel, Mannheim, Köln und Würzburg zu den über zehn Proben nach Darmstadt anreisen. Nur hierdurch war der professionelle Auftritt mit einem rund 90minütigen Programm in der Emilia Romagna möglich. Außerdem haben Pro Weststadt e. V., der Stadtjugendring und die Stadt Weinheim die kulturelle Begegnung gefördert.

Ben Schmidt

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Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreis 2015 und Musik handgemacht mit selbst gebauten Instrumenten

„Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Kinder so für Musik zu begeistern sind.“

Im Jahr 2015 ging eine Hälfte des Maiwaldförderpreises an das Projekt Musik – Rhythmus-Bodypercussion-Bewegung” an die Johann-Sebastian-Bach-Schule. Es war ein Teil des Projekts „Musik – handgemacht”, das seit einigen Jahren mit unterschiedlicher Akzentuierung (auch mit Unterstützung der Bürgerstiftung) an der Johann-Sebastian-Bach-Schule stattfindet. Den Schülerinnen und Schülern wird ein Zugang zu Musik ohne überfordernden Leistungsanspruch ermöglicht. Gleichzeitig trainieren sie soziale Fähigkeiten wie zuhören oder Grenzen einzuhalten. In der musikalischen Kommunikation wird spielerisch der eigene Ausdruck und das Einfühlungsvermögen in andere Kinder erprobt. Das so Gelernte kann in andere Situationen übertragen werden, sodass ein respektvoller und wertschätzender Umgang in der Schulgemeinschaft unterstützt wird.

Bodypercussion war das Thema des Projekts der Klasse 3/4 im Schuljahr 15/16. Es ging darum, einen Rhythmus mit dem Körper zu gestalten, verschiedene Geräusche mit dem Körper zu erzeugen und Bewegungen dazu zu erfinden.
„Wir haben gemeinsam die Vielzahl an Klängen erforscht, die mit dem Körper gemacht werden können, z. B. dass man regelrecht Melodien erzeugen kann, in dem man sich auf die Backe klopft und dabei die Mundöffnung variiert, und dass der Körper wirklich an jeder Stelle anders klingt, wenn man auf sich klopft”, so Antje Kohler, Musiktherapeutin an der Musikschule Badische Bergstrasse.
Zusätzlich zu diesem Ansatz sind in der Hans-Freudenberg-Schule Cajones für das Projekt gebaut worden. Die Schüler der Klasse sind z. T. ehemalige Schüler der Johann-Sebastian-Bach-Schule. Sie hatten so die Gelegenheit, noch einmal mit ihrer ehemaligen Schule in Verbindung zu treten und sich hier stärker mit handwerklichen und berufsbezogenen Kompetenzen einzubringen. Etwas Sinnvolles herzustellen, das anderen Freude bereitet, kann das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und zu einem positiven Selbstbild beitragen.
„Es war sehr schön für mich zu sehen, wie über die Zeit immer mehr Erdung bei den Kindern zu sehen war”, führt Musiktherapeutin Antja Kohler aus.
Sie zieht ein beeindruckendes Fazit: „Gerade Kinder, die nicht sehr bei sich sind und deren Wahrnehmung stark nach außen orientiert ist, brauchen viel Zeit, um die Musik auch körperlich wahrnehmen zu können und zusätzlich die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Bei allen Kindern war immer wieder zu sehen, dass sie durch die körperliche Beteiligung ganz bei sich waren – eine wunderbare Mischung aus Selbstvergessenheit und Konzentration. Auch Kinder, die sehr große Schwierigkeiten bei der Bewegungskoordination hatten, haben tolle Fortschritte erzielt, und die Atmosphäre in den Stunden war oft sehr konzentriert. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Kinder so für Musik zu begeistern sind. Die Klasse war über die ganze Zeit sehr motiviert und hat viele eigene Impulse eingebracht, so dass wir gemeinsam sehr viel Spaß hatten.”
Ein solches Projekt ist im schulischen Kontext ohne Unterstützung von außen nur bedingt möglich.
Durch den Förderpreis konnten wir das Projekt realisieren, vielen Dank an die Bürgerstiftung!

Karen Backmayer, Rektorin der Johann-Sebastian-Bach-Schule

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Hohensachsen – Schulchor und Instrumental-AG

„Die beiden AGs haben wöchentlich jeweils eine Schulstunde (45 Minuten) Probe”, berichtet Schulleiterin Anja Hott über die auch von der Bürgerstiftung geförderte Arbeitsgemeinschaft, „der Schulchor kann von allen Schülern der 2. – 4. Klasse und die Instrumental-AG von allen Schülern der 3. und 4. Klasse wahrgenommen werden.
Für die Instrumental-AG steht ein großes Orff-Instrumentarium zur Verfügung.
Zusätzlich können alle Kinder, die ein Instrument spielen (z. B. Blockflöte, Gitarre, Violine, Querflöte, Saxophon), dieses mitbringen und sich damit an der AG beteiligen.
Ungefähr ein Drittel der Schulkinder nimmt an den beiden AGs teil, was bedeutet, dass sie sehr beliebt sind und die Eltern diese auch sehr schätzen.
Jährlich gibt es ca. acht feste Auftritte, sowohl bei schulinternen Veranstaltungen, als auch bei Gemeindeveranstaltungen. Dazu gehören z. B. der Weihnachtsmarkt, die Weihnachtsfeier des Männergesangvereins, das Kaffeekränzchen der evangelischen Kirchengemeinde und die Serenade.
Im Laufe des letzten Schuljahres (2015/2016) sind besonders hervorzuheben die Weihnachtsfeier des MGVs mit der Aufführung der Weihnachtsgeschichte und das Kaffeekränzchen der evang. Kirchengemeinde mit der Aufführung des Regenbogenliedes.
Die beiden AGs bestehen seit 1998 und sind ein Aushängeschild der Schule. Schließlich sind sie aus dem kulturellen Leben der Gemeinde Hohensachsen und aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken.”

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Dritter SAFE-Elternkurs erfolgreich beendet

Den SAFE®-Elternkurs 2015/16 vom 11.07.2015 – 03.09.2016 führten wie bisher Tatjana Schäfer (Dipl.-Sozialpädagogin / SAFE®-Mentorin) und Karin Biedert (Hebamme / SAFE®-Mentorin) durch. Sechs Paare und eine werdende Mutter nahmen daran teil. Es kamen in dieser Zeit sechs Jungen und zwei Mädchen gesund zur Welt. Menschen aus allen sozialen Schichten mit verschiedenen beruflichen und finanziellen Hintergründen, drei Personen mit Migrationshintergrund nahmen daran teil.
Insgesamt fanden zehn Gruppentreffen, jeweils samstags in der Zeit von 10–16 Uhr, statt. Die umfassende Beschäftigung mit dem Ungeborenen führte schon vor der Geburt zu intensiven Bindungen bei den Eltern. Entlastungsmöglichkeiten und Ressourcen für das erste intensive halbe Jahr wurden bereits in der Schwangerschaft aktiviert und organisiert.
Der Gesprächsbedarf der Gruppe war sehr groß, insbesondere die neuen Herausforderungen und Belastungen des Elternseins sowie die Veränderungen in der Partnerschaft waren häufig Thema. Speziell die Väter profitierten von der geschlechterspezifischen Kleingruppenarbeit und tauschten sich offen und ungehemmt über aktuelle Themen und Erfahrungen aus. Im Plenum besprachen die Teilnehmenden Sorgen und Ängste, Wünsche und Erwartungen, die sie später mit dem/der Partner/in diskutierten.
Die gewonnene Sicherheit zeigte sich auch darin, dass alle Väter Elternzeit nahmen.
Die Kurstage nach der Geburt fanden von Januar 2016 bis September 2016 zusammen mit den Säuglingen statt. Im Mittelpunkt standen die Babys mit ihrer emotionalen, kognitiven und motorischen Entwicklung.
Die Verpflegung mit Getränken, Snacks und einem warmen Mittagessen waren für die Eltern ein wichtiger Tagespunkt, bei dem die Zeit auch für persönlichere Gespräche genutzt wurde.
Die Telefonsprechstunde nach Geburt der Babys bis zum Ende des ersten
Lebensjahres nahmen die Teilnehmenden vor allem in den ersten drei Monaten nach der Geburt rege in Anspruch.
Die Finanzierung des Kurses basierte auf verschiedenen Fördermitteln:
Ein Teil der Honorarkosten sowie die Verpflegung der Teilnehmer während der Kurstermine wurden von der Bürgerstiftung Weinheim und der Freudenberg Stiftung gefördert. Weitere Honorarkosten, Werbemittel und Arbeitsmaterialien stützten sich maßgeblich auf eine Spende der Firma Ulma, Heidelberg. Durch die Projektförderung konnte der Teilnehmerbetrag für die Eltern gering gehalten werden: Paare beteiligten sich für den gesamten Kurs mit einem Beitrag von 350 €, Einzelpersonen mit 200 €. In einem Fall übernahm die Stiftung „Bündnis für Kinder – gegen Gewalt” die Kursgebühr für eine Teilnehmerin.Das Feedback hat wieder einmal deutlich gezeigt, wie wertvoll die Begleitung und Unterstützung für die Eltern während der Schwangerschaft und in der ersten Zeit nach der Geburt ist. Die Möglichkeit, sich bei den Kursleiterinnen spontan Rat zu holen und in der geschützten Gruppe – auch außerhalb der Treffen – austauschen zu können, hat im Vorfeld viele schwierige Situationen entschärft.Im Namen der Kursleitung, aller Teilnehmer und vor allem der Babys möchten wir uns ganz herzlich, für Ihre finanzielle Förderung bedanken!
Sie haben in ein primäres Präventionsprojekt investiert, wodurch acht Babys ein stabiles, sicheres Fundament für eine gesunde psychische, körperliche und soziale Entwicklung aufbauen konnten.

Tatjana Schäfer

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Viel Leben im Alten Friedhof

„Gemeinsam Denkmale erhalten” war das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals, der sich nicht nur in Weinheim zum Publikumsrenner entwickelt hat. Auch im Alten Friedhof in Weinheim, wohin die Bürgerstiftung zu drei Führungen eingeladen hatte, wurde der Tag gut angenommen.

Die Stimme von Dr. Alexander Boguslawski trug erfreulich gut, sodass alle 50 Besucherinnen und Besucher seinen Ausführungen bestens folgen konnten. Nach einer kurzen Einführung in die tausendjährige Geschichte des Gottesackers, wie der Ort in weniger säkularen Zeiten hieß, gelangte Boguslawski ins 19. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen die meisten der noch vorhanden Gräber der illustren Gesellschaft Weinheims in diesen Jahre mit Unternehmern, Pädagogen, damals in der Regel sehr wohlhabenden Schankwirten, höheren Beamten, mit Friedrich Härter, einem echten 48er-Revolutionär und Adam Karrillon, dem ersten Träger des Büchnerpreises, dem derzeit wichtigsten deutschen Literaturpreis. Höchst anschaulich, die Weinheimer immer wieder mit der allgemeinen Geschichte verbindend, verweilte der Referent bei einigen Persönlichkeiten wie den Benderbrüdern,der
Hübschfamilie, den Hildebrands oder den Freudenbergs.

Allerdings waren es doch nicht nur die oberen Zehntausend, die hier ihre letzte Ruhe fanden, auch die Urgroßmutter von Siegfried Demuth ruht oberhalb des Karrillongrabes. Der gebürtige Weinheimer Demuth war es auch, der ebenfalls höchst anschaulich und detailliert in die Fauna und Flora des Parks einführte. Ihm wie manch anderem Besucher war aus Kinder- und Jugendzeiten der Alte Friedhof als Spiel und Rodelparadies in bester Erinnerung.
Allen, die nicht dabei sein konnten – immerhin kam an den Nachmittag eine Hundertschaft zusammen – sei die Lektüre des Buches „Weinheims Alter Friedhof – Ein Park der Erinnerung” empfohlen. Autoren sind Alexander Boguslawski, Siegfried Demuth und Ute Haizmann. (140 Seiten, über 40 meiste farbige Abbildungen, 17 Euro, erhältlich in den Weinheimer Buchhandlungen und im Diesbach Kartenshop.)

Hans-Joachim Gelberg meint dazu: „Dieses Buch ist ein Erlebnis. Alles zusammen wirkt wie eine Oase der Besinnung. Die Fotos, natürlich, atmen fast. So schön kennt man den Alten Friedhof beinahe noch nicht. Aber er ist so. Mit kundiger Behutsamkeit wird erzählt und beschrieben, wie dieser Friedhof über Jahrhunderte wuchs und alt wurde. An alles ist gedacht, selbst die Baumarten werden vorgestellt. Ein Gedenkbuch, mehr noch, lesend fühlt man sich zugehörig. Auch ich dachte, nun bin ich ein Weinheimer.”
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Ob das Buch ein Weihnachtsgeschenk sein könnte?

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Freiwilligentag im Alten Friedhof: 40 Helfer von vier bis 89 Jahren

„So sauber war der Alte Friedhof seit den Zeiten der Gebrüder Noe nicht mehr”, meinte ein Kundiger, der vor bald zwanzig Jahren schon dabei war, als sich Ernst und Alfred Noe große Verdienste um den Park erworben haben. 40 Helferinnen und Helfer waren am Freiwilligentag der Metropolregion dem Ruf der Bürgerstiftung Weinheim gefolgt und hatten von 10 Uhr morgens bis zum frühen Nachmittag im Alten Friedhof an der Peterskirche gegärtnert und geputzt.
Eine Kindergruppe vom Mitmachzirkus beim Ebert-Parkhotel war ebenso vertreten und fleißig dabei wie Flüchtlinge aus Afrika und eine vierköpfige Familie aus Bosnien. Bis von Schwetzingen, Schriesheim und Wilhelmsfeld, Oberflockenbach, Hohensachsen und natürlich West- und Kernstadt waren helfende Hände herbeigekommen, sei es über die Zweiburgenhelden, vom Verein der Nordstadtfreunde oder „vom freien Markt”. Der jüngste war vier, der älteste Helfer 89 Jahre alt.
Professionelle Anleitung gab es durch Elisabeth Schmid, Leiterin der Abteilung Gärten und Grünpflege der Freudenberg Service KG und Thomas Keil vom Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Weinheim. Sie wurden unterstützt von den Gartenbauern Ralf Hemberger, Heinrich Pflästerer und Wolfram Weber. So dauerte es nicht lange, bis sich die Arbeitstrupps übers Gelände verteilten und zu werkeln begannen. Fast im Nu war die große Wiese gesäubert, Grab für Grab wurde gereinigt, die Wildlinge ausgeschnitten und die Grünschnitt- und Altholzberge wuchsen und wuchsen.Kn

Vorher – Nachher

Ein gelungenes Joint Venture von Stadt Weinheim und Bürgerstiftung: Mitarbeiter des Grünflächenamtes werden die Berge in den nächsten Tagen abtransportieren. War es bei der letzten Aktion vor zwei Jahren noch eine Wagenladung, so wird es diesmal ein Vielfaches sein, das der Entsorgung harrt. Immerhin hatte sich die Zahl der helfenden Hände vervierfacht. Ein Dauerthema bei vielen Helfern waren die unzähligen übel riechenden Häufchen, die sie bei ihrer Arbeit vorfanden. Da wird wohl etwas geschehen müssen mit dem Gassigehen im Alten Friedhof, war der allgemeine Tenor.

Nachdem sich wenige Tage zuvor die Gärtnerei Pressler um das Karillongrab und einige weitere gekümmert hatte, waren am Ende des Großreinemachens alle 100 Grabstätten gesäubert. Mit Wasser und Wurzelbürste konnten die gut erhaltenen Grabsteine gesäubert werden. Eine nicht geringe Anzahl wird allerdings professionell restauriert werden müssen. Brotzeit ist die beste Zeit: Von Anfang an konnte die Helferschar durch Getränke den Durst und in der Pause mit Butterbrezen und Wurstbrötchen den Hunger stillen.

Wie es weiter gehen wird? Nach diesem überwältigenden Ergebnis des Freiwilligentages erwägt die Bürgerstiftung, schon im kommenden Jahr wieder zu einem Pflegetag für den Alten Friedhof zu rufen. Sie geht davon aus, dass sich weitere Patenschaften für die Gräberpflege zu den bisherigen gesellen (für ein Grab übernahm eine Helferin am Freiwilligentag die Patenschaft, zwei weitere sind avisiert). Auch ein Wasseranschluss wird ins Auge zu fassen sein.
Insgesamt zeigten am Ende der Aktion Bürgerstiftungsräte Dr. Traute Schneider und Dr. Ditmar Flothmann, die Verantwortlichen für Organisation und Durchführung des Projekts, höchst zufriedene Mienen. Die große Mühe der Vorbereitung, Organisation und Durchführung hatten sich gelohnt. Übrigens: Wer sich für eine Gräberpatenschaft interessiert, möge sich an die Bürgerstiftung wenden (Telefon 16605/ A. Boguslawski oder 63254/ A. Knapp).

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Gedanken und Erinnerungen

Für den Februar 2017 planen wir eine Veranstaltung in der Peterskirche unter dem Titel

Gedanken und Erinnerungen
Ein Abend mit Musik und Gesprächen über den Alten Friedhof

Vielleicht kennen Sie Menschen, deren Vorfahren auf dem Alten Friedhof ruhen oder Sie gehören selbst zu diesem Personenkreis und würden gerne darüber berichten. Wenn das so ist, wenden Sie sich bitte an
Dr. Alexander Boguslawski (Tel. 06201 16605 und E-Mail) oder
Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254 und E-Mail)
Vielen Dank im Voraus!

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Bürgerstiftung spendet Sitzbänke für den Ruhegarten im Weinheimer Hauptfriedhof

Stiftungsrätin Hildegard Hinz hatte die Idee, Stiftungsrat und Vorstand folgten ihr gerne: Seit 2012 gibt es im Weinheimer Hauptfriedhof den sogenannten Ruhegarten. Für angemessen gestaltete Sitzbänke um die Platane in der Mitte waren zunächst keine Mittel vorhanden und so stellte die Bürgerstiftung für die Anschaffung einer ansprechenden Sitzgruppe den Betrag von 4500 Euro zur Verfügung. Inzwischen sind die Bänke aufgestellt und laden die Besucherinnen und Besucher des Friedhofs zum Verweilen, Erinnern und zur Besinnung ein. Angesichts des parkartigen Charakters des Weinheimer Hauptfriedhofs sind dies nicht nur Angehörige und Freunde der dort Ruhenden, sondern auch Spaziergänger, für die diese ruhige Erinnerungslandschaft zum Nachdenken und Meditieren einlädt.

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Das Porträt

Katja Hoger neu im Vorstand der Bürgerstiftung

Auf eine Tasse Cappuccino
Ein Vormittag im August auf dem Weinheimer Marktplatz, strahlende Sonne, eine gute Zeit für ein Treffen mit Katja Hoger, Rektorin der Waldschule und Geschäftsführende Schulleiterin der Weinheimer Grund-, Werkreal, – Real- und Sonderschulen, begeisterte Schauspielerin und am 14. Juli vom Stiftungsrat der Bürgerstiftung Weinheim in den Vorstand der Stiftung gewählt. Wir sind gleich beim Thema: Kinder, Schule, damals als Schülerin auf der Albert-Schweitzer-Schule und heute als Lehrerin und Rektorin in der Waldschule, die in ihrer Rolle als Geschäftsführende Rektorin die einstmaligen Lehrerinnen zu hohen und runden Geburtstagen besucht. Damals war Migration für sie kein erkennbares Thema. In der Klasse gab es zwei oder drei Kinder, die nicht von deutschen Eltern stammten. In der Waldschule werden es mehr und mehr, bei knapp 40 Prozent liegt der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund derzeit. Begeistert erzählt sie davon,wie
zwei Kinder, zunächst ohne Deutschkenntnisse, in ein, zwei Jahren, natürlich mit besonderer Förderung, beste Fortschritte machen.

Traumberuf Lehrerin
Warum sie Lehrerin wurde? Es ist für sie immer noch eine ganz besondere Aufgabe, für und mit Kindern zu arbeiten, freilich es gab auch andere Vorstellungen. Da war die Erinnerung an die Zeit in der Theater-AG in der Albert-Schweitzer-Schule. In der Dreizehnten war sie bei einer Inszenierung des Stücks „Die Augenbinde” von Siegfried Lenz dabei gewesen. Nach der Schulzeit im Heisenberg („Werner Rendel habe ich in guter Erinnerung: Der hat uns gegen Ende der Stunde immer einen ganz kurzen Teil einer Fortsetzungsgeschichte vom Mann mit den grünen Gummistiefeln erzählt.”) liebäugelte sie mit der Schauspielerei, letztendlich entschied sie sich doch für den „Traumberuf” und wurde Lehrerin. Allerdings: Die Zulassungsarbeit hatte das Thema „Theater an der Schule” über eine Inszenierung der Antigone mit Joachim Gund in ihrer ehemaligen Schule.

Aphrodites Zimmer
Und dann der „Holzwurm”. Die schüchterne Anfrage bei Hans Todt, Nachbar in der Weststadt, ob sie bei der Inszenierung von „Glasnost”, einem großen Weinheimer Verbundprojekt, Mäuschen spielen und ein wenig zuschauen dürfe, führte parallel zum Studienbeginn zu einem Jahr Proben in der Rolle als linke Chaotin. Nach erfolgreichen Aufführungen in Weinheim kam es 1996 zu einer Einladung nach Moskau und dort fiel am letzten Tag die große Entscheidung von neun besonders Theaterbegeisterten: Wir wollen irgendwie weiter machen.
Der „Holzwurm” war geboren und ist in diesem Jahr 20 geworden. Das erste Stück war mit „Aphrodites Zimmer” eine Boulevardkomödie, bald folgte die „Geschlossene Gesellschaft” von Jean Paul Sartre und heute ist der „Holzwurm Theater und Film e.V.” mit den Sparten Komödie, Schauspiel, Jugend- und Kindertheater aus dem Weinheimer Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Allerdings – das Leben ein Spiel – wurde nach Glasnost nicht nur eine neue Theatergruppe ins Leben gerufen, es begann auch das große Glück. Aus Katja Hoger, Joachim Goedelmann (einem der Mitwirkenden beim Musical) und später Matthis wurde eine Familie.

„Zaster la vista“
Familie, Beruf, Holzwurm: Wäre das nicht schon ausreichend? Die Idee der Woinemer Hausbrauerei, so eine Art Weinheimer Starkbieranstich auf dem Nockherberg zu entwickeln, führte zum Kabarett „Woinemer Lokalrunde” und startet in der Hausbrauerei zum sechsten Mal am Freitag 4. November, 19.30 Uhr mit dem Titel „Zaster la vista”.
Die Frage nach ausreichender Auslastung sei eine gute Frage, meint Katja Hoger. Auch deshalb, weil sie ganz schnell zu beantworten sei: Ihr macht alles, was sie tut, viel Freude: Beruf, Familie, Hobby und außerdem seien sie zwar eine ganz normale Familie, allerdings gehört das Theater mit dazu und somit ist das alles irgendwie selbstverständlich und der 12-jährige Matthis ist eifrig dabei.

Etwas zurückgeben
Wie passt dazu dann auch noch die Bereitschaft zur Verantwortung als Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung? Von den Theatertagen für Grundschulen hat ihre Schule schon mehrmals profitiert, die Austauschrunde vor zwei Jahren über Schulen und Bürgerstiftung habe ihr gezeigt, dass es mengenlehremäßig gesprochen, bemerkenswerte Schnittmengen gibt und die Moderation beim Jubiläum der Bürgerstiftung habe ihr viel Freude bereitet. Und da möchte sie gerne etwas zurückgeben.
Wie und was das ein könnte? Erst einmal möchte sie reinriechen und schauen, dann wird man sehen und außerdem – Journalistin war auch einmal eine Option – kann sie sich die Mitarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit gut vorstellen. Der Gesprächspartner sieht das ganz genauso und freut sich mit vielem Dank für das Gespräch auf eine höchst produktive Zusammenarbeit.

Adalbert Knapp

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Aktuell

Rolf-Engelbrecht-Preis geht an Runden Tisch Demenz

Seit bald einem Jahrzehnt kümmert sich Dieter Gerstner unermüdlich in vorbildlicher Weise um Demenzkranke in Weinheim. So initiierte er im Jahr 2011 den Runden Tisch Demenz, ein starkes Netzwerk aus Einrichtungen und Gruppen, die sich im Raum Weinheim mit der Betreuung und Begleitung von demenzerkrankten Menschen und deren Angehörigen beschäftigen. Neben den regelmäßigen Treffen, auf denen ein fachlicher Austausch über alle Aspekte der Demenzerkrankung stattfindet, liegt der Aufgabenschwerpunkt in der Organisation und Durchführung des Weinheimer Demenztages, der im Oktober diesen Jahres schon zum sechsten Mal angeboten wurde.
Aus der Initiative des Runden Tisches Demenz heraus entstand im Jahr 2012 der Förderverein Alzheimer Weinheim e.V. Der Förderverein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und sieht seinen Aufgabenschwerpunkt insbesondere in dem Aufbau eines Netzwerkes für Demenzpaten.
Der Rolf-Engelbrecht-Preis zeichnet Weinheimer Einzelpersonen und Initiativen aus, die sich vorbildlich für eine demokratische Stadtgesellschaft einsetzen, in der Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ihrer kulturellen und weltanschaulichen Vielfalt gleichberechtigt zusammenleben können. Stadt Weinheim, Bürgerstiftung Weinheim und Freudenberg Stiftung verleihen den Rolf-Engelbrecht-Preis zum dritten Mal seit 2012. Für die Verleihung des diesjährigen Preises an den Runden Tisch Demenz in der Person Dieter Gerstners entschied sich die Jury, weil diese Arbeit für die gesellschaftliche Integration von großer Bedeutung ist. Zunehmend wird die Problematik Demenz und Migration an Bedeutung gewinnen. Außerdem wird die Arbeit ausschließlich ehrenamtlich geleistet.
Einen Bericht über die Verleihung am 29. Oktober gibt es in der nächsten Stifterpost.

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Auszeichnung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen

Zum Jubiläum der Bürgerstiftungsbewegung:
Bürgerstiftung Weinheim erhält Gütesiegel erneutAm 30. September bekam die Bürgerstiftung Weinheim im Rahmen des Bürgerstiftungskongresses des Arbeitskreises Bürgerstiftungen und der Festveranstaltung zum Jubiläum der Bürgerstiftungsbewegung zum vierten Mal das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verliehen. Sie ist damit eine von 307 Bürgerstiftungen in Deutschland, die das Gütesiegel tragen.Ergebnisse der Bürgerstiftungs-Umfrage
307 Bürgerstiftungen mit Gütesiegel, 29.000 Bürgerstifter, 334 Millionen Euro Kapital – die aktuelle Bürgerstiftungs-Umfrage der Initiative Bürgerstiftungen zeigt: Bürgerstiftungen haben sich seit den Anfängen der Bewegung in Deutschland vor 20 Jahren zu einem starken Pfeiler bürgerschaftlichen Engagements entwickelt.
Eine Million Stunden engagierten sich Menschen ehrenamtlich in den 307 Gütesiegel-Bürgerstiftungen im vergangenen Jahr, so Hochrechnungen auf Basis der aktuellen Bürgerstiftungs-Umfrage. Insgesamt 18 Millionen Euro Fördermittel gaben die Bürgerstiftungen schätzungsweise für gemeinnützige Zwecke aus.
„Das Erfolgsgeheimnis der Bürgerstiftungen: Jeder kann mitmachen – mit Geld, Zeit oder Ideen”, sagt Ulrike Reichart, Leiterin der Initiative Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen. „Und: Bürgerstiftungen können flexibel und unbürokratisch auf neue Herausforderungen und Bedarfe vor Ort reagieren.”

Gütesiegel-Bürgerstiftungen und die Initiative Bürgerstiftungen
Bürgerstiftungen, die das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen tragen, entsprechen den 10 Merkmalen einer Bürgerstiftung, die die Bürgerstiftungen im Jahre 2000 gemeinsam festgelegt haben. Gütesiegel-Bürgerstiftungen sind unabhängige Stiftungen von Bürgern für Bürger, in die sich alle Menschen einer Stadt, Gemeinde oder Region einbringen können. Die Initiative Bürgerstiftungen ist das unabhängige Kompetenzzentrum für Bürgerstiftungen beim Bundesverband Deutscher Stiftungen.

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