Stifterpost EXTRA / Das Jahr 2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

Knapp

„Es ist alles gesagt“, so endet das Gedicht von Rainer Malkowski, das uns Hans-Joachim Gelberg diesmal ausgesucht hat. In dieser Stifterpost ist fast alles aufgeschrieben, was in Jahr 2018 in der Bürgerstiftung passiert ist. Am Ende finden Sie den anschaulichen Bericht über das vergangene Jahr in die Form von Zahlen und Statistiken: Wie sich das Stiftungskapital entwickelt hat, wie die jährlichen Einnahmen in den letzten 13 Jahren waren, welche Themenbereiche welches Gewicht haben. Erstmals haben wir in diesem Jahr auch die Entwicklung der Zeitstiftungen grafisch dargestellt. Die ersten Aufzeichnungen stammen aus den Jahr 2008, in den folgenden 10 Jahren haben sich die Zeitstiftungen auf 4340 Personenstunden fast verdreifacht. Man sollte eigentlich nicht alles, was es gibt, materialisieren, schon gar nicht ehrenamtliches Engagement. Ausnahmsweise sei es trotzdem gewagt, weil es doch auch den Blick weitet und zum Beispiel den Wert dieser Zeitstiftungen zu den Gelderträgen ins Verhältnis setzen kann.  Geht man vom aktuellen Durchschnittsstundenlohn in Baden-Württemberg von 23 Euro aus, wurde durch Zeitstiftungen im Jahr 2018 eine Leistung im Wert von 104 440 Euro erbracht. Das ist doch etwas!

Einen schönen Frühling im grünen Knospenschuh und flatternd-blauem Band wünscht Ihnen
Ihr
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Mit freundlicher Unterstützung von
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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Großes Buch
Das Buch endet,
wie ein Wagen ausrollt
nach tagelanger Fahrt
über Stock und Stein.
Noch etwas benommen,
steif vom Sitzen,
versuche ich ein paar Schritte.
Wohin nun gehen?
Es ist alles gesagt.

Rainer Malkowski

gelberghansjoachim 160

Eines Tages las ich ein Buch und mein ganzes Leben veränderte sich. Wer kann das schon sagen? Angesichts medialer Gewohnheit heutzutage werden Selbsterfahrungen als Leser eher seltener. Und dann noch mit staunender Wucht, wie Rainer Malkowski sie wahrnimmt:
„Wohin nun gehen? Es ist alles gesagt.“ Seine reimlosen Gedichte (es mögen an die 600 sein) kommen aus dem Erleben. Sie sind eindringlich und wirken dennoch schlicht und einfach. „Ein Gedicht ist kein Grund, feierlich zu werden“, so Rainer Malkowski. Immer wieder setzt er auf die Kraft der Sprache: „Das Einfache kann federleicht sein – und hat doch, wenn es glückt, das Gewicht der Welt.“  Das Gedicht „Großes Buch“ stammt aus „Ein Tag für Impressionisten“ (1984).

Rainer Malkowski, geboren 1939 in Berlin. Nach erfolgreicher Tätigkeit in der Werbung, zeitweilig als Mitinhaber einer der größten deutschen Werbeagenturen, zog er sich bereits 1972 aus dem Berufsleben zurück und wagte den Sprung ins Dichterleben, fortan  in Brannenburg am Inn. Dort starb er 2003, nach Augenleiden und schwerer Krebserkrankung. Sein Werk ist mehrfach ausgezeichnet, darunter der Leonce-und-Lena-Preis (1976) und der Joseph-Breitbach-Preis (1999).


Januar

Die zwei Neuen

Dr. Alexander Boguslawski und Jürgen Osuchowski, beide nicht unbekannt in Weinheim, verstärken seit Dezember 2017 Stiftungsrat und Vorstand der Bürgerstiftung Weinheim.

Fünfte Weinheimer Theatertage für Grundschulen

Es war wieder einmal ein mitreißendes Theaterfest, „Schlaraffenland“ hieß das Motto und das Freisetzen von Kreativität der Kinder war das Ziel. Sprudelnde Ideen der kleinen Künstlerinnen und Künstler, in Form gebracht von fünf wunderbaren Theaterleuten, begeisterten das Eltern- und Kinderpublikum im voll besetzten Musiktheater der Dietrich-Bonhoeffer-Schule. Schirmherrin Ingrid Noll (sie möchte künftig lieber „Schirmfrau“ sein) war sichtlich entzückt.


Februar

Über Grenzen und Migration nachdenken

Im Anschluss an den viel beachteten Vortrag vom 20. Februar luden Bürgerstiftung und Volkshochschule alle Interessierten ein, sich mit den Aussagen und Thesen von Professor Nida-Rümelin noch einmal zu beschäftigen. An  drei Tischen diskutierten die Besucherinnen und Besucher u.a. diese Fragen und Themen: Sind  offene Grenzen die Antwort auf die Armut in der Welt? Schadet eine massenhafte Migration nach Europa den armen Ländern möglicherweise? Sind Nationalstaaten eine Staatsform von gestern?

 

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März

Basar der Bürgerstiftung: Neues und Gebrauchtes zu Superpreisen

Wie immer in den vergangenen Jahren gab es attraktive Angebote „vom Kochtopf bis zum Ausgehrock” – zu kleinsten Preisen und in bester Qualität. Angesichts der Grippewelle, die die HelferInnenschar und möglicherweise auch die Kundschaft verringert hat, war das Ergebnis erfreulich (1.524,34 Euro) und die Zusammenarbeit wieder perfekt.
Durch den Ertrag der bisherigen  Basare konnten über 28 000  Euro zur Finanzierung wichtiger gemeinnütziger Projekte in Weinheim zu Verfügung gestellt werden.

Doch Europa!

In der Weinheimer Bürgerschaft hat sich eine Initiative mit dem Ziel gegründet, eine breite öffentliche Unterstützung des Europagedankens durch Information und Aktion zu erreichen.  Bis zu den Wahlen im Mai 2019 sind Veranstaltungen oder Aktionen geplant. Dabei sind  „Weinheim bleibt bunt“, Volkshochschule, Musikschule, Weinheimer Jugendmedien, Jugendgemeinderat und Bürgerstiftung Weinheim.

Denken lernen von der ersten Minute an

Im Jahr 2009/10 gab die Bürgerstiftung Weinheim erstmals die Broschüre „Denken lernen von der ersten Minute an“ heraus. Es folgte eine Ausgabe in türkischer Sprache im Jahr 2011. Die Broschüre wurde und wird an alle Erstgebärenden im GRN-Klinikum Weinheim verteilt. Auch in Kindertagesstätten ist der kleine Band ein beliebter Ratgeber für Eltern und PädagogInnen. Von März bis Juni fand mit großem Erfolg (zum achten Mal) in Zusammenarbeit mit dem GRN-Klinikum ein fünfteiliges Seminar für Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Tagespflegepersonen statt. Nachdem die erste Auflage der Broschüre vergriffen war, hat sich die Bürgerstiftung zu einer Neuauflage entschlossen, die inzwischen zur Verfügung steht. Ein Exemplar im PDF-Format finden Sie hier.

Ein rundes Dutzend: 12 Jahre KontaktPunkt

Die Idee einer Ehrenamtsbörse in Weinheim entstand im März 2006, angeregt von der Gründungsvorsitzenden Elisabeth Bettermann, in einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Stiftungsrat der Bürgerstiftung Weinheim. Der „KontakPunkt“ sollte die Bereitschaft zum sozialen Engagement fördern, Bürgerinnen und Bürger, die an sozialem Engagement interessiert waren, informieren, beraten und gegebenenfalls vermitteln. Ebenso sollten Fragen von  (Neu-)Bürgern eine Antwort bekommen. Nähere Informationen finden Sie hier.


April

Flyer oder Faltblatt?

Natürlich ist dieser Flyer ein Faltblatt aus der guten alten Zeit, als die Flyer noch Faltblatt hießen. Allerdings kommt das eine wie das andere – unabhängig von der Begrifflichkeit – in die Jahre und so hat die Bürgerstiftung nach sechs Jahren ihr Informationsblatt, natürlich, reloaded, also überarbeitet. Und was dabei herauskam, finden Sie hier. Wenn Sie so ein Blatt analog, also als Paper mögen, gibt es das an vielen üblichen Auslagestellen und natürlich bei der Bürgerstiftung.


Mai

Mitmachen im Alten Friedhof

Einmal im Monat legen seit 22. Februar jeweils am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr fleißige Helfer, unterstützt vom Grünflächenamt der Stadt Weinheim, Hand an und säubern mit Hacke und Rechen Gräber und Wege.


Juni

Der Weinheimer Mittagstisch Träger des Rolf-Engelbrecht-Preises – Essen für Bedürftige seit 19 Jahren.

Im Bürgersaal des Alten Rathauses wurde der Preis den Gründerinnen und Hauptorganisatoren des Mittagstischs, Ingeborg Blöchle, Gertrud Oswald, Ruth Alber, Pastor Christian Pestel, Pfarrer Dr. Stefan Royar stellvertretend für den Arbeitskreis christlicher Kirchen in Weinheim, verliehen. Die Ehrung wurde vorgenommen von Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard, Dr. Adalbert Knapp von der Bürgerstiftung und Sarah Fuchs von der Freudenberg Stiftung. Die beiden Stiftungen und die Stadt stehen gemeinsam hinter dem Preis, der den Namen des früheren Weinheimer Oberbürgermeisters Rolf Engelbrecht trägt. Bei der Verleihung waren dessen Sohn Christoph und Enkel Constantin dabei.


 Juli

Doch Europa! Start der Kampagne zur Europawahl 2019

Im mit rund 80 Personen gut besetzten Musiktheater der Dietrich-Bonhoeffer-Schule startete am 24. Juli die auch von der Bürgerstiftung unterstützte Kampagne für ein vereintes demokratisches Europa. Eingeladen waren fünf Bundestagsabgeordnete aus der Region, denen zwei Schüler und eine Schülerin Fragen zur aktuellen Politik stellten. Welche Fragen die Drei stellten, ergab sich aus einer zuvor durchgeführten Fragebogenaktion, bei der insgesamt 3000 Fragebogen an Weinheimer Schulen verteilt worden waren. Rund die Hälfte der Bogen kam ausgefüllt zurück, was man als ein sensationell gutes Ergebnis bezeichnen kann.

Fünftes Singfest der Bürgerstiftung

„Musik, Musik und alle machen mit“, so klang es in der Stadthalle fröhlich aus annähernd 250 Kinderkehlen am  11. Juli. Die Bürgerstiftung Weinheim hatte zum fünften Mal zum Singfest gerufen und 12 Weinheimer Kindertageseinrichtungen sowie der Seniorenchor des Bodelschwingh-Heims unter der Leitung von Christine Engelhardt waren der Einladung gefolgt. Die Moderatorinnen Monika Preiss und Sabine Nick nahmen die Kinder und ihre Erzieher und Erzieherinnen mit auf die Suche nach Musikfreunden für Flo Flöte. Flo Flöte war nämlich ganz traurig, dass sie immer alleine Musik machen muss.

Das Schlusslied musizierten das ganze Lehrerorchester der Musikschule Badische Bergstraße, die Gitarrengruppe, bestehend aus angehenden Erziehern und Erzieherinnen der Helen-Keller-Schule sowie Teilnehmerinnen der von der Bürgerstiftung finanzierten und von Jürgen Osuchowski geleiteten Fortbildungskurse, der Seniorenchor und die Kinder zusammen.

Theater-AG führt Mobbing-Thriller auf.

Die Theater-AG der Friedrich Realschule, Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5–9, hatte sich nach der Märchen-Aufführung im Herbst ein ernsthaftes Stück gewünscht und dies kurzerhand selbst entwickelt. Dabei half die Schauspielerin Claudia Wiedemer, die Tipps gab, den Plot zu entwickeln und letztendlich die improvisierten Szenen in ein Stück schrieb. Es ging um Solidarität und Mobbing in der Schule, um gesellschaftliche Verantwortung und einen Bösewicht. Rauschender Szenen- und Schlussapplaus für begeisterte und begeisternde Spielfreude mit pädagogischem Touch.

Ehrennadeln für  „grüne Daumen“

Weinheim blüht, die sogenannten „Grünen Meilen“ sind sprichwörtlich und über die Region hinaus bekannt. Zwei „Oasen“ dieser Grünen Meile sind in den vergangenen Jahren überwiegend ehrenamtlich gepflegt worden: Die Rosenanlage in der Freudenberg-Straße unterhalb des Schlossparks und der Heilkräutergarten am Blauen Hut. Das Ehepaar Minhorst für die Rosenanlage und Astrid Eichelroth für den Heilkräutergarten erhalten dafür aus der Hand von Oberbürgermeister Bernhard die Ehrennadeln der Stadt Weinheim. Die Freunde der historischen Rosenanlage arbeiten mittlerweile unter dem Dach der Bürgerstiftung.

Spaß für Jung und Alt in der Nordstadt am Wasserheisl

Einen spannenden Samstagnachmittag boten die Weinheimer Nordstadtfreunde zusammen mit dem Stadtjugendring den Kindern und auch den Erwachsenen am „Wasserheisl“ und auf dem Bolzplatz Rottenstein.

Bei der WNF-14-Nordstadtolympiade bewiesen über 40 Kinder ihre Schnelligkeit und Geschicklichkeit in den Disziplinen Steinstoßen, Weitsprung, 40-m-Lauf, Dosenwerfen, Sackhüpfen, Geschicklichkeitslauf und Zielschießen mit dem Fußball. Außerdem stand ein Hirschkopfberglauf und ein Vogesenlauf auf dem Programm. Eine Fundgrube für alle war der Flohmarkt in der Hopfenstraße. Die Bürgerstiftung unterstützte die Nordstadtfreunde bei ihren Aktivitäten.

Open Air Einweihung des Telefonzellen-Bücherregals in Hohensachsen

Die Freien Wähler und der Ortschaftsrat Hohensachsen luden zu einer Matinee zum Dorfmittelpunkt Anetplatz und viele Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung. Anlass war die Einweihung eines öffentlich zugänglichen Bücherregals.
Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich die in Hohensachsen lebende Künstlerin Anzy Heidrun Holderbach und ihre Freundin Heike Hochwald ein.
Frei nach dem Motto: „Bring eins und nimm eins mit“ wurde das Telefonzellen-Bücherregal bei dieser sehr gelungenen Veranstaltung seinem Gebrauch übergeben.

Ideen für eine älter werdende Gesellschaft

Am beschaulichen Ort der Kapelle im GRN-Betreuungszentrum fand das 11. Stifterforum der Bürgerstiftung statt. Auf das alte Jahr zurückzuschauen und Ideen für die Zukunft zu kreieren, waren die Themen.

Im  zweiten Teil des Stifterforums beteiligten sich alle Anwesenden an einer Ideenwerkstatt, die eine Reihe pfiffiger Vorschläge zu Tage förderte. Jetzt geht es ans Umsetzen.


August

„Musik! Dringend! Jetzt!“

In den Sommerferien veranstaltete die Bürgerstiftung Weinheim zum ersten Mal das Sommer-Musik-Theaterprojekt mit dem diesjährigen Titel „Musik! Dringend! Jetzt!“. Während der ersten drei Ferienwochen fand montags bis freitags ein ganztägiges Programm statt, woran Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren aus Weinheim und Umgebung teilnahmen. Viele der Jugendlichen kamen als Geflüchtete in den letzten Jahren nach Deutschland, die meisten aus dem arabischen oder kurdischen Sprachraum. Unter Leitung von Paul Berberich (Erzieher und Theaterpädagoge), Maximilian Bischofberger (Musiker und Songwriter) und Miriam Lemdjadi (Theaterpädagogin und Regisseurin), setzten sich die Jugendlichen mit ihren Lieblingsliedern und ihren dringlichsten Themen auseinander. Am Ende gab es eine Bunte Vorstellung aus der Jukebox

„Kreativ im Jahreslauf“ – ein Rückblick

Die Idee für das Projekt „Kreativ im Jahreslauf“ entstand bei einer Tasse Kaffee.
Felicitas Vajna, Anita Grütter und Verena Herget-Zimnik entwickelten es für Grundschulkinder mit Fluchterfahrung. Den Kindern sollte die Möglichkeit erhalten, nach der Schule gemeinsam die Natur zu erleben und mit Herz und HandSinneserfahrungen zu sammeln.

„Das war ein tolles Jahr. Mir hat besonders gut gefallen, dass wir am Ende alle zusammen das große Holzmobile gemacht haben“ sagt der siebenjährige Karim mit strahlenden Augen und stolzem Lächeln.

„Wir sind sehr dankbar für diese Besuche.“

12 „Herrchen“ und „Frauchen“ waren mitten im August der Einladung der Bürgerstiftung Weinheim gefolgt, um sich in der Kapelle des GRN-Betreuungszentrums über die Arbeit mit Hunden in Alten- und Pflegeheimen zu informieren.
Trotz des großen Hundeandrangs herrschte eine überaus friedliche Atmosphäre. Ergebnis des zweiten Informationstermins dieser Art ist, dass inzwischen, koordiniert von Projektleiterin Karin Graf, 14 Besuchsteams in Bodelschwinghheim, GRN-Betreuungszentrum und in der St. Barbara Seniorenresidenz regelmäßig unterwegs sind.
„Es ist wirklich eine große Freude für unsere Bewohner, vor allem für die, die oft allein sind, wenn Menschen mit ihren Hunden sie besuchen“, so einmütig die Leitungen der besuchten Einrichtungen.“


September

Kunstraum Alter Friedhof

Es war ein frühherbstlich-nachsommerlicher „Tag des offenen Denkmals“ am 9. September, der Sommer vorbei und die Winde auf den Fluren noch nicht unterwegs, auf dem Alten Friedhof, diesem Park der Erinnerung. Außer den bestens besuchten Führungen gab  geschweißtes Fragiles von Stefanie Welk unter Platanen und den Zen-Weg von Dorothea Rust, Ivo & Friends (Ivo Shishkov, Birgit und Bernard Rummel) musizieren melancholisch-fröhlich  und erfreuten nicht nur die beiden jüngsten Besucher zwischen zwei und drei Jahren.

Die Glocken von Weinheim

Fulminante Einweihung der Klangskulptur III
Es war einer dieser ungewöhnlichen Augenblicke, in denen wirklich alles zusammenpasst. Die Bläserserenade und die Einweihung der Klangskulptur III auf dem Alten Friedhof in Weinheim wird den rund 80 Zuhörern und Zuschauern sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Getragen von Bürgerstiftung Weinheim, Kunstförderverein Weinheim, Hans-Freudenberg-Schule Weinheim, der Freudenberg Stiftung und der Musikschule Badische Bergstraße war bei allen Beteiligten die Vorfreude genauso groß wie die Ungewissheit, was sie erwarten würde. Der „Zen-Weg“ von Dorothee Rust führte zur Spielstätte unter der sieben Meter langen und zweieinhalb Meter breiten Klangskulptur III von Horst Busse. Gemeinsam mit Schülern und Lehrern der Hans-Freudenberg-Schule hatte Horst Busse das Werk gestaltet. Zu Beginn hatte das junge Querflötenquartett der Musikschule Badische Bergstraße Premiere.
Mit einem Querflötenduo ging es auch weiter. Zahlenmäßig das größte war das gemischte Bläserensemble unter der Leitung von Martina Heimes.
Dann  griff Thorsten Gellings, Schlagzeuglehrer an der Musikschule Badische Bergstraße, in das Geschehen ein. Die musikalische Geburtsstunde der Klangskulptur III ist ein Furioso, oder ein Furiosissimo? Bei der letzten Improvisation an der Klangskulptur gesellten sich Schlag 18 Uhr die Glocken der Peterskirche dazu, von Gellings grandios in seine Menage an Klängen einbezogen. Begeisterung und großer Applaus!

Für neue Durchblicke gesorgt

Viele Freiwillige halfen am Alten Friedhof.Bereits zum dritten Mal hatte die Bürgerstiftung Weinheim für den jährlichen Freiwilligentag der Metropolregion zum Mitmachen aufgerufen.


Oktober

Die Gedanken sind frei

Albert Ludwig Grimm in der Volkshochschule
„Guten Abend und herzlich willkommen, Herr Hofrat!“ begrüßte Dr. Knapp Albert Ludwig Grimm im gut besetzten Saal der Volkshochschule.
Bürgerstiftung, Volkshochschule und Musikschule hatten in der Reihe „Redivivi“ den ehemaligen Oberbürgermeister, Landtagsabgeordneten, Schulleiter und Schriftsteller zu einem Gespräch eingeladen und er war der Einladung gerne gefolgt.
„Redivivi“, Wiedererstandene, lädt Persönlichkeiten aus der nicht immer guten alten Zeit ein. Die Rolle von Albert Ludwig Grimm nimmt Dr. Alexander Boguslawski wahr. Dr. Adalbert Knapp interviewt seinen aus Baden angereisten erinnerungsfreudigen Gast.

Eingestimmt in den Abend hatten Dr. Torsten Fetzner und Jürgen Osuchowski an Gitarren und vocal mit einem Lied der Zeit „Es wohnt ein Pfalzgraf an dem Rhein“, das Albert Ludwig Grimm zur Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ seinerzeit beigesteuert hat.
Im Gespräch entfaltete sich das Leben dieses in vielerlei Hinsicht erfolgreichen und Respekt heischenden Mannes.

Viel-F-Alter – Vielfalt im Alter leben

Kultursensible Altenpflege in Weinheim


In Deutschland hat knapp jede vierte Person einen Migrationshintergrund. Mittelfristig wird sich der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund weiter erhöhen.
Deshalb haben sich der Pflegestützpunkt Weinheim und die Altenpflegeschule der Helen-Keller-Schule (HKS) zusammen getan, um die kulturelle und sprachliche Vielfalt der Auszubildenden in der Abteilung Altenpflege pflegebedürftigen Menschen mit Migrationshintergrund für Beratungs- und Gesprächsangebote zur Verfügung zu stellen. Die Leiterin der Altenpflegeschule an der HKS, Annette Mütze-Bopp  und ihre Kollegin Karin Wolber stellten dieses wichtige, von der Bürgerstiftung unterstützte Vorhaben beim Weinheimer Demenztag im Oktober vor. Sie wollen es ganz genau wissen? Die Präsentation der beiden Lehrkräfte finden Sie hier.

 

Regionalforum Bürgerstiftungen Süd


Auf Einladung der Stiftung Aktive Bürgerschaft kommen jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst bei den Regionalforen der Bürgerstiftungen Gremienmitglieder, Ehren- und Hauptamtliche aus Bürgerstiftungen zusammen, um über relevante Fragen ihrer Stiftungsarbeit zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Anregungen für ihr Engagement mit nach Hause zu nehmen.. Die Bürgerstiftung Weinheim war in Schwäbisch Hall durch  ihren Ersten Vorsitzenden   Dr. Adalbert Knapp und durch Stellvertreter Jürgen Osuchowski vertreten. Vor allem der Austausch der insgesamt 58 Teilnehmer an dem Forum hat neue Impulse gegeben.


November

Volkstrauertag

Die Stadt Weinheim, der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und die Bürgerstiftung Weinheim legten am Volkstrauertag einen Kranz am Gräberfeld für Zwangsarbeiter im Hauptfriedhof nieder. Dieses Gräberfeld am äußersten Ende des Friedhofs birgt die sterblichen Überreste von 13 Menschen, die als Zwangsarbeiter in Weinheim gelebt haben und hier gestorben sind.


Dezember

„Musik verbindet“

Ein Dienstag Mitte Dezember. In der Eingangshalle der Hans-Freudenberg-Schule, direkt vor der Aula, stehen Jugendliche und Lehrer mit Instrumenten und Mikros. Sie machen Musik und sorgen damit für beschwingte Stimmung bei den Schülerinnen und Schülern, die gerade Pause haben. Auch einen Stand mit Kaffee, Punsch und selbst gebackenem Kuchen gibt es – Weihnachtsstimmung pur.
Unterstützt von zwei Lehrern musizieren acht Jugendliche am Piano, am Bass, an der Cajon, auf der Trompete und singen solistisch und im Ensemble.

Die Gruppe von Jugendlichen gehört zum Projekt „Musik verbindet“, das im Februar 2018 begonnen hatte und von der Bürgerstiftung Weinheim und der Freudenberg Stiftung unterstützt wird. Uwe Clemens gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass auch junge Menschen mit Migrationshintergrund mitmachen werden und den Mut haben, die Musik ihrer Heimat vorzustellen. Getreu dem Motto „Musik verbindet“.

SAFE

Sichere Ausbildung für Eltern“

Bereits zum dritten Mal fand bei der AWO Rhein-Neckar e.V. ein SAFE®-Elternkurs statt, der werdende Eltern in der Zeit der Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Lebensjahres der Kinder begleitete. Die Bürgerstiftung ist dankbar, dass sie bei diesem Projekt zusammen mit der Freudenbergstiftung, dem Landesprogramm „STÄRKE“ und der Heidehof Stiftung dazu beitragen konnte, die Teilnahmegebühren im Rahmen zu halten. Ausschnitte aus dem Bericht der Projektleiterin, Dipl.-Sozialpädagogin Tatjana Schäfer.
Die geschlechtsspezifischen Gruppenarbeiten nahmen – insbesondere für die Männer – eine wichtige Rolle ein.

 

Fünf Jahre Veggie-Team Weinheim

Was für eine Feier! Über 100 Besucher füllten am Sonntag, 2. Dezember den großen Kinosaal im Modernen Theater, erlebten zuerst Live-Musik mit Jochen Pöhlert, Gitarre, und Luisa Bökenfeld, Gesang und Keyboard, beide von der Musikschule Badische Bergstraße. Danach erklärte Kabarettist Dr. Markus Weber geistreich und humorvoll die Feinheiten kurpfälzischer Ess- und Sprachkultur – und dass es weder erstrebenswert noch gesund sei, „wonn des Schnitzel bei jedem Essen iwwer de Tellerrond naushängt.“
Der Gründer des Veggie-Teams, Wolfgang A. Zotz, gibt nach über fünf Jahren die Team-Leitung an Sabine Müllner weiter. Die 33-jährige Agrarwissenschaftlerin, aktiv im Tierschutz, wird als „Erste unter Gleichen“ mit der Weinheimer Veggie-Gruppe eintreten für pflanzliche Ernährung und weniger Fleischkonsum.

Weihnachtsbaumaktion „Ein großes Kompliment“

Neunte Weihnachtsbaumaktion der Bürgerstiftung

„Wieder einmal war die Spendenbreitschaft überwältigend. Ein besonders großes Kompliment an die Weinheimer Bürgerschaft!“ So war das Resumee der Koordinatorin Margarete Ruoff zur neunten Weihnachtsbaumaktion der Bürgerstiftung Weinheim. Diesmal waren es 241 Päckchen und wiederwurden alle Wünsche von den Bäumen gepflückt und liebevoll verpackt. Etwas Besonderes war diesmal, dass ein Teil der Einnahmen aus dem Adventscafé des Privatgymnasiums Weinheim für nicht  abgegebene Geschenke zur Verfügung stand.
Die Bürgerstiftung dankt den Spenderinnen und Spendern im Namen aller beschenkten Kinder von ganzem Herzen. Dank der optimalen Zusammenarbeit mit Caritas, Diakonie und dem Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren unter der Koordination von Beate Schneider konnte wieder einmal nur Weihnachtsstimmung im Helferteam aufkommen.


Statistik und Finanzen 2018

Entwicklung des Kapitals und der Einnahmen 2005 bis 2018

Entwicklung des Stiftungskapitals 2005 bis 2018

Entwicklung der Einnahmen 2005 bis 2018

Zeitstiftungen 2008 bis 2018

Erstmals stellen  wir auch grafisch die Entwicklung des ehrenamtlichen Teils von bürgerschaftlichem Engagement in der Bürgerstiftung Weinheim dar. Eine bemerkenswert-erfreuliche Statistik! Meine Sie nicht auch?

Projekte: Entwicklung der Ausgaben und Struktur 2005 bis 2018

Entwicklung 2005 bis 2018

Von 2005 bis 2018 insgesamt 190 Projekte, auch nicht schlecht …

Ausgaben für Projekte 2005 bis 2018

Die unterschiedlichen  Beträge in den einzelnen Jahren haben auch damit zu tun, dass Gelder für zugesagte Projekte erst im Folgejahr abgerufen wurden.

Finanzielle Aufwendungen für alle Projekte nach Themen

 

Die Gewichtung  der einzelnen Föderbereiche ist das Ergebnis einerseits bewussten Stiftungshandelns, aber auch der  Antragsstruktur und somit der Bedürfnisse.

Anzahl eigene und geförderte Projekte

Das Verhältnis der eigenen zu den geförderten Projekte entspricht dem Durchschnitt der Bürgerstiftungen in Deutschland

 Finanzieller Aufwand eigene und geförderet Projekte

Finanzieller Aufwand für eigene Projekte nach Themen

 Die Themenstruktur der eigenen Projekte unterscheidet sich nicht signifikant von der aller Projekte


So helfen Sie uns

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Herausgeberin:

Bürgerstiftung Weinheim

Vorstandsvorsitzender: Dr. Adalbert Knapp
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Jürgen Osuchowski
Geschäftsstelle:
Hauptstraße 128
69469 Weinheim

Kontakt: info@buergerstiftung-weinheim.de.

Anerkennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe am 17. November 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

Redaktion: Alexander Boguslawski und Adalbert Knapp

Texte: Hans-Joachim Gelberg, Alexander Boguslawski, Ellen Förster, Friedrich-Realschule, Roland Kern,  Hans-Jörg Klump, Adalbert Knapp, Miriam Lemdjadi, Sabine Nick,  Annette Mütze-Bopp, Jürgen Osuchowski, Anette Roland, Tatjana Schäfer, Felicitas Vajna, Wolfgang Zotz
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
AWO, Michael Endriß, Hans-Freudenberg-Schule, Ellen Forster, Sven Holland, Roland Kern, Adalbert Knapp, Norbert Kramer, Bernhard Kück, Nordstadtfreunde, Jürgen Osuchowski, Anette Roland, Gernot Ruoff, Felicitas Vajna, Wolfgang Zotz
Mitarbeit: Ulrich Becker, Peter Scheiber und Claudia Werner

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