stifterpost-nr.-32-juli-2016

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

es geht mit Macht auf die Ferien und die Urlaubszeit zu, man und frau denkt an Reisen, Baden oder Bilden, das erste Halbjahr ist vorbei und die Sommerpause steht vor der Tür.
Jetzt also auch noch die Juli-Stifterpost! Immerhin, Sie haben den Klick getan, und weil im ersten Halbjahr viel los war in der Bürgerstiftung, gibt es auch viel zu berichten. Damit Sie nicht jetzt schon aussteigen, beende ich ganz schnell meine Begrüßung und gebe Sie weiter an Hans-Joachim Gelberg und Bert Brecht: „Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.” Ein Gedicht für jede Jahreszeit.
Herzlich
Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Mit freundlicher Unterstützung

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Das Lied von der Moldau

Am Grunde der Moldau wandern die Steine
Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.
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Es wechseln die Zeiten. Die riesigen Pläne
Der Mächtigen kommen am Ende zum Halt.
Und gehen sie einher auch wie blutige Hähne
Es wechseln die Zeiten, da hilft kein Gewalt.
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Am Grunde der Moldau wandern die Steine
Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.
.
Bertolt Brecht

Dieses Lied gehört zum lyrischen Bestand, den wir hüten. So singt Frau Kopecka, die Wirtin im Wirtshaus „Zum Kelch” in Prag, beim Spülen der Gläser. Nur ein Singsang, sanft und schön? Auch das und noch viel mehr. Eindringlich wird jahrhundertelanger Ablauf der Zeit erinnert. Immer noch wandern im Dunkeln die Steine, fließt die Moldau, und die einst mächtigen Kaiser liegen lange schon begraben und vergessen. Nichts bleibt, wie es ist. Bertolt Brecht (1898-1956) schrieb diese Verse 1944 für sein Stück „Schweyk im Zweiten Weltkrieg”. Wie blutige Hähne gehen die Mächtigen einher, so deutsche Offiziere im Wirtshaus „Zum Kelch”. Es wechseln die Zeiten, alle diese Mächtigen kommen am Ende zum Halt. Und eins ist gewiss: Das Große bleibt groß nicht… Das erinnert auch an Verszeilen aus dem „Taoteking” von Bertolt Brecht: „Dass das weiche
Wasser in Bewegung mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt. Du verstehst, das Harte unterliegt.” Der große Lyriker Bertolt Brecht hat ein Leben lang gegen die Mächtigen geschrieben und gedichtet. Die letzte Verszeile hören wir gern zweimal; sie lässt hoffen: Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.

Hans-Joachim Gelberg

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Nachgefragt

Eine Reise um die Welt

Viertes Singfest der Bürgerstiftung

„Es war ein ganz tolles Erlebnis für alle Beteiligten! Wir kommen in zwei Jahren wieder!” So lautete einstimmig das Urteil nach dem vierten Singfest am Mittwoch, dem 13. Juli. Die Kinder von 13 Weinheimer Kindergärten hatten sich auf eine musikalische Reise um die Welt begeben. Eingeladen hatte die Bürgerstiftung Weinheim zusammen mit der Musikschule Badische Bergstraße, der Helen-Keller-Schule und dem Bodelschwinghheim. Sie wurden wieder unterstützt von „Freunde und Förderer der Kultur in Weinheim e. V.” sowie von Soroptimist International, Ortsgruppe Weinheim.
Aufgrund des schlechten Wetters wurde die Veranstaltung kurzerhand vom kleinen Schlosspark in die TSG-Halle verlegt. Hier gelang es der Moderatorin Sabine Nick (Lehrerin an der Helen-Keller-Schule) mühelos, die Kinder mitzunehmen auf die große Reise einer Flaschenpost. Nachdem Nick eine große aufblasbare Weltkugel durch die Menge gerollt hatte, betrat eben diese Flasche dann auch die Bühne: Lebendig dargestellt von Monika Preiß (Gemeindediakonin an der Peterskirche), wurde sie von den Kindern begeistert empfangen. Sie erzählte ihre Geschichte: Paul, ein 6-jähriger Junge aus Dänemark, hat sie ins Meer geschleudert, um auf diese Art Freunde zu gewinnen. Die Flasche schwimmt nach Madagaskar, Sri Lanka, durch den Golf von Tongkin, nach Mexiko, nach Grönland und überall finden Kinder die Flaschenpost, lesen Pauls Brief und malen ein Bild von sich dazu, um ihm ihre Freundschaft zu versichern. Die über 250 Kindergartenkinder hatten
sich passend zum Thema liebevoll verkleidet: Sie stellten das Meer dar, das die Länder und Kontinente voneinander trennt. Außerdem brachten sie aus den Einrichtungen farbenfrohe Selbstporträts mit, die an einer langen Wäscheleine aufgehängt wurden.

Auch der Seniorenchor des Bodelschwinghheims trug passende Kostüme und hatte Porträts vorbereitet. Die Senioren sangen ein Seemannslied und ein mexikanisches Lied, einfühlsam von der Chorleiterin Christine Engelhardt am Akkordeon begleitet. Die anderen Lieder hatten die Kinder im Vorfeld mit ihren Erzieherinnen geübt, so dass die ganze Halle begeistert mitsang. Unter der fachkundigen Anleitung von Sabine Nick und Monika Preiß wurden die Kinder zu Wellen, die die Flaschenpost über das Meer trugen, bewegten sich zum Lied „Wir sind Kinder einer Welt”, sangen ein Regenlied, schunkelten zu den Liedern der Senioren und bestaunten die Kinder aus aller Welt, die nach und nach auf der Bühne vorgestellt wurden.
Die Begleitung hatte wieder ein Lehrerorchester der Musikschule Badische Bergstraße gewohnt professionell übernommen. Musikschulleiter Jürgen Osuchowski dirigierte von der Gitarre aus. Die Bürgerstiftung hatte im Vorfeld Gitarrenkurse an der Helen-Keller-Schule sowie musikalische Fortbildungskurse an der Musikschule finanziert, so dass nun angehende und ausgelernte Erzieherinnen gemeinsam musizierten.
Als die Flasche den Bericht ihrer langen und ereignisreichen Reise beendet hatte, betrat Margarete Ruoff die Bühne, um sich im Namen der Bürgerstiftung bei allen Organisatoren, Mitwirkenden und Sponsoren zu bedanken und jedem eine Rose zu überreichen. Außerdem übergab sie den teilnehmenden Kindergärten eine Urkunde, lud die angereisten Kinder zu Brezeln und Getränken ein und überraschte die Erzieherinnen mit einem Geschenk: Jede Einrichtung erhielt eine Ocean Drum. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam das letzte Lied „Alle Leut’ geh’n jetzt nach Haus”. Und so war es dann auch.
Sabine Nick

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Grube Marie erhält Stromanschluss

Viele Jahre trübte der Stromerzeuger, der bislang für die Ausleuchtung der Grube erforderlich war, durch Lärm und Gestank das Bergbau- und Walderlebnis. Nachdem im letzten Jahr die Gemeinde Hirschberg im Kohlbachtal den Waldkindergarten mit Strom- und Wasseranschluss ausstattete, entstand in der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald die Idee, die Stromleitung in der Trasse des Forstweges um 300 Meter bis zur Grube zu verlängern. Schnell fanden sich in der Stadtverwaltung Weinheim und der Ortsverwaltung Hohensachsen, in der Bürgerstiftung Weinheim, dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und der Gemeinde Hirschberg Unterstützer, die das Projekt finanziell absicherten. Als zusätzliche Sponsoren traten das Ingenieurbüro Schulz und die Firma Heß Natursteine aus Seeheim-Jugenheim auf den Plan, die für die Infrastruktur und den Bagger sorgten. Nach langer
Genehmigungsdauer konnten
nun in der vergangenen Woche die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft – wieder im Ehrenamt – die Leitung innerhalb von drei Tagen in den Boden bringen. „Nach den noch ausstehenden Anschlussarbeiten können wir dann endlich einen ruhigen Führungsverlauf auch im Außenbereich ermöglichen”, freuen sich die Betriebsleiter Jochen Babist und Marcel Storm.
Die Grube Marie bei Weinheim-Hohensachsen ist nur zu Fuß über den Wanderparkplatz „Kohlbach” zu erreichen. Vom OEG-Bahnhof Großsachsen ist das Bergwerk ca. 30 Minuten zu Fuß entfernt. Nach dem Ende der Fledermaus-Winterruhe Ende April führen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald wieder durch den über 500 Jahre alten Bergbau und erläutern Abbautechnik, Geologie und Erzvorkommen. Die Führungen dauern rund 40 Minuten; sie sind besonders für Schulen und Familien mit Kindern geeignet und können nach vorheriger Absprache mit thematischen Schwerpunkten gebucht werden. Eine Befahrung der Grube kann man auch mit ausgedehnteren Bergbauwanderungen rund um Großsachsen kombinieren. Die Grube hat jeden vierten Samstag im Monat ab 14:00 Uhr geöffnet (Voranmeldung bei der Verwaltungsstelle Hohensachsen unter Tel. 06201 592823); die Termine der
Gruppenführungen und weitere Informationen erhalten Sie unter oder Tel. 06251 7079914.
Jochen Babist

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„Ein unvergessliches Erlebnis”

Handwerk und Musik verbinden

In der Aula des Berufsschulzentrums zittert die Luft, fast vierzig Cajones, auch Kistentrommeln genannt, sowie Congas und ihre Spieler bilden einen großen Kreis, zahlreiche Zuschauer drum herum, es beginnt ein leises Trommeln der Congas mit afrikanischen Flüchtlingen am Instrument, unter der Leitung von Thorsten Gellings, weit über die Region hinaus bekannter Percussionist und Lehrer an der Musikschule, setzen die Congas ein, es wird zunehmend dynamischer, erreicht immer mehr Spannung, ehe nach einem immer stärker werdenden Crescendo der letzte gemeinsame Schlag den gewaltigen Abschluss setzt. Eine Sekunde Stille, dann rauschender Applaus. Gellings berichtet von den eher coolen Afrikanern und den vibrierenden Arabern. Die vierzig Spielerinnen und Spieler kommen aus 20 Nationen, deren Wappen sie jeweils neben den bundesdeutschen Farben auf ihrem T-Shirt tragen.

So geht es mit und ohne Schlagzeug fast eine Stunde weiter und endet mit einem
improvisierten Tanz. Das Publikum ist begeistert, das Klatschen will kein Ende nehmen.
Das Ganze war der Abschluss des Projekts „Handwerk und Musik verbinden”, für das die Hans-Freudenberg-Schule den vorjährigen „Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreis” der Bürgerstiftung gewonnen hatte.
Marianne Volpp, Lehrerin in der Abteilung Berufsvorbereitung an der Hans-Freudenberg-Schule, beschreibt den Ablauf des Projekts: „Schulinterne Eingliederung in die Berufsschule wie Integration in den Ausbildungsmarkt passierte eher nebenher bei dem ersten gemeinsamen Projekt ‚Handwerk und Musik verbinden‘ der sieben Klassen der Abteilung Berufsvorbereitung an der HFS. Schülerinnen und Schüler der dualen Ausbildungsvorbereitung, der Ausbildungsvorbereitung mit Förderschülern, der Inklusionsklasse und Schülerinnen und Schülern aus den sogenannten Flüchtlingsklassen bauten seit September 2015 zunächst Cajones und gestalteten diese individuell. Auf diesen Werkstattunterricht aus Sägen, Schleifen, Schrauben, Kleben und Lackieren folgte dann ab Februar 2016 die zweite Projektphase: Unter Anleitung des Musiklehrers und Performance-Künstlers Thorsten Gellings lernten die jungen Leute das Trommeln auf den
selbstgebauten Instrumenten. Für viele von ihnen war das Musizieren anfangsnoch ungewohnt, doch ließen sie sich bald von den Trommelkünsten der Schülerinnen und Schüler aus den anderen Nationen und deren ungezwungenem Umgang mit den Instrumenten begeistern und anstecken. Manch Schüler und Schülerin entdeckte dabei die eigene künstlerische Seite oder führte sie den Mitschülern vor. Das gegenseitige Kennenlernen, der gewachsene Respekt voreinander und das eigene entwickelte Selbstvertrauen geschah dabei ‚en passant‘: Gemeinsames Lernen schafft aus 15 Nationen Gemeinsamkeit, Musik verbindet, egal, welche Grenzen vorhanden sind.”
Schulleiterin Senta Amann dankt begeistert und sichtlich überwältigt den Jugendlichen, Lehrkräften und allen anderen Beteiligten: „Ein unvergessliches Erlebnis.”
Torsten Nesselhauf, Leiter der Abteilung Berufsvorbereitung, bedankt sich beim Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung, Dr. Adalbert Knapp, der auf die höchst erfreulich und langjährige Zusammenarbeit mit der Hans-Freudenberg-Schule hinweist, und bei Thorsten Gellings, der die Musik in die Schule gebracht habe. Der gibt das Kompliment an alle Mitspielerinnen und Mitspieler weiter: „Sie war schon in der Schule und bei den Jugendlichen, die Musik; ich habe sie lediglich zum Klingen gebracht.”
Marianne Volpp / Adalbert Knapp

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„Auf los geht’s los”

Gerappt, getrommelt, Lieder und Kanons gesungen und in Bewegung umgesetzt: Mit insgesamt fünf Beiträgen haben Schüler und Schülerinnen der Klassen drei bis fünf Farbe und Action in die Abschlussfeier der Johann-Sebastian-Bach-Schule gebracht.

Das Projekt „Rhythmus, Bodypercussion, Bewegung” war 2015 neben „Handwerk und Musik verbinden” an der Hans-Freudenberg-Schule (siehe oben) mit dem „Gudrun und Karl Heinz Maiwald-Förderpreis” der Bürgerstiftung ausgezeichnet worden. Es ist dies ein Begegnungsprojekt für Schüler und Schülerinnen der Klassen 3 -5, das die Schule in Kooperation mit der Musikschule Badische Bergstraße entwickelt hat. Im Rahmen der Feier zum 10-jährigen Jubiläum der Bürgerstiftung waren Siegerurkunde und Preisgeld überreichtworden. Bei der Abschlussfeier am 14. Juli haben Schüler und Schülerinnen zusammen mit der Projektleiterin Frau Drum und der Musiktherapeutin Frau Kohler im Rahmen der Abschlussfeier der Johann-Sebastian-Bach-Schule mit großer Begeisterung und Freude gezeigt, dass Fantasie und Kreativität und Spaß an der Bewegung auch zu größerem
Selbstbewusstsein führen. Alles Ziele, die durch das
Projekt gefördert werden sollten, was in hervorragender Weise erreicht wurde – zur großen Begeisterung von Mitschülern, Eltern, Lehrern und Gästen.
Margarete Ruoff

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SmS: Kinder in Bewegung bei Sport! Spiel! Spaß! am 5. Juni rund ums Schloss

Zum achten Mal verwandelten die im Forum Sport zusammengeschlossenen Sportvereine, Stadt Weinheim und Stadt- und Tourismusmanagement Schlosshöfe und Park in einen riesigen Spielplatz mit jeder Menge Gaudi.
Aufgrund der Unterstützung durch die Volksbank Weinheim Stiftung und die Bürgerstiftung war die Teilnahme an den 22 Stationen kostenlos. Wie durch ein Wunder verschonte die durchaus spannende Wettervorhersage mit Unwetter-Alarmstufe Rot die teilnehmenden Kinder, begleitenden Eltern und Organisatoren.Bei SmS lief alles ohne Stoppuhr, es gab keine Wertung für die Schnellsten. Die Kinder erhielten auf ihre Startkarte in Handy-Form pro Station einen bunten Klebepunkt, wenn die Übung geschafft war. Rund 200 ehrenamtliche Helfer waren über den Tag im Einsatz, sie begeisterten mit unendlicher Geduld und Freude an ihrem Tun. 1100 Kinder sind zur großen Sportreise angetreten, 720 haben den Parcours mit mindestens 11 Stationen geschafft und erhielten Goldmedaillen – so viel wie noch nie.
Das Ziel der Veranstaltung, den Kindern Spaß und Freude an der Bewegung zu bieten, wurde zu 100 Prozent erreicht.Und weil Weinheim eine Sport-Stadt ist, hat Oberbürgermeister Heiner Bernhard ebenfalls zum achten Mal die Schirmherrschaft übernommen. Den fünf stärksten Beteiligungen aus Schulen, Kindergärten und Behindertenorganisationen wird er ein paar Wochen nach dem Sportfest im Rathaus Sieger-Pokale überreichen.
Renate Schnelle

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Nachbarschaftstreff beim AWO-Haus eingeweiht

Als vor gut eineinhalb Jahren die Trauerweide beim Haus der AWO Rhein-Neckar gefällt werden musste, war dem Namen des Müllwahrzeichens gemäß die Trauer bei Einwohnern und Nachbarschaft ebenso groß wie bei den vielen Menschen, die Tag für Tag an dem wunderbaren Baum vorbeigefahren oder -gegangen waren. Inzwischen lädt im wahrsten Sinn von Nachhaltigkeit ein neuer kleiner Garten mit Bänken und einem neu gepflanzten Ahorn zum Verweilen ein. Viele Sponsoren haben dies ermöglicht. Ihnen dankte bei der Übergabe Kreisgeschäftsführer Manfred Weißkopf und lud Nachbarn, Bewohner und Mitarbeiter zur beschaulichen Nutzung ein. Für die Spender sprach der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Weinheim, Dr. Adalbert Knapp. Er freute sich darüber, dass der Garten als Ort der offenen Begegnung dem AWO-Haus einen zusätzlichen Reiz geben würde.

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Erfolgreiches Seminar für Eltern, Erzieherinnen und Tagespflegepersonen

Unter der Federführung von Stiftungsrat Dr. Peter Schuster bot die Bürgerstiftung von Februar bis Juli zum sechsten Mal ein Elternseminar in Zusammenarbeit mit der gynäkologischen Abteilung der GRN-Klinik und dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg an.
An fünf Abenden haben sich Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Tagesmütter mit der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren theoretisch und praxisnah auseinandergesetzt. Die Psychologin Dr. Sabrina Bechtel-Kühne stellte bedeutsame Meilensteine der ersten drei Lebensjahre in unterschiedlichen Bereichen der frühkindlichen Entwicklung vor. Gemeinsam mit den Eltern und den vielen anderen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern griff sie Beobachtungen aus dem Alltag mit Babys und Kleinkindern auf und diskutierte sie vor dem Hintergrund aktueller Forschungserkenntnisse. Die überwiegende Zahl der rund 30 regelmäßig teilnehmenden Personen nutzt die Abende inzwischen als berufliche Fortbildung.
Grundlage der Vortragsreihe ist das Programm MONDEY der Universität Heidelberg, das seit Jahren mit großem Erfolg im Rhein-Neckar-Kreis eingesetzt wird und bei Krippen-Fachkräften, Tagesmüttern und Eltern gleichermaßen beliebt ist.
Alle Beteiligten waren sich einig: Im nächsten Jahr wird es wieder ein Elternseminar geben!Adalbert Knapp

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Nachrichten von der Veggie-Gruppe


Katja Görtz

„Guten Tag,
das Veggie-Team machte wieder Schule.
Es war heute zu Besuch in der Hans-Joachim-Gelberg-Grundschule in Lützelsachsen bei zwei 4. Klassen mit den Klassenlehrerinnen Doris Rau-Seethaler und Ingrid Schaab.
Claudia Boss-Teichmann, Katja Görtz und Wolfgang Zotz informierten, wie Ernährung, Fleisch, Gesundheit, Klima, Umwelt, Tierschutz und Genuss zusammenhängen. 34 Schülerinnen und Schüler machten erfreulich interessiert und aufmerksam mit, fragten viel, konnten an Küchenkräutern riechen und schmecken und mithelfen, ein frisches vitaminreiches Mixgetränk (Smoothie) herzustellen aus Banane, Apfel, Zitrone, Rosinen,Gurken, Salat; es schmeckte den Kindern köstlich.
In einem Schaukasten stellte das Team hochwertige, eiweißreiche pflanzliche Vollwert-Nahrungsmittel vor: Tellerlinsen, Kidneybohnen, Kichererbsen, Hirse, Hafer, bunte Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, Süßlupinen, Rote Quinoa, Amaranth, Mandeln.
Zum Schluss gab’s für jedes Kind einen Stundenplan mit Informationen über Tiere, Veggie-Tag-Postkarten, Freche-Freunde-Wackelaugen und den Veggie-Faltprospekt.
Zwei weitere Grundschulen zeigen Interesse am Veggie-Referat.
Viele Grüße
Wolfgang A. Zotz

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„Man muss etwas dafür tun, um etwas zu bewahren”

Präsentation des Buches „Weinheims Alter Friedhof”

Im April stellte die Bürgerstiftung im voll besetzten Bürgersaal des Alten Rathauses das neue Buch über den Alten Friedhof vor. In Zusammenarbeit mit dem Verlag Regionalkultur stellte die Bürgerstiftung das Werk der Autoren Alexander Boguslawski, Siegfried Demuth und Ute Haizmann vor.

Adalbert Knapp, Andrea Sitzler, Alexander Boguslawski, Ute Haizmann, Siegfried Demuth
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In seiner Begrüßung erinnerte Bürgerstiftungsvorsitzender Dr. Adalbert Knapp an die Arbeit der Gebrüder Noe seit den 80er Jahren und bedankte sich bei der Firma Freudenberg und Co KG für die großzügige Unterstützung. In seinem Grußwort betonte Erster Bürgermeister Dr. Fetzner: „Man muss etwas dafür tun, um etwas zu bewahren.” Anschließend bedankte er sich bei der Bürgerstiftung, den Autoren und bei Frau Sitzler vom Verlag Regionalkultur, die der Stadt Weinheim zur Bürgerstiftung, dem großzügigen Sponsor, dem schönen Erscheinungsbild und natürlich den Autoren gratulierte. Mit herzlichem Dank überreichte Dr. Knapp den Autoren und Fotografen ihr Werk.
Dann kamen die Autoren selber zu Wort. Sie erzählten, lebendig moderiert vom Pressesprecher der Stadt Weinheim, Roland Kern, über ihre Erfahrungen und Verbindungen mit dem Friedhof.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Querflötenensemble der Musikschule mit Miriam Herhold, Louisa Ebert, Kira Reichenbacher und Oriana Leister unter der Leitung von Barbara Pfliegensdörfer.
Das Buch ist zu erhalten in den Weinheimer Buchhandlungen Beltz, Bücherwald und Schäffner sowie im Kartenshop der Diesbach Medien.
Fred End

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Das Porträt

Iris Thomsen nach acht Vorstandsjahren verabschiedet

Iris Thomsen war seit 2008 Vorstandsmitglied bei der Bürgerstiftung Weinheim. Zum 31. März 2016 hat sie aus beruflichen Gründen dieses Amt niedergelegt. Die Stifterpost hat mit ihr darüber gesprochen, warum sie diese Aufgabe seinerzeit übernommen und was sie dabei besonders beschäftigt hat.

Stifterpost: Frau Thomsen, vor knapp acht Jahren wurden Sie in den Vorstand der damals noch sehr, sehr jungen Bürgerstiftung berufen. Warum haben Sie diese Berufung angenommen?

Iris Thomsen: Es gibt ein Onlineportal für Familien mit Kindern, inzwischen auf der Website der Stadt Weinheim. Das Portal informiert darüber, was es für Kinder und Jugendliche in Weinheim gibt. Dieses Projekt entstand durch die Ideen von drei Müttern, wurde technisch realisiert von der Firma Kühlhaus in Weinheim und finanziert durch die Bürgerstiftung Weinheim. Dank der Koordination von Dr. Schuster konnte das Portal im Sommer 2006 online gehen.
Wir drei Mütter hatten eine gute Idee, das Geld, das wir für die technische Umsetzung brauchten, hat uns die Bürgerstiftung zur Verfügung gestellt. Wer jemals eine innovative Idee hatte, weiß, welch ein Geschenk es ist, Menschen zu begegnen, die sich die Sache anhören, befürworten und bei der Umsetzung unterstützen. Einige Zeit nach Abschluss des Onlineprojekts wurde ich gefragt, ob ich Interesse hätte im Vorstand der Bürgerstiftung mitzuarbeiten. Meine Ideen und mein technisches Verständnis könnten gut gebraucht werden. So kam es, dass ich im Oktober 2008 in den Vorstand einstieg.

Worin sahen Sie Ihre Prioritäten im Vorstand? Was gefiel Ihnen ganz besonders?
Ich habe von Anfang an die Website gepflegt und zusammen mit ein paar interessierten Stiftungsratsmitgliedern erweitert. Die „soziale Vielfalt” in Weinheim wurde zum Beispiel mit allen Einrichtungen auf unserer Seite präsentiert. Außerdem habe ich die Buchführungsauswertungen so aufbereitet, dass die Zahlen auch ohne steuerliche Kenntnisse nachvollziehbar wurden.

Im Jahr 2012 haben Sie die Organisation des in diesem Jahr zum 10. Mal durchgeführten Basars von Frau Bettermann übernommen. Wie kam es dazu?
Vor dieser Tätigkeit war ich 10 Jahre beim Ladies Circle, der zweimal im Jahr einen Secondhand-Klamottenverkauf durchführt. Diese Erfahrung hat mir natürlich sehr geholfen, schnell zu übernehmen. Auch das gut eingespielte Team hat dazu beigetragen. Außerdem macht es Spaß, in diesem Team zu arbeiten, wir schaffen, wir quatschen, wir lachen und freuen uns zusammen, etwas zu bewegen. Ich habe meine Tätigkeit im Vorstand abgegeben, aber die Projektleitung für den Basar werde ich auch weiterhin machen.

Von Anfang an waren Sie an der seit 2010 bestehenden Weihnachtsbaumaktion beteiligt und übernahmen Stück für Stück mit Frau Ruoff Leitungsaufgaben im Team. Was gefällt Ihnen bei diesem Projekt?
Dieses Projekt zeigt sehr deutlich, wie hilfsbereit die Weinheimer sind. Innerhalb von ganz wenigen Tagen sind alle Geschenkwünsche vom Baum abgehängt und zurück kommen liebevoll verpackte Päckchen mit Karten oder Zugaben. Obwohl alles anonym abläuft, wird an nichts gespart.

Sie sind Referentin und Autorin beim Haufe Verlag: In welchen Bereichen?
Buchführung und Steuerrecht. Als Referentin bin ich schon seit über zwanzig Jahren tätig. Autorin wurde ich erst, als ich ein paar Jahre für die Kinder pausiert habe. Alles, was ich Selbstständigen und Buchhalterinnen und Buchhaltern mitteilen musste, habe ich in verschiedenen Werken veröffentlicht. Heute unterrichte ich ab und zu und halte meine Bücher aktuell. Gerade aktualisiere ich das erste Buch „Crashkurs Buchführung für Selbstständige”, das im Oktober in der 12. Auflage erscheint.

Neben Ihrer Autorinnentätigkeit sind Sie Familienfrau und arbeiten zusätzlich in Ihrem Bauträgerunternehmen, das Sie zusammen mit Ihrem Mann führen. Wie haben Sie die Zeit für die Bürgerstiftungsarbeit gefunden?
Das frage ich mich auch immer wieder. Offensichtlich habe ich rund um mich herum ein gutes Team, das mich in vielen Bereichen unterstützt. Die Familie und gute Mitarbeiter/innen.

Vielen Dank für das Interview, vielen herzlichen Dank für Ihre achtjährige Mitarbeit in der Führung der Bürgerstiftung! Ganz besonders dafür, dass Sie auch künftig in der Bürgerstiftung Weinheim beim Basar und der Weihnachtsbaumaktion leitend tätig sein werden. Wir freuen uns auf eine weiterhin gedeihliche Zusammenarbeit.

Iris Thomsen, geb. 1965, verheiratet, zwei Kinder, seit 1994 Referentin in Buchführung und Steuerrecht, ab 2000 Fachbuchautorin, seit 1998 kaufmännische Leiterin im Bauträgerunternehmen.

Interview: Adalbert Knapp

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Aktuell

Alter Friedhof: Säuberungsaktion am Freiwilligentag der Metropolregion

„Wir schaffen was” ist das Motto des Freiwilligentages der Metropolregion, der am 17. September inzwischen zum fünften Mal stattfindet. Die Bürgerstiftung ist wie vor zwei Jahren wieder dabei. Damals kümmerte sich eine Gruppe von 12 Freiwilligen um das Grab des Ehrenbürgers Adam Karrillon, beseitigten Sträucher sowie wucherndes Unkraut und bepflanzten es neu.


„Wir schaffen was” 2014
Im Jahr 2014 war noch nicht absehbar, wie viel sich in den kommenden Jahren tun würde. Aus der Initiative von Bürgerstiftung und Stadt Weinheim entstand eine höchst fruchtbare Zusammenarbeit. Im vergangenen Jahr wurde das Areal eingezäunt, um das Unwesen der Wildschweine künftig zu verhindern. Im Februar gab es eine Ideenwerkstatt und im April erschien das Buch „Weinheims Alter Friedhof – Ein Park der Erinnerung” (siehe oben). Eine wichtige Voraussetzung für künftige Gestaltungen ist eine gründliche Reinigung und Durchforstung der Grünanlage. Ein Anfang hierzu soll am Freiwilligentag der Metropolregion gemacht werden.
Bürgerstiftung und Stadtverwaltung rufen alle Interessierten dazu auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Alle, die Lust haben, einen Tag lang unter fachkundiger Anleitung zu gärtnern oder auch einen Grabstein zu reinigen, sind eingeladen.Wir danken den Zweiburgenhelden für die freundliche Unterstützung und Zusammenarbeit.
Die Helferinnen und Helfer sollten wenn möglich als Gerätschaft eine Gartenschere, einen Garten- oder Laubrechen, einen Straßenbesen, eine Schaufel und natürlich Arbeitshandschuhe mitbringen. Treffpunkt ist am 17. September um 10 Uhr der untere Eingang des Alten Friedhofs hinter der Peterskirche. Nähere Information und Anmeldung bei der
Bürgerstiftung(Tel. 06201 63254 oder 06201 12651)
oder bei „Wir schaffen was“ der Metropolregion.Wir freuen uns auf Sie!

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Tag des offenen Denkmals auf dem Alten Friedhof

Am 11. September, dem Tag des offenen Denkmals, finden auf dem Alten Friedhof folgende Führungen statt:

13:30 Uhr
Die Geschichte des Friedhofs und seiner Gräber (Dr. Alexander Boguslawski)

15:00 Uhr
Pflanzen- und Tierwelt auf dem Friedhof (Siegfried Demuth)

16:30 Uhr
Die Geschichte des Friedhofs und seiner Gräber (Dr. Alexander Boguslawski)

Treffpunkt: Eingang Alter Friedhof, Grundelbachstraße (hinter der Peterskirche)

Kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
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Stifterforum 2016

Das nächste Stifterforum der Bürgerstiftung Weinheim findet am Donnerstag, 6. Oktober 2016 um 19:30 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses statt. Die Besucherinnen und Besucher erwartet wie immer der Jahresbericht des Vorstandes der Bürgerstiftung. Im weiteren Verlauf des Abends geht es um das Thema Bürgerstiftung und musikalische Förderung. Immerhin konnte die Bürgerstiftung in den vergangenen 10 Jahren mit rund 40 000 Euro ein Fünftel ihrer Fördersumme in dieser Zeit für die musikalische Förderung zur Verfügung stellen. Es reicht dies von der Finanzierung von Musikfreizeiten in Weikersheim, die Durchführung von bisher vier Singfesten, der Förderung von musikalischer Fortbildung für über 150 Erzieherinnen bis zur Unterstützung einzelner Vereine und Aktivitäten und vielem anderen mehr. Bisher haben immerhin rund 2000 Kinder, Jugendliche und
Erwachsene von
dieser Unterstützung profitiert. Die Präsentation wird selbstverständlich musikalisch begleitet sein.

Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollen einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

Oder Sie schreiben erst einmal eine Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier.

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 Weinheim
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 Weinheim
Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de
Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen RechtsRedaktion: Adalbert Knapp
Texte: Jochen Babist, Fred End, Hans-Joachim Gelberg, Adalbert Knapp, Sabine Nick, Maragarete Ruoff, Iris Thomsen, Marianne Volpp, Wolfgang Zotz
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Jochen Babist, Michael Endriß, Hans-Freudenberg-Schule, Roland Kern, Adalbert Knapp, Gernot Ruoff, Margarete Ruoff, Andrea Schneider, Wolfgang Zotz
Mitarbeit: Alexander Boguslawski, Brigitte Burger, Gunter Faigle, Marcus Graf und Claudia WernerLayout und Webdesign:
grafux | grafische dienstleistungen
hans-jürgen fuchs
Web-Hosting & Programmierung:
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