stifterpost-nr.-26-februar-2015

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Stifterinnen und Stifter,

die Anzahl der Kanten eines Würfels – natürlich wissen Sie das – ist zwölf. Das Christentum deutet die Zwölf (drei mal vier, neben der Sieben, also drei plus vier) als heilige Zahl der Begegnung Gottes (Drei: Trinität = Dreieinigkeit) mit der Welt (Vier: vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten, vier Elemente). Natürlich führt das runde Dutzend auch zu ganz anderen Assoziationen. Wir als säkulare Einrichtung bleiben dabei, heuer 10 Jahre Bürgerstiftung Weinheim zu feiern.
Ein wenig Dutzend sollte dennoch sein: Hans-Joachim Gelberg erreicht in seiner Reihe „Das Gedicht” die Zwölf mit etwas ganz Besonderem : „Was es ist” von Erich Fried. „Zeitlos, pathetisch und weise” sei es. Ich wünsche, es möge Ihnen gefallen: „Es ist, was es ist”.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Dr. Adalbert Knapp

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Was es ist
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Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
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Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
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Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
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Erich Fried (1921 – 1988)Aus: Erich Fried, Es ist was es ist. Liebesgedichte Angstgedichte Zorngedichte,
Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1983
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Foto: Alexa Gelberg

Dieses Gedicht ist alt, aber es trifft und hat seinen taoistischen Touch behalten: „Es ist was es ist”. (Und nicht „wie” es ist.) Ein überwältigendes Gedicht, zeitlos, pathetisch und weise. Wir erfahren, dass perfekte Sicherheit im Leben nicht zu haben ist. So sind Einsicht, Vernunft, Angst, Stolz, Vorsicht hinterfragt. Vor über 30 Jahren tauchte dieses Gedicht wie aus einem Jungbrunnen auf und begeisterte eine ganze Generation. Zeitnah fand man es auf Flugblättern, Plakaten und sogar auf T-Shirts. In den Anthologien durfte es nicht fehlen. Mittlerweile ist es ein wenig vergessen. Auch der Autor, Erich Fried, ist nicht mehr, wie in den 80er und 90er Jahren, in aller Munde. Dabei ist er sicher einer der erfolgreichsten, auch politischsten Lyriker unserer Zeit. Er warnt, ist unbequem und stiftet Fragen. Seine zahllosen Zorn-, Angst- und Liebesgedichte erreichten Massenauflagen.

Erich Fried, 1921 in Wien geboren, musste als Jude 1938 vor den Nazis fliehen, lebte seitdem in London. Er übersetzte u. a. Shakespeare, T. S. Eliot und erhielt 1987 den Büchner-Preis. Erich Fried starb 1988 auf einer Lesereise in Deutschland.

Hans-Joachim Gelberg

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Nachgefragt

Rolf-Engelbrecht-Preis für Arbeitskreis Asyl

„Ein Fremder ist wie du, du sollst ihn lieben, und er soll in deinem Land wie ein Einheimischer leben.” Das haben sich Elfi Rentrop und Albrecht Lohrbächer zum Motto gemacht. Am 15. November nahmen sie im Namen des Arbeitskreises Asyl den Rolf-Engelbrecht-Preis von der Stadt Weinheim entgegen. Der Preis wurde zum zweiten Mal in Erinnerung an Rolf Engelbrecht verliehen, den ersten gewählten Oberbürgermeister Weinheims nach dem Zweiten Weltkrieg. In seiner Amtszeit hat er sich besonders für Völkerverständigung und Toleranz eingesetzt. Der Preis wird an Einrichtungen und Personen vergeben, die in diesem Sinn tätig sind und sich um Integration und kulturelle Vielfalt verdient gemacht haben. Nach Maria Guerrero ist der Arbeitskreis Asyl der zweite Preisträger, ein Kreis von ehrenamtlich Tätigen, der sich seit über 30 Jahren um Flüchtlinge in Weinheim und Umgebung kümmert. Er baut Beziehungen zu den Menschen auf und hilft ihnen, sich in Deutschland ein Leben mit Perspektive aufzubauen. Derzeit gebe es einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum und Arbeitsstellen. Hier wollen auch die Verwaltung von Weinheim und der Arbeitskreis zusammenarbeiten, um die Situation zu verbessern. Aber es geht auch immer um ganz alltägliche Dinge. Schon der Gang zum Arzt oder zu Behörden wird für Flüchtlinge zur Herausforderung.

Dr. Knapp, OB Bernhard, Dr. Gärtner, E. Rentrop, A. Lohrbächer, Ch. Engelbrecht
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Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Kinder, die in ihren jungen Jahren meistens schon viel zu viel Elend gesehen haben. Mit Spielgruppen und Sprachförderungen ermöglicht der Arbeitskreis den Kindern ein Stückchen Kindheit und eine Zukunft. Etwas, was für diese Kinder nicht selbstverständlich gewesen war. Oder es wird in Zusammenarbeit mit der Diakonie ein Frauencafé angeboten, das den Teilnehmerinnen eine kleine Verschnaufpause gönnt. Für die Frauen ist es meistens das einzige kulturelle Ereignis in der Woche. Es tut ihnen gut, sich einmal an einen gedeckten Tisch setzen zu dürfen und sich um nichts kümmern zu müssen.
Flüchtlingsarbeit wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Europa wird noch viele Flüchtlinge zu erwarten haben. Es werden immer Menschen notwendig sein, die sich, wie der Arbeitskreis Asyl, ehrenamtlich kümmern. Weinheim ist mit dem neu gegründeten Netzwerk NAWI (Netzwerk Asyl Weinheim für Integration) auf einem guten Weg. Der Arbeitskreis Asyl hat hierfür jahrzehntelang Pionierarbeit geleistet.Merle Topp

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„Mensch, Weinheim!”

Ausstellung in der Stadtbibliothek
„Was macht eine Stadt aus? Wodurch wird eine Ansiedlung von Individuen eine Verantwortungsgemeinschaft?” Diese und andere Fragen stellte OB Heiner Bernhard am 11. November in seiner Eröffnungsrede der Fotoausstellung „Mensch, Weinheim!” im Jubiläumsjahr „750 Jahre Weinheim”.
Für ihn sei die Vielfalt Weinheims für die Stadt und deren Bürger essenziell. Porträts und Aussagen über Zugehörigkeit und Teilhabe sind Gegenstand der Ausstellung, deren Inhalt in einer höchst sehenswerten Broschüre über die Zeit der Ausstellung hinaus dokumentiert ist.
Bernhard unterstrich die Bedeutung des Bildungsbüros und des Mehrgenerationenhauses, das dazu beiträgt, Weinheim zu einer Stadt aktiven Netzwerkens zu machen. So könne man einander schneller kennenlernen und dadurch Verständnis füreinander als Basis von tolerantem Handeln gewinnen. Da Weinheim bald Flüchtlinge aus Krisengebieten aufnehmen werde, könne man die Ausstellung auch als eine Aktion betrachten, die dazu führt, diese Menschen als Gäste willkommen zu heißen. Das Netzwerk Mehrgenerationenhaus sei in diesem Rahmen bestrebt, die gesellschaftliche Teilhabe aller zu verstärken und habe im Projekt „Mensch, Weinheim!” darauf geachtet, nicht über die Menschen, sondern eher mit ihnen zu reden. „Jeder Einzelne ist ein Mosaikstein im bunten Bild Weinheims. Schön, dass es sie gibt.”
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Gertrud Rettenmaier, Mitarbeiterin des Bildungsbüros Weinheim, stellte das Netzwerk Mehrgenerationenhaus vor und bedankte sich bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie bei der Bürgerstiftung, der Freudenberg Stiftung, dem Lions Club, der Volkshochschule Badische Bergstraße sowie der Stadt Weinheim für die Unterstützung bei der Realisierung des Projekts.
Rocco Vespa, Schüler der Musikschule Badische Bergstraße, und Werner Burkhardt sorgten auf dem Klavier für beste Unterhaltung.
Im Interview erläuterte Gertrud Rettenmaier das Ziel von Mehrgenerationenhaus und Bildungsbüro.Stifterpost: Welche Ziele verfolgt das Netzwerk Mehrgenerationenhaus Weinheim?Rettenmaier: Wir möchten durch verschiedene Projekte vor allem erreichen, dass Menschen und Familien, die Unterstützung benötigen, gestärkt werden. Dazu gehört vor allem, Bedürfnisse von Personen aus allen Kulturen und Altersgruppen gleich ernst zu nehmen und einen Austausch anzuregen. Unsere Schwerpunkte liegen in der Bildungs- und Integrationsarbeit mit dem Ziel, Chancengleichheit zu fördern. Beispiele für aktuelle Projekte sind Gesprächskreise zur Vertiefung von Deutschkenntnissen oder Beratungen von Schülern und Eltern.Mikail Öztürk

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Seminar zur Schulung von Demenz-Paten

„Die Nachfrage ist unverändert hoch”, resümiert Dieter Gerstner beim Abschlusstreffen des Lehrgangs zur Schulung von Demenzpaten, dem zweiten seiner Art, dem mit Sicherheit 2015 weitere folgen werden. Der Initiator des „Runden Tisches Demenz” und des Fördervereins Alzheimer e.V. freute sich, über 20 Frauen und zwei Männern ihre Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an dem neunteiligen Kurs (mit einem Hospitationstag) überreichen zu können. Sie sind jetzt in der Lage, in ihrem Wohnbezirk oder Stadtteil Ansprechpartner in Sachen Demenz zu sein. Die Motive der Teilnehmenden sind ganz unterschiedlich: Es sind Angehörige oder Menschen, die ehrenamtlich Aufgaben übernehmen wollen, aber z. B. auch eine ausgebildete Pflegekraft, die in dem informativen Seminar noch einiges an beruflichem Wissen ergänzen will.

Wie beim ersten Durchgang standen auch diesmal die Freudenberg Stiftung, Volksbank Stiftung und Bürgerstiftung Weinheim finanziell Pate.
Als Demenzpaten stehen künftig zur Verfügung: Regina Ross, Ulla Platz, Ruth Bothe, Erika Langer, Sabine Pfeifer, Margaret Krey, Jin-Hei Jorda, Birgit Large, Gabriele Tillessen, Nadja Gurkakowski, Albert Prachtel, Annette Wesierski, Helga Brandis, Christine von Klot, Margarete Müller, Stefanie Koslowski, Herta Schmitt, Birgit Lubich, Annette Umbreit, Estrella Ebelt sowie Gabriele und Bodo Kudras.

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Fünf Jahre „Das Geschenk mit dem Lächeln”

Zum fünften Mal konnten sich 150 Kinder in Weinheim durch die Weihnachtsbaumaktion über ein Extra-Geschenk zum Fest freuen. Das kleine Jubiläum ist Anlass, bei den Menschen nachzufragen, die sich im Hintergrund darum kümmern, dass die Familien und die Kinder ihre Wünsche formulieren können und dass das Christkind bei der Verteilung logistisch bestens unterstützt wird.

Stellvertretend für das Team von Caritas, Stadt Weinheim und Diakonie erkundigte sich die Stifterpost bei Hanne Gartner und Beate Schneider von der Diakonie Weinheim nach ihren Erfahrungen.

Stifterpost: Frau Gartner, wie lernen Sie die Geschenkwünsche bedürftiger Kinder kennen?

Hanne Gartner: Bei uns gehen sehr viele Menschen und Familien ein und aus, die bei uns Rat suchen, sei es in der Schuldnerberatung oder in der allgemeinen Sozialberatung. Wir kennen diese Familien ganz gut und wissen daher, wen wir nach Wünschen der Kinder fragen können. Simone Müller vom Kinderförderfonds Rhein-Neckar ist da fast noch näher dran an den Familien. Ansonsten findet die Auswahl bei Jugendamt und Caritas ebenso wie bei uns statt.

Stifterpost: Frau Schneider, bei Ihnen laufen die Wünsche aus Diakonie, Caritas und Jugendamt zusammen. Wie geht es dann weiter?

Beate Schneider: Im ersten Jahr war das noch etwas chaotisch, bis wir den Dreh herausgefunden haben, wie wir die Logistik organisieren. Inzwischen haben wir eine sehr gute Routine gefunden, wie die 150 Wünsche sowohl an die vier Weihnachtsbäume kommen, dann den Weg übers Bürgerbüro zurückfinden und schließlich ganz schnell zugeordnet werden können.

Stifterpost: Was wünschen sich die Kinder?

Hanne Gartner: Typisch sind LEGO-Steine, Puppen und Puppenkleidung, Autos, Spiele, Bücher – bei den älteren Kindern dann CDs und auch Schminksachen.
Eher untypisch sind fleischfressende Pflanzen, Pampers, Kinderkleidung oder eine Schreibtischlampe.

Stifterpost: Welche Erfahrungen gibt es beim Erfüllen der Wünsche?

Beate Schneider: Es ist immer wieder eine große Freude, zu sehen, mit welcher Liebe, Zuwendung und Sorgfalt die Spenderinnen und Spender die Geschenke verpacken, oft auch dies und jenes hinzufügen. Es soll offensichtlich ein ganz persönliches Geschenk sein, obwohl selbstverständlich die Beschenkten für die Spender anonym bleiben.
Hanne Gartner: Wenn dann in unserem Gruppenraum alle Geschenke auf dem Tisch liegen, ist es vor allem für viele kleine Kinder mit leuchtenden Augen eine Art der Begegnung mit dem Christkind, das all die schönen Päckchen dorthin gebracht hat, und es kann sein, dass eine Träne der Großmutter fließt, die das Geschenk für den Enkel abholt.

Frau Gartner, Frau Schneider, vielen Dank für das Interview.

Hanne Gartner, Sozialarbeiterin, ist seit über 15 Jahren bei der Diakonie Weinheim in der Schuldnerberatung und der allgemeinen sozialen Beratung tätig.
Beate Schneider, ebenfalls seit über 15 Jahren bei der Diakonie, kümmert sich darum, dass die Verwaltung reibungslos funktioniert.

Die Bürgerstiftung Weinheim dankt von ganzem Herzen im Namen der vielen Hundert Kinder, die bisher beschenkt werden konnten, allen Spenderinnen und Spendern (es gibt inzwischen schon viele „Stammspender”) und dem gesamten Team um Margarete Ruoff: Hanne Gartner und Beate Schneider von der Diakonie, Simone Müller von Caritas, Kinderförderfonds und Stadt Weinheim, Iris Thomsen und ihrer Schwester Nicole von der Brüggen, Dr. Peter Schuster, der Firma Freudenberg, die die Bäume zur Verfügung stellt, und den Firmen, in denen sie jeweils ihre besondere Last tragen können: Firma Amend, Weinheim Galerie, Marktkauf und Volksbank Weinheim.

1000 Euro an Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder

Auch im vergangenen Jahr hat die Bürgerstiftung wieder einen Weihnachtskartenverkauf zugunsten der Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder durchgeführt.
Schüler des Technischen Berufskollegs der Hans-Freudenberg-Schule mit dem Schwerpunkt Kommunikation und Gestaltung hatten 2013 auf Initiative der Bürgerstiftung Weinheim Weihnachtskarten gestaltet, die die Bürgerstiftung auch in diesem Jahr vertrieben hat.
Erkennbar zufrieden konnte das Team der Bürgerstiftung mit Brigitte Burger, Monika Endriß und Dr. Adalbert Knapp den Vorsitzenden des Arbeitskreises Asyl, Elfi Rentrop und Albrecht Lohrbächer, 1000 Euro übergeben.
20 Verkaufsstellen oder Institutionen waren bereit gewesen, die Karten für einen guten Zweck anzubieten oder selbst zu verwenden: von A wie Apotheken über B wie Buchhandlungen und Blumengeschäft oder K wie Krankengymnastik, Kosmetik oder Kunstförderverein, M wie Mode, N wie Naturkost, O wie Optik bis zum R wie Reformhaus. Allen, die gerne und großzügig bereit waren, mit dabei zu sein, danken die Initiatoren und die Flüchtlingskinder sehr herzlich.

 

Blick über den Zaun

Streiflichter aus der Arbeit der Bürgerstiftung Ostfildern im Jahr 2014

In der Stifterpost vom Oktober 2010 haben wird die Bürgerstiftung Ostfildern (BSO) vorgestellt. Auch bei einem Rundgespräch mit drei Bürgerstiftungen beim Stifterforum im Jahr 2012 hat Vorstandsmitglied Dr. Peter Stapelberg die Struktur der Bürgerstiftung Ostfildern beschrieben. Wir haben ihn gebeten, ein paar Streiflichter auf das Jahr 2014 zu werfen.

Finanzen und Struktur
Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 haben insgesamt 90 Stifter zum Stiftungsvermögen beigetragen, das aus einem Stiftungskapital in Höhe von 508.055 Euro und einem Immobilienvermögen im Wert von 2,35 Mio. Euro besteht. Außerdem verwaltet die Bürgerstiftung treuhänderisch die Klaus-Jürgen-und-Heidemarie-Futterer-Stiftung mit einem Stiftungsvermögen von 190.000 Euro und die Klaus-und-Waltraud-Reichert-Stiftung mit einem Vermögen von 902.000 Euro.
Zum Jahresbeginn 2015 wird die Verwaltung der Stiftung mithilfe des EDV-Programms FoundationPlus neu gestaltet werden.

Große Spendenbereitschaft für soziale Projekte
Dieses Jahr konnte ein Spendenvolumen von fast 40.000 Euro für soziale Projekte und die Teilhabe von bedürftigen Menschen eingeworben werden. Mit dem Notlagenfonds von 10.000 Euro konnten BSO und Futterer-Stiftung Menschen in schwierigen Lebenslagen helfen.
Weiter wurden mit einem Gesamtbetrag von 95.000 Euro sehr unterschiedliche Projekte in der Stadt Ostfildern und auch in der Partnerstadt Poltawa (Ukraine) gefördert.
Schon im zweiten Jahr unterstützt die BSO die Kinderkrebsstation in Poltawa bei der Beschaffung von medizinischen Geräten. Allein aus Spendenaktionen der Vereine, Unternehmen und Schulen wurden mehr als 10.000 Euro unter dem Motto „Ostfildern humanitär” gespendet.

Auswahl aus den mehr als 20 Projekten 2014
Die bewährten Herbst- und Winterprojekte konnten in diesem Jahr dank der Spenden aus der Bevölkerung fortgeführt werden: Das wöchentliche Tafelessen, das von Gaststätten und Metzgereien umsonst gekocht wird, ermöglicht für 45 bedürftigen Menschen im Herbst/Winter eine warme und ansprechende Mahlzeit.

Bereits zum fünften Mal wurden Weihnachtspäckchen mit Lebensmitteln gepackt und alleinstehenden älteren Menschen, die von Grundsicherung leben, nach Hause gebracht.

Zum zweiten Mal konnte 90 Kindern zwischen sechs und elf Jahren durch eine Spendenaktion und den Einsatz des Kinder-Weihnachtswunsch-Teams mit mehr als 8.000 Euro ihr jeweiliger spezieller Geschenkwunsch erfüllt werden. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung überreichte der Nikolaus die Päckchen.

Gutes Essen von der Ersatz-Oma
Seit fast einem Jahr kocht die 77-jährige Marlies Pfaffmann an vier von fünf Tagen der Woche in der Erziehungshilfestation „friz” im Ostfilderner Stadtteil Scharnhauser Park. Die Klaus-Jürgen-und-Heidemarie-Futterer-Stiftung finanziert seit sieben Jahren mit jährlich 4.000 Euro den Mittagstisch. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren aus 32 Familien mit familiären Schwierigkeiten werden derzeit von „friz” betreut, der Erziehungshilfeeinrichtung der Kinder- und Jugendhilfe Neuhausen und des Sozialen Dienstes des Landratsamtes für Kinder, Jugendliche und Familien in Ostfildern.

Begabtenförderung und Inklusion
Die Musikschule nutzte, im Rahmen einer dreijährigen privilegierten Partnerschaft, die Unterstützung durch die BSO für die Begabtenförderung, ein Musikprojekt für Menschen mit Demenz in der Tagespflege sowie für ein Inklusionsprojekt für geistig behinderte Kinder und förderbedürftige Grundschulkinder.

Kreatives Tun ermöglicht Begegnung
„Meine Welt – unsere Welt” hieß ein Projekt, zu dem sich an sechs Mittwochnachmittagen im Oktober und November jeweils Menschen mit und ohne Demenz zum gemeinsamen kreativen Tun trafen.

Reichert-Stiftung fördert sportliche Talente in Ostfildern
Drei Jahren lang stehen dafür jährlich bis zu 14.000 Euro zur Verfügung stehen. Erstmals wurde 2014 das Trampolinturnen des TB Ruit mit 5.000 Euro unterstützt.

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Aktuell

Neue Meilensteine der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren

Fünftes Seminar der Bürgerstiftung fu¨r junge Familien, ihre Helfer und alle Interessierten

Zum fünften Mal führt die Bürgerstiftung unter Federführung von Stiftungsrat Dr. Peter Schuster ein Elternseminar in Zusammenarbeit mit der gynäkologischen Abteilung der GRN-Klinik und dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg durch.
Das Seminar befasst sich mit der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren, die einzelnen Vorträge greifen verschiedene Unterthemen auf. Referent ist wie im vergangenen Jahr Matthias Beringer.
Es findet jeweils montags um 19:00 Uhr in der GRN-Klinik Weinheim, Röntgenstraße 1, statt.
Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Wie in den vergangenen Jahren wird wieder ein kleiner Snack durch das Krankenhaus bereitgestellt. Es ist ein Besuch aller fünf Abende oder auch nur die Teilnahme an einzelnen Sitzungen möglich. Um eine unverbindliche telefonische Anmeldung wird gebeten (Sekretariat Frau Dr. Bauer, GRN-Klinik Weinheim, Tel. 06201 892701).
Themen und Termine 
Montag, 23.02.2015, 19:00 Uhr
Frühkindliche Entwicklung fördern und beobachten
Dafu¨r haben Entwicklungspsychologen der Universität Heidelberg das Programm MONDEY entwickelt. Es wird bereits seit Jahren flächendeckend und mit großem Erfolg im Rhein-Neckar-Kreis eingesetzt und ist bei Krippen-Fachkräften, Tagesmüttern und Eltern gleichermaßen beliebt.Montag, 30.03.2015, 19:00 Uhr
Soziale Beziehungen und Emotionen bei Babys und Eltern
Ein Gefu¨hl von Freude und das Bedürfnis nach Liebe lernt jedes Kind in seinen ersten Jahren kennen. Dabei entstehen Verbindungen, die für ein ganzes Leben enorm wichtig sind.Montag, 27.04.2015, 19:00 Uhr
Fragen zu sozialen Beziehungen und Emotionen
Stellen Sie Ihre Fragen und Anliegen zum Thema soziale Beziehungen und Emotionen an Matthias Beringer. Am Elternabend wird dann eine Auswahl der Fragen behandelt und durch praxisnahe Beispiele ergänzt. Stellen Sie Ihre Fragen bitte bis zum 20.04.2015 via E-Mail hier

Montag, 18.05.2015, 19:00 Uhr
Sprache ist die Kleidung der Gedanken und jedes Alter hat seinen Trend
Der Gebrauch und die Entwicklung von Sprache machen den Menschen in einer Weise einzigartig, die heute noch Eltern wie Forscher fasziniert. Bereits vor der Geburt wirken Mechanismen, die den erstaunlichen Prozess ankurbeln und uns staunen lassen, wenn ein Baby das erste Wort spricht.

Montag, 29.06.2015, 19:00 Uhr
Fragen zur Sprachentwicklung und Sprachförderung
Während unseres Ausflugs in die Entwicklung vom Baby zum Kleinkind haben wir oft gestaunt und waren fasziniert von der Vielfalt der Entwicklungsmechanismen, die uns im Alltag begegnen. Jetzt schauen wir uns zusammen vertiefend an, wie Sprachentwicklung und Sprachförderung am besten gelingen kann. Nehmen Sie noch einmal die Perspektive eines Krabblers ein und fragen Sie sich, welche Bedeutung die Sprache für unser Menschsein hat. Bitte stellen Sie Ihre Fragen vorab bis zum 20.06.2015 hier

Matthias Beringer, B.Sc., hat während des Studiums der Psychologie unterschiedliche Felder der Psychologie, u.a. in Cambridge und an der Harvard University, kennengelernt. Seit 2011 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut, Abteilung für Entwicklungspsychologie und Biologische Psychologie, der Universität Heidelberg im Projekt MONDEY. Seine Aufgabengebiete sind Labor- und Felderhebungen, Fortbildungen pädagogischen Fachpersonals sowie die Ausbildung von Laborassistenten.

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Basar im Rolf-Engelbrecht-Haus

Samstag, 7. März 2015 von 10:00 bis 13:00 Uhr

Die Bürgerstiftung Weinheim öffnet einmal im Jahr die Tore des Rolf-Engelbrecht-Hauses für ihren großen Basar mit attraktiven Angeboten „vom Kochtopf bis zum Ausgehrock” zu kleinsten Preisen.
Zugleich fördert jede Besucherin und jeder Besucher mit dem Kauf, mag er noch so klein sein, die Arbeit der Bürgerstiftung, denn der Verkaufserlös geht zu 100 Prozent in die Finanzierung gemeinnütziger Vorhaben in unserer Stadt. Immerhin konnten durch die bisherigen Basare rund 20.000 Euro für gute Zwecke erwirtschaftet werden.
Viele Helferinnen und Helfern mit Familienmitgliedern und Freunden unterstützen Vorstand und Stiftungsrat bei der Vorbereitung und Durchführung des Basars.

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Stifterforum 2015

„Save the Date” was für ein Wort! Wenn Sie mögen, notieren Sie einfach den Termin des Stifterforums 2015: Es findet am Donnerstag, 23. April 2015 um 19:30 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses statt. Professor Dr. Wolfgang Anders, Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen, spricht über „Strategische Planung mit Bodenhaftung – auch für Bürgerstiftungen ein Thema!”
Wolfgang Anders ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Management an der Fachhochschule Ludwigshafen.

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Bürgerstiftung im Stiftungsportal der Volksbank Stiftung

Im Stiftungsportal der Volksbank Stiftung Weinheim finden Sie seit einiger Zeit auch die Bürgerstiftung Weinheim.

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Stifterpost-Redaktion sucht Verstärkung

Die Bürgerstiftung hat sich in der Zeit ihres Bestehens zu einer derart attraktiven Einrichtung entwickelt, dass in ihr rund 70 Zeitstifterinnen und Zeitstifter in unterschiedlichen Bereichen tätig sind, sei es in den eigenen Projekten der Bürgerstiftung, in der inneren Organisation, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Finanzverwaltung. Freude an der Aufgabe und Professionalität verbindet all diese Zeitstifterinnen und Zeitstifter miteinander.
Wollen auch Sie dabei sein? Zum Beispiel würde sich die Redaktion der Stifterpost über eine Mitstreiterin oder einen Mitstreiter für die redaktionell-inhaltliche Vorbereitung und für das Erstellen von Texten freuen.
Sie haben Freude und Interesse an allem, was mit der Bürgerstiftung Weinheim zu tun hat, finden Organisieren und Redigieren interessant und schreiben gerne gelegentlich Berichte oder führen Interviews?
Wenn Sie gerne Näheres wissen wollen, rufen Sie einfach an (06201 63254 Adalbert Knapp) oder schreiben uns.

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Nur Mut!

Sie haben eine gute Idee für ein Projekt oder einen Vorschlag oder wollen einmal in einem persönlichen Gespräch erfahren, was es bei der Bürgerstiftung alles gibt? Oder Sie wollen selbst mitarbeiten?

Nur Mut! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Dr. Adalbert Knapp (Tel. 06201 63254)

Oder Sie schreiben erst einmal eine Mail an uns,
das ist nicht so riskant …

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So helfen Sie uns

Wie Sie uns helfen können, das erfahren Sie hier.

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Impressum

Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Siegfriedstraße 7
69469 Weinheim
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Michael Ender
c/o Volksbank Weinheim, Bismarckstraße 1
69469 Weinheim
Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de
Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen RechtsRedaktion: Adalbert Knapp
Texte: Hans-Joachim Gelberg, Adalbert Knapp, Mikail Öztürk, Dr. Peter Stapelberg, Merle Topp
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Bürgerstiftung Ostfildern, Roland Kern, Adalbert Knapp
Mitarbeit: Brigitte Burger, Monika Endriß, Gunter Faigle, Marcus Graf und Claudia WernerLayout und Webdesign:
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