STIFTERPOST EXTRA / Das Jahr 2019


Liebe Leserin, lieber Leser,

Osuchowski Editorial

unsere Bürgerstiftung Weinheim ist im Wandel. Nach zehn Jahren im Vorstand der Bürgerstiftung, acht davon als Vorstandsvorsitzender, geht mit dem Weggang von Dr. Adalbert Knapp eine Ära zu Ende. Die Bürgerstiftung sagt Danke für dieses große ehrenamtliche Engagement! Wenn Sie die Stifterpost Extra Ausgaben des hier vorliegenden Jahresrückblicks 2019 und der Vorjahre durchschauen, werden Sie erkennen, wie vielfältig und umfangreich die Förderungen und Projekte waren, die wir als Team unter Leitung von Dr. Knapp auf den Weg gebracht und durchgeführt haben. Dr. Adalbert Knapp widmet sich nun mit großer Energie nun seiner neuen Aufgabe als Systemischer Coach. Für den Start in die neue Aufgabe wünschen wir viel Erfolg!
Und die Bürgerstiftung Weinheim? Wir haben uns neu aufgestellt auf der bewährten Basis eines guten Teams. Der Stiftungsrat hat Frau Gudrun Aisenbrey neu in den Vorstand gewählt. Der Vorstand hat sie als stellvertretende Vorstandsvorsitzende und mich als Vorstandsvorsitzender ernannt. Die Zusammensetzung des Stiftungsrats bleibt unverändert.
Wir werden sehen, wie viele Projekte wir im Zeichen der Coronakrise dieses Jahr umsetzen können. Die Bürgerstiftung Weinheim ist eingestiegen als Co-Partner bei der Volksbankaktion „Prävention an Weinheimer Schulen“, die Theatertage an Weinheimer Grundschulen sind trotz widriger Umstände gut gelaufen, 50 Erzieherinnen, Erzieher, Altenpfleger und angehende Erzieherinnen der Helen-Keller-Schule erhalten derzeit musikalische Fortbildungen, das Singfest steht vor der Tür, der Rolf-Engelbrecht-Preis und natürlich ein buntes Programm am 11. Juli 2020 auf dem Alten Friedhof mit der offiziellen Verabschiedung von Dr. Knapp sind in der Planung …..

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen der Stifterpost Extra!

Herzlich Ihr

Unterschrift Osuchowski

Jürgen Osuchowski
 

 

Mit freundlicher Unterstützung von

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Das Gedicht

Ausgewählt und kommentiert von Hans-Joachim Gelberg

Und wenig Wissen, aber der Freude viel
   ist Sterblichen gegeben,

Warum, o schöne Sonne, genügst du mir,
   du Blüte meiner Blüten! Am Maitag nicht?
     Was weiß ich höheres denn?

O daß ich lieber wäre, wie Kinder sind!
   Daß ich, wie Nachtigallen, ein sorglos Lied
     von meiner Wonne sänge!

Friedrich Hölderlin


gelberghansjoachim 160Hölderlin - ein Klang ohnegleichen.
Sein Leben erfüllte sich im Poetischen.
Er wurde im März 1770 in Lauffen am Neckar geboren und starb im Juni 1843 in Tübingen.
Zuletzt zwölf Jahre in einem Turm, der heute verehrungsvoll Hölderlinturm heißt. Dort dichtete er weiter unter dem Namen Scardanelli.
Zur "Hälfte des Lebens", einem der schönsten seiner Gedichte schreibt Ernst Jandl umfassend: "Zu leben, am Leben sein, darüber ließe sich nur jubeln, empfänden wir Menschen uns nicht zu jeder Zeit als Sterbliche, unser Leben als begrenzt." Wie wahr!



 


Januar

 

Neunte Weihnachtsbaumaktion

„Wieder einmal war die Spendenbereitschaft überwältigend. Ein besonders großes Kompliment an die Weinheimer Bürgerschaft!“ So war das Resümee der Koordinatorin Margarete Ruoff zur Weihnachtsbaumaktion 2018 der Bürgerstiftung Weinheim. Auch diesmal waren alle Wünsche von den Bäumen gepflückt und 241 Päckchen liebevoll verpackt. Etwas Besonderes war heuer, dass ein Teil der Einnahmen aus dem Adventscafé des Privatgymnasiums Weinheim für nicht abgegebene Geschenke zur Verfügung stand.
Die Bürgerstiftung dankt den Spenderinnen und Spendern im Namen aller beschenkten Kinder von ganzem Herzen. Dank der optimalen Zusammenarbeit mit Caritas, Diakonie und dem Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren unter der Koordination von Beate Schneider konnte wieder einmal nur Weihnachtsstimmung im Helferteam aufkommen.


Wie alles begann
Vortrag zur Geschichte der europäischen Vereinigung

von Dr. Adalbert Knapp im Rahmen der von der Bürgerstiftung Weinheim unterstützen Initiative „Doch Europa“ am 24. Januar in der Volkshochschule.

 


Februar

Alles, was das Herz begehrt
Sechste Theatertage für Grundschulen

Haben Sie schon einmal in einem Verwandlungsladen eingekauft? Oder sich gedacht, was wäre, in einem ganz anderen Körper rumzulaufen? Oder überlegt, was wäre, wenn der Mond Ihre Heimat wäre oder Ihr Kopf, zum Beispiel, ein Theater? Es war wieder einmal eine mitreißendes Theaterfest zum Abschluss der Grundschultheatertage. Die Schülerinnen und Schüler aus fünf Klassen aus vier Grundschulen hatten sich mit Schauspielerinnen und Schauspielern, mit männlichen und weiblichen Theaterpädagogen*innen überlegt, was mit ihnen geschieht, wenn sich bei ihnen der Begriff „Verwandlungen“ einstellt.Theater ZweiFüsse

Ein besonders herzlicher Dank gilt den Sponsoren: Ingrid Noll, der Volksbank Weinheim Stiftung, den „Freunden und Förderern der Kultur in Weinheim“, allen Künstlerinnen und Künstlern, den Lehrkräften, der gastgebenden Dietrich-Bonhoeffer-Schule, der Technik, den Schulsanitätern und den Hausmeistern als gute Geister im Hintergrund. Zuerst und zuletzt der Erfinderin und Intendantin der Theatertage, Monika Endriß.

 

 


Das „Europa der Regionen“ - Entwicklungsunterschiede – Potentiale – Perspektiven

Vortrag von Dr. Thomas Ott im Rahmen der von der Bürgerstiftung Weinheim unterstützten Initiative „Doch Europa!“ am 19. Februar 2019

 

 

Basar im Rolf-Engelbrecht-Haus am 23. Februar 2019

Trotz des Umbaus hat der 13. Basar der Bürgerstiftung Weinheim die Türen des Rolf-Engelbrecht-Hauses geöffnet. Wie immer in den vergangenen Jahren gab es attraktive Angebote „vom Kochtopf bis zum Ausgehrock” – zu kleinsten Preisen und in bester Qualität. Angebot und Kauflaune der zahlreichen Besucherinnen und Besucher sorgten für ein sehr gutes Ergebnis. Durch den Ertrag der bisherigen Basare konnten über 28.000 Euro zur Finanzierung wichtiger gemeinnütziger Projekte in Weinheim zur Verfügung gestellt werden. Das Basarteam unter der Leitung von Marga Ruoff mit Vorstand, Stiftungsrat sowie vielen Helferinnen und Helfern freut sich auf einen zahlreichen Besuch. Wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal wieder eine reichlich bestückte Kaffee- und Kuchentheke.

 


März

Neuntes Seminar zu Erziehungsfragen
Meilensteine der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren


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Zum neunten Mal führt die Bürgerstiftung unter Federführung von Stiftungsrat Dr. Peter Schuster ein fünfteiliges Elternseminar in Zusammenarbeit mit der gynäkologischen Abteilung der GRN-Klinik und dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg durch. Das Seminar wendet sich an junge Familien, ihre Helferinnen und Helfer und alle Interessierten, die sich zahlreich einfanden. Es befasst sich mit der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren, die einzelnen Vorträge greifen verschiedene Unterthemen auf. Referentin ist die Psychologin Sabine Grätz.

 

Lernen mit Spaß

Es ist zwei Jahre her, dass sich Monika und Michael Endriß mit geflüchteten Jugendlichen unter dem Motto „Lernen mit Spaß“ auf den Weg gemacht haben. Seitdem finden regelmäßig zweimal im Monat, meistens am Wochenende, Treffen zu einem bestimmten Thema statt. In dieser Zeit darf nur Deutsch gesprochen werden, die Handys sind ausgeschaltet, alle müssen sich daran beteiligen und nach den Treffen einen kleinen Bericht schreiben.


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Ziel dieses Projektes ist es, den Jugendlichen Integration zu ermöglichen und neben dem Spracherwerb spielerisch und mit unterschiedlichen Methoden auch Einblick in verschiedene Bereiche von Kultur und Geschichte zu geben. Ja, und ganz von selbst wird daraus ein Beleg dafür, dass der Satz „Wir schaffen das“ seine Richtigkeit hat und Wille und Verantwortung und Motivation von Menschen einen gemeinsamen Weg gehen.

 

 

 

 

Projekt „Hundefreunde“ startet


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Immer mehr ältere Menschen leben allein, ohne Ansprache. Die für eine gedeihliche Bewältigung des Alltags notwendige Strukturierung des Tagesablaufs gelingt nur begrenzt, Kommunikation mit der Außenwelt verringert sich, es gibt keine Aufgabe bzw. Beziehung, die unterstützend wirken kann.
Auf der anderen Seite gibt es junge Familien mit Kindern, zu denen auch ein Haustier gehört, bzw. einzelne Menschen, die ihren Hund zeitweise in Betreuung geben oder Urlaub vom Hund haben möchten: Es entsteht der Bedarf, eine verlässliche Hüterin oder einen Hüter dieses Tieres zu finden.
Mehr dazu erfahren Sie hier.
Hier kommen Sie zu den Fragebögen für Betreuer und hier zu denen für Hundebesitzer.
Bitte senden Sie den jeweiligen ausgefüllten Fragebogen an info(at)buergerstiftung-weinheim.de oder karin.graf.weinheim(at)t-online.de.

 


 

Ungarn 2019 - Land im Übergang

Vortrag von Dr. Peter Fábri
Im Rahmen der von der Bürgerstiftung Weinheim unterstützen Initiative
„Doch Europa“ am 14. März in der Volkshochschule

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Dr. Péter Fábri, Jahrgang 1953, ist ein ungarischer Schriftsteller und Songwriter. Seine literarische Karriere begann in den 1970er Jahren mit der Veröffentlichung von Gedichtbänden. Später erschienen Romane, Erzählungen und Märchen. Seit 1981 arbeitet er für das Theater. Seine Theaterstücke, Workshops, Musicals und Theaterstücke für Kinder werden in ganz Ungarn aufgeführt. Er schreibt Liedtexte für seine Frau Kriszta Kováts und für weitere ungarische Schauspieler und Sänger, die mit großem Erfolg interpretiert werden.

 

 


April

Viel-F-Alter – Vielfalt im Alter leben

Kultursensible Altenpflege in Weinheim
Ein von der Bürgerstiftung Weinheim gefördertes Projekt der Helen-Keller-Schule
Wir müssen davon auszugehen, dass Immer mehr Menschen, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind, werden pflegebedürftig. Angesichts ihres besonderen kulturellen Hintergrunds bedürfen sie einer besonderen Begleitung und Betreuung im Alter. Zur „Kultursensiblen Altenpflege“ ist inzwischen ein Informationsblatt erschienen.

 

April/Mai/Juni - Kindertheater mal drei

Ein gemeinsames Projekt der „Freunde und Förderer der Kultur in Weinheim e.V.“ und der Bürgerstiftung Weinheim

Kuhwaid Bild

Oh! Wo? Na da!
Die Jury der Kaleidoskop-Theatertage in Hessen urteilte über das Stück: „Ja, das ist ein Theater für die Allerkleinsten, wie man es sich wünscht. Der erste Schritt ins Theater wird geebnet und die Erinnerung an dieses erste Theatererlebnis wird so zu einer guten und bleibenden Erinnerung.“ Worum es geht?

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„Wenn Kängurus fliegen könnten – If kangaroos could fly“

Am 2. Mai gastierte das Theater PassParTu für die zweiten Klassen in der
Albert-Schweitzer-Schule mit diesem zweisprachigen Stück.
Daniela Freudensprung, Lehrerin an der Schule, schreibt uns dazu in Vertretung der Lehrkräfte: „Für uns als Team der Schule ist es ein ganz besonderes Erlebnis zu sehen, wie sich die Schule verwandeln kann und was hier alles möglich ist. Wir möchten uns hiermit herzlich bei Ihnen, Frau Hüchting, sowie der Bürgerstiftung für die großzügige Unterstützung bedanken!“.

Einen Monat später erlebten 270 Kinder in der Albert-Schweitzer-Schule Tierisches mit der
„9. Sinfonie der Tiere“

Tieresinfonie Mit unglaublicher Vielseitigkeit stellte Corinna Jakobeit die verschiedenen Charaktere im schnell wechselnden Rollenspiel dar. Kein Problem hatten die Kinder dabei, das Geschehen zu verfolgen, denn die junge Schauspielerin beherrschte nicht nur diverse Dialekte und Stimmlagen, sie stellte die unterschiedlichen Charaktere auch durch ihre Körpersprache unverwechselbar dar.
Dass die Kinder nach einem donnernden Applaus in der unteren Turnhalle auch noch die einzelnen Instrumente ausprobieren konnten, setzte dem tierischen Vergnügen die Krone auf.

 


Mai

 

Weinheim singt und leuchtet für Europa

Einen Bericht über das große Chorfestival „Stimmen für Europa“ mit musikalischen Einlagen am 12. Mai finden Sie hier und die leuchtende Windeck am 25. Mai hier.
Der beigefügte Artikel in der Weinheimer Woche gibt ein Resümee der Kampagne.

Daniel Sieler

 


Juni

 

Verleihung des Deutschen Stiftungspreises an Bürgerstiftungen am 07. Juni 2019 beim Deutschen Stiftungstag in Mannheim

Der deutsche Stifterpreis gilt als höchste Auszeichnung im Stifterwesen und wird seit 1994 verliehen. Bislang ging der Preis ausschließlich an Einzelpersonen – darunter z.B. an die SAP-Mitgründer Stiftungstag Bild

Kaus Tschira und Dietmar Hopp. In diesem Jahr hat der Bundesverband Deutscher Stiftungen die Auszeichnung erstmals an eine Gemeinschaft vergeben, nämlich die Deutschen Bürgerstiftungen.

Ca. 30.000 Bürgerstifterinnen und Bürgerstifter engagieren in den 307 Bürgerstiftungen in Deutschland.
In seiner Laudatio bescheinigte Winfried Kretschmann den Bürgerstiftungen, dass sie die Demokratie im Land stärker machten, sie ein Rückgrat der Zivilgesellschaft seien und Zuversicht stifteten, die großen Probleme bewältigt zu können.

 

 

Nordstadtsingen mit Dr. Torsten Fetzner am 13. Juni 2019

AF Nordstadtsingers

„Der schönste Platz an unserm Ort/ist natürlich Weinheim Nord“ Damit schließt, wie es sich gehört, die regelmäßige Sangesrunde der Nordstadtsingers, die sich an einem sonnigen Juniabend auf dem Alten Friedhof versammelt hatte.
Seit 2016 gibt es die Nordstadtsingers und das „Nordstadtliederbuch“, aus den 50 darin aufgezeichneten Liedern erklingt das eine oder das andere, je nach Zuruf und je nach Genre vom singenden Bürgermeister Dr. Fetzner auf der Ziehharmonika oder der Gitarre begleite. Hans-Jörg Klump, Chef der „Weinheimer Nordstadtfreunde 2014“ meinte, es sei hohe Zeit, dem Nordstadtlied eine Strophe über den Alten Friedhof hinzuzufügen. Recht hat er!

 

 

 

Bürgerstiftung unterstützt Nordstadtfest am 29. Juni 2019

Jubel, Trubel, OB Manuel Just als Gast, Torsten Fetzner als singender BürgermeisterNordstadtfest

mit den Nordstadtsingers, erstmals sind die Nordstadtkirchen dabei, strahlender Sonnenschein, für manchen etwas viel, die Stimmung trotzdem bestens. Die Nordstadtfreunde resümieren kurz und gut: „Lob von allen Seiten für unser Nordstadtfest. Es war sehr anstrengend für unsere Helfer. Es hat sich aber gelohnt.“

 

 

 


Juli

 

Theaterprojekt an der Pestalozzi-Schule am 11. Juli

Große Resonanz gibt es in jedem Jahr auf die „Weinheimer Theatertage für Grundschulen“. Nun startete in der Pestalozzi-Schule nach diesem Konzept ein weiteres Theaterprojekt, bei dem gleich eine ganze Klassenstufe beteiligt ist.

So standen tatsächlich am 11. Juli 2019 alle 78 Zweitklässlerinnen und Zweitklässler auf der Bühne der Pestalozzi-Grundschule und präsentierten in einer ersten Vorstellung ihren Familien das selbst erdachte Stück. Pestal 2jpg

Alle drei Klassen denken sich Geschichten rund um den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aus. Die Aufregung und die Erwartungen vor und an das Neue wird fantasievoll auf die Bühne gebracht.
Manch eine/einer fragt sich, was so besonders daran sei.
Theater ist die ständige Reflexion mit sich selbst (Novalis) – wie wunderbar, dass die Kinder all dies auf spielerische Weise erfahren duften. Kinder, die im Unterricht ihre Energie selten unter Kontrolle haben, können diese gebündelt und im richtigen Moment „rauslassen“.
Ein Kind, das grundsätzlich nicht spricht, sagt mit Mikrofon seinen eingeübten Satz fehlerfrei vor über 200 Leuten.
Viele schüchterne Kinder haben sich ihren Ängsten gestellt und diese überwunden. Selbst wenn einige von ihnen der deutschen Sprache noch nicht mächtig waren.

 

Szenen einer Revolution am 14. Juli 2019

ließen die Zuschauer den Vormärz des Jahres 1848, die Situation von Handwerkern, Bauern und Taglöhner in diesen Tagen eindrucksvoll erleben.1848 Cover Bild

20 Schauspielerinnen und Schauspieler der Holzwurmtruppe übernehmen die Rollen von Bäuerinnen, Gerbern und Lehrern, Pfarrern, Juristen und Künstlern, die Pressefreiheit und mehr Beteiligung an der Lenkung ihre Geschicke fordern. Neben den Schauspielerinnen und Schauspielern spielt ein Bläserensemble der Musikschule unter der Leitung von Martina Heimes auf und Erster Bürgermeister Dr. Fetzner tritt in der Rolle des Barden in Erscheinung, der vom Traum der deutschen Republik singt.
Bläserensemble, der Chronist, der Barde mit seinem Kompagnon und dem Traum der Republik, die Sängerinnen und Sänger, rüstig und geschäftig, taten alles dazu, im Hintergrund die schreibenden und organisierenden Hände: Ihnen allen sei sehr herzlich dafür gedankt, dass sie dieses höchst zeitgemäße und geschichtsfreudige Fest möglichGedanken sind frei

gemacht haben und so die Adalbert Knapp fasste seine Eindrücke so zusammen: „Eine tolle Schauspieltruppe, ein ebensolches Weinheimer BürgerInnenschaft am Schluss begeistert zustimmen konnte „Die Gedanken sind frei!“ und die Aufführungen mit rauschendem Applaus belohnte.
PS.: Das haben wir auch wieder gelernt, dass freie Gedanken das eine und die Kartoffeln das andere sind: Das Publikum hat 872, 29 € gespendet. Bravissimo!“

 

 

 

Alter Friedhof
Pflege, Verschönerungen, Führungen

Bänke

Die Lern-Praxis-Werkstatt hat mithilfe einer privaten Spende der Familie Dr. Gottfried Stöhrer einige Bänke professionell wieder instand gesetzt.
Im laufenden Jahr kamen die restlichen fünf Bänke dran. Dies war durch die Spende von Manuela und Dr. Heinrich Hornef möglich. Vielen Dank den Spendern!

 

 


vorher nachher 2

Außerdem schreitet die Sanierung der Grabdenkmäler voran.Im Juli beginnt die Firma „Restaurierung Legner - Stein – Keramik – Glas“ aus Bad Mergentheim im Auftrag der Stadt Weinheim mit der professionellen Restaurierung. Für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gibt es eine Einweisung in einfache Reinigungsarbeiten.

 

 

Führungen am 11. Juli und 17. Oktober
In Abstimmung mit dem Weinheimer Tourismus-Marketing lud Dr. Alexander Boguslawski zu Führungen ein.

 

 


August

05. bis 23. August 2019 „Der Beat des Planeten“

Sommer(ferien)theaterprojekt für Jugendliche – ein Rap-, Musik- Zirkus- und Theaterprojekt
Schon zum vierten Mal findet das erfolgreiche Sommerprojekt statt, welches den Teilnehmenden ein kreatives und außergewöhnliches Ferienprogramm bietet.


Planet 2

Drei Wochen lang erfanden die Jugendlichen Rap-Songs, trainierten Zirkustricks, erlernten einen Bollywood Tanz und entwickelten Theaterszenen. Mit Blick auf die Erzählung „Der kleine Prinz“ schlüpften sie selbst in die Rolle kleiner Prinzessinnen und Prinzen. Zum Abschluss gab es Altes Foto eine spannende Zirkus-Rap-Theater-Show.Beat des PLaneten2

Die Theaterpädagogin Miriam Lemdjadi, die tunesische Regisseurin und Theaterautorin Meriam Bousselmi, die Zirkus-und Theaterpädagogin Julia Bulmer, der Logopäde und Rapagoge Simeon Klein und die Bollywood-Tänzerin und Theaterpädagogin Lamira Faro leiteten das Projekt.
Veranstalter war die Bürgerstiftung Weinheim in Kooperation mit dem Stadtjugendring e.V., dem Holzwurm Film und Theater e.V. und dem Bildungsbüro unter Förderung von KULTUR MACHT STARK beim Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 


September

 

Tag des offenen Denkmals auf dem Alten Friedhof am 08. September 2019


Denkmaltag klang Föllmer

Neben den beiden Führungen mit Dr. Alexander Boguslawski über den Alten Friedhof gab es diesmal gemäß dem Motto des Tages „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ auch eine Einführung in die Klangskulptur III von Horst Busse durch die Kunsthistorikerin Aloisia Föllmer.

 

 

 

Freiwilligentag auf dem Alten Friedhof am 14. September 2019Freiwilligentag 1jpg

Es war der fünfte Pflegetag des Alten Friedhofes durch die Bürgerstiftung Weinheim.
Wieder kamen während der deutschen Ehrenamtswoche sieben Weinheimer Mitbürger, um unser Kleinod zu pflegen. Dieses Jahr wurden die Grabsteine mit Wasser, Bürsten und Schwämmen gereinigt. Herr Keil vom Grünflächenamt hatte ausreichend Wasser antransportiert und stand mit Rat und Tat zur Verfügung.

 

 

 

Bürgerstiftung unterstützt die Schulbücherei an der Maria-Montessori-Schule

MMS Bücherei

Im vergangenen Jahr hat eine Schülergruppe mit ihren Lehrkräften begonnen, eine Schülerbücherei an ihrer Schule einzurichten. Die Maria-Montessori-Schule ist eine Schule für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung.
Mit der Spende an den Förderverein der Schule von 700 € der Bürgerstiftung konnte nun die Bücherei gut ausgebaut und bestückt werden. So haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, sich die Welt der Bilder, Geschichten, Gedichte und Bücher auf vielfältige Art zu erschließen.

 

 


Oktober


Wie alles begann
Was Europa verbindet: Eine Reise durch europäische Musik und Literatur

getragen von der Stadtbibliothek, der Buchhandlung Schäffner und der Bürgerstiftung

Am 23. Oktober 2019 lud die Initiative „Doch Europa!“ zur literarisch-musikalischen Revue in die Stadtbibliothek Weinheim ein. Alexander Boguslawski hieß die Gäste herzlich willkommen zu einer abendlichen Lesung von Ulrich Wellhöfer aus verschiedensten europäischen Literaturwerken, musikalisch begleitet durch Susanne Bohn am Akkordeon und Klavier.Was Europa verbindet

Der Franzose Frédéric Chopin war polnischer Herkunft und der Engländer Georg Friedrich Händel hatte deutsche Wurzeln - die gegenseitigen kulturellen Einflüsse machen Europas Zusammengehörigkeit aus. Wellhöfer zitierte aus Werken, Briefen und Schriftstücken bekannter Europäer. Zwei Beispiele sind Tucholsky, der bereits in seinem Gedicht „Europa“ vor einer Isolationspolitik warnte, und Miss Mortimer, die die Vorurteile gegenüber dem europäischen Nachbarn werden im „übellaunigen Reiseführer“ thematisiert.
Der russisch-jüdische Schriftsteller Iljia Ehrenburg weiß die Selbstironie als ein bewährtes Mittel gegen Vorurteile. Und Albert Schweitzer sah schon 1949, dass nicht nur Humor, sondern genauso Empathie für das europäische Zusammensein von Bedeutung sind. Und so warnte er vor einem Verlust der Empathie und einem Schwanken der Humanität und Kultur.
In Europa muss es um Internationalität, Diversität und Respekt gehen. Und entscheidend dafür sind wir Europäer selbst, denn wie schon der pazifistische Schriftsteller René Schickele 1926 wusste, „der Keim des Weltgeschehens liegt in der Menschenbrust“. In diesem Sinne wurde der Abend mit dem versöhnenden Lied „Göttingen“ der französischen Sängerin Barbara beendet, die damit 1964 einen wesentlichen Beitrag zur Völkerverständigung leistete.

 

Alter Friedhof

Lern-Praxis-Werkstatt streicht Geländer – Drei Zypressen von der Familie Fuchs gespendet

LPW AktionGeländer

Von einer Arbeitsgruppe der Lern-Praxis-Werkstatt wurde das Geländer am oberen Eingang zum Alten Friedhof frisch gestrichen und dadurch ansehnlich und haltbar gemacht. Außerdem hat das städtische Grünflächenamt die drei Zypressen, die vor einiger Zeit mutwillig zerstört wurden, durch neue junge Bäumchen ersetzt. Sie gehören zum Grab der Familie Fuchs und sind dort auch auf einem Grabstein erwähnt. Die drei Zypressen hat die Familie Fuchs gespendet. Bürgerstiftung und Stadtverwaltung freuen sich über diese erneuten Verschönerungen und wünschen sich weiterhin die Achtsamkeit der Parkbesucher für diesen schönen Ort an der Peterskirche.

 


November

Stifterforum 2019

Beim Stifterforum am 1. Oktober 2019 konnte Stiftungsratsvorsitzender Johannes Pförtner in der Hans-Joachim-Gelberg-Schule in Lützelsachsen eine große Zahl von Stiftern, Förderern, Kooperationspartnern und Projektbeteiligten begrüßen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Rückblick auf die Projekte des Jahres 2018 , die zusammenzufassen sind unter dem Motto „Für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt“.


Stifterforum Präs bearbeitet 1

Geprägt haben die Arbeit der Bürgerstiftung im Jahr 2018 wieder einige bereits seit Jahren erfolgreiche Projekte, es seien hier nur die Theatertage der Grundschulen, das Singfest der Kindergärten und die Aktivitäten rund um den Alten Friedhof genannt. Neu im Programm sozusagen waren ein sensationell besuchter Vortrag von Julian Nida-Rümelin zu einer „Ethik der Migration“ sowie die Auftaktveranstaltungen der Initiative „Doch Europa!“, die dann im Wahljahr 2019 ihre Abschlüsse und Höhepunkte hatte.
Mit Blick auf die Zukunft hat die Bürgerstiftung Ideen aufgegriffen, die sich mit der älter werdenden Gesellschaft beschäftigen sowie mit einer stärkeren Einbindung der Weinheimer Ortsteile in unsere Aktivitäten.

 

Rettet die Oper!

113 angehende Erzieherinnen und Erzieher und 2 Grundschulklassen erleben eine mitreißende Kinderoper der Tourneeoper Mannheim am 15. November 2019HKS Theater Bild

Die Tourneeoper hat es sich zum Ziel gesetzt, allen Menschen, insbesondere Kindern den Zugang zu klassischer Opernmusik zu ermöglichen. Dafür entwickelt die Leitung Tanja Hamleh mit ihrem Team kindgerecht aufgearbeitete Stücke.
Fünf Klassen der Erzieherausbildung erhielten dank großzügiger Unterstützung der Bürgerstiftung Weinheim und des Fördervereins der Helen-Keller-Schule die Möglichkeit, diese Aufführung der Kinderoper „Aida und der magische Zaubertrank“ mit zwei Klassen der Friedrich-Grundschule zu besuchen.
Nach der Aufführung wurde der Wunsch nach Wiederholung laut. Man hörte Äußerungen wie „Können wir sowas nicht jedes Jahr machen?“, aber auch „Wenn ich gewusst hätte, dass das so schön ist, wäre ich schon viel früher mal in eine Oper gegangen.“ Viele zeigten sich beeindruckt davon, dass die beiden Akteure es geschafft hatten, ganz ohne technische Verstärkung den ganzen Saal mit ihren Stimmen zu füllen. Somit wurde das Ziel der Organisatoren, nämlich allen Zugang zu klassischer Musik zu ermöglichen und die Zuschauer wenn möglich dafür zu begeistern, nachhaltig erreicht.

 


Dezember

Hüttenzauber

Der Weinheimer Weihnachtsmarkt kann beginnen. Die Holzhütten sind geschmückt und in feierliches Licht getaucht. So wie immer – und doch neu.
Denn die 26 Hütten sind neu hergerichtet, repariert und stabilisiert, so dass sie sauber und ordentlich aussehen und mindestens 20 weitere Jahre halten.Weihnachtshütten

Das Jahr über standen die Hütten in einer Industriehalle der Firma Naturin, wo seit über einem Jahr die Lern-Praxis-Werkstatt der Regionalen Jugendagentur Job Central eingerichtet ist.
Dort wurden die Hütten, die der Stadt gehören und überwiegend am Marktplatz genutzt werden, auf Vordermann gebracht. Da die Lern-Praxis-Werkstatt günstig, aber nicht kostenlos arbeiten kann und einiges an Material gebraucht wurde, waren Spenden erforderlich. Dafür konnten die Sparkasse Rhein Neckar Nord und die Bürgerstiftung Weinheim gewonnen werden; sie halfen der Stadt bei der Finanzierung der Reparatur und damit, das besondere Flair des Kulturgutes Weihnachtsmarkt zu bewahren., wie es Roland Kern vom Amt für Touristik, Öffentlichkeitsarbeit und Kultur betonte. Auch Carmen Hau und Gerald Haas von der IG Marktplatz bedankten sich bei den Spendern: Jürgen Osuchowski, der die Bürgerstiftung vertrat, sowie bei Frank Schüssler und Bernhard Leitz von der Sparkasse, aber auch bei Ante Rasic, dem Leiter der Lern-Praxis-Werkstatt, und bei zwei jungen Männern, die mit den Hütten saubere Arbeit ablieferten.

 

Ein herzliches Dankeschön

Zehnte Weihnachtsbaumaktion der Bürgerstiftung

Zum 10-jährigen Jubiläum war die Spendenbereitschaft wieder überwältigend.Geschenke

Ein herzliches Dankeschön an die Weinheimer Bürger und Bürgerinnen. Diesmal waren es 314 Wunschzettel, die sich in liebevoll verpackte Geschenke verwandelten. 73 mehr als im vergangenen Jahr! Für viele Spenderinnen und Spender ist es zur Gewohnheit geworden, einen oder auch mehrere Wünsche zu erfüllen. Oft sind auch noch zusätzliche Süßigkeiten oder sonst eine Kleinigkeit dabei. Häufig betonen Spender, dass sie sich besonders darüber freuen, dass sie etwas für Weinheimer Kinder tun können. Die Bürgerstiftung dankt den Spenderinnen und Spendern im Namen aller beschenkten Kinder und ihrer Familien von ganzem Herzen. Dank der gut eingespielten Zusammenarbeit mit Caritas, Diakonie und dem Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren und dem Jugendamt Rhein-Neckar-Kreis unter der Koordination von Beate Schneider konnte wieder einmal Weihnachtsstimmung im Helferteam aufkommen.

 


Finanzen und Statistisches

Die Übersicht über die Finanzsituation und Statistisches bringen wir in der nächsten Ausgabe der Stifterpost.

 


Impressum

Redaktion: Gudrun Aisenbrey
Texte: Hans-Joachim Gelberg, Jürgen Osuchowski, Redaktion
Bilder: Hans-Joachim Gelberg: Alexa Gelberg
Albert-Schweitzer-Schule, Bundesverband Deutscher Stiftungen, Michael Dorn, Michael Endriß, Dr. Péter Fábri, Helen-Keller-Schule, Roland Kern, Adalbert Knapp, Lern-Praxis-Werkstatt, Maria-Montessori-Schule, Nordstadtfreunde, Jürgen Osuchowski, Marco Schilling
Mitarbeit: Ulrich Becker, Adalbert Knapp und Claudia Werner
Layout und Webdesign: grafux | grafische dienstleistungen hans-jürgen fuchs
Web-Hosting & Programmierung: Shoplogistics GmbH Marcus Graf / b²-it-services GbR Ulrich Becker

Bürgerstiftung Weinheim
Stiftung des bürgerlichen Rechts
(seit 17. November 2005 rechtsfähig durch das Regierungspräsidium Karlsruhe)
Hauptstraße 128
69469 Weinheim

Vertreten durch:
Jürgen Osuchowski – Vorstandsvorsitzender
Gudrun Aisenbrey – Stellvertretende Vorstandsvorsitzende

Kontakt
Telefon: 0 62 01 - 389 202 5
E-Mail: info(at)buergerstiftung-weinheim.de –> Kontaktformular

Aufsichtsbehörde:
Regierungspräsidium Karlsruhe
Schlossplatz 1-3
76131 Karlsruhe

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Jürgen Osuchowski

 


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