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Freiwilligentag im Alten Friedhof: 40 Helfer von vier bis 89 Jahren

„So sauber war der Alte Friedhof seit den Zeiten der Gebrüder Noe nicht mehr“, meinte ein Kundiger, der vor bald zwanzig Jahren schon dabei war, als sich Ernst und Alfred Noe große Verdienste um den Park erworben haben. 40 Helferinnen und Helfer waren am Freiwilligentag der Metropolregion dem Ruf der Bürgerstiftung Weinheim gefolgt und hatten von 10 Uhr morgens bis zum frühen Nachmittag im Alten Friedhof an der Peterskirche gegärtnert und geputzt.
Eine Kindergruppe vom Mitmachzirkus beim Ebert-Parkhotel war ebenso vertreten und fleißig dabei wie Flüchtlinge aus Afrika und eine vierköpfige Familie aus Bosnien. Bis von Schwetzingen, Schriesheim und Wilhelmsfeld, Oberflockenbach, Hohensachsen und natürlich West- und Kernstadt waren helfende Hände herbeigekommen, sei es über die Zweiburgenhelden, vom Verein der Nordstadtfreunde oder „vom freien Markt“. Der jüngste war vier, der älteste Helfer 89 Jahre alt.
Professionelle Anleitung gab es durch Elisabeth Schmid, Leiterin der Abteilung Gärten und Grünpflege der Freudenberg Service KG und Thomas Keil vom Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Weinheim. Sie wurden unterstützt von den Gartenbauern Ralf Hemberger, Heinrich Pflästerer und Wolfram Weber. So dauerte es nicht lange, bis sich die Arbeitstrupps übers Gelände verteilten und zu werkeln begannen. Fast im Nu war die große Wiese gesäubert, Grab für Grab wurde gereinigt, die Wildlinge ausgeschnitten und die Grünschnitt- und Altholzberge wuchsen und wuchsen.

Vorher - Nachher


Ein gelungenes Joint Venture von Stadt Weinheim und Bürgerstiftung: Mitarbeiter des Grünflächenamtes werden die Berge in den nächsten Tagen abtransportieren. War es bei der letzten Aktion vor zwei Jahren noch eine Wagenladung, so wird es diesmal ein Vielfaches sein, das der Entsorgung harrt. Immerhin hatte sich die Zahl der helfenden Hände vervierfacht. Ein Dauerthema bei vielen Helfern waren die unzähligen übel riechenden Häufchen, die sie bei ihrer Arbeit vorfanden. Da wird wohl etwas geschehen müssen mit dem Gassigehen im Alten Friedhof, war der allgemeine Tenor.



Nachdem sich wenige Tage zuvor die Gärtnerei Pressler um das Karillongrab und einige weitere gekümmert hatte, waren am Ende des Großreinemachens alle 100 Grabstätten gesäubert. Mit Wasser und Wurzelbürste konnten die gut erhaltenen Grabsteine gesäubert werden. Eine nicht geringe Anzahl wird allerdings professionell restauriert werden müssen. Brotzeit ist die beste Zeit: Von Anfang an konnte die Helferschar durch Getränke den Durst und in der Pause mit Butterbrezen und Wurstbrötchen den Hunger stillen.



Wie es weiter gehen wird? Nach diesem überwältigenden Ergebnis des Freiwilligentages erwägt die Bürgerstiftung, schon im kommenden Jahr wieder zu einem Pflegetag für den Alten Friedhof zu rufen. Sie geht davon aus, dass sich weitere Patenschaften für die Gräberpflege zu den bisherigen gesellen (für ein Grab übernahm eine Helferin am Freiwilligentag die Patenschaft, zwei weiter sind avisiert). Auch ein Wasseranschluss wird ins Auge zu fassen sein.
Insgesamt zeigten am Ende der Aktion Bürgerstiftungsräte Dr. Traute Schneider und Dr. Ditmar Flothmann, die Verantwortlichen für Organisation und Durchführung des Projekts, höchst zufriedenen Mienen. Die große Mühe der Vorbereitung, Organisation und Durchführung hatten sich gelohnt. Übrigens: Wer sich für eine Gräberpatenschaft interessiert, möge sich an die Bürgerstiftung wenden (Telefon 16605/ A. Boguslawski oder 63254/ A. Knapp).


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Stifterforum 2016

Das nächste Stifterforum der Bürgerstiftung Weinheim findet am Donnerstag, 6. Oktober 2016 um 19:30 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses statt. Die Besucherinnen und Besucher erwartet wie immer der Jahresbericht des Vorstandes der Bürgerstiftung. Im weiteren Verlauf des Abends geht es um das Thema Bürgerstiftung und musikalische Förderung. Immerhin konnte die Bürgerstiftung in den vergangenen 10 Jahren mit rund 40 000 Euro ein Fünftel ihrer Fördersumme in dieser Zeit für die musikalische Förderung zur Verfügung stellen. Es reicht dies von der Finanzierung von Musikfreizeiten in Weikersheim, die Durchführung von bisher vier Singfesten, der Förderung von musikalischer Fortbildung für über 150 Erzieherinnen bis zur Unterstützung einzelner Vereine und Aktivitäten und vielem anderen mehr. Bisher haben immerhin rund 2000
Kinder,Jugendliche und Erwachsene von dieser Unterstützung profitiert. Die Präsentation wird musikalisch begleitet sein.

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